Leichte Alu Laufräder im Test: Performance, Aerodynamik und mehr

Schneller Radfahren mit der gleichen Leistung - das ist das, was die meisten Radprofis und Hobbysportler wollen. Mit die beliebtesten „Tuningteile“ sind in diesem Zusammenhang: die Laufräder. Es kann sich aus mehreren Gründen lohnen, ein serienmäßig ausgestattetes Gravel-Bike mit einem neuen Laufradsatz auszurüsten und in den meisten Fällen aufzuwerten.

Warum Laufräder ein wichtiger Faktor sind

Neben der Physis der Fahrer ist das „Material“ schon längst ein Sieg-Faktor bei den großen Gravel-Rennen. Noch vor einigen Jahren waren an den ersten Gravel-Rädern in der Regel stabile Rennrad-Laufradsätze mit Innenmaulweiten von 19 bis 21 Millimetern verbaut. Der Grund: Breitere Felgen erhöhen die effektive Breite der auf ihnen montierten Reifen und damit auch das Volumen.

Gravelbikes im Preisbereich von 2500 bis 4000 Euro sind meist mit einem Carbon-Rahmen und einer hochwertigen mechanischen oder sogar elektronischen Schaltung ausgestattet. Serien-Laufräder wiegen oftmals zwischen 1900 bis 2100 Gramm - sie sind damit vergleichsweise schwer. Die beiden leichtesten Test-Laufradätze von Specialized und Leeze wiegen 1263 beziehungsweise 1363 Gamm.

Aerodynamik im Fokus

Um den Trend zu schnellen, aerodynamischen Hochprofil-Laufrädern abzubilden, haben wir alle Modelle im Windkanal unter realen Fahrbedingungen untersucht. Als „aerodynamisch“ erachten wir Felgen ab 30 Millimetern Höhe. Aktuelle Modelle weisen oft höhere Felgen im Bereich von 40 bis 45 Millimetern auf. Einige Hersteller wie DT Swiss und Scope haben inzwischen Laufräder mit 50 Millimetern Felgenhöhe und mehr im Portfolio.

Die zehn Laufräder in diesem Vergleich weisen Felgenhöhen zwischen 18 und 42 Millimeter auf. Im GST-Windkanal in Immenstaad am Bodensee prüften wir den Luftwiderstand der zehn Gravel-Laufräder, genauer: die benötigte Leistung bei 35 km/h.

Testverfahren im Windkanal

Alle Messungen wurden mit einer Windgeschwindigkeit von 35 Kilometern pro Stunde durchgeführt. Während der Messungen dreht sich der Prüfstand von plus nach minus 20 Grad - damit fließen auch Seitenwindverhältnisse, wie sie in der Realität vorkommen, in das Gesamtergebnis ein. Straßen-Laufräder werden mit 45 km/h gemessen, die Werte sind somit nicht direkt vergleichbar. Die Auswertungs-Software von GST berechnet abschließend die jeweils „gewichtete Leistung“ in Abhängigkeit der Anströmwinkel.

Ergebnisse der Aerodynamik-Tests

Für unsere zehn Testlaufräder ergaben sich bei 35 km/h gewichtete Leistungen von 15,6 bis 19,4 Watt. Niedrige Werte sind besser, da weniger Leistung benötigt wird, um die gleiche Geschwindigkeit zu halten. Die niedrigsten und damit besten Werte erzielen die 40 Millimeter hohen Leeze CC40 Allroad Evo Waso. Ihre gewichtete Leistung: 15,6 Watt. Es folgen, knapp dahinter, mit jeweils 16,3 Watt gewichteter Leistung, die Laufradsätze von DT Swiss und Swiss Side - beide sind 42 Millimeter hoch.

Grundsätzlich erzeugen breitere Reifen einen höheren Luftwiderstand, da sie dem Wind eine größere Anströmfläche bieten. Exemplarisch montierten wir deshalb einen 35 Millimeter breiten Terra-Speed-Reifen auf den DT-Swiss-GRC-1400-Laufradsatz.

Seitenwindempfindlichkeit

Je höher die Felgen sind, desto „empfindlicher“ sind sie auch für Seitenwind. Dieser Effekt ist messbar. Die GST-Software kann somit auch einen einheitenfreien „Lenkmoment-Beiwert“ für die Vorderräder ausweisen. Je größer dieser Wert ist, desto stärker beeinflusst der Seitenwind das Lenkverhalten. Die niedrigsten und damit besten Werte erzielten die Modelle von DT Swiss und SwissSide - mit je 42 Millimetern Felgenhöhe sind sie die höchsten Modelle im Test.

Gewicht und Steifigkeit

Auch für Gravel-Bikes gilt: Ab einer Geschwindigkeit von rund 15 Kilometern pro Stunde ist der Luftwiderstand der größte Fahrwiderstand, gefolgt vom Rollwiderstand der Reifen. Beinhaltet eine Tour viele Höhenmeter, so gewinnt auch das Gewicht an Bedeutung. Weiter nehmen die Laufräder beim Beschleunigen eine Sonderstellung ein, da sie zwei Mal beschleunigt werden müssen: Erstens in die Vorwärtsbewegung des Systems aus Rennrad und Fahrer. Zweitens als Beschleunigung bei der Drehbewegung des Laufrades selbst. Auch gerade deshalb sind Laufräder besonders effektive „Tuningobjekte“.

Das Gewicht aller Testmodelle wurde je einschließlich der aufgezogenen Felgenbänder ermittelt. Ein weiterer wichtiger Parameter ist die Seitensteifigkeit der Laufräder.

Seitensteifigkeit im Detail

Wir belasteten die Felgen im Labor je seitlich mit einem Fünf-Kilogramm-Gewicht - dies entspricht rund 50 Newton. Wir nahmen die Nachgiebigkeit beziehungsweise Elastizität mit einer mechanischen Messuhr auf und verrechneten die Werte zur Seitensteifigkeit. Sie gibt an, welche Kraft nötig ist, um die Felge seitlich einen Millimeter zu bewegen. Gute Werte liegen zwischen 30 und 35 Newton pro Millimeter, sehr gute darüber.

Seitliche Kräfte an den Laufrädern entstehen etwa im Wiegetritt und beim Durchfahren von Spurrillen. Vorderräder mit einer hohen Seitensteifigkeit punkten hier durch ihre Lenkpräzision - und sie „laufen“ den Spurrillen weniger hinterher. Mit der Anzahl der Speichen und deren Spannung steigt die Seitensteifigkeit. Insbesondere für schwere Fahrer und Bikepacker ist sie von größter Wichtigkeit.

Maximal zulässiges Gewicht

Auch das maximal zugelassene Gewicht ist für schwere Fahrer und Bikepacker ein zentraler Punkt. Das Fahrergewicht ist selbsterklärend, das Systemgewicht beinhaltet Fahrer, Fahrrad, Trinkflaschen und Gepäck. Die Mavic-Allroad-SL-Laufräder liefern mit einem maximal zulässigen Systemgewicht von 135 Kilogramm den höchsten Wert im Test.

Lager und weitere Details

Bei Leeze können die Laufräder gegen 400 Euro Aufpreis mit Keramik-Lagern geordert werden, bei den Specialized Roval Terra CLX II sind sie serienmäßig verbaut. Je nach dem Fahrergewicht und der Geschwindigkeit können durch eine reduzierte Lagerreibung rund zwei bis vier Watt „eingespart“ werden.

DT Swiss AR 1600 Spline 30: Ein genauerer Blick

DT Swiss wirbt mit "Aerodynamik für alle" für ihre neuen Aero-Laufräder mit Alu-Felgen. Insgesamt vier Laufradsätze mit den neuen Aero-Felgen aus Aluminium bietet DT Swiss ab sofort an, im Bild die E 1800 Spline 30 mit 22 Millimeter Maulweite, die 429 Euro kosten. Die Aerodynamik-Experten von Swiss Side, mit denen DT Swiss seit Jahren zusammenarbeitet, waren auch bei den Aluminium-Felgen mit an Bord. Die vier Modelle basieren auf zwei neuen Aero-Felgen aus Aluminium.

Modelle im Überblick

  • AR 1600 Spline 30: 20 mm Maulweite, DT Swiss 350-Nabe, ASTM-Klasse 1, maximales Systemgewicht 110 kg, Gewicht: 1703 g (Herstellerangabe)/ 1765 g (ROADBIKE-Messung), Preis: 599 Euro
  • A 1800 Spline 30: 20 mm Maulweite, DT Swiss 370-Nabe, ASTM-Klasse 1, maximales Systemgewicht 110 kg, Gewicht: 1766 g (Herstellerangabe), Preis: 429 Euro
  • ER 1600 Spline 30: 22 mm Maulweite, DT Swiss 350-Nabe, ASTM-Klasse 2, maximales Systemgewicht 130 kg, Gewicht: 1803 g (Herstellerangabe), Preis: 599 Euro
  • E 1800 Spline 30: 22 mm Maulweite, DT Swiss 370-Nabe, ASTM-Klasse 2, maximales Systemgewicht 130 kg, Gewicht: 1837 g (Herstellerangabe), Preis: 429 Euro

Erster Test: DT Swiss AR 1600 Spline 30

Im ersten Praxistest über knapp fünfhundert Kilometer zeigen die AR 1600 Spline 30 das Dilemma, das Aero-Laufräder mit Aluminiumfelgen systembedingt mit sich bringen: Den attraktiven Preis erkauft man sich mit Abstrichen beim Gewicht. Die AR 1600 Spline 30 sind zunächst einmal grundsolide Laufräder für viele zehntausende Kilometer.

Der Aufbau des Test-Laufradsatzes ist einwandfrei ohne Seiten- und Höhenschlag, die Laufräder stehen mittig zentriert. Dank der "nur" 30 Millimeter hohen Felgen ist Seitenwind überhaupt kein Problem. Wie angedeutet ist das Gewicht die größte Bürde, die das Set trägt.

Aerodynamik im Vergleich

DT Swiss nimmt für sich in Anspruch, mit den AR 1600 Spline 30 schneller zu sein als Konkurrenzprodukte (15,2 Watt), nennt allerdings keine weiteren Messwerte. In früheren Windkanaltests war eine 21-mm-Felge bei 45 km/h fünf Watt langsamer als eine 40-mm-Felge beziehungsweise elf Watt langsamer als ein 62-mm-Aero-Laufrad. Lange Rede, kurzer Sinn: Da Aero-Laufräder mit hohen Carbonfelgen zwar leichter und aerodynamischer, oft aber auch deutlich teurer sind, verschieben die preislich attraktiven AR 1600 Spline 30 den Faktor investierter-Euro-pro-gesparte-Watt in die richtige Richtung. Insgesamt bieten sie einen guten Kompromiss aus bestmöglicher Aerodynamik, vertretbarem Gewicht und attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis und sind auch losgelöst vom Aero-Aspekt sehr gut gebaute, solide Laufräder.

Günstige Rennrad-Laufräder im Test

Kopfsteinpflaster, kaputter Asphalt, Schotterstraßen, Waldwege: Für viele Rennradfahrerinnen und -fahrer ist es neuerdings eine Wonne, über scheinbar ungeeigneten Untergrund zu poltern. Abseits gut geteerter Hauptstraßen sind Autos rar und das Naturerlebnis nah, das bringt vielen Freizeitsportlern mehr Lebensqualität als stoisches Training auf möglichst glattem Asphalt.

Wer wenigstens die Hälfte Asphalt unter die Räder nimmt, bewertet die oft stark profilierten Gravelreifen eventuell als zu breit und zu langsam. Für gelegentliche Ausflüge in die Botanik reichen 30- oder 32-Millimeter-Reifen, was schon an vielen Endurance-Rädern üblich ist und sich auf der Straße noch nach Rennrad anfühlt.

Breite Felgen als Alleskönner

Wer sich an den Empfehlungen der Reifenhersteller zur passenden Felgenbreite orientiert, landet mit diesem Anspruch bei gut 20 Millimetern Innenmaß. Auch wer am Gravelbike je nach Einsatz oder Saison zwischen Straßen- und Geländereifen wechseln will, findet hierin den idealen Kompromiss. Denn darauf passen schnelle 28-Millimeter-Straßenreifen ohne Einschränkungen, und auch für einen 50er-Stollenreifen ist das nicht zu schmal.

Getestete Laufräder im Überblick

TOUR hat den Markt abgesucht nach passenden und preiswerten Laufrädern um 500 Euro. Sieben Kandidaten konnten unserer Einladung trotz der weiterhin angespannten Liefersituation folgen, darunter große Hersteller wie DT Swiss, Mavic oder Shimano, aber auch kleinere Anbieter wie Aerycs und Leeze.

Die Laufräder im Testfeld sind allesamt Tubeless-tauglich und auch fürs Gelände ausgelegt - so zumindest das Versprechen der Hersteller. Mavic und Fulcrum weisen einen geschlossenen Felgenboden auf, was im Hinblick auf Tubeless-Reifen ein Vorteil ist: Das Felgenband, mit dem die anderen Hersteller ihre Felgen abdichten, ist ein zusätzlicher Quell für Defekte.

Ergebnisse der Tests

Schaut man sich die anderen mechanischen Werte an, wird aber klar, dass auch das ein Kompromiss ist; die Laufräder sind nicht sehr seitensteif, für schwere Fahrer daher nicht zu empfehlen. Umgekehrt können die schwersten Laufräder hier punkten: Die relativ schweren Räder von Mavic und Ritchey erweisen sich als die stabilsten. Den besten Kompromiss aus beiden Disziplinen schafft DT Swiss. Auch die Rundlaufmessung nach dem Überlastversuch zeigt, dass die Schweizer Spezialisten ihr Handwerk verstehen.

Einzelbetrachtung der Laufräder

Hier eine Zusammenfassung der getesteten Laufräder:

Aerycs Alutrek

Sauber aufgebauter Satz mit Naben und Messerspeichen von DT Swiss. Breite Felge für Reifen ab 30 Millimeter. Viele Optionen, darunter auch eine 27,5-Zoll-Variante.

DT Swiss CR 1600 Spline

Stabiler Laufräder mit hohem zulässigem Fahrergewicht. Hochwertige Naben, breite Felge für Gravel- und Crossbereifung, aber auch für Straßenreifen ab 30 Millimeter.

Fulcrum Racing 3

Straßenlaufrad mit relativ schmaler Felge, die sich noch für Gravelreifen um 40 Millimeter eignet. Steifigkeit trotz wenig Speichen okay, wer mit Gepäck fährt, sollte das Gewichts­limit beachten.

Leeze AC 25 Allroad

Sehr leichter Laufradsatz mit hochwertigen Sapim-CX-Ray-Speichen und breiter, leichter Felge. Die Steifigkeiten sind unterm Durchschnitt, daher eher was für leichte Fahrer. Optional mit Keramiklagern.

Mavic Allroad S

Schwerer, aber fahrstabiler Laufradsatz mit hoher Gewichtsfreigabe. Geschlossene Tubeless-Felge ohne Felgenband. Adapter für Schnellspanner und 15-mm-Achsen als Zubehör erhältlich.

Ritchey Comp Zeta Disc

Preiswert, aber kein Leichtgewicht. Hohe Nabenflansche und stabile Speichen bringen Steifigkeit. Mit klassischen DT-Swiss-Speichen leicht zu reparieren. Nur für 6-Loch­-Bremsscheiben!

Shimano GRX WH-RX570

Einfaches Laufrad aus Shimanos Gravel-Gruppe mit durchschnittlichen Werten.

Felgenbrems-Laufräder im Test

Sind Felgenbrems-Laufräder eine aussterbende Spezies? ROADBIKE geht dieser Frage nach - und liefert die Testergebnisse von 20 aktuellen Modellen aus drei Preiskategorien.

"Im Nachrüstmarkt sind Felgenbrems-Laufräder immer noch ein großes Thema", betont Christian Brumen, Category Manager Dropbar bei Rose. Wer dem eigenen Felgenbrems-Renner mit neuen Laufrädern frischen Schwung verleihen will, findet derzeit noch eine große Auswahl an Produkten. 20 Modelle hat ROADBIKE für diesen Artikel in Labor und Praxis getestet - in drei Preiskategorien: um 600 Euro, um 1000 Euro und um 2000 Euro.

Testfeld und Ergebnisse

Das Testfeld setzt sich aus alten Bekannten und Newcomern zusammen. Neu entwickelte Felgenbrems-Laufräder in den beiden günstigeren Preiskategorien waren nicht zu kriegen - hier findet offenbar keine Entwicklung mehr statt. Wenn überhaupt noch wirklich neue Laufradmodelle für Felgenbremsen auf den Markt kommen, geschieht dies offenbar "nur" noch im im hochpreisigen Sektor.

Aero-Optimierung, Carbon-Speichen, Hookless-Felgen - all das übernimmt zum Beispiel der getestete Cadex-Laufradsatz von seinem Schwesterprodukt für Scheibenbremsen. Auf einen Blick lässt sich erkennen, wie und wo sich höhere Preise bemerkbar machen.

Die vier getesteten High-End-Laufradsätze um 2000 Euro kommen ausschließlich mit Carbon-Felgen, überzeugen mit top Steifigkeitswerten und liefern mehrheitlich Spitzenwerte, was Gewicht und Trägheitsmessungen angeht. Gleichzeitig gilt aber auch: Die besten Vertreter der Preisklasse um 1000 Euro bleiben auf Schlagdistanz - egal, ob sie mit Carbon- oder Alu-Felgen aufgebaut sind. Und selbst die Modelle um 600 Euro, die ausschließlich auf Alu-Felgen setzen, schlagen sich wacker.

Top-Empfehlungen

  • Laufräder um 2000 Euro: Cadex 42 Tubeless (Testsieger), Rose RC Fifty Carbon (Preis-Leistungs-Tipp)
  • Laufräder um 1000 Euro: Easton EA90 SL (Testsieger), Mavic Ksyrium Pro UST (Preis-Leistungs-Tipp)

Detaillierte Testergebnisse

Cadex 42 Tubeless

Begeistert mit Laborwerten und Messerspeichen aus Carbon. Die hakenlose Felge schränkt die Reifenauswahl stark ein.

Rose RC Fifty Carbon

Bietet einen tollen Fahreindruck und sehr viel Leistung fürs Geld. Spritzig, agil, schnell.

Campagnolo Bora WTO 33

Leicht, steif und schnell. Tolle Bremsleistung, aber lautes Pfeifen beim Bremsen.

DT Swiss PRC 1400 Spline 35

Toller Fahreindruck. Vielseitig und schnell, aber niedrigstes Gewichtslimit im Vergleich.

Easton EA90 SL

Leicht, steif und komfortabel mit tollem Bremsverhalten. Kein Gewichtslimit. Garantie nur ohne Rennen.

Mavic Ksyrium Pro UST

Sehr leicht und sportlich mit großem Lieferumfang inklusive Tubeless-Vollausstattung. Geringste Torsionssteifigkeit.

DT Swiss PR 1400 Dicut Oxic 21

Leicht, steif und schnell. Dauerhaft schwarze Bremsflanke, aber etwas schwächere Bremsleistung bei Nässe.

Newmen Advanced und Evolution Laufräder

Die 2016 neu gegründete Firma NEWMEN präsentierte bei der Eurobike 2016 ihre ersten Produkte, darunter die 2017er Laufradmodelle Advanced SL X.22 und Evolution SL X.A.25. Der Komponentenhersteller rund um Michi Grätz bringt mit dem Advanced SL Modell einen super leichten Carbon-Laufradsatz und mit Evolution SL einen widerstandsfähigen Alu-Allrounder auf den Markt. Wir haben die Laufräder auf den XC-Pisten auf die Probe gestellt.

Technische Daten

Eigenschaft Evolution SL Advanced SL
Einsatzbereich Trail, CrossCountry, Marathon CrossCountry
Gewicht 1464 Gramm 1195 Gramm
Material Felge, Naben, Freilauf Aluminium, Aluminium, Aluminium Carbonfaser, Aluminium, Aluminium
Tubeless-System Tubeless Ready Tubeless Ready
Gewichtsbeschränkung 120 kg Systemgewicht 100 kg Systemgewicht
Laufradgröße 27,5" und 29" 29"

Fahrverhalten

Durch die hohe Speichenspannung weisen unsere Carbon- und Alu-Laufradsätze eine sehr hohe Steifigkeit auf. Vor allem bei Anliegern oder beim Versetzen des Hinterrads spüren wir die hohe Seitensteifigkeit enorm. Das Lenkverhalten beider Modelle ist direkt. Außerdem haben wir in Erfahrung gebracht, dass sich die NEWMEN Advanced Carbon-Laufräder beim Lenken im Vergleich zu den NEWMEN Evolution Alu-Laufrädern noch direkter verhalten. Wir erklären uns das dadurch, dass die Carbon-Felge nicht nachgibt.

Alu vs. Carbon

Zwischen den NEWMEN Advanced und den NEWMEN Evolution Laufrädern haben wir einen Gewichtsunterschied von circa 270 Gramm festgestellt. Der Gewichtsunterschied ist auf die unterschiedlichen Felgen zurückzuführen. Die Felge des NEWMEN Advanced Laufradsatzes hat eine Maulweite von 22 mm, die Felge des NEWMEN Evolution Laufradsatz hat eine Maulweite von 25 mm. Des Weiteren wird Dir sofort auffallen, dass sich die Felgen auch im Design unterscheiden.

Die NEWMEN Advanced Carbon-Laufräder geben deutlich weniger nach als die NEWMEN Evolution Alu-Laufräder und weisen somit, typisch für Carbon, eine höhere Steifigkeit auf. Du solltest außerdem die Gewichtsbegrenzung beachten: Die NEWMEN Advanced Carbon-Laufräder darfst Du mit einem maximalen Systemgewicht von 100 kg fahren. Die NEWMEN Evolution Alu-Laufräder mit der Maulweite von 25 mm kannst Du mit einem Systemgewicht bis 120 kg fahren.

Fazit

Wenn Du einen super leichten, stabilen, steifen und zugleich optisch schönen Laufradsatz suchst, bist Du beim NEWMEN Advanced genau richtig. Der NEWMEN Evolution Laufradsatz ist ein super Allrounder und für Trail-Riding genauso gut geeignet wie für Cross Country oder Marathon. Zusätzlich wird das NEWMEN Evolution Modell in drei Felgenbreiten angeboten, Du kannst also Deinen Laufradsatz perfekt an Deinen Einsatzzweck anpassen.

Alu vs. Carbon im Gelände

Bis auf die zugegebenermaßen zähe Beschleunigung führt kein Weg an Alu vorbei. Die Notizen unserer drei Testfahrer sprechen zumindest beim Fahrgefühl bergab eine eindeutige Sprache zugunsten des wesentlich günstigeren, aber auch deutlich schwereren Referenz-Laufradsatzes mit Alu-Felgen. Gutmütig, fehlerverzeihend und gedämpft lauten die Attribute, die das schwerere Alu-Laufrad im Vergleich zur Carbon-Konkurrenz einheimste.

Blindtest auf dem Trail

Ohne die Laborwerte (Steifigkeit, Gewicht, Trägheit) zu kennen, fuhren drei erfahrene Tester alle Laufräder mit Einheitsreifen und identischen Luftdrücken auf einem selektiven Rundkurs. Die gewonnenen Fahreindrücke zum Fahrkomfort, zur Präzision und zum allgemeinen Handling flossen zu 20 Prozent in die Endnote ein. Die Seitensteifigkeit allein schlägt sich nicht immer im Fahreindruck nieder.

Trägheit und Gewicht

Für einen explosiven Antritt und effizientes Klettern ist nicht nur ein geringes Gewicht, sondern auch die Verteilung der Masse von entscheidender Bedeutung. Je weiter das Gewicht von der Nabe entfernt ist, desto größer ist der Einfluss auf das Beschleunigungsverhalten. Die beiden leichtesten Laufradsätze von Newmen und Pi Rope bleiben unter 1200 Gramm und kommen mühelos in Schwung.

Carbon- und Aerolaufräder im Test

Tiefe Carbonlaufräder am neuen Rennrad - und dank perfekter Felgen- und Reifenkombination auch noch schneller? Kaum ein anderes Update verspricht so viel wie ein Satz begehrter Laufräder. Laufräder bestimmen das Fahrgefühl und Feeling des Bikes wie kein anderes Bauteil am Rad. Um die Unterschiede im Handling und Fahrgefühl bestimmen zu können, haben wir unter einer Vielzahl an Bedingungen getestet.

Testbedingungen

Im Back-to-back-Testing haben wir innerhalb kurzer Zeit alle Laufräder mit gleicher Bereifung, auf gleicher Strecke und mit vergleichbaren Wetterbedingungen getestet. Dabei waren alle Laufräder mit Contis GP5000 S TR in 28C und tubeless ausgestattet. Die Compliance der Räder entscheidet viel über den tatsächlichen Einsatzbereich.

Aerodynamik im Windkanal

Wir waren mit den Laufrädern in Deutschlands neuestem radsport-spezifischen Windkanal. Getestet wurden dabei alle Laufräder im Bike bei 45 km/h Windgeschwindigkeit und mit angetriebenen Rädern. Ein aktuelles Canyon Ultimate CFR dient uns als Benchmark für moderne Racebikes. Alle Laufräder wurden mit Continental GP 5000 S TR Reifen in 28 mm Breite und Schläuchen für einen schnelleren Umbau getestet.

Ergebnisse im Windkanal

Alle Laufräder im Test funktionieren hinsichtlich der Aerodynamik. Zum Vergleich hatten wir ein Einsteiger-Alu-Laufrad im Windkanal, und im Schnitt lagen die Performance-Laufräder über 12 Watt weiter vorn. Doch auch unter den Laufrädern gibt es klare Unterschiede. Räder mit geringer Felgentiefe wie Mavic und Lightweight schneiden tendenziell am schlechtesten ab. Laufräder mit gemischten Tiefen liegen knapp darüber.

Top-Performer

Der Laufrad-Testsieger Syncros Capital SL Aero kann auf ganzer Linie überzeugen. Die Reserve 52|63-Laufräder sind die unangefochtenen Sieger der Herzen.

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