Die kluge Radfahrer Lösung: Herausforderungen und Chancen für den Radverkehr

Der Verkehr steht mit großem Abstand auf Platz 1 der Themen, für das die Bürgerinnen und Bürger Antworten von der lokalen Politik verlangen. Kein Thema polarisiert die Bergisch Gladbacher so stark, kein Thema wurde in unserer Umfrage „Deine Stimme, Deine Themen“ so häufig genannt wie der Verkehr. 380 der insgesamt 711 Beteiligten hatten dieses Thema als eins von drei Topthemen benannt, die im Wahlkampf debattiert werden sollen.

Die aktuelle Situation des Radverkehrs

In einer Pendlerstadt mit schlechter Bahnanbindung und maroden Straßen betrifft dieses Thema jede und jeden. Daher die Frage: Wie soll in Bergisch Gladbach die Verkehrswende gelingen - weg von der privaten Autofahrt hin zu umweltfreundlichen Alternativen? Wann wird man aufhören, die Drahtesel als Beseitiger aller Verkehrsprobleme zu bevorzugen?

Wir haben alle Antworten mit Hilfe von KI in Cluster zusammengefasst, ausgezählt und Aussagekräfte Zitate herausgesucht. Die Konfrontation innerhalb der Stadtgesellschaft wird ausdrücklich beklagt, und zum Teil der lokalen Politik angekreidet. „Bergisch Gladbach hat es geschafft, die Radfahrer und die Autofahrer als gegenseitige Feinde anzusehen. Ich werde als Radfahrerin oftmals von Autofahrern angegangen, beschimpft und beleidigt.

Es gibt eine Konfrontation, die Veränderung erschwert, wie beklagt wird: „Wie soll in Bergisch Gladbach die Verkehrswende gelingen, weg von der privaten Autofahrt hin zu umweltfreundlichen Alternativen?

Defizite in der Infrastruktur

Wäre es nicht besser, statt ständig neue Fahrradstraßen zu definieren, zunächst die bestehende Radinfrastruktur zu verbessern? Die Radwege sind zum großen Teil mit Schlaglöchern bzw. Hubbeln für zügiges fahren, oder fahren bei Dunkelheit, nicht geeignet. Radwege enden unvermittelt und es fehlen Verbindungsstrecke. Die Beschilderung ist oft nicht vorhanden oder nicht eindeutig. Wann werden Radwege sinnvoll saniert?

Umsetzung von Projekten

Viele der Projekte aus dem Koalitionsvertrag von Grünen, SPD und FDP wurden angestoßen, aber nur in Teilen umgesetzt. So wurde ein ehrgeiziges Straßenbau-Programm mit 220 Positionen erarbeitet und die Sanierung von 76 Straßen beschlossen, der Zeitplan geriet aufgrund von Personalmangel und Verzögerungen bei den Baustellen aber sofort aus dem Ruder.

Der Umbau der Altenberger-Dom-Straße hat sich im Beteiligungsprozess weitgehend festgefahren. Erste Radwege (Wipperfürther Straße) wurden in Teilen saniert, viele Piktogramme aufgetragen, selbst kleine Projekte wie die Umweltspur an der Gohrsmühle sind immer noch unvollendet. Der Umbau der Laurentiusstraße zur Fahrradstraße ist an schlechter Kommunikation und Widerstand der Bevölkerung gescheitert, selbst der reduzierte Umbau hat bis auf Vorarbeiten der Belkaw immer noch nicht begonnen.

Forderungen und Einigkeit

Immerhin bei zwei Forderungen sind sich beide Fraktionen einig. Erstens: Der ÖPNV - und damit ist vor allem die S 11 gemeint - muss endlich besser und verlässlicher werden, die Randgebiete müssen besser angebunden werden. Die am häufigsten verwendeten Wörter in den Antworten sind „endlich“, „S 11“ und „Schlagloch“.

Expertenmeinungen und Lösungsansätze

Ein Gespräch mit Dr. Jutta Deffner vom ISOE (Institut für sozial-ökologische Forschung) gibt interessante Einblicke. Sie leitet am ISOE den Forschungsschwerpunkt Mobilität und ­Urbane Räume. Jutta Deffner hat an der Universität ­Kaiserslautern Raum- und Umwelt­planung studiert und ist ausgebildete Bauzeichnerin.

In unserer Arbeit befassen wir uns mit nachhaltiger Mobilität und Verkehr. Darin spielt das Fahrrad eine wichtige Rolle. Wir fördern den Wissensaufbau rund um den Radverkehr und untersuchen, was Fahr­radfahren nützlich und angenehm macht. Daneben beschäftigen wir uns auch mit anderen nach­haltigen Verkehrsmitteln und vor allem deren Verknüpfung miteinander.

Unser Ausgangspunkt ist, Mobilität als Ganzes zu sehen, in dem die Akteure frei wählen können, mit welchen Verkehrsmitteln sie effizient, umweltfreundlich und komfortabel ihre Ziele erreichen. Dabei spielt die Verknüpfung der Verkehrsmittel eine große Rolle.

Nachhaltige Mobilitätskultur

Für den Radverkehr zum Beispiel sind das die Möglichkeiten, Fahrräder in der Bahn mitzunehmen und sie komfortabel bei Carsharing-Stationen, an Bahnhöfen oder in der Stadt während Erledigungen abstellen zu können. Dies bei verkehrspolitischen Prozessen zu bedenken, nennen wir das Konzept nachhaltiger Mobilitätskultur. Kommunikation ist aber auch, deutliche Signale auszusenden: Je mehr Radfahrer auf der Straße unterwegs sind, je sichtbarer der Radverkehr ist, desto stärker wird dieser als Teil des Verkehrs empfunden.

Jede Zielgruppe sollte spezifisch angesprochen werden. Aber auch im Verkehrsgeschehen heißt Kommunikation vor allem "sichtbar machen". Das beginnt im Verkehr oft mit Blickkontakten, um zu erfahren, was andere Verkehrsteilnehmende vorhaben. Kommunikation ist, die Bedürfnisse der einzelnen Verkehrsteilnehmenden zu erkennen und den anderen zu vermitteln - direkt im Verkehr oder über Planung und Verkehrs­infrastruktur.

In den letzten Jahren ist der Radverkehr nicht nur gewachsen, sondern er ist sich auch seiner Bedeutung als Verkehrsträger bewusst geworden. Fahrradfahrer haben ihren Status als "silenced group", als nicht zählende Verkehrsteilnehmer, verlassen. Es gibt einen gesellschaftlichen Wandel, Einstellungen zu Verkehrsmitteln ändern sich - und zusätzlich gibt es jüngere Gruppen, für die das Auto weniger Statussymbol ist, es gibt ökonomische Gegebenheiten, die in diesen Gruppen auch zu weniger Autobesitz führen.

Herausforderungen und Potenziale

Allerdings weichen die Entwicklungen auf dem Lande deutlich von denen in einer urbanen Umgebung ab. Ein wichtiges Thema ist für uns immer wieder der Hauptbahnhof und seine direkte Umgebung, die sehr fahrradunfreundlich, geradezu fahrradfeindlich ist. Dabei sollte der Bahnhof doch das Tor zur Stadt sein, das ankommende Reisende willkommen heißt. Da ist noch viel zu tun.

Als Einwohnerin, aber auch als Forscherin - wie schätzen Sie die bestehenden Einrichtungen für den Fahrradverkehr in Frankfurt ein? Im Vergleich zum Jahre 2005, als ich nach Frankfurt gezogen bin, ist viel passiert. Doch das Risiko besteht, dass die Verkehrspolitik nur die "low hanging fruits", die leicht zu realisierenden Maßnahmen, geerntet hat. Jetzt kommt der mühsamere Teil.

Verbesserungsvorschläge

Was den Radverkehr betrifft, vermisse ich vor allem eine klare und eindeutige Ausschilderung für Fahrradwege in der Stadt. Verbessert werden sollten auch die Möglichkeiten, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen. Hier müssten über die Mobilitätsstrategie der Stadt die Arbeitsgeber viel stärker einbezogen werden. Sie könnten Abstellplätze zur Verfügung stellen sowie Möglichkeiten, nasse Kleidung aufzuhängen etc.

Der ADFC sollte sich mit den anderen Verkehrsmitteln auseinander setzen, um den Platz des Fahrrades im Verkehr sichtbarer zu machen. Für mich ist zum Beispiel das schlechte Verhältnis zwischen Radfahrern und Fußgängern unbegreiflich. Da müsste sich etwas ändern. Daneben sollte der ADFC zu einer umfassenden "Mobilitätsbildung" beitragen. Zusätzlich sollten auch Radfahrer sich an die Verkehrsregeln halten - und diese kennen.

Leider arbeiten in Behörden einzelne Abteilungen, wie Verkehrs- und Planungsabteilungen, oft nebeneinander her und reden wenig miteinander, stimmen sich kaum aufeinander ab. Die Politik will es allen recht machen, will alle bedienen. Mobilität hört sich so technisch an, aber es ist ein gesellschaftliches Bedürfnis, mobil zu sein.

Roger Kluge: Ein kluger Kopf im Radsport

In der rasanten und taktischen Welt des Bahnradsports gibt es nur wenige Athleten, die so viel Respekt ernten wie Roger Kluge. Seine Dominanz im Sechstagerennen und darüber hinaus hat ihm den Ruf eingebracht, einer der klügsten Köpfe im Radsport zu sein.

Schon zu Beginn seiner Karriere fiel Kluge durch seine körperliche Stärke und taktische Schärfe auf, doch der Weg zum Erfolg im professionellen Bahnradsport ist nie leicht. Kluges taktisches Geschick zeigte sich erstmals auf der Weltbühne 2008, als er bei den Olympischen Spielen in Peking die Silbermedaille im Punktefahren gewann.

Neben seinen Erfolgen bei Sechstagerennen erreichte Kluge den Höhepunkt seiner Karriere, als er 2018 und 2019 die Weltmeistertitel im Madison (Zweier-Mannschaftsfahren) gewann, zusammen mit seinem deutschen Partner Theo Reinhardt. Diese aufeinanderfolgenden Siege zeigten nicht nur seine Fähigkeiten, sondern auch seine Konstanz und mentale Widerstandsfähigkeit.

Obwohl Kluges Erfolge auf der Bahn gut dokumentiert sind, reichen seine Errungenschaften auch auf die Straße. Eines seiner bemerkenswertesten Kunststücke gelang ihm beim Giro d’Italia 2016, als er die Welt des Radsports überraschte und eine Etappe gewann. Kluges Reise ist ein Beweis für die Macht der Strategie in einem Sport, der oft von purer Kraft dominiert wird.

Kluges Reise ist ein Beweis für die Macht der Strategie in einem Sport, der oft von purer Kraft dominiert wird.

Die Rolle von Unternehmen bei der Förderung des Radverkehrs

Die Mobility Technology Company und Fahrradleasing-Anbieter Deutsche Dienstrad hat seine Unterstützung für eines der größten regionalen Sportevents ausgedrückt: Von 2025 bis 2027 wird das Unternehmen als Hauptsponsor des MainCityTriathlons auftreten. Zusätzlich tritt Deutsche Dienstrad als Premium Sponsor des MainCityRuns auf.

Christina Diem-Puello gründete den Leasinganbieter Deutsche Dienstrad und ist Vorsitzende des Verbands der Unternehmerinnen. Deutsche Dienstrad erweitert damit sein Netzwerk in den Medien und der Sportwelt: Ziel der Partnerschaft ist es, noch mehr Aufmerksamkeit für das Thema Mobilität rund um das Fahrrad zu schaffen.

Die Präsidentin des Unternehmerinnen-Verbands spricht über Wunschkoalitionen und konfrontative Diskussionen mit Friedrich Merz. Und sie erklärt, was der Mittelstand (nicht) braucht.

Entdecken Sie, wie die Deutsche Dienstrad initiative lokale Fahrradhändler im digitalen Wandel unterstützt, Online-Sichtbarkeit fördert und neue Absatzmöglichkeiten schafft.

Das Münchner Unternehmen MTU Aero Engines AG ist der führende deutsche Triebwerkshersteller und weltweit eine feste Größe. Seinen Mitarbeitenden in Deutschland bietet der DAX-Konzern nun Fahrrad-Leasing über die digitale Plattform von Deutsche Dienstrad an.

Siemens hat in Zusammenarbeit mit dem Anbieter Deutsche Dienstrad das FahrradLeasing für seine Mitarbeitenden eingeführt.

Das Arbeitsheft "Der schlaue Radfahrer"

Mit diesem anschaulich gestalteten Arbeitsheft ist die Vorbereitung auf die Fahrradprüfung ein Leichtes. Natürlich ist auch unser Lama wieder mit dabei und sorgt für eine gehörige Portion Spaß beim Lernen. Auch schwächere Schüler/-innen können dank der einfachen und übersichtlichen Darstellung von Verkehrssituationen erfolgreich vorbereitet werden.

Es wurde vom Ministerium für Unterricht und Kultus in Bayern zur Verwendung an Grundschulen zugelassen und entspricht den neuesten bayerischen Lehrplananforderungen. Nützliche Tipps und zusätzliche Informationen zur Vermittlung der Lerninhalte finden Lehrkräfte im zugehörigen Lösungsheft. Wie erfolgreich die Schüler/-innen die Aufgaben gelöst haben, zeigen die Lernzielkontrollen am Ende jedes Themenbereichs. Sie können als Wiederholung, Hausaufgabe oder Test gestaltet werden.

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