Lederjacken gehören zu den absoluten Klassikern, die in keinem gut sortierten Kleiderschrank fehlen dürfen. Der Grund: Die edlen Jacken lassen sich vielfältig kombinieren und kommen garantiert niemals aus der Mode. Das gilt sowohl für die rockige Biker-Variante als auch für die elegante, gerade geschnittene Form mit Stehkragen. Hochwertige Lederjacken sind natürlich eine Investition, halten dafür aber ein Leben lang. Vorausgesetzt, Sie behandeln sie gut. Damit Sie möglichst lange Freude an Ihrem Lieblingsstyle haben, kommen hier Tipps und Tricks, wie Sie Ihre Lederjacke richtig pflegen.
Welche Lederarten gibt es?
Fakt ist: Lederjacken müssen gut gepflegt werden, damit sie lange schön bleiben. Dabei gilt es einiges zu beachten, denn Leder ist nicht gleich Leder. Um Ihrer geliebten Lederjacke die optimale Pflege zukommen zu lassen, ist es wichtig herauszufinden, um welche Lederart es sich bei Ihrer Jacke handelt. Je nach Leder gibt es unterschiedliche Pflegeprodukte und einige Dos und Don’ts, die Sie in puncto Pflege unbedingt berücksichtigen sollten. Aus welchem Leder Ihre Jacke ist, lässt sich ganz einfach durch einen Blick auf das Pflegeetikett ermitteln. In der Regel unterscheidet man bei der Pflege zwischen zwei gängigen Lederarten: Glatt- und Rauleder.
Jacken aus Glattleder
Gerade bei Lederjacken zählt Glattleder zu den beliebtesten Lederarten und wird häufig im Rahmen der Verarbeitung gefärbt, wodurch das Leder robuster und somit pflegeleichter ist.
Jacken aus Rauleder
Rauleder fühlt sich samtig weich an und ist daher sehr angenehm zu tragen, jedoch auch deutlich empfindlicher als Glattleder.
Die richtige Pflege für Ihre Lederjacke
Um sicherzustellen, dass Ihre Lieblingslederjacke in Würde altert, sollten Sie sie auf die richtige Art und Weise reinigen und pflegen.
1. Imprägnieren Sie Ihre Lederjacke
Wenn Ihre Jacke noch brandneu und ungetragen ist, stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Lederjacke imprägnieren, bevor Sie sie tragen. Das Spray schützt das Material vor unschönen Wasserschäden und Salzablagerungen. Zur Sicherheit können Sie Ihre Jacke alle paar Monate "nach"imprägnieren. Testen Sie das Schutzmittel jedoch zuerst an einer unauffälligen Stelle, um sicherzugehen, dass das Spray keine Verfärbungen verursacht.
Solltest du dir unsicher sein, ob deine Lederjacke bereits imprägniert ist, kannst du dies mit etwas Spucke oder wenigen Wassertropfen testen. Suche dir dazu eine unauffällige Stelle an der Jacke (z.B. unter den Ärmeln oder an der Innenseite) und befeuchte die Stelle mit etwas Speichel. Sollte sich hierbei ein Rand bilden oder die Feuchtigkeit schnell ins Innere dringen, ist eine Imprägnierung dringend notwendig.
2. Lassen Sie Ihre Jacke an der Luft trocknen
Wenn Ihre Lederjacke mit Wasser in Berührung kommt, werfen Sie sie auf keinen Fall in den Trockner (glauben Sie uns, das passiert häufiger als gedacht), das beschädigt das natürliche Material. Stattdessen hängen Sie die Jacke auf einen Bügel und lassen Sie sie von selbst bei Raumtemperatur trocknen.
Ist Ihre Lederjacke einmal nass geworden, sollten Sie sie nur bei Raumtemperatur langsam trocknen lassen.
Regel No. 2: Die Jacke auf einen Bügel hängen und langsam (!) trocknen lassen. Auf keinen Fall solltest du die Jacke auf die Heizung legen oder trocken föhnen. Das Leder wird durch die heiße, trockene Luft hart und spröde und die schöne Lederjacke ist hin. Während und nach dem Trocknen der Jacke solltest du diese vorsichtig durchkneten und massieren.
3. Halten Sie Ihre Jacke von Hitze und Sonnenlicht fern
Trocknen Sie nasses Leder auch nicht mit Hitze (Heizung, Föhn, etc.). Das kann Trockenheit und somit kleine Risse verursachen. Lagern Sie Ihre Jacke auch nicht bei direkter Sonneneinstrahlung, sonst kann es zu unschönen Flecken und Verfärbungen kommen.
4. Entfernen Sie Salzablagerungen
Gerade im Winter können sich auf dem Leder weiße Salzablagerungen bilden. Wischen Sie betroffene Stellen sofort mit einem leicht befeuchteten Tuch ab und lassen Sie die Jacke an der Luft trocknen.
5. Verwenden Sie gelegentlich Lederconditioner
Ein Lederconditioner ist besonders bei brandneuen Jacken kein Muss. Bei Vintage-Modellen aus robustem und steifem Leder kann ein Conditioner jedoch helfen das Material weich zu halten und verhindert, dass es im Laufe der Zeit reißt. Das Prinzip kennen Sie bestimmt aus dem eigenen Badezimmer.
Lederjacken fetten und imprägnieren: Es verhält sich ähnlich wie mit unserer Haut und dem Moisturizer. Wer seine Lederjacke richtig pflegen will, muss ihr regelmäßig Feuchtigkeit in Form von Fett zuführen. Denn als natürliches Material verliert Leder mit der Zeit an Fett und Feuchtigkeit, das ursprünglich enthalten war. Die Folgen: Es wird trocken und brüchig. Eine Jacke aus Leder lässt sich dann nicht mehr so angenehm tragen, weil sie steifer und weniger anschmiegsam wird. Um das zu verhindern, sollten Sie Ihre Glattlederjacke regelmäßig mit einem Lederbalsam, speziellen Lederfetten oder Lederconditionern pflegen. So bleibt die Jacke schön geschmeidig und ist gleichzeitig vor Nässe geschützt.
Auf raue Lederjacke kann auch etwas Lederfett oder -öl aufgetragen werden. So bleibt die Lederjacke geschmeidig und ist vor Nässe geschützt.
Auch Ihre Raulederjacke sollten Sie im Idealfall gleich nach dem Kauf, noch vor dem ersten Tragen, imprägnieren. So schützen Sie das empfindliche Veloursleder vor Regenschauern, machen es widerstandsfähiger und beugen unschönen Wasserflecken vor. Während Glattleder gefettet werden kann, darf Rauleder ausnahmslos nur mit einem feinen Spray behandelt werden.
Sowohl Glatt- als auch Raulederjacken sollten nach dem Imprägnieren an einer gut belüfteten Stelle vollständig austrocknen. Den Vorgang sollten Sie saisonal, jeweils zum Frühjahr sowie zum Herbst, wiederholen.
6. Hängen Sie Ihre Jacke richtig auf
Lassen Sie Ihre Jacke niemals über einen längeren Zeitraum gefaltet, da dies zu Falten und Rissen im Leder führen kann.
Zur Pflege und optimalen Aufbewahrung deiner Lederjacke ist es zuerst einmal wichtig, diese richtig aufzubewahren. Damit die Form nicht leidet, solltest du deine Lederjacke immer auf einen Bügel hängen. Das Leder muss atmen können und sollte luftig und trocken aufbewahrt werden. Das Leder dabei nicht in Kunststoffbeuteln aufbewahren! Achte auch darauf, dass deine Lederjacke vor intensiven Licht- oder Sonnenstrahlen geschützt ist. Außerdem solltest du daran denken, dass du deine Lederjacke nie bei Arbeiten trägst, bei den sie mit Schmutz in Berührung kommt.
Lederjacken richtig aufbewahren - Tipps & Tricks
Damit Ihre Lederjacke lange schön aussieht, kommt es nicht nur auf die richtige Pflege, sondern vor allem auch auf die fachmännische Aufbewahrung an. Nässe und Hitze mögen Lederjacken zum Beispiel gar nicht. Daneben gilt es aber noch andere Dinge zu beachten.
- Lederjacken brauchen Luft zum Atmen.
- Lagern Sie Ihre Lederjacke stets hängend an einer Stange, niemals zusammengefaltet im Regal.
- Vermeiden Sie intensive Sonneneinstrahlung und Hitze. Die Jacke bitte auch niemals zum Trocknen über die Heizung hängen.
Lederjacken in der Waschmaschine waschen? Lieber nicht!
Reinigen Sie Ihre Lederjacke bitte nicht in der Waschmaschine. Das Leder könnte ernsthaften Schaden nehmen, da Waschmittel chemische Zusätze besitzen, die die oberste Schutzschicht des Leders angreifen und es im schlimmsten Fall für immer ruinieren könnten. Bei gefärbten Lederjacken kann es zudem zu unschönen Auswaschungen kommen. Sollte die Jacke stark verschmutzt sein, sollten Sie sie in eine Spezialreinigung bringen. Leichte Verschmutzungen oder Staub mit einer weichen Bürste oder einem soften Tuch abbürsten. Wasser nur äußerst sparsam einsetzen, da es Flecken verursachen und das Leder austrocknen und porös machen kann.
Hier gehen die Meinungen auseinander. Einige Fachleute sind der Meinung, dass es bei den meisten Lederjacken kein Problem sei, sie in der Waschmaschine zu waschen. Solltest du deine Lederjacke in der Waschmaschine waschen wollen, solltest du auf jeden Fall ein pH-neutrales und rückfettendes Lederwaschmittel benutzen. Hier natürlich auch unbedingt die Waschanleitung beachten!
Andere Experten sind jedoch der Meinung, dass Lederjacken besser nicht gewaschen werden sollten, da sie sonst der Glanz und die Form leiden könnte.
Eine fachmännische Reinigung empfiehlt sich immer dann, wenn die Lederjacke aus verschiedenen Teilen gefertigt wurde und somit die Gefahr besteht, dass die Farben ausbluten und sie sich gegenseitig verfärben.
Unerwünschte Flecken? Kein Problem!
Für viele der Supergau. Aber auch hier können wir dich beruhigen: mit speziellen Fleckenspray für Leder kannst du bei schnellem Handeln den Flecken den Gar ausmachen.
Glattlederjacken können nach langer Tragezeit ein wenig an Farbechtheit verlieren und durch Wetter und Licht ausbleichen. Mit einer speziellen Ledertönung und unter Beachtung gewisser Kniffe kannst du jedoch dafür sorgen, dass deine Jacke wieder im neuen Glanz erscheint.
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