Wie womöglich kein anderer Teil des Motorrads gibt Ihnen der Motorradlenker die Sicherheit, Ihr Bike wortwörtlich fest im Griff zu haben. Wenn Sie Ihr Motorrad individualisieren oder ein neues Fahrgefühl erleben möchten, können Sie im vielfältigen Motorradlenker Sortiment den für Ihr Motorrad geeigneten Motorradlenker finden.
Nicht jeder Motorrad Lenker ist wie der andere - abhängig vom Motorrad Modell und Fahrstil unterscheidet sich die Motorrad Lenkerform, Länge, Durchmesser und Ausrichtung.
Ähnlich zum Fahrrad hat die Ausrichtung des Motorrad Lenkers eine direkte Auswirkung auf das Fahrerlebnis. Als Ihr Spezialist für Motorrad Lenker bieten wir nicht nur die standardmäßig am häufigsten verwendeten Lenker an, sondern auch Chopper Lenker, Apehanger Lenker sowie Hochlenker.
Drei wesentliche Faktoren sind dafür verantwortlich, wie sich ein Motorrad beim Lenken anfühlt:
- Die Lenkerbreite: Je weiter die Hände des Fahrers auseinander sind, desto länger ist der Hebel, mit dem er die Lenkbefehle ins Motorrad einleitet.
- Die dreidimensionale Biegung des Lenkers, die sogenannte Kröpfung. Dezent nach hinten gebogene und nach unten geneigte Lenkerenden empfinden die meisten Fahrer als komfortabel.
- Je näher die gedachte Linie zwischen den Händen am Lenkkopflager liegt, desto präziser fühlt sich das Lenken an.
Ein Fahrer, der breit und aufrecht, womöglich mit einer flatternden Kombi im Fahrtwind sitzt, leitet bei hohem Tempo unbewusst Lenkimpulse ins Fahrzeug ein, das dann unruhig wird. Ein sehr schmaler, tiefer Lenker mindert diesen Effekt, doch zwingt er den Fahrer in eine Haltung, aus der er wenig vom Verkehr sieht. Der beste Kompromiss ist - wie so oft - eine Frage des persönlichen Fahrstils.
Verschiedene Lenkerarten und ihre Eigenschaften
Motorräder bieten eine unglaubliche Vielfalt an Typen, die auf unterschiedliche Fahrstile, Einsatzgebiete und Vorlieben zugeschnitten sind. Hier sind einige der gängigsten Lenkerarten:
Tiefe Stummellenker
Typisch für: Sportmotorräder wie Ducati 1098, BMW S 1000 RR, Honda Fireblade, Kawasaki Ninja, Suzuki GSX-R und Yamaha YZF-R1/-R6.
- Positiv: Das Motorrad ist präzise zu dirigieren, der Fahrer sitzt kompakt und bietet auch bei sehr hoher Geschwindigkeit dem Fahrtwind wenig Angriffsfläche.
- Negativ: Sitzhaltung verlangt Körperspannung; andernfalls liegt viel Gewicht auf den Handgelenken. Beides strengt an.
Hohe Stummellenker
Typisch für: Sportliche Tourenmotorräder wie Honda VFR 1200 F, BMW K 1300 S, Kawasaki 1400 GTR und Triumph Sprint GT.
- Positiv: Erlauben dem Fahrer eine einigermaßen aerodynamische, aber immer noch komfortable Körperhaltung mit Verkehrsübersicht.
- Negativ: Verlangen relativ hohe Lenkkräfte; zusätzliche Armaturen und Bedienelemente sind schwer unterzubringen.
Endurolenker (Serien-Lenker)
Typisch für: Geländetaugliche Motorräder wie Yamaha XT 660 R, Kawasaki KLX 250, KTM Enduro 690 und Yamaha WR 250 R.
- Positiv: Hoch montiert und wenig gekröpft, dadurch besonders im Stehen gut zu fahren. Eine Querstrebe erhöht die Stabilität.
- Negativ: Für lange Straßenetappen oft nicht optimal geformt und recht breit; Fahrer daher anfällig für Störungen durch Fahrtwind.
Superbike-Lenker (Serien-Lenker)
Typisch für: Sportmotorräder, die für längere Touren genutzt und deshalb in Richtung Komfort umgebaut werden sollen.
- Positiv: Erlaubt Fahrern von Sportmotorrädern eine komfortablere Sitzhaltung, ähnlich der eines Naked Bikes; geringere Lenkkräfte.
- Negativ: Der Umbau setzt Schraubererfahrung voraus, da häufig die obere Gabelbrücke getauscht werden muss. Verkleidung darf Lenkeinschlag nicht behindern.
Dragbar (Serien-Lenker)
Typisch für: Leistungsstarke Cruiser, die an Motorräder für Beschleunigungsrennen („Dragbikes“) erinnern möchten.
- Positiv: Erzeugt ein direktes Lenkgefühl, mit mäßiger Breite sogar für höhere Geschwindigkeit geeignet.
- Negativ: Der weitgehende Verzicht auf eine Kröpfung verlangt vom Fahrer eine mitunter anstrengende, nach vorn gebeugte Körperhaltung.
Beach Bar (Zubehör-Lenker)
Typisch für: Klassische Cruiser und Retro-Varianten, denen Coolness und Gesehenwerden wichtiger sind als Speed und Sport.
- Positiv: Aufrechte, spannungsfreie Körperhaltung und minimale Lenkkräfte erlauben komfortables Cruisen.
- Negativ: Wendemanöver verlangen weit greifende Bewegungen, ab mittlerer Geschwindigkeit höchst windanfällig, sehr indirektes Lenkgefühl.
Apehanger (Zubehör-Lenker)
Typisch für: Custom Bikes; vereinzelt auch an Serienmotorrädern, zum Beispiel der Harley-Davidson Dyna Street Bob zu finden.
- Positiv: Starker Auftritt auf der Showmeile, garantiert keine Schwitzflecken unter den Armen (daher auch „8x4-Lenker” genannt).
- Negativ: Körperhaltung ist gewöhnungsbedürftig, erlaubt wenig Variation und strengt daher schnell an.
Weitere Motorradgattungen und ihre typischen Lenker
- Supersportler: Ausgelegt für hohe Geschwindigkeiten und dynamisches Fahren mit sportlicher Sitzposition und aerodynamischer Verkleidung.
- Naked Bikes: Alltagstaugliche Versionen der Supersportler mit sportlichem Fahrwerk und kräftigen Motoren, aber ohne Verkleidung.
- Cruiser und Chopper: Entspannte Sitzposition und klassischer Look mit langem Radstand und breiten Reifen.
- Cafe Racer: Minimalistischer, schlanker Look mit sportlichen Fahreigenschaften, inspiriert vom Retro-Stil der 60er Jahre.
- Retro Bikes: Erinnern optisch an Motorräder vergangener Jahrzehnte, bieten jedoch moderne Technik und Zuverlässigkeit.
- Sporttourer: Vereinen die Leistung von Sportmotorrädern mit dem Komfort und der Reichweite von Tourenmotorrädern.
- Reiseenduros: Ausgelegt für lange Reisen auf unterschiedlichsten Untergründen, egal ob Asphalt oder Schotterpiste.
- Hard Enduros: Entwickelt für extremes Gelände und Offroad-Abenteuer mit langen Federwegen und leichter Bauweise.
- Offroad-Motorräder: Für den Einsatz im Gelände ausgelegt.
- Race Bikes: Speziell für die Rennstrecke entwickelt und bieten maximale Leistung und Aerodynamik.
Die Wahl des richtigen Lenkers
Die Wahl des richtigen Lenkers hängt stark vom persönlichen Fahrstil, dem Motorradtyp und den individuellen Vorlieben ab. Es ist wichtig, verschiedene Lenker auszuprobieren und die Auswirkungen auf die Sitzposition und das Handling zu berücksichtigen.
Wenn man keine Möglichkeit hat, den gewünschten neuen Lenker auf einer baugleichen Maschine vorab zu testen, dann ist das doch ein reines Glücksspiel. Aber es könnte eben ein Griff ins Klo sein, weil man davor z.B. gut an den Lenker kam, aber nach dem Umbau dann mit gestreckten Armen dranhängt, weil der Lenker breiter ist.
Die meisten Leute kommen da wohl ums probieren nicht herum. Hatte früher Stummellenker, habe dann ein "anderes" Motorrad gekauft mit Rohrlenker, das war schon besser. Nur zu schmal und zu tief war er mir. Bei passender Gelegenheit einen Endurolenker gekauft und nicht bereut. 2 cm weniger Breiten wären auch okay und würden auf der Autobahn weniger stören, aber da will ich eigentlich eh nicht fahren, und erst recht nicht lange. Dafür keine Handgelenks- und Rückenschmerzen mehr und besseres Handling.
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Motorradlenker Ø 31,75 mm (1 1/4") Griffenden Ø 25,4 mm (1") und 3Loch Kabelinnenführung.
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