E-Mountainbiken ist der Trendsport und boomt wie nie zuvor! Unzählige Neueinsteiger, viele neue Bikes und innovative Technologien machen die Bike-Saison spannender denn je.
Der jährliche E-MOUNTAINBIKE-Vergleichstest gilt mittlerweile als Weltmeisterschaft unter den Vergleichstests und wird rund um den Globus gelesen - in über 130 Nationen. Ansporn für uns, die Edition noch umfassender und informativer zu gestalten.
Denn in Zeiten des unglaublichen E-Mountainbike-Booms, der im Coronajahr noch mal deutlich befeuert wurde, kamen zu den üblichen technischen Entwicklungen neue wichtige Faktoren hinzu, die es beim (E-)Bike-Kauf zu beachten gilt. Deshalb und weil es ungemein viele (Neu-)Einsteiger gibt, verlangt der Markt nach mehr Aufklärung und Orientierung denn je!
Im Rahmen unserer jährlichen Leserumfrage haben mehr als 13.500 E-MOUNTAINBIKER über 70 Fragen beantwortet, dabei wichtigen Input für diesen Vergleichstest geliefert und damit geholfen, dieses Mammutprojekt so realitätsnah und relevant wie möglich zu gestalten!
Die Anforderungen an ein E-MTB
Die Ergebnisse aus der Leserumfrage zeichnen ein klares Bild: Die Anforderungen an ein E-MTB sind enorm vielfältig und häufig wird ein Bike nicht nur für einen einzigen Einsatzzweck genutzt, sondern auf komplett unterschiedliche Weise. Also sind gute Allround-Eigenschaften für den Großteil von euch unerlässlich!
Für diesen Vergleichstest haben wir die 25 relevantesten und vielversprechendsten Bikes gegeneinander antreten lassen - mit teilweise deutlich unterschiedlichen Fahrwerks-, Geometrie-, Laufrad- und Akkukonzepten, um Chancengleichheit und maximale Orientierung sicherzustellen.
Auch wenn viele E-Mountainbiker - unsere Redaktion eingeschlossen - es lieben, über neueste technische Trends und Parameter wie Laufradgrößen, Federwege, Motorleistung oder Akkukapazitäten zu diskutieren, sind diese Faktoren auf der Suche nach dem besten E-Mountainbike nur bedingt hilfreich und tatsächlich eher mit Vorsicht zu genießen.
Denn ein Bike ist immer mehr als die Summe seiner Features und Komponenten - am Ende entscheidet ein durchdachtes Gesamtkonzept. In diesem Vergleichstest haben wir den besten Trail-Allrounder gesucht, der in jeder Disziplin brilliert und das beste Gesamtpaket aus Handling, Uphill-, Downhill- und Touren-Performance, Design, Motor-Performance, Akkukonzept, Gewicht und Detaillösungen in sich vereint.
Während man dort meist mit der schnellsten Zeit oder den meisten Toren gewinnt, zählen bei der Kaufentscheidung für ein Bike zahlreiche Faktoren, die jeder unterschiedlich gewichtet. Wie jeder Mensch besitzt auch jedes Bike-Modell einen individuellen Charakter mit Stärken und Schwächen.
Genau die arbeiten wir klar und greifbar heraus, damit jeder alle relevanten Infos hat, um die für sich und seine persönlichen Anforderungen richtige Kaufentscheidung zu treffen. Natürlich gibt es herausragende Bikes sowie den besten Allrounder mit dem überzeugendsten Gesamtkonzept: Der Testsieger muss in den einzelnen Disziplinen nicht unbedingt der Beste sein.
Deshalb haben wir von diesen Herstellern sogar jeweils zwei Bikes zum Vergleichstest eingeladen. Das wichtigste Kriterium bei der Auswahl der Bikes seid ihr!
Bei der weiteren Auswahl floss neben eurem Interesse auch unser Know-how und unsere Expertise mit ein, wodurch das Testfeld ein realer Querschnitt des Marktangebots mit den besten, interessantesten, spannendsten und relevantesten Bikes für den Traileinsatz ist. Wir sind der Überzeugung, dass die 25 ausgewählten Modelle einen realitätsnahen Querschnitt des Marktangebots an E-Mountainbikes für den Traileinsatz darstellen und wir damit eine optimale Orientierung für die Kaufentscheidung bieten.
Ein isoliert betrachteter technischer Parameter sollte nie das ausschlaggebende Kaufkriterium sein. Deshalb ist die Entscheidung mancher Hersteller, ihre Bikes nur anhand des Federwegs zu kategorisieren, nach wie vor leider irreführend!
Die Praxis zeigt: Manches Bike mit mehr Federweg ist deutlich schlechter bergab, vermittelt weniger Sicherheit und ist unkomfortabler als manch anderes Bike mit deutlich weniger Federweg. Lasst euch nicht von einzelnen Komponenten wie Motor und Akkukapazität blenden.
Es geht nicht um das schnellste, größte oder teuerste Bike, sondern um das, das zu euch und euren Ansprüchen passt. Das Testfeld eines Vergleichstests anhand von Federweg, Laufradgröße oder Akkukapazität zusammenzustellen, führt nicht zum Ziel, sondern meist nur zu Enttäuschungen, weil das Spektrum zu engstirnig definiert wird.
Wichtig ist jedoch, den Preis nicht mit dem realen Wert - der Trail-Performance und Qualität - des Bikes zu verwechseln. Leider lassen sich immer noch viel zu viele von einzelnen Komponenten blenden.
Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bezieht sich nicht auf die Summe der Teile in der Ausstattungsliste, sondern auf die Performance des Gesamtpakets auf dem Trail. Man sollte kein E-Mountainbike kaufen, nur weil man gehört hat, dass die verbaute kabellose SRAM AXS-Schaltung super sein soll.
Selbst der beste Dämpfer macht eine schlechte Hinterbau-Kinematik noch lange nicht wett und ist entsprechend nichts wert - auch wenn das Preisschild oder das Image etwas ganz anderes behaupten! Deswegen beziehen wir das Preis-Leistungs-Verhältnis auf das Gesamtpaket und stellen die Gesamtperformance in den Fokus, nicht einzelne Komponenten.
Wer mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis punkten will, muss die Komponenten für den Einsatzzweck sinnvoll wählen. Zu Beginn der neuen Saison testen wir die absoluten Highlight-Bikes des neuen Modelljahres, um das beste E-Mountainbike des Jahres zu finden. Hierbei spielt der Preis eine untergeordnete Rolle.
Die spannendsten Technologien und Konzepte debütieren die Hersteller logischerweise zuerst in ihren Spitzenmodellen. Das heißt aber nicht, dass alle Bikes teuer sein müssen. Die Preisspanne im Testfeld ist groß, was jedoch nicht bedeutet, dass die Performance-Unterschiede zwangsläufig groß sind.
Das günstigste Bike im Testfeld, das FOCUS JAM2 6.9 NINE, kostet 5.499 €. Das ist weniger als die Hälfte der teuersten Bikes im Test.
Dennoch sind nicht alle Bikes im Vergleichstest die Top-Ausstattungsvariante. Warum? Bei manchen Herstellern ist die Highend-Version gleichzeitig die gewichtsoptimierte Ausstattungsvariante mit teilweise pannenanfälligen und unterdimensionierten Reifen sowie kleinen Bremsscheiben, die schon auf dem Papier erkennen lässt, dass die Trail-Performance im Vergleich zu einer anderen Ausstattungsvariante deutlich leidet.
Also haben wir eine andere Variante gewählt, die den Testanforderungen besser entsprochen hat. In anderen Fällen war der Top-Spec nicht verfügbar. Bei manchen Brands gab es eine sinnvolle Alternative, die kompetitiv war, z. B. bei Moustache.
Zum Zeitpunkt des Tests konnten einige Hersteller wie COMMENCAL und YT, die auf Antriebssysteme von Shimano setzen, noch kein Bike mit dem neuen Shimano EP8-Motor zur Verfügung stellen. Da die Vorjahresversionen der Bikes mit Shimano STEPS E8000-Motor schon letztes Jahr im Vergleichstest dabei waren und nicht mehr oder kaum noch verfügbar sind, haben wir sie erst gar nicht in diesen Vergleichstest aufgenommen.
E-MTB-Fullys sind nicht nur die ultimative Speerspitze der E-Mountainbike-Entwicklung und bieten mehr Spaß und Sicherheit, sondern sind vor allem gefragt: 87 % der Leserumfrage-Teilnehmer planen, ein Fully zu kaufen!
Interessante Fakten aus dem Testfeld
Wir haben die interessantesten Fakten aus dem Testfeld für euch aufbereitet und geben einen Einblick in die aktuelle Entwicklung von E-Mountainbikes und ein Gefühl für neue Trends. Die Zahlen geben einen guten Marktüberblick und lassen sich gut mit den Zahlen aus dem Vorjahrestest mit ebenfalls 25 Bikes vergleichen.
- Santa Cruz und Moustache paaren als einzige Federelemente von unterschiedlichen Herstellern.
- 160 mm Federweg haben die Bikes im Durchschnitt an der Front und 154 mm Federweg am Heck. Das sind vorne 4 und hinten 6 mm weniger als noch im Vorjahr.
- Shimano und Bosch beherrschen das Testfeld! Bosch und Shimano teilen sich 84 % des Testfelds.
- 83 Nm Drehmoment haben die Motoren im Durchschnitt. 3 Nm mehr als im Testfeld des Vorjahres. 90 Nm hat der stärkste Motor, 35 Nm der schwächste.
- 5 von 8 Shimano-Bikes setzen auch auf Shimano-Akkus. 3 gehen beim Akku fremd, was die Japaner jedoch erlauben.
- 8 von 13 Bosch-Bikes nutzen das Kiox-Display, 4 das Purion und nur 1 Bike das Nyon.
- Die Bikes verfügen im Durchschnitt über 608 Wh Akkukapazität und damit um 12 Wh mehr als im letzten Jahr.
- 7 von 7 MAGURA-Bremsen mussten mindestens (!) einmal entlüftet werden.
Testbedingungen und -strecke
Mit eurem Input und 25 E-Mountainbikes im Gepäck sind wir nach Italien gereist, um die Limits der Bikes in unterschiedlichstem Terrain auszuloten: auf technischen Singletrails, Badeausflügen, entspannten Touren und einigen der schönsten Singletrails Europas. Im Namen dieses Vergleichstests sind wir wie gewohnt an die Grenzen des Materials und darüber hinaus gegangen.
Untergekommen sind wir im Bike-Hotel Massa Vecchia, das wir schon öfter besucht haben, da es uns ideale Rahmenbedingungen zum Testen bietet. Zwischen Meer und Bergen, Dolce Vita und harter Arbeit im Trailparadies vom Monte Arsenti haben wir unter idealen Testbedingungen die feinen wie großen Unterschiede zwischen den Bikes herausgearbeitet. Auf einem definierten Test-Loop sind wir alle 25 E-MTBs gegeneinander gefahren.
Basierend auf eurem Feedback in der Leserumfrage mit über 13.500 Teilnehmern haben wir eine Teststrecke definiert: Der super abwechslungsreiche Rundkurs führte steil bergauf wie bergab, war verwinkelt und gerade, ging teils technisch, teils easy über unterschiedlichste Untergründe. Forst- und Tourenpfade waren genauso vorhanden wie Rampen und Steilstufen bergauf wie bergab. Der Untergrund war abwechslungsreich, von griffig bis rutschig war alles vertreten.
Zurück in Deutschland ging das Testteam zusammen mit Freunden, Bekannten, Einsteigern und erfahrenen Redaktionsmitgliedern auf den Test-Bikes hinaus auf die herbstlich bis winterlichen Hometrails rund um Stuttgart voller Flow, Dreckspritzer, Schlamm und Laub sowie auf die Forstautobahnen beim allmorgendlichen Pendeln in unser Office. Mit den Highlight-Bikes waren wir zusätzlich im Schwarzwald, um ein noch umfassenderes Testbild zeichnen zu können, und haben dabei die Breite ihres Einsatzbereichs ausgelotet.
Das Testteam
Rentner, ehemalige Downhill-Worldcup-Fahrer, Einsteiger, Bike-Guides, Software- und App-Experten, Genießer, Pendler, Adrenalinjunkies, Schwer- und Fliegengewichte - unser Testteam war in jeder Hinsicht bunt gemischt.
- Jonas, 31, Chefredakteur E-MOUNTAINBIKE: „Das beste Bike ist das, das die persönlichen Anforderungen am besten erfüllt. Für mich ist ein ausgewogenes, leichtfüßiges Handling in jeder Fahrsituation super wichtig - das Bike muss ohne viel Kraftaufwand schnell, sicher und dennoch spaßig zu fahren sein.“
- Felix, 29, Testchef und E-Experte mit Blick auf das Gesamtkonzept: „Handling First! Für mich ist das Handling eines Bikes viel wichtiger als eine übermäßig große Akkukapazität, die meist für Mehrgewicht und weitere Kompromisse sorgt. Denn was bringt mir maximale Reichweite, wenn das Handling und der Fahrspaß auf dem Trail leiden? Der Schlüssel zu exzellenten Fahreigenschaften liegt in einem durchdachten Gesamtkonzept aus Fahrwerk, Geometrie, sinnvollen Komponenten sowie einer cleveren Positionierung des Akkus und einem tiefen Schwerpunkt."
- Susanne, 55, Teamassistentin, Pendlerin und Genießerin: „Ich nutze das E-Mountainbike zum Pendeln und für Touren - mal auf dem Trail, mal auf Radwegen. Integrierte Lampen, eine komfortable Sitzposition und das Fahrgefühl des Motors an der 25-km/h-Schwelle sind für mich genauso wichtig wie ein gutmütiges und berechenbares Handling, das mir viel Fahrsicherheit bietet."
- Robin, 30, Gründer E-MOUNTAINBIKE, lebt Pioniergeist: „Ich liebe Innovationen und besondere Bikes. Einige der neuen Modelle bieten eine unglaublich gute Trail-Performance, die vielen nicht motorisierten Mountainbikes in nichts nachsteht."
- Conny, #forever29, Grafikerin und Fliegengewicht: „Als Fliegengewicht bevorzuge ich leichtfüßige und wieselflinke E-Mountainbikes, will aber nicht auf Motor-Power verzichten, denn das Gefühl von reichlich Motor-Power finde ich geil. Durch mein geringes Gewicht brauche ich auch deutlich weniger Akkukapazität als die meisten anderen Tester."
- Rudolf, 34, Redakteur, Connectivity-Experte und Early Adopter: „Die Software ist genauso wichtig wie die Hardware! Individuelle Motoreinstellungen, reichweitenbasierte Navigation oder Schnittstellen für Datenaustausch mit digitalen Plattformen sind Benefits, die Bikes smarter, vielseitiger und dadurch auch schlichtweg besser machen. Das Ökosystem, das das Team von Specialized rund um seine E-Bikes entwickelt hat, ist das Nonplusultra."
E-Bike Testsieger
Neben detaillierten Testberichten lag ein weiterer Schwerpunkt auf einem informativen Ratgeber. Hier finden Interessierte auch Testberichte des ADAC und der Stiftung Warentest. Zudem werden die Unterschiede zwischen den verschiedenen E-Bike-Typen erläutert und Kaufkriterien erläutert.
FISCHER CITA 4.1i E-Bike
Der tipps.de Testsieger ist die Empfehlung für gemütliche und komfortable Stadtfahrten. Das City-Bike Fischer CITA 4.1i. beeindruckt mit einer hohen Reichweite von über 80 Kilometern. Es wird vollständig montiert geliefert, sodass nach dem Aufladen des Akkus sofort losgefahren werden kann.
SachsenRAD C5 Centro
Das Sachsenrad E-SUV CityBike C5 Centro E-Bike erweist sich als vielseitiger Begleiter, wobei der Fokus klar auf dem Trekkingbereich liegt. Besonders hervorzuheben ist der XCruise V7 Motor mit Drehmomentunterstützung. Er bietet ein überaus angenehmes und authentisches Fahrgefühl. Dieses E-Bike ist besonders empfehlenswert für Fahrer, die die ständigen Geschwindigkeitsschübe herkömmlicher Motoren als störend empfinden.
Jeep MHR 7000 E-Bike
Mountainbikes eignen sich hervorragend für sportliche Aktivitäten im Gelände. Das Jeep MHR 7000 bietet alles, was dafür erforderlich ist. Ob auf Waldwegen oder bei matschigen und unebenen Feldwegen: dieses E-Bike unter den Mountainbikes ist eine deutliche Empfehlung für Sportbegeisterte und Freunde von Geländefahrten.
Maxtron MT 11 E-Bike
Das Maxtron MT-11 E-Bike hat sich als das beste Herren-E-Bike in der Testreihe von tipps.de hervorgetan. Mit einer effektiven Reichweite von 70 Kilometern und einem leistungsstarken Motor bietet es eine beeindruckende Performance. Zudem ist das E-Bike mit einem komfortabel ausgestatteten Display versehen, was den Nutzern zusätzliche Annehmlichkeiten bietet. Dieses Modell stellt eine hervorragende Wahl für Herren dar, die Wert auf sportliches Fahren legen.
Das DUCATI Mig RR ist im Detail wunderschön verarbeitet und bietet DUCATI Design für Liebhaber von starken Marken. Das Fahrrad kostet zwar 6.250 Euro, bietet damit aber im Vergleich zu anderen Anbietern eine wirklich gute Ausstattung.
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