Leichte Fahrräder unter 10 kg im Test

Leichte Fahrräder erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Sie bieten nicht nur ein agiles Fahrgefühl, sondern lassen sich auch leichter transportieren und verstauen. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte leichter Fahrräder, von E-Bikes über Gravelbikes bis hin zu Kinderrädern, und gibt Tipps, worauf beim Kauf zu achten ist.

Leichte E-Bikes: Agilität und Komfort vereint

Leichte E-Bikes, die weniger als 20 Kilogramm wiegen, sind besonders beliebt. Diese E-Bikes kombinieren die Vorteile elektrischer Unterstützung mit der Leichtigkeit traditioneller Fahrräder, was sie ideal für den städtischen Einsatz und längere Touren macht. Das reduzierte Gewicht trägt zu einem insgesamt angenehmeren Fahrerlebnis bei.

Ponomarets Eidolon: Ein Meisterwerk der Leichtbauweise

Mit dem Eidolon stellt Ponomarets ein neues E-Bike vor, das auf ein geringes Gewicht, modernes Design und starke Technik setzt. Mit einem Gewicht von weniger als 10 kg soll das neue Eidolon von Ponomarets das leichteste maßgefertigte E-Bike der Welt sein. Möglich macht das ein Monocoque-Rahmen aus Carbon, der in Zusammenarbeit mit All Ahead Composites in Veitshöchheim entsteht. Technisch setzt das Eidolon auf den Mahle X20 Antrieb mit Heckmotor und einer Nennleistung von 250 Watt. Akku und Motor sind unauffällig in das Rahmendesign integriert. Die Reichweite gibt Ponomarets mit bis zu 100 Kilometern an.

Auffällig ist die klare Linienführung des Rahmens, für die das belgische Designstudio VoyagerCo verantwortlich zeichnet. Die Anleihen an klassische Rennräder sind deutlich zu erkennen. Auf übertriebene Verspieltheit oder auffällige Farben verzichtet der Hersteller bewusst, genau wie beim Ponomarets Series 1. Besonderes Augenmerk wird auf die verwendeten Komponenten gelegt. So hat Ponomarets eine eigene Bremsanlage entwickelt, die in Zusammenarbeit mit 612 Parts aus der Schweiz und VoyagerCo entstanden ist.

Bei der Schaltung lässt sich zwischen zwei Varianten wählen: Entweder kommt die italienische Ingrid RD1-Schaltung zum Einsatz - ein mechanisches System, das CNC-gefräst und 3D-gedruckt ist - oder eine kabellose elektronische SRAM Red-Schaltung. Alle verbauten Komponenten können im Rahmen des Bestellprozesses individualisiert werden, von der Farbe bis hin zu technischen Feinabstimmungen. Das Eidolon kostet ab 12.600 Euro netto, also ohne Mehrwertsteuer und Versand. Deutlich günstiger ist das E-Rennrad Van Rysel E-EDR AF, das mit 2.799 Euro zu Buche schlägt, allerdings 14 kg auf die Waage bringt.

Weitere leichte E-Bike-Modelle im Test

Das Fiido Air ist ein futuristisches E-Bike mit Carbon-Rahmen, das gerade mal 14 Kilogramm wiegt. Mit wartungsarmem Riemenantrieb, Fingerabdrucksensor und ohne Display setzt es auf Minimalismus pur. Das Engwe Mapfour N1 Air ST punktet mit Carbonrahmen, nur 16,4 kg Gewicht und praktischen Smart-Features zum fairen Preis. Es kostet nur 899 Euro, wiegt unter 18 kg und gefällt uns im Test wegen seines natürlichen Fahrverhaltens, der guten Bremsen und der schicken, minimalistischen Optik. Auf Platz 3 sitzt mit dem Fiido C21 unser Preis-Leistungs-Sieger.

Minimalistisch ausgestattete E-Bikes werden häufig auch als Urban- oder Gravel-E-Bikes bezeichnet. Anders als robuste City-E-Bikes bieten Urban-E-Bikes überwiegend kleine Akkus. Aus Gewichtsgründen verzichten die meisten E-Bikes dieser Klasse auf Gepäckträger und Schutzbleche. Aus dem gleichen Grund findet man auch keine gefederte Gabel.

Leichte E-Bikes im Vergleich

Modell Gewicht Preis
Fiido Air 14 kg 1499 Euro
Engwe Mapfour N1 Air ST 16 kg 1499 Euro
Fiido C21 18 kg 899 Euro

Leichte Gravelbikes: Schnelle Schotterflitzer unter 9 kg

Im Gravelbike-Bereich spielt das Gewicht ebenfalls eine wichtige Rolle, besonders wenn es um Performance und Vielseitigkeit geht. Ein leichtes Gravelbike ermöglicht besseren Vortrieb und eine höhere Effizienz beim Klettern. Besonders auf längeren Anstiegen und in technischem Gelände wird jedes eingesparte Kilogramm spürbar.

Es gibt einige Gravelbikes, die die magische Grenze von 9 Kilogramm unterbieten. Diese Leichtgewichte sind oft auf Race und schnelles, sehr sportliches Fahren ausgelegt. Die Sitzgeometrie und Komponentenauswahl sind darauf abgestimmt, dennoch bieten sie oft auch Befestigungsmöglichkeiten für Gepäck und robustere Reifen für längere Touren.

Ausgewählte Gravelbikes unter 9 kg

Hier sind einige der leichtesten Gravelbikes auf dem Markt:

  • Wilier Triestina Rave SLR ID2: Mit 7,85 kg (Größe M) eines der leichtesten Gravelbikes.
  • 1OF1 Aerogravel: Dieses aerodynamisch optimierte Bike wiegt 8,0 kg (Größe M).
  • Specialized Crux Expert: Ein sehr leichtes Gravelbike mit einem Gewicht von 8,07 kg (Größe 56).
  • Cube Nuroad C:62 SLX: Ein Allround-Gravelbike mit einem Gewicht von 8,1 kg (Größe M).

Das Gewicht eines Gravelbikes wird maßgeblich durch die verwendeten Materialien und Komponenten beeinflusst. Rahmen aus Carbon sind in der Regel leichter als solche aus Aluminium und Stahl. Ebenso beeinflusst die Wahl der Laufräder, Reifen und Schaltgruppe das Gesamtgewicht.

Leichte Kinderräder: Spielerisch Radfahren lernen

Auch bei Kinderrädern spielt das Gewicht eine entscheidende Rolle. Ein geringes Gewicht erleichtert es den Kindern, das Radfahren zu lernen und das Fahrrad besser zu beherrschen. Der ADAC hat 2024 insgesamt 14 Kinderfahrräder mit 16-Zoll-Reifen getestet und dabei festgestellt, dass ein geringes Gewicht sich positiv auf das Fahrverhalten auswirkt. Das Kinderfahrrad von Woom ist mit 5,9 Kilo Eigengewicht das leichteste Fahrrad im ADAC Test.

Worauf beim Kauf eines leichten Kinderfahrrads achten?

  • Geringes Eigengewicht: Je leichter das Fahrrad, desto leichter fällt es dem Kind, das Gleichgewicht zu halten und zu lenken.
  • Zulässiges Gesamtgewicht: Das Fahrrad sollte ein ausreichendes zulässiges Gesamtgewicht haben, um das Kind und eventuelles Gepäck tragen zu können.
  • Einstellbarkeit: Sattelhöhe und Bremshebel sollten einfach einstellbar sein, um das Fahrrad optimal an die Größe des Kindes anzupassen.
  • Sicherheit: Achten Sie auf eine gute Bremsanlage, Reflektoren und eine Klingel.

Leichte Falträder: Flexibilität für unterwegs

Für Pendler und Reisende, die Flexibilität schätzen, sind leichte Falträder eine gute Wahl. Ein kompaktes und leichtes Faltrad unter 10 kg ist ideal, wenn du es häufig tragen musst. Beispielsweise macht sich jedes Kilogramm beim Bahnsteigwechsel oder beim Verladen in den Kofferraum bemerkbar. Bei E-Bike-Klapprädern spricht man bei einem Gewicht unter 20 kg von einem leichten Modell.

Ausgewählte leichte Falträder

Hier sind einige leichte Falträder und E-Bike-Klappräder im Überblick:

  • Mini Faltrad SAVADECK Z0: Ein leichtes Faltrad unter 10 kg.
  • P-Line Explore von Brompton: Ebenfalls ein sehr leichtes Faltrad.
  • ADO Air Carbon: Mit 14,1 kg das leichteste E-Bike-Klapprad.
  • BTWIN E-Fold 900 1 Second: Ein E-Bike Klapprad mit einem Gewicht von 18,9 kg.

Bei E-Bike-Klapprädern ist es wichtig zu beachten, dass ein geringes Gewicht oft zu Lasten der maximalen Reichweite geht, da kleinere Akkus verbaut werden.

Die Bedeutung des Gewichts: Ein Fazit

Das Gewicht spielt bei Fahrrädern eine entscheidende Rolle, sei es bei E-Bikes, Gravelbikes, Kinderrädern oder Falträdern. Ein geringeres Gewicht führt zu mehr Agilität, besserer Beschleunigung und einem angenehmeren Fahrgefühl. Allerdings sollte man bei der Wahl des Fahrrads immer den Einsatzzweck und die persönlichen Bedürfnisse berücksichtigen. Ein leichtes Fahrrad ist nicht immer die beste Wahl, wenn es um Robustheit, Komfort oder Reichweite geht. Die Kunst liegt darin, den richtigen Kompromiss zwischen Gewicht, Funktionalität und Preis zu finden.

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