Eine Minipumpe am Fahrrad kann Ihnen viel Ärger ersparen: Sinkt der Luftdruck in einem Reifen ab, können Sie sich mit Aufpumpen im günstigen Fall bis nach Hause retten. Oder noch besser: Sie haben Flickzeug oder einen Schlauch dabei. Die Qualität solcher Geräte zeigt sich jedoch erst im Notfall: Wie lange muss ich mit dem kleinen Ding pumpen, um mein Fahrrad wieder fahrbereit zu bekommen? Wie anstrengend ist das? Und schafft die kleine Pumpe es überhaupt, so viel Druck aufzubauen, wie ich für ein schnelles Fortkommen mit meinen Reifen benötige? Das sind die Fragen, die wir an die sechs getesteten Modelle hatten.
Nach viel Pumpen und noch mehr Muskelkater in den Armen fielen die Antworten sehr unterschiedlich aus. Komfortabel ist die Arbeit mit keiner der getesteten Pumpen. Sie sind für den Notfall unterwegs gedacht. Für das schnelle Aufpumpen zu Hause würden wir auf jeden Fall eine Standluftpumpe empfehlen.
Bei der Auswahl spielen Kriterien wie Maximaldruck, Volumen, Praxistauglichkeit und nicht zuletzt das Gewicht eine Rolle. Wer mit einem E-Bike unterwegs ist, das bereits 23 Kilogramm wiegt, kann zu einer großen, bequemen Pumpe greifen. Rennradfahrer und Mountainbiker wollen Gewicht sparen: Sie sind mit kleinen Geräten besser bedient. Doch nicht alle sind in der Lage, einen Rennradreifen auf 7 bar zu bringen.
Minipumpen sollen bei jeder Fahrt dabei sein, dürfen am Fahrrad nicht stören. Fünf der getesteten Modelle lassen sich am Rahmen befestigen, passende Halter werden mitgeliefert. Die sechste Pumpe ist so klein, dass sie in die Jackentasche passt. Notfalls auch in die eines Rennradtrikots.
Alle Pumpen mussten einen 40 Millimeter breiten Reifen eines Gravelbikes von platt auf drei Bar bringen. Ein typisches Pannenszenario und übertragbar auf viele E-, City- und Tourenbikes, die mit vergleichbar dimensionierten Reifen unterwegs sind. Anschließend musste jede Pumpe zeigen, ob sie auch eine Rennradtour retten kann und mindestens 7 bar erreicht.
Getestete Miniluftpumpen
- BBB Cycling Doubleshot (UVP: 59,95 Euro)
- Contec Air Support Go Switch (UVP: 17,95 Euro)
- Crankbrothers Klic HV Gauge (Herstellerpreis: 49,99 Euro)
- Lezyne Pocket Drive Pro (UVP: 44,95 Euro)
- SKS Airflex Explorer (UVP 34,95 Euro)
- Topeak Turbo Morph Digital (UVP: 79,95 Euro)
Einzelne Testberichte
Contec Air Support Go Switch
Für die Doubleshot gibt es keine Halterung zur Befestigung am Rahmen. Die habe ich auch nicht vermisst, denn die kleine und leichte Pumpe passt mit einer Transportlänge von nur zwölf Zentimetern neben dem Ersatzschlauch in meine kleine Satteltasche, aber auch in jede Trikot- oder Jackentasche. Mit ihren 84 Gramm stört sie weder dort noch an anderen Stellen.
Die kleine Pumpe besteht aus zwei nebeneinander gesteckten Rohren, die sich leicht voneinander lösen lassen. Verschraubt man beide Teile miteinander, entsteht eine Pumpe mit zwei Kammern und einer Gesamtlänge von 23 Zentimetern. Vorteil des geringen Durchmessers von nur 1,8 Zentimetern: Prinzipiell kann man mit wenig Kraftaufwand hohen Druck aufbauen. Im Test habe ich jedoch bei 6,5 bar aufgegeben: Es gibt nämlich keinen Griff, der beim Pumpen für sicheren Halt sorgen würde und mit dem man mehr Kraft ausüben könnte. Stattdessen rutsche ich mit schwitzigen Händen ab.
Um den breiten Testreifen auf 3 Bar zu bringen, waren 380 Hübe nötig. Das ist viel, aber deutlich weniger als mit der ebenso leichten und nicht ganz so kompakten Pocket Drive Pro von Lezyne. Beim Pumpen setzt man den Kopf direkt auf das Ventil. Es gibt keinen Schlauch oder Schnellverschluss. Der Kopf passt nur an Dunlop- und Presta-Ventile. Die Air Support Go Switch hat einen Schalter zum Wechseln zwischen HV und HP - also zwischen einer hohen Volumenleistung und hohem Druckaufbau. Wobei »hohes Volumen« bei der kleinen Pumpe relativ ist: mit gemessenen 30 cm3 Volumen benötigte ich 255 Hübe, um den Testreifen in der Einstellung »HV« auf 3 bar aufzupumpen. Das ist unterer Durchschnitt.
Überzeugen konnte mich die kleine Pumpe am Rennradreifen: Erst bei 7,1 bar habe ich aufgegeben - für mein Rad und mich sogar etwas mehr Druck, als ich benötige. Die Pumpstrategie am Rennrad lautet: Schnell im Modus HV 3 oder 4 bar Druck aufbauen, dann auf HP umschalten und langsam und mit vielen Hüben Richtung Zielmarke voran arbeiten. Mission accomplished!
Crankbrothers Klic HV Gauge
Bei der Klic HV Gauge von Crankbrothers fragte ich mich: Ist das clever? Oder schlicht über-designt? Die Pumpe hat vorn keinen sichtbaren Pumpenkopf, erst nachdem man den Ring gedreht hat, wird ein magnetischer Anschluss für einen Schlauch freigelegt. Diesen findet man im Handgriff, wenn man das Ende des Griffs zu einem »T« aufklappt. Der Schlauch wird magnetisch gehalten. Zumindest im Prinzip, denn er muss mitsamt Gewinde über das Ventil gedreht werden. Für den Einsatz an Schrader-Ventilen lässt sich das vordere Ende umgedreht einsetzen.
Leider ist nur eine Hälfte des etwa 17 Zentimeter langen Schlauchs flexibel. Die andere beherbergt ein Manometer, das Werte von 1 bis 7 bar und zehn bis 100 PSI anzeigt. Da es direkt auf das Ventil gesetzt wird, ragt ein Bereich von mehr als zehn Zentimetern Länge in Richtung Radnabe, bevor der Schlauch abknicken kann. Da ist man bei Rädern mit Bremsscheibe mit dem Pumpenkopf schon nah an der Scheibe. Man sollte wohl von rechts aufpumpen. Bei Mountainbikes mit großen Ritzeln wird es an der Kassette des Hinterrads eng.
Das Manometer zeigte im Test etwas zu wenig an: 2,9 bar bei mit dem Referenzgerät gemessenen 3 bar. Das sollte für unterwegs ausreichend genau sein. Mit einer Länge von rund 26,5 Zentimetern und einem Durchmesser von 2,6 Zentimetern ist die Klic HV Gauge relativ groß, bleibt aber mit einem Gewicht von 133 Gramm im Rahmen.
Unsere HV-Variante sieht Crankbrothers für Mountainbikes und Gravelbikes vor. Es gibt noch eine HP-Variante für Rennräder, die mehr Druck schaffen soll. Aber auch unser Exemplar kam am Rennrad auf 7 bar, wenn auch mit Mühe. Dafür waren am 40-Millimeter-Reifen eines Gravelbike nur 192 Hübe nötig, um ihn auf 3 bar zu bringen.
Für die Montage am Rad liefert Crankbrothers einen Halter samt Ösen für einen Spanngummi mit, aber kein solches Gummi, sondern nur Klettband. Ein davon unabhängiges Problem: Der im Inneren des Pumpengriffs aufbewahrte Schlauch mit seinem Manometer klappert während der Fahrt.
Lezyne Pocket Drive Pro
Die Pocket Drive passt mit 15 Zentimetern Länge und einem Durchmesser von etwa 2,5 Zentimetern tatsächlich in die namensgebende Tasche von Jacke oder Trikot. Hersteller Lezyne liefert dennoch eine kleine Rahmenhalterung mit. Sie ist ebenso wie die meisten Bestandteile der Pumpe selbst aus Aluminium. Alles wirkt stabil und hochwertig.
Beide Enden der Pumpe sind mit Gummipfropfen verschlossen. Am Griffende zieht man einen rund zwölf Zentimeter langen Schlauch heraus und schraubt ihn vorn an den Pumpenkopf. Welche Seite des Schlauchs man an die Pumpe ansetzt, entscheidet darüber, ob man Schrader- oder Presta/Dunlop-Ventile bedienen kann. In beiden Fällen muss der Schlauch auf das Ventil geschraubt werden, einen Schnellverschluss gibt es nicht.
Wie bei anderen Pumpen mit Schlauch zum Aufschrauben besteht hier die Gefahr, dass sich Presta-Ventile beim Lösen des Schlauchs herausziehen. Tatsächlich mache ich diese Erfahrung an meinem Rennrad: Beim Herausschrauben des Schlauchs löst sich das Ventil und die mühsam hineingepumpte Luft entweicht. Für solche Fälle gibt es Abhilfe: Der Ring am Schlauch der Pumpe hat Aussparungen, die auf den Ventilkopf eines Presta-Ventils passen. Die Lezyne-Pumpe ist offensichtlich für Rennradfahrer konzipiert. Die schmalen Reifen eines Rennrades bekomme ich damit auf die gewünschten 7 bar aufgepumpt, aber das dauert und ab 6 bar wird es mühsam. Das Volumen der Pocket Drive Pro beträgt nur rund 17 cm3.
SKS Airflex Explorer
Hersteller SKS bietet die Airflex in den Varianten »Explorer« für Mountainbikes und »Racer« für Rennräder an. Wir haben uns für die Explorer entschieden und damit für mehr Volumen, aber geringeren Druck.
Mit unserem Testreifen aus dem Gravelbike-Segment kommt sie gut klar. Mit der 43 cm3 fassenden Pumpe benötige ich nur 206 Hübe bis zum Zieldruck von 3 bar. Da sich die Airflex mit den gummierten Griffen vorn und am Auszug gut anfasst, macht das Pumpen auch nicht viel Mühe. Zumindest bis zu den anvisierten 3 bar. Bei meinen Versuchen am Rennradreifen zeigt sich, dass es ab diesem Wert anstrengend wird. 5 bar gibt SKS als Maximalwert an. Ich schaffe sogar etwas mehr, aber dann werden die Arme doch sehr müde und ich gebe kurz vor 6 bar auf.
Vor dem Pumpen zieht man am Kopf hinter einer Abdeckung einen etwa zwölf Zentimeter langen Schlauch heraus. Anders als etwa bei der Pumpe von Lezyne muss man ihn nicht festschrauben, sondern bis zum Anschlag herausziehen und am Ventil einschrauben. Ebenfalls anders (und besser) als bei der Konkurrenz: Der Kopf passt ohne Umstecken an alle drei Ventilarten. Da hat sich SKS einen cleveren Mechanismus ausgedacht.
Das Einschrauben des Schlauchs ist einerseits eine feine Sache, ich habe mehr Freiheit bei der Pumpbewegung, und ich rüttele nicht am Ventil herum. Allerdings passiert mir an meinem Rennrad zunächst etwas, das mit allen Schraubpumpenköpfen an Presta-Ventilen passieren kann: Immer, wenn ich den Pumpenschlauch nach dem Pumpen herausschraube, kommt das Ventil mit heraus, und der Reifen ist wieder platt. Da hilft es auch nicht, das Ventil mit den Fingern neu zu fixieren: Nur mit Werkzeug wird es so fest, dass es in seiner Hülle bleibt.
Die Pumpe wird mit einem Halter geliefert, der sich gut unter einen Flaschenhalter schrauben lässt. Die 21 Zentimeter lange und mit einem Durchmesser von drei Zentimetern etwas pummelige Pumpe sitzt sicher am Unterrohr. Das Pedal passt knapp daran vorbei. Doch Vorsicht: Man muss sie so positionieren, dass sowohl der Pumpenkörper als auch der Griff vom Spanngummi gehalten werden, sonst klappert es beim Fahren. Die Abdeckung über dem Kopf schützt den Schlauch vor Feuchtigkeit und Schmutz.
Das gefällt an der Airflex Explorer von SKS: Sie fasst sich gut an und ist nicht zu schwer. Der Kopf passt ohne Umbau an alle Ventilarten.
Das weniger: Hoher Luftdruck ist machbar, aber nur mit viel Kraft.
Topeak Turbo Morph Digital
Die Turbo Morph Digital kann man kaum als »Minipumpe« bezeichnen. Mit einer Länge von 35 Zentimetern ist sie fast dreimal so lang wie das kleinste Modell im Testfeld und 318 Gramm auch nicht leicht. Dafür ist sie eine Art Mini-Standluftpumpe. Oben lässt sich ein Griff, unten ein Fuß ausklappen. Der 25 Zentimeter lange Schlauch reicht aus, um an ein in Richtung Boden gedrehtes Ventil heranzukommen. Zumal die Enden des Schlauchs sowohl an der Pumpe als auch am Kopf frei drehbar sind.
Der Kopf hat eine Klemme für das Ventil. Er bedient sowohl Schrader- als auch Dunlop-/Presta-Ventile. Für den Wechsel auf die kräftigeren Schrader-Ventile muss der Abschlussring gelöst und das innen liegende Gummi sowie das Ventilinnere umgedreht werden. Das ist etwas komplizierter als bei der Konkurrenz.
Im Vergleich zu einer normalen Standluftpumpe ist die Turbo Morph Digital klein, weshalb man sich beim Pumpen tief bücken muss. Aber der große Vorteil einer Standluftpumpe bleibt: Man kann mit seinem Körpergewicht Richtung Boden einen viel höheren Druck ausüben als allein mit der Armmuskulatur.
Das Volumen beträgt 65 cm3, unser Testreifen ist nach 119 Hüben auf 3 bar aufgepumpt. Wann der nötige Druck erreicht ist, kann man auf dem integrierten digitalen Manometer ablesen. Es zeigte 2,92 bar bei tatsächlichen 3 bar an, das ist vertretbar. Die im Test angestrebten 7 bar am Rennrad erreichten wir mit der Pumpe mühelos.
Für die Befestigung am Rahmen liefert Topeak eine Halterung für Rahmenschrauben mit, da eine so große Pumpe nicht mit einem Flaschenhalter harmoniert. Man muss also ein Rohr suchen, das ausreichend Platz bietet. Oder man nutzt nicht die Schrauben, sondern die ebenfalls mitgelieferten Kabelbinder, um die Halterung zu befestigen. Doch egal, wie man sie befestigt, der kleine Standfuß kann gegen den Rahmen stoßen. Dann klappert es bei größeren Schlaglöchern. Ich habe schließlich einen kleinen Filzgleiter drauf geklebt. Dann ist Ruhe.
Das gefällt an der Turbo Morph Digital von Topeak: Sie macht das Aufpumpen einfach und mit dem Manometer weiß man genau, wann der richtige Druck erreicht ist.
Das weniger: Sie ist groß und schwer.
Für wen sich die Turbo Morph Digital eignet: Besitzer schwerer E-Bikes, für die die zusätzlichen 318 Gramm keine Rolle spielen.
Elektrische Mini-Kompressoren im Test
Die neuen Mini-E-Pumpen machen CO2-Kartuschen in den meisten Fällen überflüssig. Außerdem brauchen die E-Pumpen für 4,5 bar im Reifen nur rund eine Minute - so schnell ist keine Minipumpe.
Getestete Modelle:
- Cycplus AS2 Pro
- Muc-Off AirMach Mini Inflator Pro
- Topeak E-Booster
- Voxom EPu2
Alle Geräte kommen mit Display, das den jeweiligen Druck anzeigt, via Tasten wird der gewünschte Reifendruck eingestellt. Per Adapter kommen alle mit Presta- und Schraderventilen klar. Auch ein Schlauchstück für bequemeres Ansetzen gehört bei allen zum Lieferumfang.
Cycplus AS2 Pro
Die Cycplus AS2 Pro ist extrem kompakt und schaffte im Test drei Pumpvorgänge (28er-Reifen auf 4,5 Bar), ehe der Akku schlappmachte. Mit einer Abweichung von 0,1 Bar passt die Messgenauigkeit, der Pumpvorgang dauerte zudem deutlich unter einer Minute, damit zählt er zu den schnellsten Kompressoren.
Muc-Off AirMach Mini Inflator Pro
Effizient und schnell - Muc-Offs AirMach schaffte in unserem Test mehr als vier Pumpvorgänge und bewies die größte Ausdauer. Weitere Pluspunkte: die kompakte Bauweise, die Pumpgeschwindigkeit sowie die genaue Messung. Nur das Schlauchstück dürfte etwas länger sein.
Topeak E-Booster
Der neue E-Booster von Topeak ist das größte Gerät im Test - und bewies dennoch die schwächste Ausdauer. Gerade mal zwei 28er-Reifen brachte er im Test auf 4,5 Bar, dann machte der Akku schlapp. Außerdem brauchte er zum Pumpen länger als die Konkurrenz.
Voxom EPu2
Die EPu2 von Voxom ist der Preis-Leistungs-Tipp. Deutlich günstiger als die Konkurrenz, schaffte sie im Test vier Pumpvorgänge. Die Druckanzeige ist genau, zudem brauchte sie keine Minute, um den Zieldruck aufzubauen.
| Modell | Preis | Gewicht | Max. Druck | Akku-Ausdauer (Pumpvorgänge) |
|---|---|---|---|---|
| Cycplus AS2 Pro | 100 Euro | 121 g | 8,3 bar | 3 |
| Muc-Off AirMach Mini Infl. Pro | 125 Euro | 124 g | 8,3 bar | >4 |
| Topeak E-Booster | 99,95 Euro | 161 g | 8,3 bar | 2 |
| Voxom EPu2 | 64,95 Euro | 120 g | 8,3 bar | 4 |
Weitere elektrische Mini-Luftpumpen
Kleine Akku-Luftpumpen fürs Fahrrad sind kompakte, tragbare Geräte, die mit einem wiederaufladbaren Akku betrieben werden. Sie funktionieren ähnlich wie Mini-Kompressoren und können per Knopfdruck Luft in den Reifen pumpen. Diese Fahrradpumpen erreichen oft Drücke von bis zu 8 bar, was für Rennradreifen ausreichend ist. Die Preise variieren je nach Modell und Hersteller, liegen aber meist zwischen 30 und 100 Euro. Bekannte Hersteller sind unter anderem Xiaomi, Cycplus und Osram. Diese Pumpen sind besonders praktisch für unterwegs, da sie klein und leicht sind und ohne großen Kraftaufwand genutzt werden können.
Bauartbedingt haben die kleinen Kompressoren Nachteile: Im Einsatz sind diese sehr laut und durch ihre geringe Größe haben die Akkus entsprechend wenig Kapazität, halten also nicht so lange durch. Zudem werden sie im Betrieb sehr heiß, so dass man diese ohne Handschuhe kaum länger als eine Minute in der Hand halten kann.
NanoFumpa Akku-Luftpumpe
Im Vergleich zu einer kleinen Minipumpe pumpt die NanoFumpa einen Rennradreifen der Dimension 30-622 schneller auf. Um den Reifen auf 4 bar Druck aufzupumpen, benötigt sie exakt 86 Sekunden. Das ist ein respektabler Wert und schneller und komfortabler als mit den genannten Hand-Pumpen, die für den gleichen Druck etwa 200 Hübe benötigen und gut eine Minute länger.
Fazit: Die NanoFumpa ist ein edles Accessoire und praktisches Zubehör, geeignet als Notfallpumpe für unterwegs. Ihre Nachteile sind ihre relativ hohen Anschaffungskosten von 100 Euro, ihre begrenzte Akkukapazität und wenn man kurzentschlossen zur Hausrunde aufbrechen möchte und ihr Akku ist nicht vollgeladen, ist sie nutzlos.
Allgemeine Tipps zur Auswahl einer Minipumpe
Da Rennradler nicht nur auf ihren Rennmaschinen unterwegs sind, sondern nebenbei ein normales Alltagsrad besitzen und viele sogar noch ein Mountainbike, war die vielseitige Einsatzmöglichkeit der Pumpen ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Testkandidaten.
Eine sinnvolle Minipumpe zeichnet sich durch kompakte Maße, unkomplizierte Bedienbarkeit, einen griffigen Griff aus weicherem Plastik oder Gummi und - natürlich - satte Pumpleistung bei niedrigen Bedienkräften aus. Damit die Pumpe auch möglichst lange pumpt, ist der Einsatz haltbarer Materialien vonnöten. Als Material für die Teleskop-Zylinder empfiehlt sich Aluminium, der Pumpenkopf sollte - und wird meist - aus schlagfestem Hartkunststoff oder Alu bestehen.
Von Vorteil sind definitiv Doppelpumpenköpfe mit Einsatz für Sclaverand-und Schraderventil, weil sie die Umbauarbeit auf den passenden Ventilkopf ersparen. Da die Ventileinsätze sich bei häufigem Gebrauch abnutzen und sich Luftverluste einstellen, sind austauschbare Einsätze von Vorteil!
Alle Pumpen lassen sich übrigens auf die eine oder andere Weise am Rad befestigen und müssen nicht zwangsläufig im Trikot verstaut werden. Die verschiedenen Systeme waren sehr sicher und problemlos zu montieren.
Fazit: Die richtige Pumpe für Ihre Bedürfnisse
Die Wahl der richtigen Luftpumpe hängt stark von den individuellen Bedürfnissen ab. Für Rennradfahrer, die hohe Drücke benötigen und auf Gewicht achten, sind spezielle Rennradpumpen oder elektrische Mini-Kompressoren empfehlenswert. Für Alltagsradler und Tourenfahrer sind Standpumpen für zu Hause und Minipumpen für unterwegs eine gute Wahl.
Elektrische Mini-Kompressoren bieten Komfort, sind aber nicht immer zuverlässig und können laut sein. Achten Sie beim Kauf auf eine gute Verarbeitung, ausreichende Akkukapazität und die Kompatibilität mit Ihren Ventilen.
Weitere Informationen
Jeder Reifen verliert mit der Zeit Luft. Alltagsradler sollten daher regelmäßig ihren Reifenluftdruck überprüfen. Wenn das Rad eine längere Zeit nicht bewegt wurde, sollte der Luftdruck sowieso geprüft werden, bevor die Fahrradtour startet.
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