Michelin hat mit Hilfe von Fabien Barel eine Reifenserie speziell für alle Endurofahrer erarbeitet. Diese Serie umfasst vier Reifen, die speziell für jedes Einsatzgebiet konzipiert sind. Michelin unterscheidet zwischen vier Reifen, wobei ein Matschreifen und ein Race Reifen schon am Profil klar ihren Einsatzzweck erkennen lassen.
In der Mitte liegen der Wild GRIP´R und der Wild ROCK´R, bei denen man sich entscheiden sollte, auf welchem Untergrund der Reifen gefahren wird. Es ist wichtig, das richtige Modell für die jeweiligen Bedingungen auszuwählen, um die bestmögliche Performance zu erzielen.
Michelin Wild Rock'R Magi-X im Test
Aufgrund meiner positiven Erfahrung auf der Megavalanche habe ich mich dazu entschieden, den aktuellen Michelin Wild ROCK´R Magi-x zu montieren und zu testen. Ich fahre den Reifen tubeless auf einer Syncros TR1.0 Carbon / 28 Loch / Tubeless Ready Felge. Die Montage war überraschend einfach. Erst den Reifen ohne Dichtmilch montiert und mit einer Standpumpe auf vier bar aufgepumpt, bis er sich hörbar gut gesetzt hatte. Überraschenderweise ging dies völlig problemlos mit einer normalen Standpumpe und ohne fremde Hilfe. Ein erster Pluspunkt. Anschließend habe ich die Luft wieder entweichen lassen, Tubelessmilch nachgefüllt, aufgepumpt und los ging es.
Die ersten Fahrten habe ich in Latsch auf trockenen und steinigen Trails absolviert. Mit einem Luftdruck von vorne 1,7 bar und hinten 1,9 bar fühlt sich der Michelin Wild Rock’R2 nie schwammig oder zu weich an. In den Kurven hält er den Grip und walkt nicht zu stark durch. Auf schnellen, ruppigen, steinigen oder wurzeligen Passagen ist mir der Reifen nicht spürbar durchgeschlagen. Auch sind mir Pannen jeglicher Art erspart geblieben, was vielleicht nicht zuletzt am Tubelesssystem und der verstärkten Karkasse liegen mag. Durch die solide Bauart war dies aber auch zu erwarten. Nach den ersten vier Wochen im Fahrbetrieb konnte ich bisher keine großen Verschleißerscheinungen an der Lauffläche, den Reifenstollen oder der Karkasse feststellen.
Der Kurvenhalt ist für meine Bedürfnisse im trockenen und felsigen Terrain wirklich ausreichend. Ich bin in einigen offenen, weiten und schnellen Kurven moderat ins Rutschen gekommen, aber der Reifen hielt dabei recht konstant den Grip und er fing sich recht schnell wieder. Dabei ist die Frage, warum der Reifen an Traktion verloren hat. Lag es vielleicht in dem Moment an meiner Fahrtechnik, am Reifen oder einfach an der Geschwindigkeit?
Selbstreinigung und Einsatzzweck
Solange der Waldboden sehr nass ist, reinigt sich der Michelin-Reifen sehr gut selbst. Allerdings machte ich letzte Woche in Esneux, beim Endurorennen, eine andere Erfahrung. Die Bodenverhältnisse waren gut, nicht staubtrocken, aber auch nicht matschig. Hier fiel mir die relativ schlechte Selbstreinigung im Vergleich zu den Reifen meiner Mitstreiter auf.
Beschäftigt man sich jetzt mit der Enduroreifenserie von Michelin, so ist diese sehr stark differenziert und für jeden Einsatzzweck gibt es einen „eigenen“ Reifen. Dies macht die Entscheidung und das finale Urteil schon recht schwierig, da der Michelin Wild Rock’R2 GumX Reinforced kein Allrounder für trockene und matschige Verhältnisse ist. Dafür wäre der Michelin wild GRP´R die bessere Wahl gewesen. Aber aus diesem Grund testen wir ja, um unsere Erfahrungen an euch weiterzugeben.
Herstellerinformationen zum Michelin Wild Rock’R2 Advanced Reinforced
Fast drei Jahre lang testete und entwickelte Michelin den komplett neuen Mountainbike-Reifen Wild Rock’R2 Advanced Reinforced. Involviert waren dabei auch Freeride-MTB-Profi Pierre-Edouard Ferry, 6ter der Red-Bull-Rampage 2014, sowie der ehemalige zweifache MTB-Downhill-Weltmeister und jetzige Enduro-Star Fabien Barel. Was dabei herauskam? Ein vor allem für extremes, felsiges Terrain spezialisierter, laut Michelin extrem griffiger und robuster Enduro-Reifen. So gibt es den neuen Wild Rock’R2 ausschließlich mit der „Reinforced“ getauften Reifenarchitektur, die über eine doppelt verstärkte Seitenwand mit wuchtiger 33TPI-Karkasse sowie faltbarem Kevlar-Reifenwulst verfügt.
Das Datenblatt von Michelin sagt Folgendes zu dem Reifen:
- Die Reifen der Serie "Advanced Technology" werden in der GUM-X und Magi-X Version ausgeliefert.
- Die MICHELIN MAGI-X series ist die neueste Generation von Gummimischungen im Bereich MTB, die speziell für den Enduro-Einsatz entwickelt wurde.
- Die MICHELIN MAGI-X Serie ist grundsätzlich für den Einsatz als Vorderreifen bestimmt.
- Die MICHELIN GUM-X Series ist dabei eher für das Hinterrad geeignet.
Hier werden unterschiedliche Härtegrade (shore) verarbeitet: Dabei gilt, je niedriger der Wert, desto weicher ist das Gummi, je höher der Wert, desto härter. Die MICHELIN Reinforced Technology steht für eine noch stabilere Karkasse, die Pannen durch Durchschläge und Löcher vorbeugen soll. Für seine Fahrradreifen verwendet MICHELIN zwei Arten von Faltkernen: flexible und harte Faltkerne. Die flexiblen Faltkerne wurden von MICHELIN erfunden und entwickelt und bestehen ausschließlich aus Aramid-Fasern, die beispielsweise auch in schusssicheren Westen Anwendung finden. Die Textilfaser ist sehr widerstandsfähig, bei sehr geringem Gewicht, womit pro Reifen zwischen 40 und 70 Gramm Gewicht eingespart werden.
Michelin MTB Enduroreifen Übersicht
Michelin bietet eine breite Palette an MTB Enduroreifen, die sich in ihren Eigenschaften und Einsatzbereichen unterscheiden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über einige Modelle:
| Modell | Einsatzbereich | Besondere Merkmale |
|---|---|---|
| Wild Rock'R Magi-X | Extremes, felsiges Terrain | Hoher Grip, robuste Karkasse |
| Wild GRIP'R | Gemischtes Terrain, Allrounder | Guter Grip, gute Abrolleigenschaften |
| Wild Enduro MS | Weiche Böden | Breitere Noppen |
| Wild Enduro MH | Harte Böden | 6-3-1 Anordnung der Profilpattern |
| Wild Enduro Rear | Hinterrad | Schneller Abrollwiderstand |
Wenn eure Wahl auf den Michelin-Reifen fällt, achtet genau auf das Einsatzgebiet, und ich bin überzeugt, er wird euch gefallen.
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