Mals Meran Radweg Route: Eine umfassende Radtour durch den Vinschgau

Viele Radfahrer kennen das schöne West-Ost-Tal vom berühmten Fernradweg Via Claudia Augusta, der in diesem 80 km langen Abschnitt auch Etsch-Radweg oder Vinschgau-Radweg heißt. Der Vinschger Radweg vom Reschenpass nach Meran ist ein abwechslungsreiches Teilstück der Via Claudia Augusta.

Erleben Sie bei einer Radtour vom Reschenpaß (86 km), Mals (63 km) oder ab Laas (46 km) nach Meran die Schönheiten des Vinschgaus. Die Distanz können Sie individuell bestimmen. Während der Tour passieren sie zahlreiche gemütliche Ortschaften wie Glurns, Laas, Naturns, die zu einem Einkehrschwung einladen.

Streckenverlauf und Highlights

Der hier beschriebene Weg beginnt in Mals - es fehlt also der erste Abschnitt auf der Passhöhe - und ist somit ideal für die Kombination Bahn - Rad. Mit der Vinschgauer Bahn fahren wir von Meran bis zur Endstation Mals im Vinschgau auf 1.050 m Meereshöhe (beachte bitte die Hinweise bzgl. Einschränkungen der Fahrradmitnahme im Zug unter Bahn & Bike!).

Am Bahnhof nehmen wir die Straße nach Glurns - eine Abfahrt. Das kleine mittelalterliche Städtchen ist sehenswert, schon aufgrund der alten Struktur und Bausubstanz. Kaum sind wir durch das Stadttor hinausgefahren, biegen wir links auf den Radweg entlang der Etsch ab. Und sind schon mitten auf dem eigentlichen Fahrradweg, der uns südlich von Schluderns in die Prader Sand führt. Dabei handelt es sich um eine geschützte Flussau, in der bedrohte Vogelarten und Wassertiere ein Rückzugsgebiet gefunden haben.

Im Hintergrund sehen wir die weißen Spitzen des Ortlermassivs. Nach Durchquerung des Dorfes Prad geht es auf Feldwegen weiter in östliche Richtung. Wir fahren am Rande des Nationalparks Stilfser Joch und durchqueren mehrmals geschützte Flussauen, in denen der Radweg keinen Asphaltbelag hat. Rennräder sind also nicht ideal für diese Tour. Nach einer Weile erreichen wir das Dorf Laas.

Laas ist für den Marmor-Abbau bekannt, der Laaser Marmor wird aus dem Berg gebrochen und in Blöcken abtransportiert. Keine Frage, dass im Dorf vieles aus Marmor ist. Eine gute Gelegenheit für eine kleine Pause. Laas gilt übrigens auch als Zentrum des Vinschger Marillenanbaus, da die Marillen jetzt gerade reif sind, darf man sich auf Marillenknödel freuen.

Wieder zurück auf dem Radweg geht es weiter, einem verwilderten Abschnitt der Etsch entlang, bis wir Schlanders (Ortsteil Göflan) erreichen, das Dorf, welches als Hauptort des Vinschgaus gilt. Leider geht es sich zeitlich nicht für eine längere Pause aus, so fahren wir nach Latsch am Eingang des Martelltales weiter. Der Radweg durchquert den Ort, und somit ist ein Blick in den Dorfkern obligatorisch.

Die meisten Vinschger Orte bewahren Zeugnisse aus romanischer Zeit, die trockenen Hänge des Sonnenbergs tun ein übriges, sich in eine andere Welt versetzt zu fühlen. Bei Kastelbell beginnt der wärmere Teil des Vinschgaus - mit den ersten Weingütern. Das Schloss Kastelbell kann man vom Radweg sehr gut betrachten. Einige km weiter, nach der Abzweigung ins Schnalstal, kommen wir nach Naturns und sind damit schon im Meraner Land, was sich auch an den Temperaturen bemerkbar macht.

Vorbei an Plaus und Partschins geht es in der Töll nach links, und von dort über Algund nach Meran. Eine tolle Abfahrt. Am Bahnhof Untermais (oder, alternativ, im Meraner Stadtzentrum) angekommen, kann man aber auch der Radroute entlang der Etsch weiter Richtung Bozen folgen.

Charakteristik der Strecke

Er führt meist leicht bergab durch Wälder und Felder, mal asphaltiert, mal geschottert. Vom Reschenpass zieht sich die Via Claudia Augusta durch das Etschtal bis in den Süden Südtirols nach Salurn. Von mittel bis leicht, von asphaltiert bis geschottert, durch wundervolle Wälder, Wiesen und Obstanlagen, bietet die Etschradroute ein Kulturerlebnis zwischen Gärten und Architektur.

Besonders schön anzuschauen im April und Mai, wenn die vielen tausend Apfelbäume blühen. Unzählige Sehenswürdigkeiten, Kulturstätten, Grillplätze und Raststätten zum genüsslichen Einkehren finden Sie entlang der Radroute.

Beeindruckend an der Vinschgau-Tour ist die wechselnde Landschaft, nicht nur aufgrund der Höhenmeter, sondern auch aufgrund der kulturellen Eigenheiten und dem Kontrast der satten Nordhänge von Ortler und Nörderberg zu den kahlen, trockenen Wänden des Sonnenbergs. Und auch der wilden Flusslreandschaft im Nationalpark zu den gepflegten Obst- und Weingärten.

Touren-Details

  • Ausgangspunkt: Bahnhof Mals im Vinschgau
  • Ziel: Meran
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Gesamtzeit: 03:50 h
  • Gesamtlänge: 61,2 km
  • Höhenlage: von 289 bis 998 m ü.d.M.
  • Höhenunterschied: +39 m | -742 m
  • Wegweiser: Vinschger Radweg, Via Claudia Augusta, Etsch-Radweg
  • Untergrund/Wegeart: Großteils asphaltierte Radwege, Feldwege und Nebenstraßen; einige Abschnitte durch Natura2000-Gebiet auf Schotterbelag
  • Empfohlene Jahreszeit: Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Zusätzliche Informationen

Bitte stellen Sie vor der Buchung fest, ob Ihr Fahrrad für den Transport mit einer Senkrechthaltung geeignet ist. Wir bitten Sie auch darum, dass Sie sämtliche lose Gegenstände vom Fahrrad vor dem Transport zu entfernen.

Meist deutlich anspruchsvoller zeigen sich die Touren z. B. in die Seitentäler, wie das Martelltal oder Langtauferer Tal. Für Familien eignet sich z. B. der Vinschgau-Radweg von Mals nach Meran mit Bahn-An- oder Rückreise. Die Herausforderung für Cracks ist die atemberaubende Serpentinenfahrt aufs Stilfserjoch, am besten am autofreien Tag Ende August/Anfang September (3.9.2011!).

Die Regi­on Vinsch­gau mit ihren sat­ten Obst­hai­nen und lieb­li­chen Ort­schaf­ten ver­sprüht sogleich das gemüt­li­che Flair Süd­ti­rols. Der Etsch-Fluss plät­schert fröh­lich vor sich hin, gewinnt an Mas­se und beglei­tet Sie auf Ihrer wei­te­ren Rad­rei­se.

Das milde angenehme Klima lockt bereits im März auf die Piste - rund um Partschins, Rabland, Töll lacht nicht nur die Sonne, sondern das Herz eines jeden Zweiradfahrers! Während anderswo im April noch der letzte Schnee liegt, genießen wir im Vinschgau und Meraner Land schon herrlich milde Temperaturen bis zu 25 Grad.

Vor 2000 Jahren erbauten die Römer unter Kaiser Claudius die einzige kaiserliche Staatstraße über die Alpen: die "Via Claudia Augusta". Sie reichte von Altinum nahe Venedig bzw. Ostiglia am Po über den Reschen und Fernpass bis nach Donauwörth in Bayern.

Sehenswert auf dieser Tour ist vieles: Schon den Startpunkt, den Reschensee, vergisst man nicht so schnell. Anschließend wird der Vinschgau durchquert, der für Kulturinteressierte ein absolutes Juwel darstellt.

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