Das Basso Astra ist ein relativ neues Modell auf dem Markt. Es wurde entwickelt, um Komfort und Leistung zu vereinen. Dieses italienische Rennrad zielt darauf ab, sowohl auf langen Strecken als auch auf Schotterpisten zu überzeugen.
Rahmen und Geometrie
Italo-Renner sind gemeinhin nicht für ihren Komfort bekannt, sondern charakterisieren sich durch eine sportliche Sitzposition und ein relativ straffes Fahrverhalten. Das brandneue Astra will dies allerdings widerlegen und präsentiert sich als Experte für die Langstrecke - wenn gewünscht, auch für die Schotterpiste. Dafür spricht vor allem die marathontypische Rahmengeometrie mit langem Steuerrohr, das den Fahrer in eine vergleichsweise aufrechte Sitzposition bringt. Nie zuvor saß man auf einem Carbonrenner aus Vicenza komfortabler, der Vorgänger wandelte noch an der Grenze zwischen Marathon- und Wettkampfrad.
Die Rahmengeometrie des Astra ist typisch für Endurance-Rennräder, was zu einer aufrechten Sitzposition führt. Das Steuerrohr ist länger, was dem Fahrer eine komfortablere Haltung ermöglicht.
Reifenfreiheit und Komfort
Bei der Reifenfreiheit tragen die Italiener der aktuellen Entwicklung Rechnung und geben bis zu 35 Millimeter breite Pneus frei, wodurch sich das Astra in ein geländegängiges Allroad-Bike verwandeln lässt - und mehr Federkomfort als im Serienzustand mit den günstigen Ultra-Sport-Reifen von Conti bietet.
Ein größerer Kritikpunkt ist der schwere Carbonrahmen. Wuchtige Rohrformen führen zu einem Gewicht von fast 1300 Gramm, robuste Gravelbikes liegen auf ähnlichem Niveau. Schwerer RahmenIn dieser Disziplin offenbart das fahrstabile Basso nämlich Schwächen: Trotz Carbonstütze, in deren Aussparung ein Rücklicht von Zubehörspezialist Knog Platz findet, und tief ansetzenden Sitzstreben kommen Unebenheiten relativ ungefiltert am Sattel an.
Die Reifenfreiheit von bis zu 35 mm ermöglicht es, das Astra in ein geländegängiges Allroad-Bike zu verwandeln. Trotz Carbonstütze und tief ansetzenden Sitzstreben werden Unebenheiten relativ ungefiltert an den Sattel weitergegeben.
Ausstattungsvarianten
Highlight - nicht nur für Italo-Fans - ist die Ausstattung mit Campagnolos Chorus-Ensemble. Die mechanische Zwölffach-Gruppe punktet durch präzise Gangwechsel, kraftvolle Bremsleistung und edle Optik. Inklusive Carbonlaufradsatz von Microtech werden dafür 5775 Euro fällig. Die weiteren Ausstattungsvarianten schalten ausschließlich elektronisch mit Shimano oder SRAM und liegen zwischen 4195 und 5774 Euro. Zum Selbstaufbau mit mechanischer Schaltung bietet Basso das Rahmen-Set und einen Build-Kit an.
Basso bietet das Astra in verschiedenen Ausstattungsvarianten an. Eine Option ist die mechanische Zwölffach-Gruppe Campagnolo Chorus. Es gibt auch Varianten mit elektronischer Schaltung von Shimano oder SRAM.
Gewicht und Verarbeitung
Ein größerer Kritikpunkt ist der schwere Carbonrahmen. Wuchtige Rohrformen führen zu einem Gewicht von fast 1300 Gramm, robuste Gravelbikes liegen auf ähnlichem Niveau. Wie die Version mit Campagnolos Chorus-Gruppe (getestet in TOUR 3/2023) fällt auch das Testrad mit elektronischer 105 überdurchschnittlich schwer aus. Durch den robusten Carbonrahmen und das Zusatzgewicht der Shimano-Komponenten zählt das Astra zu den Schwergewichten im Testfeld und beschleunigt entsprechend träge.
Das Basso ist schnörkellos verarbeitet, wie hier an der Lenker-Vorbau-Einheit. Zwar lässt sich durch eine andere Carbonsattelstütze mit Versatz und maximal 35 Millimeter breite Reifen noch etwas Dämpfung herausholen, insgesamt ist das Basso aber relativ hart abgestimmt.
Der Carbonrahmen ist relativ schwer, was sich auf die Beschleunigung auswirkt. Die Verarbeitung ist schnörkellos, und die Leitungen verlaufen integriert an der Lenker-Vorbau-Einheit. Das Basso ist relativ hart abgestimmt, wobei eine andere Carbonsattelstütze und breitere Reifen etwas Dämpfung bieten können.
Basso Palta im Vergleich
Das neue Palta von Basso ist ganz klar am renn-orientierten Ende des Spektrums angesiedelt. Die Geometrie ist sportlich, man sitzt kompakt und mit ordentlich Sattelüberhöhung. Die racige Ausrichtung macht sich auch beim Komfort bemerkbar. Vorne ist das Bike eher hart, was vielleicht auch am eher wuchtigen Alu-Vorbau von Basso liegt. Der Alu-Lenker von Microtech war breit genug für guten Griffkomfort. Am Heck gibt es auch dank Carbon-Sattelstütze gefühlt mehr Komfort als vorne.
Das Basso Palta ist eher rennorientiert mit einer sportlichen Geometrie. Es ist vorne eher hart, bietet aber hinten mehr Komfort durch die Carbon-Sattelstütze.
Laufräder und Reifen
Reifen und Laufräder am Testrad entsprachen nicht der Serienausstattung. Statt mit Microtech MR38 Disc CL Carbon-Laufrädern und WTB Nano Reifen war unsere Palta mit Laufrädern von Hunt und Vittoria Reifen ausgestattet. Die Hunt 4 Season Gravel Disc X-Wide Alu-Laufräder sind mit einer Maulweite von 25 mm sehr breit. Die Vittoria Terreno Dry Gravel-Reifen in 38 mm Breite bauen auf diesen Laufrädern logischerweise auch breiter. Nominell passen in den Rahmen des Palta Reifen bis 42 mm Breite.
Die Hunt 4 Season Gravel Disc X-Wide Alu-Laufräder sind mit einer Maulweite von 25 mm sehr breit. In den Rahmen des Palta passen Reifen bis 42 mm Breite.
Basso Venta R
Das "ultimative Fahrgefühl eines Basso" - zum erschwinglichen Preis: So bewerben die Italiener ihr im Frühjahr präsentiertes Venta R. Dafür schickt Basso den Carbon-Renner mit Shimanos aktueller 12-fach-Gruppe 105 auf die Straße, dort gefällt der Italiener mit angenehmem, sehr ausgewogenem Handling, gibt sich aber eher laufruhig als quirlig. Die Sitzposition fällt etwas entspannter, aber nicht unsportlich aus und sollte so den allermeisten Hobbysportlern sehr entgegenkommen, zumal auch der Unterlenker noch gut zu greifen ist, wenn es darum geht, gegen den Wind Strecke zu machen.
Für faire 2849 Euro ist das Basso Venta R erhältlich. Dafür bekommt der Kunde ein sehr ausgewogenes und komfortables Rennrad, dass auch auf längeren Touren Spaß bereitet.
Das Basso Venta R bietet ein ausgewogenes Handling und eine entspannte Sitzposition. Es ist mit Shimanos aktueller 12-fach-Gruppe 105 ausgestattet. Das Venta R ist ein komfortables Rennrad, das auch auf längeren Touren Spaß bereitet.
Details zum Komfort des Basso Venta R
Durch das lange Steuerrohr thront der Lenker hoch über dem Vorderrad und erinnert damit an das langstreckentaugliche Basso Astra, dessen Sitzposition wiederum an komfortable Gravelbikes angelehnt ist. Vom teureren Markenbruder übernimmt das Basso Venta R zudem die integrierte Carbonsattelstütze, die sowohl bei den Labormessungen als auch auf der Straße ziemlich wenig nachgibt. Die Härte können die 30 Millimeter breiten Conti-Ultra-Sport-Reifen immerhin etwas ausgleichen, trotzdem muss man den Lenker fest packen, um auf Holperpisten und Kopfsteinpflaster die Kontrolle nicht zu verlieren. In den Rahmen passen bis zu 35 Millimeter breite Reifen, womit sich der Federkomfort weiter verbessern und das Einsatzgebiet auf Schotterpisten ausdehnen ließe. Die Sattelstütze mit D-förmigem Querschnitt lässt sich dagegen nicht gegen ein rundes und flexibleres Modell mit 27,2 Millimetern tauschen; Basso bietet lediglich eine noch härtere Variante ohne Versatz an.
Das lange Steuerrohr sorgt für eine aufrechte Sitzposition, ähnlich dem Basso Astra. Die integrierte Carbonsattelstütze gibt wenig nach, aber breitere Reifen können den Komfort verbessern. In den Rahmen passen bis zu 35 Millimeter breite Reifen, wodurch sich der Federkomfort weiter verbessern und das Einsatzgebiet auf Schotterpisten ausdehnen ließe.
Technische Daten
Basso Astra (Chorus Variante)
- Preis: 5775 Euro
- Gewicht: 8,6 Kilo
- Gewicht Rahmen/Gabel/Steuerlager*: 1278/460/90 Gramm
- Rahmengrößen**: 45, 48, 51, 53, 56, 58, 61
- Sitz-/Ober-/Steuerrohr: 565/560/180 Millimeter
- Stack/Reach/STR***: 605/381 Millimeter/1,59
- Radstand/Nachlauf: 985/55 Millimeter
- Antrieb/Schaltung: Campagnolo Chorus (2x12; 50/34, 11-32 Z.)
- Bremsen: Campagnolo Chorus (160/160 mm)
- Laufräder/Reifen (Gewichte)****: Microtech RE38/Continental Ultra Sport 28 mm (v./h.: 1347/1797 g)
Basso Astra (Shimano 105 Variante)
- Preis: 5249 Euro
- Gewicht: 8,8 Kilo
- Gewicht Rahmen/Gabel/Steuerlager*: 1278/460/90 Gramm
- Rahmengrößen**: 45, 48, 51, 53, 56, 58, 61
- Sitz-/Ober-/Steuerrohr: 565/560/180 Millimeter
- Stack/Reach/STR***: 605/381 Millimeter/1,59
- Radstand/Nachlauf: 985/55 Millimeter
- Antrieb/Schaltung: Shimano 105 Di2 (2x12; 50/34, 11-34 Z.)
- Bremsen: Shimano 105 (160/160 Millimeter)
- Laufräder/Reifen (Gewichte)****: Microtech RE38/Continental Ultra Sport 28 mm (v./h.: 1328/1795 g)
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