Leder Sitzbank Motorrad Pflege: So bleibt Ihr Motorradsitz top in Schuss

Wer sein Motorrad putzt, muss sich natürlich auch dem Sitz zuwenden, oft auch einfach als Sitzbank bezeichnet. Die Materialien können verschiedene sein und doch findet man immer den passenden Reiniger, den man einfach auftragen kann und dann wieder entfernt, wenn er einwirken konnte. Somit hat man im Grunde überhaupt keine Mühe und muss auch nicht lange den Sitz polieren, damit er wieder an Farbe gewinnt. Wichtig ist nur, dass man passend zum Material das richtige Mittel für sich nutzt.

Die richtige Reinigung und Pflege

Motorrad-Sitzbänke sind ungeschützt der Verwitterung ausgesetzt. Verschmutzungen, die tief in die Poren der Oberfläche eindringen, Sonneneinstrahlung usw. sorgen dafür, dass die Sitzbank unansehnlich wird, versprödet und ausbleicht. Daher sollte auch die Sitzbank fest bei der Motorradpflege eingeplant werden.

Für Leder und Kunstleder Sitzbänke gibt es zum Beispiel den Sitzreiniger S100 von Dr. Wack. Kauft man das passende Mittel, kann der Sitz perfekt gereinigt und gepflegt werden. Man kann den Dreck schnell entfernen, die Farbe wieder kräftigen und wird sich somit auf die Ausfahrt mit seinem Motorrad freuen. Die Reinigung sollte öfter vorgenommen werden, denn gerade bei einem echten Biker wird der Motorradsitz auch hart beansprucht und umso besser man ihn pflegt, desto länger wird er halten und wird so schnell nicht ausgewechselt werden müssen.

Produktempfehlungen

  • Für Ledersitzbänke: Lederreiniger + Lederpflege (Wichtig! Nach der Reinigung immer pflegen!)
  • Für normale Sitzbänke (keine Ahnung, was das für ein Material ist): Motul Perfect Seat
  • Allzweckreiniger: Der Allzweckreiniger von SchleTek ist leicht alkalisch und speziell für den professionellen Einsatz konzipiert.

Weitere Tipps und Tricks

  • Bei rutschiger Sitzbank: Mike Sander Korrosionsschutzfett. Das klebt wie Bärenscheisse!
  • Alternative Reinigung: Wasser mit Spülmittel

Die richtige Anwendung

Die S100 Sitzbank-Pflege entfernt den Schmutz effektiv aus den Poren und sorgt für einen rutschfesten Sitz. Eignet sich ausgezeichnet für die Pflege von Motorrad-Sitzbänken aus Kunststoff oder Leder. Das behandelte Material erhält notwendige Nährstoffe zurück und eine Versprödung wird somit erfolgreich verhindert Der integrierte UV-Schutz des Pflegemittels beugt zusätzlich dem Ausbleichen von Kunststoff oder Leder vor.

Anwendung: Flasche vor Gebrauch schütteln. Produkt auf die zu reinigende Fläche sprühen und mit einem weichen, sauberen Tuch nachwischen.

Sitzbankbezug wechseln

Soll nur der Bezug gewechselt werden, dann ist Selbermachen kein großer Akt. Dazu braucht man vergleichsweise wenig Werkzeug und Geschick. Nach dem Abbau der Sitzbank wird diese umgedreht, und die alten Tackernadeln können entfernt werden. Dazu kann man einen speziellen Tackerentferner benutzen, muss man aber nicht, denn alternativ lassen sich die Tackernadeln auch mit einem kleinen, schmalen Schraubendreher anheben und einer Kombizange herausziehen. Die alten Nadeln werden als Muster für die neuen benutzt.

Nach dem Entfernen des Bezugs untersucht man den Sitzkern aus Schaumstoff auf Beschädigungen und Zustand. Falls der Kern schon zerbröselt ist, muss er erneuert werden. Eventuelle kleinere Löcher kann man ausbessern. Den dazu benötigten Schaumstoff gleicher Festigkeit erhält man bei einem Sattler oder Polsterer, der gegebenenfalls auch gleich die Reparatur vornehmen kann. Ist der Kern feucht, dann muss man ihn vor dem Beziehen komplett trocknen lassen.

Zuerst wird der Sitzkern mit einer Plastikfolie bezogen und dann auf eine stabile, ausreichend große Oberfläche gelegt. Alle Werkzeuge sollten griffbereit liegen, denn spannen, föhnen und tackern gleichzeitig erfordert eine entsprechende Koordination. Nun legt man den neuen Bezug auf den Sitzkern und richtet ihn möglichst sorgfältig aus, damit er später auch wirklich gerade sitzt. Dann wird er zur ersten Fixierung genau auf halber Höhe der Sitzbank auf beiden Seiten festgetackert. Wichtig ist es, den Bezug dabei recht stramm zu ziehen, damit er später schön glatt ist und keine Falten wirft. Falls er nicht stramm genug sitzt, dann erwärmt man ihn vorsichtig mit einem Föhn. So wird der Bezug geschmeidig und passt sich den Konturen des Sitzkerns und der Grundplatte besser an.

Durch das Erwärmen dehnt sich das Material aus, zieht sich beim Erkalten wieder zusammen, bekommt so die nötige Spannung, und man verhindert die Faltenbildung. Doch Vorsicht - nicht punktuell, sondern möglichst großflächig erwärmen, da sonst an einer Stelle zu viel Hitze entstehen könnte. Auf die gleiche Weise wird der Bezug nun auch am Anfang und am Ende der Sitzbank fixiert. Unbedingt prüfen, ob dabei etwas verrutscht ist. Etwas komplizierter wird es bei den Ecken. Man zieht den Bezug stramm über die Ecke und kann ihn auch ruhig überlappend festtackern, solange die Falten nur an der Unterseite der Sitzbank auftreten (das nimmt etwas Spannung aus dem Bezug).

Das Ganze macht man von einer Ecke ausgehend einmal um die Sitzbank herum. Beim Tackern sollte man auf einen relativ gleichmäßigen Abstand der Tackernadeln achten. Gegebenenfalls kann man nun noch mit einem scharfen Messer oder einem Skalpell das überstehende Material des Bezugs abschneiden - fertig.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0