Der Wilhelm-Schwinn-Platz befindet sich in der Würzburger Altstadt zwischen der evangelisch-lutherischen Kirche St. Stephan und der Stephanstraße.
Der Platz wurde nach dem von 1948 bis 1962 an der evangelisch-lutherischen Kirche St. Stephan amtierenden Dekan Wilhelm Schwinn benannt.
Wer war Wilhelm Schwinn?
Martin Wilhelm Schwinn wurde am 12. Mai 1905 in Bingen geboren und starb am 21. Februar 1979. Schwinn wurde 1949 zum amtierenden Dekan des Dekanates Würzburg benannt.
Wilhelm Schwinn studierte Theologie in Tübingen, Rostock und Marburg.
Unter seiner Leitung wurde zwischen 1949 und 1952 die Hauptkirche des Dekanats, St. Stephan, nach der Kriegszerstörung des Bombenangriffs auf Würzburg am 16. März 1945 wieder aufgebaut.
Danach folgten die Gebäude der Dekanatsverwaltung am Zwinger.
Ihm ist auch das Rudolf-Alexander-Schröder-Haus zu verdanken, womit Schwinn nach dem Zweiten Weltkrieg das erste städtische Bildungszentrum in der bayerischen Landeskirche schuf.
Evangelische Kirche St. Stephan
St. Stephan ist eine der ältesten Kirchen Würzburgs.
Ihre Geschichte reicht bis ins Jahr 1014 zurück.
Als Chorherrenstift gegründet, war die Kirche seit 1057 Abteikirche des Benediktinerklosters St. Stephan.
1789 ersetzten die Mönche die romanische Basilika durch einen klassizistischen Neubau.
1803 wurde St. Stephan die erste evangelische Pfarrkirche in Würzburg und seit 1827 auch Dekanatskirche.
Beim Bombenangriff am 16. März 1945 wurde sie vollkommen zerstört und in den Jahren 1952-1956 unter Dekan Wilhelm Schwinn wieder aufgebaut.
St. Stephan wurde außen original rekonstruiert, innen wurden z.B. die kunstvoll mit Stuck dekorierten Säulen von Materno Bossi und das Gesims über den Festern wiederhergestellt, der Altarraum mit einem Chorgestühl gestaltet, die Krypta und die Michaelskapelle wieder aufgebaut.
Seit 1954 bildet die Kreuzigungsgruppe des Künstlers Helmut Ammann das Zentrum des Chorraums.
Denkmal der Versöhnung
Auf dem Wilhelm-Schwinn-Platz befindet sich ein Denkmal der Versöhnung, das von der Nagelkreuzinitiative errichtet wurde.
Dabei fanden Steinblöcke Verwendung, die ursprünglich noch für NS-Bauten vorgesehen waren.
So drückt dieses Denkmal den Gegensatz zwischen Erinnerung an die Verbrechen und dunkle Vergangenheit der Zeit des Nationalsozialismus und des Gedankens und der Initiative der Versöhnung aus.
Es besteht unter anderem aus 16 Bodenplatten, auf denen das Wort „Versöhnung“ in verschiedenen Sprachen zu lesen ist.
Merkmale des Wilhelm-Schwinn-Platzes
Der Wilhelm-Schwinn-Platz im Stadtteil Altstadt in Würzburg gestaltet sich - je nach Abschnitt (Fußgängerzone, sonstige Wege oder Plätze für Fußgänger und Zufahrtsweg) - unterschiedlich.
Der Fahrbahnbelag variiert: Asphalt und Pflastersteine.
Straße in der Nacht (nach Zeitplan oder Helligkeit) beleuchtet.
Straßentypen:
- Fußgängerzone
- sonstige Wege oder Plätze für Fußgänger
- Zufahrtsweg
Oberflächen:
- Asphalt
- Pflastersteine
Weitere Informationen:
- Fahrtrichtung: Vermutlich in beide Richtungen befahrbar (da nicht explizit vermerkt)
- Straßenbeleuchtung: Nachtbeleuchtung (nach Zeitplan oder helligkeitsabhängige Aktivierung)
Mehrfachangaben (z.B. Straßentypen) bedeuten, dass einzelne Angaben nur abschnittsweise zutreffen.
Veranstaltungen und Ausstellungen
Auf dem Wilhelm-Schwinn-Platz finden regelmäßig Veranstaltungen statt. So startete beispielsweise am Samstag, 7. April 2018 eine Ausstellungskooperation mit dem Titel "Mensch! Guck mal …" auf dem Platz.
Die evangelische Erwachsenenbildungsstätte und die Volkshochschule entwickelten die erste Idee einer Ausstellungskooperation gemeinsam.
Die Stephanskirche, als Dekanatskirche eine enge organisatorische Verwandte, war auch schnell dabei.
Zwischen den drei Locations steht die katholische Kirche St. Peter und Paul.
Deren Gemeinde und das Kunstreferat der Diözese waren ebenfalls bald gewonnen.
Nun hatte "Mensch! Guck mal …" eine Größe, die nach einem erfahrenen Kurator verlangte.
Den fanden die Bildungshäuser in Brigitte Meister-Götz, die viele Jahre lang die Kunststationen im Kreis Kitzingen organisiert hatte und vielfach im Ausstellungswesen engagiert ist.
Ihre Beziehungen zur Kunstszene sind solide gewachsen.
Die Künstler für die Peter-Viertel-Schau wählte Meister-Götz in Würzburg und Umgebung.
Anfangs hatte sie noch an überregionale Beteiligungen gedacht.
Rasch jedoch konzentrierte sie sich auf Künstlerinnen und Künstler der heimischen Region und bekam, wie sie erzählt, von niemandem eine Absage.
175 Jahre Diakonisches Handeln
175 Jahre diakonisches Handeln in Würzburg sind eine stolze Bilanz.
Seit Johann Hinrich Wichern am 20. Juni 1849 seine Rede in der Stephanskirche hielt, hat sich die evangelisch motivierte Hinwendung zu den Menschen der Region, insbesondere zu Menschen in schwierigen Lebenslagen, deutlich verstärkt.
Seitdem kam es zu unzähligen Einrichtungsgründungen und Projekten unter dem Motto: "Den Menschen im Blick".
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