Leichte Fahrräder unter 15 kg im Testvergleich

Eines der wichtigsten Kaufkriterien bei einem Fahrrad für Kinder: das Gewicht. Denn je leichter das Gefährt ist, desto einfacher tun sich die Kleinen damit. Hier ist ein Testvergleich von leichten Fahrrädern unter 15 kg.

Empfehlenswerte leichte Kinderfahrräder im Detail

Woom Original

Fast schon ein Klassiker: Woom Original. Herzstück ist der superleichte Rahmen aus Aluminium, der dafür sorgt, dass das kleinste Woom-Fahrrad gerade einmal 5,1 kg wiegt. Die stylische Optik wurde sogar mit dem German Design Award 2018 ausgezeichnet.

Außerdem kindgerecht: leicht zu bedienende Bremshebel. Die Hinterradbremse ist grün markiert, um ein Verwechseln unwahrscheinlicher zu machen. Das Anfahren und Bremsen bei jeder Pedalstellung wird durch den Freilauf ermöglicht. Jedes Woom Original gibt es in den Farben Rot, Grün, Blau, Geld und Lila. Die leichten Reifen sind fürs Fahren auf der Straße, einem Schotterweg oder Waldboden gleichermaßen geeignet und bieten Halt bei jeder Witterung. Dafür muss man allerdings tief in die Tasche greifen: Das kleinste Woom (Woom 2) ist für 349 € zu haben, das größte (Woom 6) kostet 559 € - ohne Zubehör wie Ständer, Gepäckträger, Beleuchtung oder Schutzbleche.

Das Woom Original gibt es in fünf Größen für Kinder bis 14 Jahren:

Woom Modell Altersempfehlung Gewicht
Woom 2 (14 Zoll) ab 3 Jahren 5,1 kg
Woom 3 (16 Zoll) ab 4 Jahren 5,3 kg
Woom 4 (20 Zoll) ab 6 Jahren 7,7 kg
Woom 5 (24 Zoll) ab 7 Jahren 8,2 kg
Woom 6 (26 Zoll) ab 10 Jahren 9,2 kg

KUbikes

Komplett in Deutschland gefertigt: KUbikes. Bei KUBikes gibt es fast jedes Modell in einer S- und einer L-Version. Anhand der Beininnenlänge lässt sich genau nachmessen, welche Größe für das jeweilige Kind im Moment die richtige ist.

Den extrem leichten Aluminiumrahmen gibt es in coolen Farben wie Giftgrün, Mattschwarz oder Knallorange. Gegen einen Aufpreis kann man auch glitzernde Lasuren in Pink oder Türkis auswählen. Doch nicht nur der Rahmen, sondern auch die Gabel, der Lenker, Naben, Felgen und Sattelstütze sind echte Leichtgewichte aus Aluminium. Die Bremshebel sind an kleine Kinderhände angepasst, die Bremsen leichtgängig. Gut zu wissen: Die Griffe sind auf Schadstoffe geprüft und bieten einen großen, seitlichen Aufprallschutz. Die Preise gehen von 359 € für das KUBikes 16 S bis zu 789 € für das KUBikes 27,5 und sind damit sogar noch ein bisschen teurer als beim Konkurrenten von Woom.

Kubikes sind für Kinder ab 2,5 Jahren geeignet:

Kubikes Modell Altersempfehlung Gewicht
KUbikes 16 S (16 Zoll) ab 2,5 Jahren ab 5,2 kg
KUbikes 16 L (16 Zoll) ab 3 Jahren ab 5,2 kg
KUbikes 20 S (20 Zoll) ab 4 Jahren ab 5,6 kg
KUbikes 20 L (20 Zoll) ab 5 Jahren ab 5,24 kg
KUbikes 24 S (24 Zoll) ab 7 Jahren ab 7,0 kg
KUbikes 24 L (24 Zoll) ab 7 Jahren ab 7,15 kg
KUbikes 26 (26 Zoll) ab 8 Jahren ab 7,5 kg
KUbikes 27,5 S, M, L (27,5 Zoll) ab 9 Jahren ab 9,5 kg

Academy Bikes

Leicht und durchdacht: die Kinderfahrräder von Academy. Um ein leichtes Kinderfahrrad zu entwickeln, das orthopädisch-ergonomischen Gesichtspunkten genügt und gleichzeitig Spaß beim Fahren bereitet, arbeitete Academy Bikes mit dem Deutschen Institut für Orthopädie und Sport (DIOOS) Bielefeld zusammen. Ein durchdachtes Design und eine stylische Optik mit Retro-Anklängen ist das Ergebnis. Mit den Academy Bikes haben sie jetzt aber auch sehr hochwertige und leichte Kinderfahrräder im Sortiment. Und zwar von 14 Zoll (ab 349 €) bis 26 Zoll (ab 559 €). Ihr Gewicht beträgt bei allen Modellen 40 Prozent weniger als das eines durchschnittlichen Kinderfahrrad.

Die Academy Bikes gibt es in der Chain-Variante jeweils in Blau, Olive und Rot für Kinder bis 14 Jahren:

Academy Bikes Modell Altersempfehlung Gewicht
Academy Grade 2 (14 Zoll) 2 bis 4 Jahre 5,3 kg
Academy Grade 3 (16 Zoll) 4 bis 6 Jahre 5,5 kg
Academy Grade 4 (20 Zoll) 6 bis 8 Jahre 7,5 kg
Academy Grade 5 (24 Zoll) 7 bis 11 Jahre 8,2 kg
Academy Grade 6 (25 Zoll) 10 bis 14 Jahre 9,0 kg

Wer lieber ein leichtes Kinderfahrrad mit Riemenantrieb möchte, der kann sich die Belt-Serie von Academy Bikes anschauen. Auch diese sind von 14 Zoll bis 26 Zoll erhältlich und nur unwesentlich schwerer. Diese Variante gibt es in den Farben Gelb, Lila und Ocean-Blau.

Puky LS-PRO

Die leichte Variante von Puky: das Puky LS Pro. Jetzt hat der Düsseldorfer Hersteller auch echte Leichtgewichte im Repertoire: Die Serie Puky LS-PRO bietet leichte Kinderfahrräder von 16 bis 26 Zoll den drei Farbkombinationen Silver/Berry, Silver/Blue und Silver/Orange. Beim Streetracer aus dem Hause Puky ist nicht nur der ergonomische Rahmen, sondern auch die Gabel, Kurbel und Sattelstütze aus Aluminium gefertigt. Und das macht sich auf der Waage positiv bemerkbar. Die V-Brakes verzögert den Bremsweg kindgerecht, um Stürze durch abruptes Anhalten zu vermeiden. Neben dem Seitenständer sind auch Glocke, Sicherheitslenkergrife und Reflektorengriff inklusive. Die Preise starten bei 389,99 € (UVP) für die 16-Zoll-Variante und gehen bis 549,99 € fürs 26-Zoll-Rad.

Die Puky LS-PRO Kinderfahrräder sind für Kinder von drei bis 10 + Jahre geeignet:

Puky LS-PRO Modell Altersempfehlung Gewicht
Puky LS-PRO 16 (16 Zoll) 3 + Jahre 5,5 kg
Puky LS-PRO 18 (18 Zoll) 4 + Jahre 6,3 kg
Puky LS-PRO 20 (20 Zoll) 6 + Jahre 7,8 kg
Puky LS-PRO 24 (24 Zoll) 8 + Jahre 9,2 kg
Puky LS-PRO 26 (26 Zoll) 10 + Jahre 9,6 kg

Early Rider Belter

Cooler Unisex-Look: Early Rider Belter. Leicht, wendig und robust lässt es sich von Kids leicht handhaben. Der Rahmen aus gebürstetem Aluminium verträgt gut Kratzer und Dellen und ist geschlechtsneutral, so dass das Schmuckstück sowohl an Jungen als auch an Mädchen weitergegeben werden kann. Laut Hersteller ist es ideal für junge Stadterkunder. Mit dem Early Rider Seeker hat die Marke auch ein Bike mit gröberer Bereifung im Angebot mit dem ihr mit euren Kindern auch im Gelände fahren könnt. Natürlich eignet es sich auch für Fahrten in der Stadt. Das 14-Zoll-Modell startet bei 449 €, das 24-Zoll-Rad bei 949 €.

Das Early Rider Belter Kinderfahrrad wird in vier Größen hergestellt:

Early Rider Modell Altersempfehlung Gewicht
Early Rider Belter 14 3 bis 5 Jahre 5,5 kg
Early Rider Belter 16 4 bis 6 Jahre 5,9 kg
Early Rider Belter 20 6 und 8 Jahre 8,0 kg
Early Rider Belter 24 8 bis 11 Jahre 10,7 kg

Warum ist das Gewicht bei Kinderfahrrädern so wichtig?

Stellt euch einmal vor, ihr wiegt 60 kg und müsstet mit einem Fahrrad fahren, das 50 kg wiegt. Uff! Auf diesen Wert kommt man bei Kindern meist nicht, denn das wären bei einem Körpergewicht von 20 kg ja nur 3 kg. Da sie aber im Vergleich zu ihrem Körpergewicht mehr Kraft als Erwachsene haben, ist ein etwas schwereres Rad für Kids meist kein Problem. Aber: Je geringer das Gewicht ist, desto leichter fällt ihnen die Bewegung damit.

Welches Gewicht passt zu welchem Alter?

Experten empfehlen dieses Fahrradgewicht für die jeweiligen Altersklassen. Das mittlere Körpergewicht ist auf Daten der WHO begründet.

Alter des Kindes Körpergewicht Ideales Fahrradgewicht
2,5 bis 4 Jahre 12 bis 16 kg etwa 5 kg
4 bis 6 Jahre 16 bis 20 kg 5 bis 6 kg
6 bis 8 Jahre 20 bis 25 kg 6 bis 8 kg
8 bis 10 Jahre 25 bis 32 kg 8 bis 10 kg
ab 10 Jahren ab 32 kg ab 9 kg

Darum sind leichte Kinderfahrräder oft sehr teuer

Ein Schnäppchen lässt sich nur selten machen, wenn man auf der Suche nach einem möglichst leichten Kinderfahrrad ist. Denn: Günstige Fahrräder, werden meist aus sehr einfachen Teilen zusammengeschraubt und sind daher auch fast immer sehr schwer. Im Baumarkt oder beim Discounter nach einem leichten Modell zu schauen, kann man sich also eigentlich sparen. Im Fachhandel lautet die Faustregel: Je näher das Rad an ein Gewicht von 5 kg herankommt, desto hochwertigere, leichtere Komponenten wurden verbaut - und desto teurer ist es.

Tipps zum Gewicht sparen

Ein Tipp, um Gewicht zu sparen: unnötige Ausstattung weglassen. Wenn das Kind zum Beispiel fast ausschließlich auf geteerten Straßen bei gutem Wetter unterwegs ist, kann man wahrscheinlich auf Schutzbleche verzichten. Auch Beleuchtung oder Gepäckträger müssen vielleicht nicht unbedingt sein. Falls man im Nachhinein merkt, dass man diese Extras doch braucht, kann man sie auch leicht nachrüsten.

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