Funktionsweise mechanischer Scheibenbremsen von Shimano

Die Scheibenbremsen an einem Fahrrad gehören zu den wichtigsten Bauteilen überhaupt. Das gilt für alle Fahrradtypen gleichermaßen, auch wenn natürlich die Fahrradbremse im Gelände höheren Ansprüchen gerecht werden muss. Im Vordergrund stehen hierbei eine ausreichend hohe Bremswirkung und absolute Verlässlichkeit.

Grundlagen der Scheibenbremse

Scheibenbremsen verlagern die Angriffsfläche der Bremse von der Felge auf eine spezielle Scheibe - meist ist sie aus Stahl - die an der Nabe befestigt ist. Das ist auch schon alles. Grundsätzlich unterscheiden sich die Bremszangen von Scheibenbremsen auch nicht von denen, die du an Felgenbremsen findest, sie sind viel kleiner und das Material ist wesentlich härter als die verschiedenen Gummimischungen, die bei Felgenbremsen verwendet werden.

Mechanische vs. Hydraulische Scheibenbremsen

Eine mechanische Scheibenbremse funktioniert ziemlich genau wie eine klassische Felgenbremse. Der Bremshebel ist über den Bremszug mit dem Bremssattel verbunden, wenn du den Bremshebel ziehst, löst der Zug einen Bremskolben aus, der der einen einzelnen Bremsklotz bewegt, und zwar in Richtung der Bremsscheibe, die dann zwischen dem beweglichen und einem starren Bremsklotz eingeklemmt wird. Manche mechanischen Bremsen haben auch zwei bewegliche Bremsklötze, die gleichzeitig gegen den Rotor drücken.

Eine hydraulische Bremse ähnelt noch mehr einer modernen Autobremse, hier wird der Druck durch Flüssigkeit übertragen. Die Flüssigkeit befindet sich im Hauptbremszylinder, der sich innen im Bremshebel versteckt. Wenn du am Bremshebel ziehst, wird die Flüssigkeit aus dem Zylinder und in den Bremsschlauch gepresst. Diese Flüssigkeit drückt dann die Kolben des Bremssattels an beide Seiten des Rotors.

Vorteile hydraulischer Bremsen

Mechanische Bremsen sind äußerst zuverlässig, die Züge und der Bremskörper sind aber weniger effizient in Sachen Kraftübertragung, Schmutz setzt sich leichter fest und sie müssen immer wieder manuell nachjustiert werden, da die Bremsklötzchen sich abnutzen. Im Gegensatz dazu gleichen hydraulische Bremsen automatisch den Verlust an Bremsbelag aus, sie sind leichter, und rundum versiegelt gegen Umwelteinflüsse. Zusätzlich dazu hat ein hydraulisches System weniger Kraftverlust durch Reibung zu verzeichnen, wenig Zug am Bremshebel generiert jede Menge Bremskraft.

Vor- und Nachteile von Scheibenbremsen

Die Vor- & die Nachteile von Scheibenbremsen sind:

  • Vorteile:
    • Durch ihre höhere Flächenpressung haben Scheibenbremsen bei Nässe eine bessere Bremsleistung.
    • Man braucht bis zu 20% weniger Handkraft, um dieselbe Bremsleistung zu erzielen - vorteilhaft nicht nur für Frauen und ältere Personen.
    • Die Felgen verschleißen nicht mehr.
    • Bei einem "Achter" schleifen die Felgen nicht mehr an der Bremse.
    • Bei langen Abfahrten im Gebirge können die Felgen nicht mehr überhitzen.
    • Die Bremsscheiben verdrecken nicht so schnell.
    • In der Regel halten Bremsbeläge für Scheibenbremsen länger als Beläge für Felgenbremsen.
    • Sie eignen sich besser für sehr dicke Reifen.
  • Nachteile:
    • Scheibenbremsen sind schwerer als Felgenbremsen und technisch meist komplexer.
    • Sie kosten mehr als Felgenbremsen, insbesondere, wenn es hydraulische Scheibenbremsen sind.
    • Statt der Felgen können jetzt die Bremsscheiben bei schwerbeladenen Touren oder bei langen Abfahrten überhitzen.
    • Scheibenbremsen können beim Radtransport leicht beschädigt werden.
    • Naben und Speichen werden stärker belastet.
    • Scheibenbremsen müssen eingebremst werden, was für den Laien nicht immer ganz einfach ist.

Mechanische Scheibenbremsen im Detail

Eine mechanische Scheibenbremse am Fahrrad ist eine Art von Fahrradbremse, bei der ein Bremssattel zwei Bremsbeläge gegen eine Scheibe drückt. Diese ist an der Radnabe befestigt. Diese Art von Bremse unterscheidet sich von den traditionellen Felgenbremsen, die mit einem Hebel und einen Bremsklotz gegen die Felge drückt. Die mechanischen Scheibenbremsen bieten mehr Bremskraft als Felgenbremsen.

Das Scheibenbremssystem besteht aus mehreren Komponenten, darunter der Bremssattel, in dem sich die beiden Bremsklötze befinden, ein Rotor, der an der Radnabe befestigt ist, und der Bremshebel. Der Bremshebel ist am Bremssattel befestigt, und wenn er gezogen wird, drückt der Bremssattel die Bremsbeläge gegen den Rotor. Mechanische Scheibenbremsen bieten mehrere Vorteile gegenüber herkömmlichen Felgenbremsen. Sie bieten eine gleichmäßigere Leistung bei nassen oder schlammigen Bedingungen, da die Bremsbeläge von der Felge entfernt sind und sich daher weniger leicht mit Schlamm oder Wasser zusetzen können. Sie erfordern auch weniger Kraftaufwand bei der Betätigung, da der Bremshebel direkt mit dem Bremssattel verbunden ist, so dass der Fahrer schneller und effizienter anhalten kann.

Die mechanische Scheibenbremse arbeitet mit einem reinen Bremszug. Bei beiden Varianten findet der Bremsvorgang an einer zusätzlichen Bremsscheibe statt. Das hat den Vorteil, dass die Felge nicht belastet wird. Ebenfalls ist das Bremsen geschützter als bei der Felgenbremse, da sich die Bremsbeläge im Inneren des Bremssattels befinden. Dadurch wird das Bremsverhalten durch Witterung oder Schmutz wenig beeinträchtigt. Die Hitzeentwicklung ist gegenüber einer Felgenbremse deutlich geringer, weshalb das "Verglasen" der Bremsbeläge bei einer Scheibenbremse nicht auftritt.

Alternativen zu mechanischen Scheibenbremsen

Zu den Alternativen zu mechanischen Scheibenbremsen an einem Fahrrad gehören Felgenbremsen, Trommelbremsen, Rücktrittbremsen und hydraulische Bremsen. Felgenbremsen sind die häufigste Art von Fahrradbremsen und bestehen aus einem Satz Bremsbeläge, die die Felge greifen, wenn der Bremshebel gedrückt wird.

Trommelbremsen sind eine weitere Alternative. Diese Art von Bremse besteht aus einer Trommel, die am Rad befestigt ist, und einem Satz Bremsbeläge, die gegen das Innere der Trommel drücken. Rücktrittbremsen sind eine dritte Möglichkeit. Sie bestehen aus einer Reihe von Zahnrädern, die mit dem Rad verbunden sind, und einer Reihe von Ritzeln, die eingreifen, wenn das Pedal nach hinten gedrückt wird.

Schließlich sind auch hydraulische Bremsen eine Option. Diese Bremsen funktionieren ähnlich wie Autobremsen und verwenden eine Reihe von mit Flüssigkeit gefüllten Kolben, um Reibung zu erzeugen und das Fahrrad zu verlangsamen.

Wartung und Einstellung

Eine regelmäßige Kontrolle (Beläge, Züge, etc.) ist wichtig. Schlecht ausgerichtete Schreibenbremsen können zu einem späteren Zeitpunkt die bekannten Probleme, wie zum Beispiel Schleif- oder Quietschgeräusche, verursachen. Diese entstehen oftmals durch asymmetrische Abnutzungen aufgrund einer unsauberen Bremssatteleinstellung.

So nehmen Sie die Einstellung vor:

  1. Fixieren Sie den Bremshebel mit dem Gummiband.
  2. Mit der Einstellschraube führen Sie den Bremssattel an die Bremsscheibe heran.
  3. Erst wenn der freie Lauf garantiert ist schließen Sie die Einstellung ab, indem Sie die Schrauben mit dem Drehmomentschlüssel anziehen.

Das passende Drehmoment finden Sie bei den Herstellerangaben Ihres Bremsenfabrikanten. Der Druckpunkt der Scheibenbremse sollte spätestens auf halben Bremshebelweg erreicht sein.

Die Haltbarkeit von Scheibenbremsbelägen hängt von vielen Faktoren ab, in erster Linie natürlich von der Art und Häufigkeit der Nutzung. Am Anfang stehen allerdings immer eine korrekte Einstellung sowie das absolut notwendige Einbremsen der neuen Beläge. Nur so können Sie das volle Potential überhaupt erst nutzen und die Bremsbacken verschleißen oder verglasen nicht vorzeitig.

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