Der Lechradweg: Von der Quelle bis zur Mündung in Fünf Etappen

Der Lechradweg führt Dich von Steeg in Tirol auf 244 Kilometern bis nach Marxheim, wo der Lech in die Donau mündet. Der in 5 Etappen unterteilte Radwanderweg ist leicht befahrbar und führt durch eines der naturbelassensten Täler Mitteleuropas. Mit rund achtzehn Stunden Fahrzeit bietet sich die Strecke für einen perfekten Wochenausflug an.

Um diese erlebbar zu machen, haben sich vier Regionen zusammengeschlossen: Umgekehrt der Fließrichtung des Lechs geht es über Bayerisch Schwaben und den Pfaffenwinkel ins Allgäu und durch die Naturparkregion Reutte bis ins Lechtal. Auf drei Lebensabschnitten und in fünf Etappen führt der Lechradweg durch Landschaften, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Links und rechts des Weges gibt es viele spannende Geschichten rund um den Lech, kleine Dörfer und historische Städte, Naturphänomene und Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Wir wünschen dir eine schöne (Lebens-)Reise - voller inspirierender Momente auf dem „Lechradweg - Folge dem Fluss des Lebens“!

Der Lechradweg macht mit seiner Verwandlung die Gemeinsamkeiten zwischen fließendem Wasser und dem Lauf des Lebens offenkundig. Auf drei Lebensabschnitten und in fünf Etappen führt der Lechradweg durch Landschaften, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Umgekehrt der Fließrichtung des Lechs können Sie ihm über Bayerisch Schwaben und den Pfaffenwinkel ins Allgäu und durch die Naturparkregion Reutte bis ins Lechtal folgen. So können Sie die Lebensreise des letzten Wildflusses Europas im Rückblick erleben.

Der „weise Lech“ führt Radreisende durch die Talebenen von der Mündung in die Donau bis hinter Landsberg am Lech. Danach folgen Sie dem „reifen Lech“, der von Landsberg bis Füssen das Gesicht der Kulturräume und Geschichten am Uferrand präsentiert. Als „wilder Lech“ führt er Sie schließlich vom Lechfall bei Füssen bis nach Steeg ins Lechtal und damit aus von Menschen geprägten Landschaften in die mächtige Natur eines einsamen Tals. Leidenschaftlich erzählt er Ihnen von seinem Lebenswerk, den vielen erschaffenen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen.

Der Lech: Ein Wildfluss mit Charakter

Willkommen am letzten Wildfluss Europas! Wer ihm folgt, wird erstaunt sein, wie er seinen Charakter auf den 240 Kilometern verändert. In fünf Etappen führt der Radweg durch Landschaften, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Fast scheint es so, als würden Radfahrer seine Lebensreise im Rückblick erleben.

Als weiser Lech fließt er mit seiner Kraft in einem gleichmäßigen Strom durch die weiten Talebenen von der Mündung bis hinter Landsberg am Lech. Im Imagefilm und im digitalen Serviceheft erzählt er von seinen Erfahrungen und all dem Leben, das er an seinen Ufern erschaffen hat.

Als reifer Lech lenkt er von Landsberg bis nach Füssen den Blick auf die vielen Geschichten am Uferrand und zeigt, wie er den Menschen zu Wohlstand verhalf und bis heute das Gesicht vieler Kulturräume, Dörfer und Städte prägt.

Als wilder Lech begleitet er Radreisende vom Lechfall bei Füssen bis nach Steeg ins Lechtal, dem Endpunkt des Lechradwegs und führt damit aus menschlich geprägten Landschaften in die mächtige Natur eines einsamen Tals. Leidenschaftlich berichtet er von den vielen Lebensräumen, die er immer wieder neu erschafft und so vielen Tieren und Pflanzen wichtige Rückzugsorte schenkt.

Links und rechts des Weges werden die vielen spannenden Geschichten rund um den Lech, seine Nutzung als Energielieferant, Naturphänomene und Sehenswürdigkeiten erlebbar gemacht. Schon mal etwas vom Lechzopf gehört? Wie funktioniert die Fischaufstiegsanlage an der Staustufe in Kaufering? Und wie sieht es im Bauch des historischen Wasserkraftwerks Langweid aus, das als Technikdenkmal des Augsburger Wassermanagement-Systems auf der Welterbeliste der UNESCO steht? Viele der Höhepunkte an der Strecke werden im digitalen Serviceheft erklärt. Zudem kann man an über rund 30 Audio-Touren, sogenannten Lauschpunkten, noch tiefer in die Geschichten eintauchen. Sie sind auch für Menschen mit Seheinschränkungen eine tolle Möglichkeit, Expertenwissen direkt vor Ort zu bekommen.

Der Lech gilt als einer der letzten unregulierten Flüsse in den Alpen. Oft nehmen ausufernde Kiesbänke weite Teile des Talbodens ein. Sie bieten die optimalen Möglichkeiten zu angenehmen Pausen und zur Erholung entlang der Strecke.

Der Lechtalradweg: Ein Paradies für Genießer

Der Lechtalradweg in Tirol in Österreich, ist ein Radweg für Genießer, ohne größere und längere Steigungen. Die 56 Kilometer lange Fahrt auf dem Radweg geschieht überwiegend auf sehr gut befahrbaren und asphaltierten Radwegen. Auf der ersten Etappe der Tour begeistert eine der letzten wilden Flusslandschaften in Europa. Der kalkalpine, dynamische und wilde Fluss, der Lech ist etwas ganz Besonderes. Der Fluss am Lechtalradweg ist von mehr als 2.500 Meter hohen Bergen umgeben und erreicht bei Füssen den Lechfall, wo auch die zweite Etappe startet, in der man in die leicht hügelige Landschaft des Ostallgäus radelt.

Der Lechtalradweg führt durch eine Bilderbuchlandschaft mit grünen Wiesen und antiken Dörfern, welche zum Rast machen einladen. Die berühmte Wieskirche und der mittelalterliche Stadtkern von Schongau sind ganz besondere Höhepunkte auf dem Lechtalradweg bis man am Ende der Etappe Landsberg am Lech erreicht. Wer noch einen zusätzlichen Tag Zeit hat, kann einen kurzen Abstecher zum Ammersee machen, der nur knapp 20km östlich von Landsberg liegt.

Von Landsberg führt die Radroute über Augsburg weiter bis nach Donauwörth bis der Fluss in die Donau mündet.

Radtour am Lechtalradweg

Die Radtour am Lechtalradweg bietet eine atemberaubende Nähe zur Natur. Beim Lechtaler Radwanderweg werden alle Naturschönheiten der Region wahrgenommen. Das relativ schmale Lechtal in Tirol in Österreich liegt zwar mitten in der Welt der hohen wunderschönen Berge, trotzdem gibt es im Tal keine größeren Steigungen. Das Lechtal erstreckt sich von Reutte bis zur Ortschaft Lech am Arlberg in Vorarlberg. Die Bundesstraße 198 wird durch das ganze Tal, vorbei an malerischen Dörfern geradelt.

Die Streckenführung am Lechtalradweg ist teilweise sehr kurvig und führt einmal rechts, einmal links vorbei am Fluss Lech durch das gesamte Lechtal. Die Fahrradtour gestaltet sich sehr gemütlich über die guten Schotter- und Asphaltwege. Große Strecken radelt man direkt neben dem Fluss Lech oder durch hübsche Auwälder. Bei dieser entspannenden Radtour kann man die Seele baumeln lassen und die Naturschoenheiten genießen. Der Lechtalradweg ist sehr gut angelegt und ausreichend mit Schildern versehen.

Wer die gesamte Strecke mit einer nicht unbeträchtlichen Distanz zurück legt, hat jedoch kaum Höhenmeter hinter sich, da es zwischen Steeg und Reutte nur 220 Höhenmeter sind, welche einfach zu bewältigen sind. Die Radstrecke von 55 Kilometer von Steeg flussabwärts in Richtung Reutte vergeht wie im Fluge.

Verlauf des Lech Radweg von der Quelle bis zur Mündung in die Donau

  • Freiburger Hütte
  • Formarinsee
  • Lech
  • Warth
  • Dickenau
  • Holzgau
  • Bach
  • Elmen
  • Vorderhornbach
  • Stanzach
  • Forchach
  • Weißenbach am Lech
  • Höfen
  • Reutte
  • Pinswang
  • Füssen
  • Achmühle
  • Lechbruck
  • Schongau
  • Erpfting
  • Unterigling
  • Augsburg
  • Nordendorf
  • Donauwörth

Wanderung zur Lechquelle

Wer den Lech auf seinem kompletten Weg begleiten möchte, kann ab der Ortschaft Lech eine Wanderung zur Lechquelle unternehmen. Die Lechquelle liegt in der Nähe der Freiburger Hütte und des Formarinsee auf 1840m Höhe. Auf der Wanderung zur Lechquelle trifft man auf viele Mountainbiker die sich mit Ihren Mountainbikes auf einer Alpenüberquerung befinden. Für die Wanderung zur Lechquelle sollte man einen zusätzlichen Urlaubstag einplanen.

Der Lechtalradweg von Warth bis Füssen

In Warth beginnt die Lechtalradweg Radtour. Das erste Stück der Strecke wird bergab geradelt auf der Bundesstraße nach Steeg. Dann wird der Beschilderung des Lechtalradweg gefolgt Richtung Reutte in Tirol. Ab Steeg geht die Radtour im Lechtal immer leicht bergab und man kann die bis zu 2500 Meter aufragenden Bergen bestaunen. Die Fahrt im Lechtal geht durch eine saftige herrliche Wiesenlandschaft, sowie durch kleine Dörfer wie Holzgau und Bach, bis man Elbigenalp, erreicht.

Nun hat man auch schon fast die Hälfte des Lechtalradweg geschafft und kann sich eine Pause in einem der Gasthäuser in Häselgehr und Elmen gönnen. Nach ausgiebiger Rast radelt man entlang dem Fluss Lech weiter, vorbei an Viehweiden bis Reutte in Tirol. Noch ein Kaffee bevor man die letzten zwanzig Kilometer von Reutte nach Füssen radelt. Ein Stopp am beeindruckenden Lechfall lohnt sich, um dann am Ende der Tour ins Hotelbett zu fallen.

Wem die Strecke durch Österreich nicht ausreicht kann auf dem Lechweg von Füssen entlang des Forggensee und über Landsberg am Lech und Augsburg weiter bis nach Donauwörth radeln wo der Lech schließlich in die Donau mündet. Die Strecke des Lechradweg in Deutschland verläuft meißstens auf der selben Strecke wie die Via Claudia Augusta. In Donauwörth besteht die Möglichkeit seine Radreise auf dem Radweg entlang der Donau fortzusetzen.

Der Lechradweg in Zahlen

Hier eine Übersicht über die wichtigsten Eckdaten des Lechradwegs:

Merkmal Wert
Länge 244,2 Kilometer
Dauer/Etappen 3-5 Tagesetappen (Je nach Sportlichkeit und Sightseeing-Stopps)
Höhenunterschied Anstieg 1415 Höhenmeter / Abstieg 693 Höhenmeter
Weg-Charakter Größtenteils asphaltiert, sonst verläuft der Weg über gut planierten Schotter. Der Weg ist sehr eben. Nur auf der 4. Etappe gibt es größere Steigungen.
Beste Reisezeit Ende April bis Oktober
Barrierefreiheit Nein. Zwar ist der Weg größtenteils barrierefrei, dennoch sind einige Abschnitte des Weges nicht ganz barrierefrei, so das ein Fahren mit Hand-Bikes nicht uneingeschränkt möglich ist.
E-Bike-tauglich Absolut. Es gibt auch entlang der Strecke zahlreiche Lade-Stationen für E-Bikes. Außerdem weist der Digitale Reiseassistent (e-)radfreundliche Betriebe aus.
Gepäcktransport Es gibt Anbieter, die Organisation und Gepäcktransport anbieten (z.B. Feuer & Eis)

Die Route des Lechradwegs

Im Norden zieht sich der Lech noch breit durch die Landschaft. Im Süden wird er schmaler und wilder.

Die Route des Lechradweg startet direkt an der Mündung des Lech in die Donau in Marxheim bei Donauwörth. Von hier geht es immer Richtung Süden. Durch die Region Donau-Ries an Thierhaupten und Langweid vorbei nach Augsburg. Von hier schlängelt sich der Weg - mal am Lech - mal etwas davon entfernt über Kaufering, Landsberg am Lech nach Schongau und Lechbruck.

Hier kommen wir dann so richtig im Allgäu an, bzw. an dessen östlichen Rand. Denn der Lech markiert die Ostgrenze des Allgäu. Hier kommen dann schon die Berge in Sicht, in die es auf dem Lechradweg die ganze Zeit zugeht. Vorbei am Forggensee geht es nach Füssen und dann weiter über die Landesgrenze nach Tirol und nach Reutte. Hier ist der Lech schon ein fast unverbauter Wildfluss. Und der Lechradweg ist hier immer direkt am Wasser. Die türkise Farbe ist grandios.

Der Lechradweg führt ins Lechtal und es geht über Weißenbach am Lech und Holzgau nach Steeg, dem Ziel der Tour.

Anreise und Abreise

Der einfachste Weg ist die Anreise per Zug nach Donauwörth. Von hier geht es mit dem Rad rund eine Stunde auf dem Donauradweg nach Marxheim. Auch eine Anreise mit dem Auto ist möglich. Es gibt in Donauwörth einen großen Park&Ride Parkplatz. Der Parkplatz an der Schwabenhalle (P9 Ecke Gartenstraße/Neue Obermayerstraße) in der Nähe des Bahnhofes bietet sich an.

Die Heimreise mit Bus und Zug ist super entspannt und gut organisiert. Ab Steeg fährt in den Sommermonaten ein Fahrrad-Bus mit extra Anhänger bis nach Reutte, aber auch alle anderen Busse haben Platz für bis zu 5 Räder am Heck. Fragt in eurer Unterkunft unbedingt nach der Reutte Aktiv-Karte - mit dieser könnt ihr kostenlos mit dem Bus fahren. Ihr braucht dann nur noch ein Fahrrad-Ticket für 5 Euro pro Rad.

Von Reutte aus geht es mit dem Bus nach Füssen oder mit dem Zug nach München. Wir sind mit dem Bus nach Reutte gefahren, dann mit dem Rad nach Füssen und von hier mit dem Zug nach München zurück.

Ausrüstungstipps für den Lechradweg

Kompakt verpackt: In den zwei Satteltaschen hat alles Platz, was wir für die vier Tage brauchen.

  • Ortlieb-Taschen (Satteltaschen-Modelle)
  • Leichtes Zelt (z.B. von MSR oder Forceatt)
  • Gute Regenjacke
  • Helm
  • Wasserdichte kleine Taschen/Beutel
  • Ersatzschläuche und Luftpumpe
  • Handyhalterung am Fahrrad

Sehenswürdigkeiten entlang der Route

Es gibt ungefähr so viele Gründe und Gelegenheiten auf dem Lechradweg anzuhalten, wie es Flusskilometer gibt. Allein die Landschaft bietet so viele Ausblicke und Aussichten, da wird jedes Absteigen zum highlight. Aber auch in den Städten Rain, Augsburg, Landsberg und natürlich Füssen lohnen sich ausgedehnte Spaziergänge und Stopps.

Digitaler Reiseassistent zum Lechradweg

Bei der Etappenplanung und Navigation hilft der digitale Reiseassistent unter www.lechradweg.info. Dort könnt ihr eure Tagesetappen auf dem Smartphone ganz individuell gestalten könnt angeben, welche Sehenswürdigkeiten ihr auf der Route entdecken wollt. Außerdem findet ihr in der interaktiven Karte Unterkünfte, Ladestationen und Fahrrad-Werkstätten, Lauschpunkte, Bahnhöfe und sogar öffentliche Toiletten.

Weitere Etappen Details

Das erste Stück der Tour führt von Lech Richtung Warth. Die Strecke führt durch einige der atemberaubendsten Landschaften Vorarlbergs und bietet unterwegs spektakuläre Ausblicke. Die Route folgt größtenteils der L198, die Lech mit Warth verbindet. Dies ist eine bergige Straße mit einigen Anstiegen und Abfahrten, was die Fahrt herausfordernd, aber auch besonders reizvoll macht.

Von Steeg aus folgt die Route weiterhin dem Lechfluss entlang der L198. Die Straße und der parallel verlaufende Radweg sind gut ausgebaut und bieten eine sichere und angenehme Fahrt. Hat man Warth passiert und einige Anstiege gemeistert, wird man mit einer kontunierlichen Abfahrt bis ins etwa 15 Kilomenter entfernte Steeg belohnt

Dort kann die traditionelle Architektur und die ruhige Atmosphäre genossen werden. Man fährt nach wie vor immer sehr nah am Lech entlang und passier einige moorige Gebiete - für Naturliebhaber ein echter Traum. Eine kurze Rast bietet sich bei der „LechZeit“ bei Elmen an.

Man folgt dem Lechradweg weiter durch das idyllische Lechtal, passiert mehrere kleine Dörfer und kann die Ruhe und die Schönheit der Landschaft genießen, während man weiter Richtung Lechaschau fährt. Von Lechaschau aus führt der Weg weiter nach Reutte, einer charmanten Kleinstadt, in der man die beeindruckende Burgenwelt Ehrenberg besuchen kann.

Bevor man Füssen erreicht, kommt man am Walderlebniszentrum Ziegelwies vorbei und kann dort nicht nur das Besucherzentrum, sondern auch einen Baumwipfelpfad erkunden.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Lechradwegs

Schloss Neuschwanstein ist eines der bekanntesten Schlösser weltweit und befindet sich in Bayern, Deutschland, nahe Füssen. Der Tegelberg liegt in den Ammergauer Alpen in Bayern, Deutschland, nahe der Stadt Füssen und dem berühmten Schloss Neuschwanstein.

Den ersten Teil der Etappe von Füssen bis Lechbruck legten wir per Schiff zurück. Dazu nutzen wir die Fahrgastschifffahrt auf dem Forggensee und buchten die halbe Rundfahrt bis zur Anlegestelle beim Staudamm in Roßhaupten. Diese trägt auch den Namen „Lechstaustufe 1“.

Schongau, mundartlich als Schoa’ga bekannt, ist eine charmante Stadt im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau. Die Stadt liegt im malerischen Pfaffenwinkel am Westufer des Lechs. Die Altstadt von Schongau ist besonders bemerkenswert. Sie thront auf einem Lechberg und beeindruckt mit einer fast vollständig erhaltenen Stadtmauer, die aus dem Mittelalter stammt.

Völlig unterschätzt hatte ich Landsberg am Lech. Eines der bekanntesten Wahrzeichen ist das Bayertor, ein prächtiges Stadttor aus dem 15. Jahrhundert. Es zählt zu den schönsten Toranlagen Süddeutschlands und bietet einen großartigen Ausblick über die Stadt und die Umgebung. Das historische Rathaus von Landsberg am Lech ist ein weiteres Highlight. Erbaut im 18. Jahrhundert, beeindruckt es durch seine barocke Fassade und das prächtige Treppenhaus.

Die Etappe von Landsberg bis Augsburg war für mich die schönste und angenehmste auf der deutschen Seite des Lechs. Man biegt direkt in Landsberg an der Sandauer Brücke, wenige Meter von unserem Hotel entfernt auf den Radweg ein und befährt diesen für mehrere Kilometer direkt am Lech. Dabei wird man wunderbar beschattet und kommt super voran.

In den folgenden Tagen nahmen wir an einer interessanten Stadtführung teil, besuchten das Augsburger Rathaus und die Fuggerei. Die Fuggerei in Augsburg, Deutschland, ist die älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt, gegründet im Jahr 1521 von Jakob Fugger. Sie wurde ursprünglich errichtet, um bedürftigen Bürgern eine kostengünstige Unterkunft zu bieten, und erfüllt diese Funktion bis heute.

Das Augsburger Rathaus ist ein bedeutendes Wahrzeichen der Stadt und ein Meisterwerk der Renaissance-Architektur. Erbaut zwischen 1615 und 1624 von dem Architekten Elias Holl, gilt es als eines der bedeutendsten profanen Bauwerke dieser Epoche in Deutschland. Der berühmteste Raum des Rathauses ist der Goldene Saal, der durch seine prächtige Ausstattung und die beeindruckende Größe besticht.

Die letzte Etappe bis zur Mündung gestaltete sich ebenfalls sehr angenehm. Man findet den Ausgang in Richtung Gersthofen und ist auch hier direkt wieder am Lech. Weiter geht´s nach Tierhaupten, dann nach Münster und schließlich nach Rain. Man fährt unter schattigen Bäumen und auf offenem Feld. Es ist recht abwechslungsreich und komplett flach. Danach sind es noch etwa 8 Kilometer nach Marxheim. Man überquert die Donaubrücke und kann linker Hand bereits die Lechmündung in die Donau sehen. Auch findet man dort einen kleinen Platz, der den „Start“ in den Lech-Radweg markiert.

Der Lech-Radweg wird offiziell flussaufwärts geführt, da der Ausblick auf die Alpen sehr imposant ist und man sein Tourziel somit immer vor Augen hat.

Der Lech ist ein 256 Kilometer langer rechter Nebenfluss der Donau. Der Lech entsteht im Lechquellengebirge in Vorarlberg aus den beiden Quellbächen Formarinbach und Spullerbach und fließt zunächst in Richtung Nordwest zwischen den Allgäuer Alpen und Lechtaler Alpen durch Tirol. Nahe der Grenze zu Bayern nimmt er die Vils auf und fällt den 12 Meter hohen Lechfall hinunter bevor er durch Füssen fließt. Auf seinem weiteren Weg in nördlicher Richtung gibt es etliche Stauseen.

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