Diensträder liegen im Trend. Eine mittlerweile weit verbreitete Lösung bietet hierfür seit nunmehr 10 Jahren das Dienstradleasing über den Arbeitgeber an. Doch hat das Leasing von E-Bikes, Lastenrädern & Co. über den Arbeitgeber wirklich nur Vor- oder auch Nachteile? Dienstfahrräder geleast durch Entgeltumwandlung werden gerade als eine win-win-win Situation beworben: Der Beschäftigte spart Geld, der Arbeitgeber auch, und die Umwelt gewinnt auch noch.
So gut wie jeder Arbeitgeber kann seinen Mitarbeitern Dienstrad-Leasing anbieten, ohne dass ihm dabei Kosten entstehen. In unserem Bikeleasing-Portal können Arbeitgeber Leasinganträge online freigeben und bestehende Leasingverträge ganz bequem verwalten. Studien belegen, dass regelmäßige Bewegung sich positiv auf die Gesundheit auswirkt. Arbeitgeber leisten außerdem mit dem Benefit Dienstrad einen positiven Beitrag zur CO2-Bilanz.
Wie funktioniert das Dienstrad-Leasing?
Das fällt natürlich leichter auf einem optimal angepassten und gut funktionierenden Neurad, bei längeren Strecken gern auch mit E-Unterstützung. Eine immer beliebtere Möglichkeit der Finanzierung bietet hier das Dienstradleasing über den Arbeitgeber. Es funktioniert ähnlich wie ein Mietkauf mit monatlicher Abzahlungsrate und wird über hierauf spezialisierte Leasinggesellschaften online abgewickelt (siehe Infokasten).
Spezielle Fahrradleasing-Anbieter kooperieren mit den Arbeitgebern. Der Mitarbeiter sucht sich ein Rad bei einem Händler aus, der Händler informiert die Leasingfirma und verkauft das Rad an sie. Offiziell übernimmt der Arbeitgeber das Rad und überlässt es dem Mitarbeiter.
Die Leasingrate wird im Rahmen einer Gehaltsumwandlung vom Bruttolohn einbehalten. Nach 36 Monaten hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit, das Rad günstig zu kaufen oder zurückzugeben.
Soll das Fahrrad als Dienstrad geleast werden, muss der Arbeitgeber zunächst mit einer Leasinggesellschaft einen LeasingRahmenvertrag abschließen. In nicht tarifgebundenen Unternehmen können hierzu entsprechende Einzelvereinbarungen geschlossen werden. Bei tarifgebundenen Unternehmen ist die Möglichkeit des Dienstradleasings zunächst im Tarifvertrag zu verankern oder als außer bzw. übertarifliche Zahlung zu vereinbaren.
Es können grundsätzlich alle Fahrradtypen und marken über Fachhändler oder Onlineshops mit einem Kaufpreis von 500 - 6000 € geleast werden. Nach entsprechender Auswahl bzw. Konfiguration des Fahrrades und Übermittlung eines verbindlichen Angebotes berechnet die gewählte Leasinggesellschaft die entsprechende monatliche Leasingrate, die Versicherungsprämie und den Restwert.
Kommt der Vertrag zustande, überlässt der Arbeitgeber dem/der Arbeitnehmer*in das Rad über einen Nutzungsüberlassungsvertrag zur freien Nutzung. Die Leasingdauer beträgt 36 Monate. Nach Ablauf des Leasingzeitraums bietet, die Leasinggesellschaft das Rad dem Arbeitgeber zum Kauf an. Der Restwert wird zu Beginn des Leasingzeitraums je nach Leasinggesellschaft mit 13 - 18 % des Anschaffungswertes kalkuliert.
Welche Kosten entstehen?
Die durch die Arbeitnehmer*innen zu tragende Leasingrate wird in der Regel als Gehaltsumwandlung vom Bruttogehalt abgezogen und reduziert somit, ähnlich wie eine zusätzliche Rentenversicherung, die jeweilige Steuer und Sozialabgabenbelastung. Da sich hierdurch auch arbeitgeberseitig Einsparungen ergeben, übernimmt dieser ggf. die zu zahlende Versicherung.
Im Gegenzug wird für die Möglichkeit der uneingeschränkten privaten Nutzung ein geldwerter Vorteil von 0,25 % des Anschaffungspreises zugerechnet. Zur detaillierten Berechnung der monatlichen Belastung unter Berücksichtigung der persönlichen Einkommensverhältnisse stehen auf den Internetseiten der Leasinggesellschaften (siehe Infokasten) entsprechende Rechner zur Verfügung.
Als Berechnungsbeispiel werden folgende Grunddaten angenommen:
- Bruttomonatsgehalt: 4000 €
- Kaufpreis Fahrrad: 3500 €
- Restwert: 630 € (18 %)
Hieraus ergeben sich zunächst folgende BruttoKosten pro Monat:
- Leasingrate: ca. 100 €
- Versicherung: ca. 10 €
- Geldwerter Vorteil: ca. 8 €
In Summe resultieren brutto somit ca. 118 € Kosten pro Monat. In Abhängigkeit der jeweiligen Steuerklasse und sonstiger Freibeträge ergeben sich hieraus folgende monatliche Nettobelastungen:
- Steuerklasse I, keine Kinderfreibeträge, Versicherung durch AG: ca. 65 €
- Steuerklasse III, zwei Kinderfreibeträge, Versicherung durch AG: ca. 75 €
- Steuerklasse III, zwei Kinderfreibeträge, Versicherung durch AN: ca. 85 €
Genaue Werte müssen durch das jeweilige Lohnbüro berechnet werden. Über den vereinbarten Leasingzeitraum von 36 Monaten ergeben sich bei einer Übernahme des Fahrrades somit Gesamtkosten von 2970 € bis 3690 €.
Vorteile des Dienstrad-Leasings
Mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Das gilt auch fürs Team: Radelnde Mitarbeiter sind seltener krank, insgesamt fitter und starten täglich motivierter in den Job.
- Geringere Kosten: Weniger Sozialabgaben und eine geringere Lohnsteuer machen das Traum- E-Bike oft deutlich günstiger.
- Gesundheit und Umwelt: Das Modell ist also Arbeitnehmern vorbehalten.
- Upgrade: Durch das Bezahlen in kleinen Raten, wird ein Modell erschwinglich, das eigentlich über dem Budget liegt.
- Gut gepflegt: Bei einigen Leasing-Anbietern sind Inspektionen vertraglich festgelegt und das E-Bike wird so regelmäßig gewartet.
- Attraktiver Arbeitgeber: "Als Arbeitgeber mache ich mich höchst attraktiv auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt.", so Lisa Brack vom Mobilitätsportal EFAHRER.com..
Nachteile des Dienstrad-Leasings
Auch wenn wir als Dienstrad-Anbieter große Fans des Modells sind, finden wir die Frage nach möglichen Nachteilen des Dienstrad-Leasings legitim. Und doch kommt Fahrradleasing nicht für jeden infrage. Oft sind Azubis und Aushilfen ausgeschlossen oder Mitarbeiter, die kurz vor der Rente stehen. Wer die Firma in den nächsten drei Jahren verlassen will, sollte das Fahrrad besser nicht leasen. Die vorzeitige Rückgabe kann kompliziert sein.
Zu den offensichtlichsten Nachteilen des Dienstradleasings gehört unter Umständen der feste Leasingzeitraum von 36 Monaten. Arbeitnehmer*innen, die das Angebot wahrnehmen wollen, sollten daher sicher sein, das bestehende Beschäftigungsverhältnis in den nächsten drei Jahren nicht wechseln zu wollen oder zu müssen. Gleiches gilt für eventuell geplante Elternzeiten.
Als weiterer Nachteil wird oft die aufgrund der eingesparten Rentenbeiträge niedrigere spätere Rentenleistung angeführt. Bezogen auf eine in der Regel mehr als 30jährige beitragspflichtige Arbeitszeit entspricht der eingesparte Rentenbeitrag für eine 36monatige Leasingzeit allerdings weniger als 0,25 % der Gesamtrentenbeiträge und steht damit innerhalb sowieso zu erwartender Spannen in der Rentenentwicklung.
- Vertragslaufzeit: Die Vertragslaufzeit beträgt 36 Monate. Wer die Firma in den nächsten drei Jahren verlassen will, sollte das Fahrrad besser nicht leasen. Die vorzeitige Rückgabe kann kompliziert sein.
- Auswirkungen auf die Rente: Bei Dienstrad-Leasing per Gehaltsumwandlung zahlen Sie weniger Steuern und Sozialversicherungsbeiträge - und damit auch weniger Beiträge in die Rentenversicherung. Allerdings sind die Einbußen für die spätere Rente minimal und in der Regel geringer als die Ersparnis durch das Dienstrad-Leasing.
- Restwert: Wenn auch die monatlichen Belastungen eindeutig zu kalkulieren sind, ergibt sich als Unsicherheitsfaktor der Restwert des Fahrrades im Fall einer Übernahme nach Ablauf des Leasingvertrages.
JobRad®: Vor- und Nachteile
Neues Rad, weniger Steuern und mehr Zeit an der frischen Luft - die Vorteile liegen auf der Hand. Aber hat JobRad® auch Nachteile für Arbeitnehmer:innen? Lohnt sich JobRad® wirklich? Hier findest du Antworten auf die großen Fragen des Dienstrad-Leasings.
JobRad® lohnt sich am meisten, wenn du die volle Laufzeit von 36 Monaten erfüllen kannst. Dann kannst du die Vertragslaufzeit von 36 Monaten erfüllen und profitierst auch von der vollen Ersparnis bei deinem Dienstrad von JobRad®.
Diensträder werden steuerlich gefördert, darum sparen Arbeitnehmer:innen bis zu 40 % im Vergleich zum Direktkauf. Wie viel du genau sparst, hängt vom Modell ab, das deine Firma anbietet. Eine genauere Vorstellung erhältst du, wenn du unseren JobRad®-Rechner benutzt.
Beim JobRad® per Gehaltsumwandlung wird die monatliche Leasingrate vom Bruttogehalt gezahlt, hier sparst du also Steuern! Zusätzlich kann dein:e Arbeitgeber:in einen Zuschuss zahlen - dann sparst du noch mehr.
Inzwischen ermöglichen die meisten öffentlichen Tarifverträge das Dienstrad-Leasing auch im öffentlichen Dienst - und zwar als Dienstrad per Gehaltsumwandlung. Durch die Steuerersparnis lohnt sich das JobRad®-Modell also auch für Beamt:innen und Tarifbeschäftigte. Da Beamt:innen aufgrund ihres Status keine Sozialabgaben zahlen, fällt die Ersparnis für sie allerdings etwas geringer aus.
Alternativen zum Dienstrad-Leasing
Wenn ein neues Fahrrad zu teuer ist und Leasing nicht in Frage kommt, ergeben sich folgende Alternativen einer Finanzierung (Kreditbetrag: 2460 € entspricht o. g. Kaufpreis abzüglich Restwert von 18 %, Finanzierungsdauer: 36 Monate):
- zinsfreies Privatdarlehen: ca. 70 €
- Kleinkredit (5 % Zinsen): ca. 80 €
Zum Vergleich muss allerdings noch eine Versicherung mit ca. StartseiteWissenHat JobRad® auch Nachteile?
Anbieter im Vergleich
In einer Online-Befragung wurden Kunden nach ihren Urteil über die Anbieter im Bereich Dienstrad-Leasing gebeten:
Jobrad
Die Kunden schätzen insbesondere das breite Angebot an Zubehör, mit dem die Räder individuell ausgestattet werden können. Auch die Kostentransparenz wird positiv hervorgehoben, ebenso wie die Regelungen zur Selbstbeteiligung inklusive Deckelung und die Stabilität der Leasingrate. Die Möglichkeit einer Probefahrt vor Vertragsabschluss wird gelobt, verbunden mit der Fachkompetenz und die gute Erreichbarkeit der Mitarbeiter sowie deren schnelle und zuverlässige Reaktion.
Eurorad
Eurorad zeichnet sich als Dienstrad-Leasinganbieter durch eine Vielzahl von Stärken aus, die ihn für Unternehmen und Privatpersonen attraktiv machen. Die Kunden schätzen insbesondere die Kostentransparenz. Zusätzliche finanzielle Sicherheit bieten die Selbstbehalts- und Höchstbetragsregelungen im Falle eines Diebstahls oder bei Schäden. Kunden haben gute Erfahrungen mit der Auskunftsbereitschaft und -fähigkeit der Mitarbeitenden gemacht, die über eine ausgeprägte Fachkompetenz verfügen. Hinzu kommt der effiziente Reparaturservice, zusammen mit einem angemessenen Restwert und der zuverlässigen Reaktion bei Problemen.
Mein Dienstrad
Besonders hervorgehoben werden bei Mein Dienstrad die große Auswahl an E-Bikes sowie das umfangreiche Zubehörangebot. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis wird positiv bewertet, hinzu kommen eine gründliche Einweisung in die Bedienung und eine hohe Auskunftsbereitschaft und -fähigkeit des Kundendienstes.
Lease-a-Bike
Besonders gute Erfahrungen haben Lease-a-Bike-Kunden beim Preis-Leistungs-Verhältnis und der klaren Regelung von Selbstbeteiligung und Obergrenze gemacht. Die Möglichkeit einer Probefahrt wird als vorteilhaft angesehen, hinzu kommen die Fachkompetenz des Personals, flexible Vertragslaufzeiten und ein zuverlässiger Reparaturservice. Die gute Erreichbarkeit der Mitarbeiter und deren schnelle Reaktion wird ebenfalls positiv hervorgehoben.
Weniger gute Erfahrungen haben die Nutzer offenbar mit der Auswahl an E-Bikes sowie der Qualität der Ausstattung gemacht.
Deutsche Dienstrad
Die Deutsche Dienstrad zeichnet sich durch eine Reihe von Stärken aus. Die Kunden schätzen insbesondere die klare Regelung von Selbstbehalt und Selbstbeteiligung sowie die Stabilität der Leasingrate, was die Budgetplanung erleichtert. Eine umfassende Einweisung, die hohe Auskunftsbereitschaft und -fähigkeit sowie die ausgeprägte Fachkompetenz des Anbieters stellen sicher, dass sich Kunden gut beraten fühlen. Der Reparaturservice und die Mobilitätsgarantie minimieren Ausfallzeiten und erhöhen die Zufriedenheit. Positiv hervorgehoben wird auch die gute Erreichbarkeit der Mitarbeiter.
Bikeleasing
Die Erfahrungen vieler Kunden zeigen, dass Bikeleasing besonders in Bereichen wie Qualität der Ausstattung, Lieferzeit, Auskunftsbereitschaft und -fähigkeit, Fachkompetenz sowie Mobilitätsgarantie glänzt. Die Kundinnen und Kunden schätzen die schnelle und zuverlässige Reaktion bei Problemen, was das Vertrauen in den Anbieter stärkt und eine reibungslose Nutzung des Leasingangebots gewährleistet.
Einige Kunden äußern allerdings Bedenken hinsichtlich der Stabilität der Leasingrate, die offenbar Schwankungen unterliegt, was die Budgetplanung erschwert. Auch die Vertragslaufzeiten werden als zu starr kritisiert.
Businessbike
Die befragten Kunden bescheinigen Businessbike viele Stärken. Besonders geschätzt wird das umfangreiche Zubehörangebot, das individuelle Anpassungen ermöglicht. Eine klare Selbstbeteiligungs- und Deckelungsregelung sorgt für finanzielle Planbarkeit. Positiv hervorgehoben wird auch die Stabilität der Leasingrate, die eine verlässliche Budgetplanung ermöglicht. Die Kundinnen und Kunden profitieren zudem von einer ausführlichen Einweisung in die Handhabung der Räder und der Möglichkeit einer Probefahrt, was die Zufriedenheit mit dem gewählten Modell sicherstellt.
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