Wilhelm-Schwinn-Platz 3 Würzburg: Geschichte und Bedeutung

Der Wilhelm-Schwinn-Platz befindet sich in der Würzburger Altstadt zwischen der evangelisch-lutherischen Kirche St. Stephan und der Stephanstraße. Der Platz wurde nach dem von 1948 bis 1962 an der evangelisch-lutherischen Kirche St. Stephan amtierenden Dekan Wilhelm Schwinn benannt.

Wilhelm Schwinn: Ein Leben im Dienst der Kirche

Dekan Wilhelm Schwinn gründete 1949 den Arbeitskreis „Evangelium und Geistesleben“, der literarische, kulturelle und aktuelle Themen aufgriff. Daraus entstand von 1960 bis 1963 auf sein Betreiben hin als ein „rechtes Haus der Begegnung“ das Rudolf-Alexander-Schröder-Haus in der Stephanstraße 6.

Evangelisch-lutherische Kirche St. Stephan: Ein historischer Überblick

St. Stephan ist eine der ältesten Kirchen Würzburgs. Ihre Geschichte reicht bis ins Jahr 1014 zurück. Als Chorherrenstift gegründet, war die Kirche seit 1057 Abteikirche des Benediktinerklosters St. Stephan. 1789 ersetzten die Mönche die romanische Basilika durch einen klassizistischen Neubau. 1803 wurde St. Stephan die erste evangelische Pfarrkirche in Würzburg und seit 1827 auch Dekanatskirche. Beim Bombenangriff am 16. März 1945 wurde sie vollkommen zerstört und in den Jahren 1952-1956 unter Dekan Wilhelm Schwinn wieder aufgebaut.

St. Stephan wurde außen original rekonstruiert, innen wurden z.B. die kunstvoll mit Stuck dekorierten Säulen von Materno Bossi und das Gesims über den Festern wiederhergestellt, der Altarraum mit einem Chorgestühl gestaltet, die Krypta und die Michaelskapelle wieder aufgebaut. Seit 1954 bildet die Kreuzigungsgruppe des Künstlers Helmut Ammann das Zentrum des Chorraums.

Rudolf-Alexander-Schröder-Haus: Ein Ort der Begegnung und Bildung

Das Rudolf-Alexander-Schröder-Haus ist Teil der Erwachsenenbildung und Familienbildung der Evang.-Luth. Das Bildungszentrum befindet sich unmittelbar neben der evangelisch-lutherischen Kirche St. Benannt wurde die Bildungsstätte nach dem Schriftsteller, Lyriker, Architekten, Laienprediger der Bekennenden Kirche und Kirchenlieddichter Rudolf Alexander Schröder (* 26. Januar 1878 in Bremen; † 22.

Das Rudolf-Alexander-Schröder-Haus wurde am 7. ↑ Main-Post: „Rudolf-Alexander-Schroeder-Haus ist 50 Jahre alt“ (24.

Das Denkmal der Versöhnung

Auf dem Wilhelm-Schwinn-Platz befindet sich das Denkmal der Versöhnung des ökumenischen Nagelkreuzzentrums. Es besteht unter anderem aus 16 Bodenplatten, auf denen das Wort „Versöhnung“ in verschiedenen Sprachen zu lesen ist.

Die Sanderau: Geschichte, Gebäude und Persönlichkeiten

Am Donnerstag, 26. Oktober 2023, um 19.00 Uhr, werde ich im Evangelischen Bildungszentrum Rudolf-Alexander-Schröder-Haus, Wilhelm-Schwinn-Platz 3, einen digitalen Lichtbildervortrag zum Thema „Die Sanderau - Geschichte, Gebäude und Persönlichkeiten des Würzburger Stadtviertels“ halten. Ich werde historische Fotos der Sanderau zeigen und über den Stadtteil sprechen, der auf einem Sand- und Kiesbett entstand. In meinem Vortrag werde ich u. A. die Geschichte der Kirche St. Adalbero, des Sanderrasens und der Huttensäle, sowie der 1905 erbauten Schillerschule erläutern.

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