Livall C20 Fahrradhelm Testberichte: Smarte Sicherheit für Radfahrer

Ein smarter Fahrradhelm schützt nicht nur den Kopf, sondern bietet im besten Fall auch Bluetooth, eine SOS-Notfallfunktion, Licht, Blinker und Lautsprecher. Der Markt an smarten Fahrradhelmen ist zwar überschaubar, wächst aber stetig. Einige Helme können mehr als „nur“ den Kopf schützen. Sie leuchten, blinken, spielen Musik, eignen sich zum Telefonieren und senden bei einem Unfall automatisch eine Nachricht an den hinterlegten Notfallkontakt.

Wir haben einige besonders beliebte und gute Modelle aus Tests herausgesucht, um Ihnen bei der Auswahl des richtigen smarten Fahrradhelms zu helfen. Hier eine Übersicht:

Kurzübersicht: Smarte Fahrradhelme im Test

Sena R1 Evo: Mit Mesh-Intercom für Gruppenfahrten

Der Sena R1 Evo ist ein gelungener smarter Fahrradhelm, der vor allem mit dem Mesh-Intercom ein sehr nützliches Feature bietet. Die Verarbeitung ist hochwertig, die Passform lässt sich flexibel anpassen. Wer darauf verzichten kann und einen zuverlässigen Helm zum Telefonieren und für Gruppenfahrten sucht, wird mit dem Sena R1 Evo aber gut bedient sein. Der Sena R1 Evo kostet auf Amazon 161 Euro.

Vorteile:

  • Mesh-Intercom für Gruppenfahrten & Möglichkeit zum Telefonieren
  • Musik- und Podcast-Wiedergabe
  • Flexibles Verschlusssystem

Nachteile:

  • Kein Frontlicht und kein Blinker
  • Keine App-Anbindung
  • Lautsprecher ohne Bass

Der smarte Fahrradhelm Sena R1 Evo kombiniert ein klassisches, stromlinienförmiges Design mit Funktionen wie Mesh-Intercom, Telefonie und Musikwiedergabe. Rein optisch wirkt er wie ein ganz normaler Fahrradhelm. Doch er hat einige smarte Funktionen an Bord, die ihn aus der Masse hervorheben sollen.

Praktisch: Das Verschlusssystem lässt sich sehr variabel einstellen. Der gesamte hintere Bereich des Helms kann ein- und ausgefahren werden. So passt er sich optimal an die individuelle Kopfform an. Auch an Tragekomfort wurde gedacht: Die Polster im Inneren lassen sich zum Reinigen einfach entnehmen. Die matte Oberfläche in Weiß gefällt uns gut, sieht edel aus und ist pflegeleicht.

Die Bedienung des Sena R1 Evo ist denkbar einfach. An der Rückseite befindet sich ein großer Knopf zum Ein- und Ausschalten des integrierten Rücklichts. An der Seite des Helms befinden sich drei gut erreichbare Knöpfe. Sie bieten ein angenehmes haptisches Feedback beim Drücken. Hierüber lassen sich unter anderem die Lautstärke regeln und das Mesh-Intercom aktivieren.

Eine dazugehörige Smartphone-App gibt es nicht. Die Einstellungen und Funktionen werden direkt am Helm vorgenommen. Das ist zwar einerseits etwas schade, da so erweiterte Anpassungsmöglichkeiten fehlen. Andererseits gestaltet es die Bedienung sehr unkompliziert und man muss sich nicht erst mit einer App auseinandersetzen.

Eines der Highlights des Sena R1 Evo ist die Möglichkeit zu telefonieren. Dafür verbindet man den Helm per Bluetooth mit dem Smartphone. Im Test hat das einwandfrei funktioniert. Das Mikrofon überträgt die Stimme zwar etwas blechern, filtert dafür aber Windgeräusche zuverlässig heraus. Selbst bei höheren Geschwindigkeiten konnten wir uns noch gut verständigen.

Über die integrierten Stereolautsprecher kann man nicht nur telefonieren, sondern auch Musik und Podcasts hören. Die maximale Lautstärke ist ausreichend, um alles gut zu verstehen. Allerdings darf man keine HiFi-Qualität erwarten - dafür fehlt es den kleinen Lautsprechern an Bass und Dynamik. Zum Telefonieren und für Podcasts reicht es aber allemal.

Richtig spannend wird es mit dem Mesh-Intercom. Damit können sich mehrere Sena R1 Evo-Besitzer direkt unterhalten, ohne dass ein Smartphone benötigt wird. Die Reichweite soll bis zu 900 Meter betragen. Sind bis zu sechs Nutzer im Mesh-Netzwerk, erweitert sich die maximale Reichweite sogar auf 3,6 Kilometer.

Livall Evo 21: Beste Beleuchtung für Sichtbarkeit

Der Livall Evo 21 ist ein guter Helm. Uns gefällt besonders das gut sichtbare Licht, welches dank Umgebungslichtsensor zuverlässig leuchtet, wann es draußen dunkel ist. Auch der Blinker funktioniert gut über die Fernbedienung und die SOS-Funktion kann im Zweifelsfall eine echte Hilfe sein. Der Livall Evo 21 kostet bei Amazon etwa 120 Euro. Er kommt in den Farben Weiß, Schwarz, Mint und dem auffälligen Violett.

Vorteile:

  • 360-Grad-Licht
  • Blinker mit Fernbedienung
  • Umgebungslichtsensor
  • Bremslicht
  • SOS-Funktion

Nachteile:

  • Proprietärer Ladestecker
  • Licht kann nicht dauerhaft leuchten
  • Frontlicht nicht sehr hell

Der smarte Fahrradhelm Livall Evo 21 kann leuchten, blinken und im Notfall einen Kontakt informieren. Optisch macht er einiges her. Das liegt vorrangig an seinem schnittigen Design. Der Tragekomfort ist hoch. Das liegt auch am für einen smarten Helm vergleichsweise geringen Gewicht von 350 Gramm und dem guten Gurtsystem. Uns gefällt das Detail, dass die Gurte in roter Farbe gehalten sind. Livall hat daran gedacht, viele Lüftungsschlitze anzubringen. Darüber wird man sich besonders an sehr heißen Sommertagen freuen.

Auffälligstes Merkmal am Livall Evo 21 ist seine Beleuchtung, die bestehend aus 38 LEDs fast komplett um den Helm reicht. Dank eines Umgebungslichtsensors leuchtet sie zuverlässig, sobald die Dämmerung einsetzt. Außerdem kommt mit dem Helm eine Fernbedienung für den Fahrrad- oder E-Scooter-Lenker. Mit ihr aktiviert man für knapp zehn Sekunden einen Blinker. Dieser ist für andere Verkehrsteilnehmer gut zu sehen.

Ein Bewegungssensor im Helm sorgt nicht nur dafür, dass er nach kurzer Ruhezeit in den Stand-by-Betrieb wechselt, um Energie zu sparen. Er aktiviert zusätzlich beim Verringern der Geschwindigkeit ein Bremslicht. Das funktioniert im Test nicht immer zuverlässig.

Livall gibt beim Evo 21 an, ein besonders helles Licht zu verwenden. Während das auf den Streifen, der seitlich und hinten verläuft, zutrifft, können wir das beim Frontlicht nicht bestätigen. Das weiße Frontlicht hinterlässt einen eher schummrigen Eindruck.

Der Helm verbindet sich auf Wunsch per Bluetooth mit der Livall-App. Dort kann der Nutzer festlegen, wie das Licht im Dunkeln leuchten soll. Allerdings stehen nur Blinken, langsam Blinken und Fließen zur Verfügung. Dauerhaft kann das Licht nicht leuchten. Das ist wohl dem Energieverbrauch geschuldet. Dennoch finden wir das Fehlen der Option schade, nicht jeder will in der Nacht dauerhaft bewegtes Licht am Helm.

Als hilfreich könnte sich die SOS-Funktion erweisen. Im Test konnten wir einen Sturz simulieren und die Funktion auslösen. Der Nutzer hat dann 90 Sekunden Zeit, den Notruf abzubrechen.

Livall gibt beim Evo 21 eine Akkulaufzeit von zehn Stunden an. Aufgeladen wird er über einen mitgelieferten Magnetadapter. Schade, dass Livall nicht auf den weitverbreiteten USB-C-Standard setzt, dann müssten Biker auf Touren zum einen kein zusätzliches, proprietäres Kabel mitnehmen. Zum anderen besteht die Gefahr eines Verlustes.

Lumos Ultra: Schickes Design mit Licht und Blinkern

Der Lumos Ultra ist ein smarter Fahrradhelm, der mit integriertem Licht, Blinker und App-Steuerung die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht. Der Lumos Ultra ist ein echter Hingucker. Sein stromlinienförmiges, geschwungenes Design sticht positiv aus der Masse an Fahrradhelmen hervor. In der Farbe Weiß zeigt er sich glänzend, in Schwarz matt. Egal für welche Variante man sich entscheidet, auf dem Kopf macht der Lumos Ultra eine gute Figur.

Vorteile:

  • Schickes, stromlinienförmiges Design
  • Helles Licht & Blinker mit Fernbedienung
  • Gute Passform
  • Abnehmbares Polster

Nachteile:

  • Keine Lautsprecher oder Mikrofon
  • App bietet nur wenige Einstellmöglichkeiten

Das variable Verschlusssystem funktioniert einwandfrei und sorgt für festen und gleichzeitig bequemen Sitz. Praktisch: Zum Reinigen lassen sich die Polster entnehmen.

Auffälligstes Merkmal des Lumos Ultra sind die integrierten LEDs. Auf der Rückseite befinden sich mehrere rote Leuchten, die für eine gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr sorgen. Vorne sitzt ein großes, weißes Frontlicht. Zwar kann es ein dediziertes Fahrradlicht nicht ersetzen, aber es sorgt dafür, dass der Radfahrer von entgegenkommenden Verkehrsteilnehmern besser wahrgenommen wird. Die Helligkeit der LEDs lässt sich in der zugehörigen Smartphone-App einstellen. In der maximalen Einstellung leuchten sie strahlend hell.

Ebenfalls clever: Der Lumos Ultra verfügt über einen Blinker, der per Fernbedienung am Lenker aktiviert werden kann. So zeigt man Abbiegevorgänge an, ohne die Hände vom Lenker nehmen zu müssen - ein echtes Plus an Sicherheit. In der App lässt sich das Blinklicht individualisieren, etwa um Akku zu sparen.

Weitere getestete Helme mit Licht (2022)

Im Rahmen eines Tests von 11 Helmen mit Rücklicht unter 120 Euro wurden folgende Modelle ebenfalls bewertet:

  • MET Mobilite: Mit MIPS ausgestattet, Kinnriemen mit Fidlock-Magnetlasche, super Lichtposition und -stärke.
  • Btwin City 540 von Decathlon: Preis-Leistungs-Sieger, kompatibel mit Elops RL 510-Rücklicht, einfach abnehmbares Licht.
  • Uvex City I-Vo: Leichtester Helm im Testfeld (250 Gramm), Licht auf der Rückseite nicht so stark.
  • Urban Luminite: Komplett reflektierend, USB-Licht ganz oben montiert, sportliches Design.
  • Lazer CityZen KinetiCore: KinetiCore-Technik zum Schutz vor Rotationsenergie, hohes Gewicht (450 Gramm).
  • Giro Caden II: Helles Licht, schweres Modell (350 Gramm), Schirm zum Schutz vor Regenwasser.
  • Agu Civick LED: Nur 265 Gramm, helle und hoch positionierte Beleuchtung, Innenschale etwas hart.
  • Alpina Haga: Schwache Lichtstärke, auffällige Farbe, Reflektoren, bequemer Sitz, abnehmbarer Schirm.
  • C-Pure: Optisch ähnlich einem Skihelm, Kinnriemen rutschte im Abstreiftest, Licht an der Rückseite zu tief angebracht.
  • Abus Urban-I 3.0: Kinnriemen mit magnetischem Fidlock-System, kleines und von der Seite kaum sichtbares Licht.
  • Livall C20: Bewegungssensoren für Bremslicht und Notfallbenachrichtigung, guter Aufprallschutz, festes Rücklicht mit Magnetladekabel.

Tabelle: Übersicht der getesteten Fahrradhelme mit Licht (2022)

Helm Modell Besondere Merkmale Gewicht (Gramm) Preis (ca.)
MET Mobilite MIPS, Fidlock-Magnetlasche, super Licht - -
Btwin City 540 Preis-Leistungs-Sieger, abnehmbares Licht - -
Uvex City I-Vo Leichtester Helm 250 -
Urban Luminite Reflektierend, USB-Licht 266 -
Lazer CityZen KinetiCore KinetiCore-Technik 450 -
Giro Caden II Helles Licht, Schirm 350 -
Agu Civick LED Leicht, helle Beleuchtung 265 -
Alpina Haga Schwache Lichtstärke, Reflektoren - -
C-Pure Skihelm-Optik, Kinnriemen rutschte - -
Abus Urban-I 3.0 Fidlock-System, kleines Licht - -
Livall C20 Bremslicht, Notfallbenachrichtigung 360 -

Weitere Smarte Helme von Livall im Vergleich

Neben dem Livall C20 gibt es weitere interessante Modelle von Livall, die wir uns genauer ansehen wollen:

  • BH51M Neo: Geeignet für Kopfumfänge von 54 bis 58 cm, besteht aus robustem ABS, regulierbare Größe durch Einstellrad, wiegt 490 g, gehört preislich zu den hochwertigeren Optionen.
  • Evo21: Mit Bluetooth-Konnektivität, integrierter LED-Beleuchtung und Notfallsignalisierung, komfortabel und anpassbar für verschiedene Kopfgrößen, pflegeleicht.
  • MT1 Neo: Außenhülle aus Polycarbonat, integrierter Aufprallsensor für Notfallnachrichten, Freisprecheinrichtung, entnehmbares und waschbares Innenpolster, geeignet für Kopfumfänge von 54 bis 58 cm.
  • BH60SE Neo: Geeignet für Kopfumfänge von 55 bis 61 cm, Musik- und Telefonie-Headset, Blinklicht steuerbar per Fernbedienung oder App, wiegt 300 g.
  • Matrix Smart-Helm von LUMOS: Geeignet für Fahrrad-, Rollerfahren und Skaten, Kopfumfang von 56 bis 61 cm, Vorder- und Rücklicht, wiegt 590 g.
  • Bh51t Neo: Belüftungsöffnungen, Vorder- und Rücklicht, robustes ABS, verstellbare Größe, SOS-Funktion.
  • BH51T Neo: Konzipiert für die Stadt, Bremslicht, Smartphone-Kopplung, Belüftungsöffnungen, Notfallkontakt-Benachrichtigung bei Sturz.
  • BH62 Neo: Integriertes Insektennetz, umlaufende Belüftungsschlitze, Multimedia-System mit Lautsprechern und Walkie-Talkie-Funktion, Einhandbedienung des Klickverschlusses.

Worauf Sie beim Kauf eines Fahrradhelms mit Licht achten sollten

Beim Kauf eines Fahrradhelms mit Licht gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:

  • Sichtbarkeit: Achten Sie auf helles Licht, Blinkfunktion und eine hohe Positionierung des Lichts, damit es nicht von der Kapuze verdeckt wird.
  • Ausstattung: Reflektierende Elemente, Belüftungsöffnungen und ein Schirm über den Augen können im Alltag entscheidend sein.
  • Nutzerfreundlichkeit: Ein leicht zu bedienender Kinnverschluss, weiches Innenmaterial und ein verstellbarer Halteriemen im Nacken tragen zum Komfort bei.
  • Gewicht: Helme mit Hartschalenkonstruktion oder eingebauter Elektronik können schwerer sein.
  • Passform: Probieren Sie im Fahrradgeschäft so viele Helme wie möglich an und lassen Sie sich beim Einstellen von Kinnriemen und Nackenrädchen helfen.
  • Prüfsiegel: Achten Sie auf CE-Zeichen und die Norm EN1078.
  • Haltbarkeit: Vielfahrer sollten alle drei bis fünf Jahre einen neuen Helm anschaffen, Gelegenheitsfahrer nach fünf bis acht Jahren.

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