Silverback Synergy Fat - Ein FATBike im Test
Na, Bock auf 'n Full Suspension FATBike? Mit Hauptrahmen aus Carbon? Rattenscharfer Optik sowieso und am besten noch einem Preisschild dran, von dem Oma nicht sofort einen Herzinfarkt kriegt? Dank des Silverback Synergy Fat fällt nun aber genau so ein Bike - ganz ohne Wunder - für recht überschaubare 3.299,- Euro aus dem Regal des Bikeshops*. Aber ist das Synergy Fat nun billig oder wirklich preiswert? Soviel vorab: das Paket ist top, es gibt aber Ecken und Kanten.
Ausstattung des Silverback Synergy Fat
Wir werfen statt dessen lieber einen Blick auf die Ausstattung des Silverback Synergy Fat. Zum Carbonrahmen gesellen sich eine SRAM NX 1×11 Schaltung mit 10-42 Kassette und recht kleinem 30er Kettenblatt. Die Kraftvermittlung übernimmt eine Race Face AEffect Kurbel, die hydraulische Shimano BR-M500 Scheibenbremsen mit 180/160mm Bremsscheiben sorgen mehr oder weniger lustvoll für Verzögerung. Die passende Federung stellt Rock Shox.
Bei den Laufrädern läuft Silverback traditionell zu Höchstform auf. Dementsprechend finden sich auch am Silverback Synergy FAT wieder Sun Ringle Mulefüt Räder welche mit feinen Maxxis Mammoth 4.0 Walzen tapeziert wurden. Der Radsatz ist Tubeless Ready, leider war diesmal kein Tubeless Kit im Lieferumfang, weshalb wir das Bike mit Schläuchen getestet haben. Alle übrigen Teile entstammen dem Zuberhörregal von Silberback.
Rahmen und Rahmenprogramm
Beim Rahmen liefert Silverback eine smarte Idee: der Hauptrahmen aus Carbon bildet die Plattform für die Synergy Reihe. Er kann dank verschiedener Hinterbauten aus Aluminium samt passender Innenlager Adapter auch auf andere Radgrößen - z.B. auf 27.5″ oder 650B+ - umgebaut werden. Macht etwas Aufwand, aber man hat praktisch zwei Bikes in einem.
Der Rahmen - aus Kostengründen made in China - selbst ist, soweit man es von außen sehen kann, gut gemacht und sieht im matten UD Carbon Look wirklich scharf aus. Außen verlegte Züge und Leitungen erleichtern die Wartung des Bikes und es gibt alle nötigen Löcher und Gewinde um sowohl einen Umwerfer als auch eine Dropper Post nachzurüsten. Unpraktisches Detail: auch am Synergy Fat verzichtet Silverback auf den Sattelschnellspanner.
Leider auch typisch für Silverback FATBikes ist die Innenlagerachse mit 190mm Breite. Aus technischer Sicht sind 170mm optimal. Empfindliche Knie werden dank des sehr hohen Q-Faktors fluchen. Und auch das vordere Kettenblatt ist viel zu weit rechts. Gerade bei einfach-Schaltungen läuft die Kette im 1. und 2.
Fahreigenschaften und Performance
Von all dem merkt man bei Vollgas aber bestenfalls wenig. Heizt man mit dem Silverback Synergy Fat los, spürt man zuerst den erstklassigen Reifen. Mit 0.5 bar in den Pellen rennt das Bike trotz Schläuchen wie von der Tarantel gebissen. Die sehr komfortablen Maxxis Mammoth (hier geht's zum Test) und das Fahrwerk des Synergy teilen sich die Arbeit perfekt auf. Alles ist in sich harmonisch abgestimmt.
Dank steilem Sitzwinkel lassen sich auch knackige Anstiege locker flockig bewältigen, bergab hinterlässt der gefühlt eher steile Lenkwinkel (siehe auch weiter unten unter „Tipps für Heizer“) dagegen einer leicht nervösen Eindruck. Das kleine 30er Kettenblatt passt da perfekt in's Bild: bergauf ist das Ding eine echte Hilfe. Beim Abflug blendet es den Fahrer ab ca.
Tipps für Vollgas-Piloten
Für alle Vollgas-Piloten die der mattschwarzen Versuchung nicht widerstehen können, haben wir noch ein paar Tipps, mit denen sich das Silverback Synergy Fat kräftig nachschärfen lässt. Vorbau (kürzer!) und Lenker (breiter!) tauschen, Laufräder auf Tubeless umbauen, eine erheblich bissfestere Bremse installieren. Eine Dropper Post ohne Setback vergrößert den Einsatzbereich und optimiert den Sitzwinkel. Und ein 32er oder 34er Kettenblatt macht das Bike sofort schneller.
Ganz ohne Zusatzkosten geht folgende Modifikation: während unserer vielen Testfahrten haben wir vor allem den Lenkwinkel des Synergy trotz offiziell 69.5° als eher steil empfunden. Nach einer Weile ausprobieren haben wir über die Abstimmung des Fahrwerks eine sehr gute Lösung gefunden. Die Bluto haben wir dabei streng nach Angabe auf dem Standrohr befüllt, den Dämpfer dagegen auf (für ein FATFully) eher hohe 25-30% Sag abgestimmt. Normalerweise fahren wir FATFullies unter 20%. Das Fahrwerk ist so progressiv ausgelegt, dass trotzdem nichts durchschlägt. So steht das Bike etwas tiefer im hinteren Federweg, was den Lenkwinkel flacher macht und das Handling - nach unserem Geschmack - deutlich verbessert.
Fazit zum Silverback Synergy Fat
Wenn sich das mattschwarze Silverback Synergy Fat vor dir räkelt, ist das erstmal eines: einfach geil. Die Tarnkappenbomber-Optik täuscht jedoch ein Stück weit. Geometrie und Ausstattung ergeben eher ein ausgewogenes Tourbike, mit dem es sich Tag ein, Tag aus entspannt fahren lässt. Mit ein paar Handgriffen kann man das Synergy dann sogar doch ein Stück in Richtung Kampfjet tunen. Dank des wechselbaren Hinterbaus samt anpassbarer Innenlagerbreite machen ein paar mehr Handgriffe sogar ein völlig neues Bike daraus. Kurz gesagt: in den Genen ein Tourer, aber (fast) alles ist möglich.
Für gerade mal 3.299,- Euro (Interessenten finden es z.B. im Shop von Alex*) liefert Silverback hier aber auch ein unschlagbar günstiges Gesamtpaket, welches eben nicht billig sondern ohne Zweifel preiswert ist.
Kamikaze Bike Games in Mammoth Lakes, Kalifornien
Es geht weiter auf unserem Kalifornien Trip! Von Laguna Beach machen wir uns mit unserem (Leih-) Dodge RAM Pickup in Richtung Sierra Nevada mit dem Ziel Mammoth Lakes auf. Dort möchten wir herausfinden, was der mondäne Wintersportort im Sommer für Biker zu bieten hat. Es soll sich um ein Eldorado für Biker handeln, mit endlos vielen Trails.
Der Mammoth Mountain ist 3.369 Meter hoch, und von einem verzweigten Trailnetz überzogen - beste Voraussetzungen also, wenn man wie Fotograf Toni Brey und ich auf der Suche nach den besten Biketrails in Kalifornien ist. Welch ein glücklicher Zufall, dass genau zum Zeitpunkt unseres Aufenthalts die Kamikaze Bike Games stattfanden! Getreu dem Motto "der Weg ist das Ziel" haben wir am Weg dorthin auch noch in Corona vorbei geschaut, einer 150.000-Einwohner-Stadt, in der sich das Headquarter von Troy Lee Designs befindet…
Besuch bei Troy Lee Designs
Wir laden die Bikes auf unseren Dodge RAM Pickup und lassen Laguna Beach hinter uns, noch ein letzter Blick schweift über den Pazifik und schon biegt der Highway Richtung Landesinneres ab. Es waren fünf wunderbare Tage hier, aber nun machen wir uns auf den Weg nach Mammoth Lakes. 50 Meilen von Laguna entfernt halten wir noch für einen kleinen Zwischenstopp in Corona bei Troy Lee - Troy Lee der Godfather der Airbrusher, Motocrosser und Downhiller hat uns eingeladen ihn zu besuchen. Ehrfurchtsvoll betreten wir den Shop, der einem Museum gleicht.
Hier sind in den Vitrinen die zahllosen Helme unzähliger Stars des MTB, Motocross und Moto GP ausgestellt, ebenso wie die Helme von Nascar Legenden und Formel 1 Fahrern: John Tomac, Dave Cullinan, Steve Peat, Aaron Gwin, Brandon Semenuk, Brendan Fairclough, Cameron Zink, Luca Shaw, Dave Culinan, Jeff Ward, Loris Capirossi, John Kocinski, Jean Alesi - die Liste ist beinahe endlos und alle ihre Helme sind hier zu bewundern. Es sind MXMaschinen, Mountainbikes und sogar ein Indy Car ausgestellt, man kommt nicht aus dem Staunen heraus.
Troy selbst hatte leider nicht sehr viel Zeit für uns - er war am Sprung nach Mammoth Mountain zu den Kamikaze Bike Games. Dort fungierte er nicht nur als Ausrichter des E-Bike-Promirennens, sondern war auch mit einem Stand seines Unternehmens vor Ort. So konnten wir die Führung durch das "Museum" zwar nicht mit dem Chef unternehmen, wurden aber von seiner Assistentin in die heiligen Hallen der Produktion geführt. Dort durften wir dann live mitansehen, wie diese Künstler hier die Helme bearbeiteten: Mit einer kleinen Airbrush Pistole zeichnet ein Designer den Joker auf den Helm, ein anderer pinselt mit sauberen Strichen einen Namensschriftzug auf einen anderen Helm. Hier sind wahre Künstler am Werk!
Für 1.500 Dollar kann sich bei Troy Lee jeder seinen Helm nach eigener Designvorlage anfertigen lassen - eigentlich ein Schnäppchen, wenn man den Airbrushern so zusieht. An anderer Stelle werden die Bikes für das E-Bike-Promirennen designt, jedes der Specialized Levo E-Bikes wird zusätzlich noch individualisiert. Es kommen die Schriftzüge der Fahrer auf die Bikes und dazu unterschiedliche Designs im Troy Lee Style.
Wir gehen zurück in den Shop, und sind endgültig vollkommen geplättet: hier ist natürlich die gesamte Troy Lee Design- Produktpalette erhältlich. Vom T-Shirt bis hin zur Motocross-Hose, gibt es wirklich alles zu kaufen. Ein Wahnsinns Laden, wir könnten hier noch Stunden verbringen, aber wir müssen ja weiter, es stehen noch mindestens fünf Stunden Autofahrt bis Mammoth Mountain an.
Anreise nach Mammoth Lakes
Wir machen uns von Corona auf den Weg nach Mammoth durch das endlose Steppenland, ewig zieht sich die Straße geradeaus und der Dodge V8 schnurrt vor sich hin. Links von uns taucht das Gebirge der Sierra Nevada auf. Dieser Gebirgszug befindet sich fast vollständig in Kalifornien und sein höchster Gipfel, der 4.421 Meter hohe Mount Whitney, ist der höchste Berg der USA außerhalb Alaskas. Die Straße steigt stetig weiter an, schön langsam wird es grüner.
Wir kommen an etlichen Seen vorbei und in Bishop befinden wir uns bereits auf 1.265 Metern Seehöhe. Hier machen wir noch eine kleine Rast und kaufen im Supermarkt Proviant für unseren Aufenthalt. Wir fahren aus Bishop raus und biegen dann links ab Richtung Mammoth. Nun geht es die letzten 50 Meilen etwas steiler bergauf und nach insgesamt sechs Stunden Fahrt kommen wir endlich in Mammoth Lakes Village auf einer Höhe von 2.454 Metern an. Wir sind hier für fünf Tage in einer schönen Ferienwohnungsanlage des 1849 Condos einquartiert, morgen beginnen die Kamikaze Bike Games.
Die Kamikaze Bike Games
Seit 1985 den Anfängen des Mountainbikens sind die legendären Kamikaze Bike Games in Mammoth jährlich am Start. Vier Tage dauert das Festival mit Enduro, Downhill, 4Cross Rennen und dem Legenden Downhill Rennen. Das Legenden DH Rennen führt vom Mammoth Mountain hinunter nach Mammoth Lodge, auch Troy Lees E-Bike-Promirennen findet hier statt. Auf dem Festival Gelände können die Bikes verschiedener amerikanischer Hersteller getestet werden, man kann sich aber auch mit den neuesten Klamotten - unter anderem natürlich auch von Troy Lee - eindecken.
Es ist etwas ruhiger um die Kamikaze Bike Games geworden, nicht zu vergleichen mit den unvergessen alten Zeiten, wo das heutige Legenden DH Rennen noch zum UCI Weltcup gehörte und in dem sich John Tomac im schwarzen Latexanzug und Scheibenrad die Piste hinunterstürzte, oder Jimmy Deaton, der fünfmalige Gewinner, auf seinem Yeti Hardtail ungefedert mit über 100 Stundenkilometern die Fireroad hinab raste. Die Piste ist nach wie vor eine Schotterstraße, die vom Gipfel des 3.369 Meter hohen Mammoth Mountain über eine Länge von 5,5 Kilometern nach Mammoth Lodge führt und eine Höhendifferenz von 964 Metern aufweist.
Nichts besonderes denkt man, aber da die Straße sehr breit ist werden die meisten Kurven mit vollem Tempo genommen. Die Geschwindigkeit liegt öfters jenseits der 100 km/h und das macht den Thrill aus. Für die Strecke brauchen die schnellsten Fahrer etwas länger als 5 Minuten - das heißt, die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei über 66 Stundenkilometern. Auch heute hauen sich noch ein paar Legenden mutig die Strecke runter, beispielsweise Insane Wayne Crossdale mit seinen Kollegen. Sie fahren zwar mittlerweile mit modernen Downhillern, aber sicher nicht langsamer als früher.
Dieses Jahr fehlen die richtig großen Namen etwa beim Legenden-Rennen, das hat aber auch sein Gutes, weil sich die Aufmerksamkeit mehr auf die anderen Bewerbe verteilt (die im Übrigen allesamt direkt an die Mammoth Lodge direkt am Festivalgelände angrenzen). Es waren mehr als 500 Fahrer bei den verschiedenen Rennen am Start und die boten guten Sport. Das Enduro Rennen gewann Brian Lopes, beim Downhill Rennen waren unter anderem Cam Zink und die Freestyle Legende Mike Metzger am Start, gewonnen hat letztlich Austin Warren.
Für das E-Bike Promirennen wurde eigens ein extra Rundkurs geshaped, der über einige Sprünge und Anlieger ging. In der Startliste fanden sich etliche prominente Namen: Supercross-Legende Jeff Ward, Mike Metzger und Downhiller und Red Bull Rampage Teilnehmer Cam Zink. Die Jungs hauten sich richtig rein und zeigten dem Publikum, warum sie zu den Legenden gehören: der Kampfgeist schien im Gegensatz zu früher ungebrochen und der ein oder andere Check konnte auch beobachtet werden. Victor Sheldon "the Slasher", die Jetski-Legende, war schneller als alle anderen und holte sich hier den Sieg.
Trailnetzwerk am Mammoth Mountain
Wir waren aber natürlich nicht nur wegen der Kamikaze Bike Games nach Mammoth gekommen, für uns gab es ja noch das Trailnetzwerk am Mammoth Mountain zu erkunden. Mit der Seilbahn geht es auf den Gipfel auf 3.369 Meter, von wo sich die Trails dann bergab schlängeln. Der Sommerbetrieb besteht aus einer Seilbahn und drei Doppelsesselliften, da lässt sich schon was machen. Vom flowigen Trail bis hin zum Park Shape mit Monster Sprüngen und fetten Anliegern ist wirklich alles dabei.
Die längste Abfahrt geht über 20 Kilometer und überwindet eine Höhendifferenz von über 900 Metern. Ganz speziell ist der Untergrund, ein sehr feiner Sand, fast wie im Sandkasten. Man ist viel am Surfen, nur wo Bäume oder Felsen sind ist der Boden manchmal etwas fester. Bei dieser Unterlage musst du immer auf dein Vorderrad achten, es rutscht dir da recht schnell weg.
Richtung Mammoth Lakes ist es etwas ruhiger, die Trails sind hier recht flowig, aber man merkt, dass man hier etwas weg vom Schuss ist und sollte auf der Hut sein. Einige Bärenhaufen haben wir auf den Trails schon gesichtet, aber glücklicherweise ist uns der zugehörige Bär nicht über den Weg gelaufen… Die Natur ist gigantisch und der Ausblick vom Mammoth Mountain lässt einen über die Weite staunen. Es sind einige Viertausender in der Umgebung des Mammoth Mountain zu sehen, z.B. der Mount Ritter oder der Banner Peak und die Gebirgsseen tun ihr übriges zur faszinierenden Landschaft. Was für ein schöner Ort!
Erkundung der Seen und Umgebung
Am dritten Tag machen wir uns auf den Weg und fahren am Vormittag mit dem Auto nach Mammoth Lakes um die wunderbaren Seen zu erkunden und ein paar Fotos zu schießen. Eine atemberaubende Landschaft präsentiert sich hier. Auf den glasklaren Seen kann man Stand up paddeln oder mit dem Kajak unterwegs sein. Das komplette Equipment kann man in Mammoth Lakes Village mieten, oder andere Akitivitäten wie Klettern oder Horsebackriding buchen. Nichts ist unmöglich. Total geflasht geht es am Nachmittag wieder zum shredden auf die Trails.
Fazit zu Mammoth Mountain als Bikedestination
In den fünf Tagen haben wir es nicht geschafft, alle Trails zu fahren. Der Berg ist wie geschaffen für Biker, einfach genial, wer kein eigenes Bike dabei hat, kann entweder unten im Ort oder auch an der Talstation der Mammoth Seilbahn ein Bike mieten. Insgesamt sind auf einer Fläche von 8.600 Hektar 129 Kilometer Trails harmonisch in die Landschaft integriert. Viele sind zwar auch Wanderwege, aber wir haben den ganzen Tag keinen Wanderer gesehen.
Solltet ihr einen Kalifornientrip planen, ist Mammoth auf jeden Fall eine Reise wert. Die Bikesaison ist ab Juni eröffnet und geht dann bis September. Als wir im September dort waren, war es sehr trocken, es hat im Schnitt angenehme 23 Grad. Unbedingt sollte man die Umgebung erkunden und auf keinen Fall den Mono Lake und das Devils Postpile National Monument mit seinem 20 Meter hohen Cliff aus Basalt-Säulen auslassen! Zum Yosemite National Park fährt man eine knappe Stunde.
Macht euch aber darauf gefasst, dass sich das Nachtleben in Mammoth eher bescheiden ausnimmt. Selbst während der Kamikaze Bike Games steppte nicht gerade der Bär. Mammoth ist ein mondäner Skiort im Winter, wo sich die Kalifornier aus den großen Städten zum Skifahren treffen. Es gibt hier die größten Schneemengen Kaliforniens, im Schnitt 10 Meter pro Saison. Die vielen Lodges deuten darauf hin, dass hier im Winter einiges los sein sollte. Im Sommer ist es aber wesentlich ruhiger und ein Hauch von Wildem Westen kommt auf. Es gibt eine eigene Brauerei und ein paar Bars, ein Einkaufszentrum, das war's aber dann auch schon. So genehmigten wir uns nach dem Abendessen noch ein paar Bierchen und trollten uns dann wieder nach Hause.
Weiterreise nach Santa Cruz
Nach dem Abschlusstag der Kamikaze Bike Games heißt es auch für uns Abschied zu nehmen und unsere Reise fortzusetzen. Die letzte Station unseres Kalifornientrips lautet Santa Cruz, die Surf City USA.
INFOBOX
ANREISE
- Flug München - Los Angeles ab ca. 500 Euro (Flugdauer ab 12 Stunden)
- Alaska Airlines und United fliegen von Los Angeles, San Francisco und San Diego direkt nach Mammoth
- Die Autofahrt nach Mammoth führt über den US Highway 395 spektakulär durch die östliche Sierra Nevada.
UNTERKUNFT
- 1849 Condos: Appartment-Anlage mit Outdoor Swimming Pool und Jacuzzis; www.1849condos.com
- In und um Mammoth gibt es jede Menge Campingplätze: www.visitmammoth.com
BIKEPARK
- Der Mammoth Mountain Bike Park bietet Trails für Anfänger, Fortgeschrittene und Pros.
- Es gibt eine Bike Park Trailmap als Download für iOS und Android.
- Die Kamikaze Bike Games 2017 finden von 14. bis 17. September 2017 statt.
ESSEN
- Breakfast Club: klassisches Amerikanisches Frühstück - Roadmoviemäßig! White Mountain Ranger Station
- 53 Mammoth: gutes Essen, aber wirklich sehr teuer. 6201 Minaret Rd 149 www.pitapitusa.com
BISHOP
- Footloose Sports, 3043 Main Street www.footloosesports.com
- Brian's Bicycle & Cross Country Skis, 3059 Chateau Rd, www.mammothbikesandskis.com
- Mammoth Mountain Bike Park: Trek-Verleihstation direkt an der Panorama Gondola. White Mountain Ranger Station, 10001 Minaret Rd Ste 2110 www.mammothmountain.com
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