Jedes Jahr treffen ab November die neuesten E-Bikes aller Klassen in den Redaktionen und bei den Testern ein. Das bedeutet die arbeitsreichste Zeit des Jahres für die Tester: der E-Bike Test 2025.
Die Technik der E-Bikes ist stetig im Wandel. Daher war es dringend an der Zeit, die wichtigste Bewertungsgrundlage zu überarbeiten. Zwar haben wir es in den vergangenen Jahren immer weiterentwickelt. Zuletzt aber passten die Kategorien, die Bewertungsvorgaben und somit die Endergebnisse nicht mehr genau.
Nach einigen wirklich fiesen Monaten und einer epischen Rabattschlacht leeren sich die Lager der Fahrradhersteller und damit auch die Verkaufsräume der Händler. Das schafft Platz für Neues!
Der Jahrgang 2025 bringt einige technische Neuerungen zur Serienreife. Ganz oben auf der Innovationsliste: die Automatik-Schaltung. Gleich eine ganze Reihe an Testrädern im Großen ElektroRad-Test (GERT) 2025 sind mit den intelligenten Getrieben ausgestattet.
Das schlägt sich inzwischen auch bei den Herstellern nieder und wird entsprechend in unserem Test gespiegelt. Viele Fahrradbauer nehmen vermehrt den Budget- und mittelpreisigen Sektor in den Fokus. Die größte Zahl an Testrädern sind und bleiben allerdings die Mittelklasseräder im Preissegment zwischen 3000 und 5000 Euro.
Mit dem neuen Testschema hält auch eine neue Unterkategorie Einzug in den GERT: Trekking-Light. Denn diese Klasse war vor wenigen Jahren eine Nische, wird inzwischen aber immer wichtiger. Etwas reduzierte Motorkraft, kleinere Akkus, dafür Fahrleistungen, die sehr nah dran sind am klassischen Trekkingrad ohne Motor.
Und doch bleibt das klassische Trekkingrad mit großem Akku, kraftvollem Motor und vielseitiger Alltagsausstattung das beliebteste Pedelec in Deutschland. Weiterhin ihren Platz hat zudem natürlich die Klasse der Trekkingräder, die von allem ein bisschen mehr bieten wollen - der Einfachheit halber nennen wir sie SUV. Geländegängig, kraftvoll, aber oft eben auch schwer. So präsentieren sich die offroadtauglichen Tourenräder.
Mit den Testrädern in fünf Unterkategorien folgen die Stadträder. Diese Klasse ist noch einmal deutlich vielseitiger als die Trekking-Kategorie. Sie sind praktische Helfer, vielseitig, komfortabel und vergleichsweise preiswert. Urbanbikes sind oft etwas leichter und wendiger als die Standard-Modelle. Kompakträder punkten vor allem durch ihr unnachahmliches Handling, sind aber auch extrem vielseitig.
Wie sehr das Thema Radgewicht an Bedeutung gewinnt, zeigt sich daran, dass erstmals seit Beginn des GERT das Durchschnittsgewicht aller Testräder (ohne Cargo-Bikes) gesunken ist - und zwar deutlich. 25,6 Kilogramm ist der Mittelwert. Im vergangenen Jahr lag der noch bei 27,1 kg. Nicht gesunken ist der mittlere Preis. Er liegt bei 4950 Euro und somit etwas über dem Vorjahresschnitt.
Bevor Sie sich in die Testbriefe vertiefen: Lesen Sie aufmerksam unsere Beschreibungen zum Testprozedere durch! Darin erfahren Sie, wie Sie die Testbriefe am besten lesen und was unsere Bewertungen genau bedeuten. Denn sie bieten weit mehr als „nur“ die Endnote. So ordnen wir etwa jedes Rad danach ein, für welchen Fahrertyp es am besten passt.
E-Bike Fully: Vollgefederte E-Mountainbikes im Vergleich
Vollgefederte E-Mountainbikes bringen viel Komfort im Gelände, kosten aber nicht wenig. Im Gegensatz zu Hardtail-Mountainbikes, die nur vorne gefedert sind, besitzen Fullys zusätzlich zur Federgabel noch eine Dämpfung zwischen Hinterradaufhängung und Rahmen. Damit bringen die E-Bike Fullys mehr Komfort und Fahrqualität, gerade auf holprigen Gelände, wie in den Bergen oder durch Wälder.
Da viele Modelle eine Lockout-Funktion haben, die die Dämpfung abschaltet, sind Fullys durchaus auch straßentauglich. Schließlich bedeutet jegliche Art von Dämpfung mehr Kraftaufwand beim Radeln. Einen Nachteil haben die Fullys jedoch: Sie sind preislich höher angesiedelt, als Hardtails oder gänzlich ungefederte E-Bikes wie etwa Urban-E-Bikes.
Top-Modelle im Überblick
Wir vergleichen top ausgestattete Fullys, zeigen aber auch, was Sie mit einem schmaleren Budget bekommen. Wir nennen Vor- und Nachteile der E-Bike Fullys und bewerten, wie gut deren Preis-Leistungs-Verhältnis ist.
- Cube Stereo Hybrid 140 HPC SLX 750 2024: Ein leistungsstarkes E-Bike Fully, ideal für längere Touren und bergige Strecken. Es verfügt über einen kraftvollen Bosch Performance Line CX Motor mit 85 Nm Drehmoment und eine 750 Wh Batterie.
- Fischer Montis 6.0i Fully: Ein solides E-Fully und ein gutes Angebot für preisbewusste Fahrer. Der Brose Drive S Mittelmotor liefert 90 Nm Drehmoment und bewältigt so auch steile Anstiege.
- Giant Stance E+ 0 Pro 2023: Ein leistungsstarkes und ausdauerndes E-Fully für alle, die gute Leistung und Ausstattung zu einem fairen Preis suchen. Der Motor ist ein SyncDrive Pro, den Giant zusammen mit Yamaha entwickelt hat.
- Bulls Sonic EVO AM 2: Vielseitig, zeichnet sich durch den Premium-E-Bike-Motor von Bosch und damit eine kraftvolle Motorleistung aus. Der Bosch Performance Line CX Motor bietet kraftvolle Unterstützung mit 85 Nm, das vollgefederte Fahrwerk mit 150 mm Federweg dürfte selbst auf anspruchsvollen Trails hohen Fahrkomfort bringen.
- Scott Patron eRide 900 Carbon: Ein beeindruckendes, allerdings auch recht kostspieliges E-Fully. Es eignet sich für anspruchsvolle Fahrer, die Wert auf innovative Technik, schicken Look und hohe Leistung legen.
Für ein gutes, sicheres E-Bike Fully, das auch in den Bergen zuverlässig funktioniert, sollten Sie zwischen 3.000 und 4.500 Euro einplanen. In dieser Preisklasse finden Sie Modelle mit hochwertigen Komponenten, wie leistungsstarken Motoren und langlebigen Batterien.
Wichtige Kaufaspekte für E-Bike Fullys
Beim Kauf eines Fully-E-Bikes gibt es einige zentrale Punkte, auf die Sie achten sollten - je nachdem, ob Sie eher Touren, Trails oder alpines Gelände fahren.
- Motor und Akku: Motorleistung (mind. 75 Nm Drehmoment für Berge), Motorhersteller (Bosch, Shimano, Brose, Yamaha), Akku-Kapazität (625-750 Wh Standard für Touren).
- Einsatzbereich und Geometrie: Trail/All-Mountain (140-160 mm Federweg), Enduro (160-180 mm Federweg), Touren & Komfort (aufrechtere Sitzposition).
- Fahrwerk (Federung): Fully = Federgabel + Dämpfer, Setup wichtig (hochwertige Gabeln mit Einstellmöglichkeiten), Federweg passend zum Einsatzgebiet wählen.
- Schaltung und Bremsen: Schaltung (11- oder 12-fach), Bremsen (Vierkolben-Scheibenbremsen mit großen Scheiben).
- Rahmen und Ausstattung: Rahmenmaterial (Alu oder Carbon), Reifen & Laufräder (breite, griffige Reifen), Dropper Post (versenkbare Sattelstütze).
- Bedienung & Konnektivität: Display oder Remote, Apps und Konnektivität (Bosch Flow App, Shimano E-Tube).
Die verschiedenen E-Bike-Typen und ihre Einsatzbereiche
Die E-Bike-Modelle eignen sich je nach Bauform für die verschiedenen Einsatzzwecke unterschiedlich gut. Die Grenzen sind jedoch fließend, auch weil die Hersteller oft nicht eingrenzen wollen, für wen sich das eigene Modell eignet und für wen nicht.
Die maßgeblichen Kategorien sind:
- Trekking-E-Bike: Komfort und Reichweite stehen im Vordergrund, verkehrstaugliche Ausstattung ist ein Muss.
- E-Mountainbike: Robust und gut gefedert, geeignet für sportliche Fahrten auf Feldwegen und Waldpfaden.
- City-E-Bike: Komfort und Zubehör für die Stadt, Elektromotor für zusätzliche Unterstützung.
- SUV/Allroad-E-Bike: Vereint die Vorzüge aller Typen, vielseitig und straßenverkehrstauglich.
- Crossover-E-Bike: Mischung aus Trekking- und Mountainbike, tendiert meist mehr in Richtung E-MTB.
- E-Lastenrad: Ermöglicht den Transport von Lasten.
Die besten E-Bike Marken im Vergleich
Die Frage nach der besten E-Bike-Marke ist nicht einfach zu beantworten. Es gibt inzwischen viele gute E-Bike-Marken - wer also mit dem Gedanken spielt sich ein E-Fahrrad zuzulegen, wird auf jeden Fall ein qualitativ hochwertiges Modell finden.
Hier sind einige der Top-Marken auf dem deutschen Markt:
- Cube: Hält mit etwa 19 % Marktanteil die Spitzenposition in Deutschland.
- Riese & Müller: Beliebte Modelle punkten mit modularen Gepäcklösungen und starken Bosch-CX-Antrieben.
- Haibike: Führend im sportlichen Gelände-Segment.
- Kalkhoff: Im Trekking- und Pendlerbereich stark vertreten.
- Prophete: Besetzt das Volumensegment für Einsteiger.
- Specialized: Im High-End-Bereich mit leichten Carbon-E-MTBs.
- Canyon: Erzielt durch Direktvertrieb Marktanteile.
- Rose: Nischenposition im Online-Vertrieb mit schicken Designs.
- KTM: Schwerpunkt auf Tour- und Trekking-E-Bikes sowie sportlichen E-MTBs.
- Bulls: Deckt Trekking-, Comfort- und Cross-Country-E-Bikes ab.
Natürlich sind die Ergebnisse unserer Umfrage zu den besten und beliebtesten E-Bike-Marken beim Kauf eines E-Bikes für Sie nur ein erster Anhaltspunkt - und kann keine Beratung im Fachhandel ersetzen. Das geschulte Personal dort kann relativ schnell erfassen, welches E-Bike für Sie und Ihre individuellen Bedürfnisse das Beste ist.
Aktuelle E-Bike-Tests und Trends für 2025
Die neuesten E-Bikes der Saison 2025 rollen über den Testparcours von BikeX. Unsere Redaktion testet fortlaufend die aktuelle Modell-Flotte der wichtigsten E-Bike-Hersteller. Unser umfassender E-Bike-Test enthüllt die Stärken und Schwächen der einzelnen Modelle und gibt einen klaren Ausblick auf die zukünftigen Trends.
Einige der aktuellen E-Bike-Trends und Highlights für 2025 sind:
- Leichtere Systeme: Der Trend geht klar zu Light-E-Bikes mit kleinerem Akku und Motor.
- Smartere Technik: E-Bikes werden vernetzter - mit GPS-Tracking, Over-the-Air-Updates, Apps und Diebstahlschutzfunktionen.
- Neue Motoren: Bosch & Co. bringen kompaktere, leisere und gleichzeitig leistungsfähigere Antriebe auf den Markt.
- Mehr Integration: Kabel verschwinden, Displays werden unsichtbarer - das Design wird cleaner, Technik tritt in den Hintergrund.
- Vielfalt für alle: Vom Citybike bis zum High-End-Gravel-E-Racer - fast jede Fahrradkategorie ist elektrifiziert.
Diebstahlschutz und Versicherung für E-Bikes
Fahrräder sowie E-Bikes werden jedoch häufig gestohlen und die Aufklärungsquote ist gering. Um im Schadensfall nicht auf den Kosten sitzenzubleiben, ist der Abschluss einer Fahrradversicherung sinnvoll.
Der Baustein Diebstahlschutz erstattet neben den Kosten für Diebstähle des gesamten Fahrrads oder E-Bikes auch Diebstähle fest mit dem Fahrrad verbundener Teile wie dem E-Bike-Akku. Zusätzlich können lose Gegenstände, etwa Gepäck, im Versicherungsschutz inbegriffen sein.
| Hersteller | Marktanteil (ca.) | Verkaufte E-Bikes (ca.) |
|---|---|---|
| Cube | 19% | 400.000 |
| Riese & Müller | 8% | 170.000 |
| Haibike | 7% | 150.000 |
| Kalkhoff | 6% | 125.000 |
| Prophete | 5% | 100.000 |
| Specialized | 4% | 85.000 |
| KTM | 4% | 80.000 |
| Bulls | 3.5% | 70.000 |
| Canyon | 3% | 65.000 |
| Rose | 1.5% | 35.000 |
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