Mini Kompressor für Fahrräder im Test: Welcher ist der Beste?

Ein Plattfuß auf der Radtour ist ärgerlich genug. Glücklicherweise muss man den Reifen unterwegs gar nicht mehr selbst aufpumpen. Elektrische Mini-Kompressoren versprechen Luft auf Knopfdruck - im Westentaschenformat. Doch können die kompakten Helfer die Versprechen ihrer Hersteller einhalten? Oder sind sie doch eher eine Luftnummer?

Themen in diesem Artikel

  • Die vier Akku-Luftpumpen im Test
  • Die vier stationären Akku-Luftpumpen im Test
  • Akkubetriebene Fahrrad-Luftpumpen: Ein Angebotsdschungel
  • Fazit des Tests der akkubetriebenen Fahrrad-Luftpumpen
  • Die Testergebnisse der Akku-Luftpumpen
  • So testet BIKE

Keuchend und nach Überhitzung riechend quält sich der Mini-Kompressor ab, während er versucht, durch seinen Ventilschlauch Luft in unseren starren Reifen-Mess-Dummy aus Stahl zu pressen; die Anzeige auf seinem digitalen Manometer bleibt dabei weit unter dem angestrebten Maximaldruck stehen.

„Du schaffst das, kleiner Kompressor!“, möchte man der vibrierenden und immer langsamer arbeitenden Metallbox zurufen. Doch dann geht der kleinen Akku-Luftpumpe die Luft aus. Überhitzt und regungslos hängt sie an ihrem Luftschlauch und gibt keinen Mucks mehr von sich.

Nicht alle der 8 getesteten Geräte gaben ein so klägliches Bild ab - schließlich war die Testaufgabe auch nicht besonders anspruchsvoll. Wir wollten lediglich überprüfen, ob die Mini-Kompressoren tatsächlich den vom Hersteller versprochenen Maximaldruck erreichen und wie lange sie benötigen, um zwei bis vier Fahrradreifen mit einer Breite von ca. 2,35 Zoll auf 1,8 bzw. 2,5 bar aufzupumpen lassen.

Bekannte Hersteller von Mini- oder Standpumpen, wie Lezyne, Pedros oder SKS, sind in diesem Segment bisher nicht - oder noch nicht - vertreten. Lediglich Topeak hat auf der Eurobike angekündigt, im kommenden Frühjahr einen akkubetriebenen Mini-Kompressor auf den Markt zu bringen. Neu und doch bekannt ist Lampenhersteller Osram, der zur Messe ebenfalls eine Akku-Luftpumpe herausgebracht hat.

Derzeit wird dieses Gerätesegment überwiegend von unbekannten oder teils namenlosen Produzenten aus China beherrscht, die Online-Warenhäuser wie Amazon und ähnliche Plattformen als Marktplätze nutzen.

Auffällig ist, dass viele dieser Geräte fast identisch aussehen und nur minimale optische Unterschiede aufweisen, wie beispielsweise eine andersfarbige Display-Umrandung. Beispiele hierfür sind die Modelle von „Atkam“ und „Neakhmer“, die in verschiedenen Varianten erhältlich sind. Die Seriosität dieser Anbieter lässt sich oft an den Etiketten auf der Verpackung oder in der Bedienungsanleitung erkennen; es kommt vor, dass der Hersteller- und Produktname auf dem Gerät und der Verpackung nicht übereinstimmen.

Eine Pumpe, viele Namen

Aus der Vielzahl ähnlicher Akku-Luftpumpen fürs Fahrrad heben sich insbesondere die Minis von Airbank und Cycplus sowie die etwas größeren Modelle von Osram und Xiaomi hervor.

Letztere eignen sich aufgrund ihres größeren Pumpvolumens und der stärkeren Akkus nicht nur für Fahrradreifen, sondern auch für Autoreifen, Motorradreifen, Luftmatratzen oder Planschbecken. Die Preise reichen von 40 bis 85 Euro, wobei die Cycplus AS 2 die teuerste ist. Osram und Xiaomi rangieren um die 60 Euro.

Abgesehen von den minimalistischen Modellen von Airbank und Cycplus, die lediglich über eine LED-Akkustandsanzeige und einen Druckschalter verfügen, sind die anderen 6 Geräte ziemlich ähnlich ausgestattet.

Zum Lieferumfang gehören in der Regel verschiedene Ventiladapter, Ventilschläuche und Ladekabel. Modelle, wie die von Atkam, Neakhmer oder Osram, bieten zudem praktische Zusatzfunktionen wie eine Ladebuchse fürs Smartphone oder eine integrierte Taschenlampe.

Im Praxistest mussten die acht Akku-Luftpumpen ihre Stärken und Schwächen unter Beweis stellen. Wie bereits erwähnt, traten dabei Schwachstellen auf, mit denen wir nicht gerechnet hatten. Es war enttäuschend, dass nur 3 von 8 Mini-Kompressoren den vom Hersteller versprochenen Maximaldruck erreichten, was zugleich auf mangelnde Produktsicherheit hinwies.

Bei mehreren Geräten musste der Test aufgrund besorgniserregender Hitze-, Geräusch- und Geruchsentwicklung nach etwa 5 Minuten abgebrochen werden. Ein negatives Beispiel war die Minipumpe von QCHMM, die sich mit einem 70 Grad heißen Gehäuse aus dem Test verabschiedete.

Immerhin: Alle Geräte bewältigten die Mindestanforderung, zwei oder vier Reifen auf 1,8 beziehungsweise 2,5 bar aufzupumpen - ganz ohne Anfeuerungsrufe.

Wichtige Kriterien für Akku-Luftpumpen

Für unseren Test haben wir verschiedene Bauarten und Modelle von Akku-Luftpumpen ausgewählt. Eine gute Akku-Kompressorpumpe sollte eine hohe Akkukapazität und eine angenehme Handhabung bieten. Auch der Maximaldruck ist wichtig: Nicht alle Modelle schaffen es, Reifen auf 8 oder 10 bar aufzupumpen, was besonders bei Rennrädern wichtig ist. Kompakte Abmessungen und geringes Gewicht sind von Vorteil, um die Pumpe auch unterwegs nutzen zu können.

Der Hauptvorteil einer akkubetriebenen Luftpumpe ist ihre Unabhängigkeit von Steckdosen, was sie ideal für den mobilen Einsatz macht. Dennoch gibt es Unterschiede: Die Pumpe sollte extern tragbar sein, um Platz im Rucksack zu sparen. Einige Modelle, z.B. von Michelin, bieten eine Rahmenhalterung, Fischer eine Tasche zur Befestigung am Fahrrad. Bei mehrtägigen Radreisen ist auch die Lademöglichkeit entscheidend. USB-C-Ladebuchsen sind praktisch, während spezielle Ladestecker umständlich sein können.

Die Anforderungen an Akku-Kompressorpumpen sind vielfältig und die getesteten Modelle bieten ein breites Spektrum an Funktionen. Es gibt Pumpen mit analoger oder digitaler Anzeige sowie kompakte Modelle ohne Anzeige. Die Auswahl hängt von den individuellen Bedürfnissen ab. Auch die LED-Anzeigen variieren in Größe und Beleuchtung, was die Ablesbarkeit beeinflusst.

Unsere Bewertung basiert auf verschiedenen Kriterien wie einfache Handhabung, Ablesbarkeit und Genauigkeit der Anzeige. Ein drehbarer Schlauch und die Möglichkeit, einen Sollwert einzustellen, erleichtern die Handhabung. Der maximale Druck ist wichtig, variiert aber je nach Bedarf. Alle getesteten Pumpen eignen sich für normale Fahrrad-, Gravel- und Mountainbike-Reifen, während Rennradreifen besondere Anforderungen stellen. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurde immer der gleiche Reifentyp verwendet.

Die getesteten Modelle im Detail

Bosch EasyPump

Die Akku-Kompressorpumpe EasyPump von Bosch verspricht müheloses Aufpumpen von Fahrradreifen und überzeugt durch ihr kompaktes Design und innovative Funktionen. Der Test zeigt, wie gut sich die Pumpe im Alltag bewährt.

Aufbau und Funktionen

Die Bosch EasyPump punktet mit einem ergonomischen Design, das eine entspannte Handhabung ermöglicht. Das gut ablesbare LCD-Display zeigt wichtige Informationen wie den aktuellen Luftdruck, den Maximaldruck und den Akkustand an. Die Anzeige kann in bar, PSI oder KPA erfolgen. Die Bedienung erfolgt über vier Tasten, ein separater Taster dient zum Ein- und Ausschalten. Der integrierte 3,6 Volt Lithium-Ionen-Akku wird bequem über USB-C geladen, das Ladekabel ist im Lieferumfang enthalten.

Praktisch ist die Aufbewahrung der Ventilaufsätze im Handgriff. Ein weiteres Highlight ist die zuschaltbare LED-Leuchte. Die Pumpe bietet eine maximale Fördermenge von 10 l/min und einen maximalen Druck von 10,3 bar bzw. 150 PSI.

Praxistest

Mit einem Gewicht von 422 Gramm ist die Bosch EasyPump leicht zu handhaben. Die intuitive Steuerung und das präzise Display erleichtern die Bedienung. Der um 360° drehbare Textilschlauch ermöglicht ein einfaches Aufdrehen auch an schwer zugänglichen Ventilen. Allerdings kann beim Abdrehen des Ventils etwas Luft entweichen, was die Messwerte leicht verfälscht.

Besonders hervorzuheben ist die Autostop-Funktion, die den Pumpvorgang automatisch beendet, wenn der gewünschte Druck erreicht ist. Dies ist besonders praktisch, da die Pumpe nach dem Start des Pumpvorgangs weiterläuft und aus der Hand gelegt werden kann.

Merkmal Wert
Spannung 3,6 Volt Lithium-Ionen Akku, fest verbaut
Max. Druck 10,3 bar / 150 PSI
Anzeige LCD Display, wahlweise bar, PSI oder KPA
Autostop-Funktion

Osram Tyre Inflate 2000

Die Osram Tyre Inflate2000 ist eine vielseitige, wiederaufladbare Reifenluftpumpe mit digitaler Anzeige und zahlreichen Funktionen. Zu den Highlights gehören die Auto-Stopp-Funktion, vier programmierbare Sollwerte und eine integrierte Taschenlampe für Nachteinsätze. Doch wie schlägt sich die Pumpe im Praxistest?

Aufbau und Funktionen

Mit einer Länge von 17 Zentimetern und einem Durchmesser von 6,5 Zentimetern gehört die Osram Tyre Inflate2000 zu den größeren Modellen im Test. Auch das Gewicht von knapp 500 Gramm ist beachtlich. Dennoch sorgt die Riffelung im Griffbereich für eine gute Handhabung. Die Bedienung erfolgt über Tasten unterhalb des Displays, das die Druckwerte in bar, KPS oder PSI anzeigt. Die Hintergrundbeleuchtung des Displays ermöglicht eine gute Ablesbarkeit.

Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit, vier Sollwerte zu speichern, wodurch sich die Pumpe von anderen Modellen abhebt. Eine Halterung für die Montage am Fahrrad ist im Lieferumfang enthalten, das Aufladen erfolgt über ein USB-C Ladekabel.

Praxistest

Die Pumpe liegt trotz ihrer Größe gut in der Hand. Der Pumpschlauch muss vor Gebrauch abgenommen und in das Gehäuse eingeschraubt werden, wobei die Schlauchlänge mit 14 Zentimetern etwas kurz ausfällt. Die Steuerung erfolgt über ein Tastenfeld, das mit dem Daumen bedient wird. Die kleinen, eng beieinander liegenden Tasten erfordern präzises Drücken, was bei Dunkelheit durch die fehlende Hintergrundbeleuchtung des Bedienfeldes erschwert wird.

Netzteil und USB-Buchsen sind sicher unter einer Abdeckung verstaut. Die Pumpleistung ist beeindruckend: Ein 700x23C-Reifen wird in 2:32 Minuten auf 8 bar aufgepumpt.

Merkmal Wert
Spannung 3,7 Volt / 5200 mAh Akku
Max. Druck 8,3 bar
Anzeige Digital-Display beleuchtet, bar, PSI, KPA
Autostop-Funktion
Gewicht 497 g
Schlauchlänge 14,3 cm

Fischer Akku-Kompressor

Der Fischer Akku-Kompressor verspricht problemloses Aufpumpen vom Fahrrad- bis zum Autoreifen und könnte sich als echtes Highlight erweisen. Mit vier integrierten 500 mAh Akkus und einem beleuchteten LCD-Display bietet er beeindruckende Funktionen, darunter einen Maximaldruck von 10,3 bar.

Design und Funktionen

Mit einem Preis von 79,99 Euro liegt der Fischer Akku-Kompressor im Bereich vergleichbarer Modelle von Bosch und Michelin. Die vier integrierten 500 mAh-Akkus sorgen für die Energieversorgung, während der maximale Druck von 10,3 bar besonders für Rennradfahrer interessant ist. Die Pumpe ermöglicht die Einstellung eines individuellen Maximaldrucks mit automatischer Abschaltung. Das LCD-Display zeigt Reifendruck und Akkustatus an, könnte aber größer sein.

Die Pumpe kann über ein 12-Volt-Ladekabel für den Zigarettenanzünder oder über Micro-USB aufgeladen werden. Ein weiteres Highlight ist die Nutzung des Kompressors als Powerbank.

Praxistest

Der Pumpenschlauch ist mit 14 Zentimetern recht kurz, was in Kombination mit dem starren Ventilkopf die Handhabung erschwert. Der um 90° abgewinkelte Ventilkopf mit Klemmvorrichtung ist für Autoventile ausgelegt, ein Adapter für Sclaverandventile liegt bei. Wünschenswert wäre eine integrierte Lösung. Der Power-Knopf startet und stoppt den Pumpvorgang, während der Set-Knopf das Gerät einschaltet. Mit den Pfeiltasten kann die Autostop-Funktion eingestellt werden.

Im Test erweist sich der Fischer Akku-Kompressor als äußerst leistungsstark: Ein 700x23C-Reifen wird in nur 34 Sekunden auf 4 bar aufgepumpt, für 8 bar benötigt er 1:46 Minuten. Damit ist er schneller als die Modelle von Bosch und Michelin.

Merkmal Wert
Spannung DC 15 Volt4 x 500 mAh Akku
Max. Druck 10,3 bar / 150 PSI
Anzeige Digital LCD-Display beleuchtet, bar, PSI, KPA und kg/cm²
Autostop-Funktion

Fumpa Pumps Fumpa

Die Fumpa sticht im Kompressorpumpen-Test durch ihre Exklusivität und ihr Design hervor. Mit einem Preis von 129,00 Euro ist sie deutlich teurer als die anderen Modelle, bietet aber eine erstklassige Verarbeitung und Materialqualität. Die kompakten Maße von 88x75x43 Millimetern und das Gewicht von 363 Gramm machen sie transportabel, aber für schnelle Rennradtouren etwas schwer.

Aufbau und Funktionen

Die Fumpa ist mit einem digitalen Manometer ausgestattet, das den Luftdruck in bar, PSI oder KPA anzeigt. Ein beleuchteter Schalter startet den Pumpvorgang, ein separater Schalter dient zum Ein- und Ausschalten. Der 550 mAh Akku wird über einen USB-C-Anschluss geladen.

Trotz des hohen Preises fehlt eine automatische Abschaltung bei Erreichen eines frei wählbaren Maximaldrucks.

Praxistest

Die Fumpa beeindruckt im Test durch ihre Geschwindigkeit: Ein 700x23C-Reifen wird in nur 12 Sekunden auf 4 bar und in 37 Sekunden auf 8 bar aufgepumpt, womit sie die schnellste Pumpe im Test ist. Allerdings ist der Geräuschpegel hoch und die Wärmeentwicklung stark.

Für Latex-/Polyurethanschläuche mit Kunststoffventilschäften empfiehlt der Hersteller eine Ventilverlängerung aus Metall. Die Ventilverlängerung muss je nach Ventiltyp angepasst werden, was bei Kälte oder Regen umständlich sein kann. Der kleine Metallstift für das Schraderventil kann leicht verloren gehen. Die Digitalanzeige springt, weshalb der Pumpvorgang kurz unterbrochen werden muss, um eine genaue Druckanzeige zu erhalten.

Merkmal Wert
Spannung 11,1 Volt / 550 mAh Akku
Max. Druck 8,3 bar
Anzeige LED Display, bar, PSI, KPA
Autostop-Funktion ⛔️

Cycplus Tiny Pump Cube

Die Cycplus Tiny Pump Cube zeigt im Test, dass Fahrrad-Akku-Kompressorpumpen nicht nur praktisch, sondern auch tourentauglich sein können. Mit der abnehmbaren Silikonhülle wiegt sie nur 115 Gramm, ohne diese sogar nur 97 Gramm. Der Ventilaufsatz ist abschraubbar und austauschbar, wodurch die Kompatibilität mit Schrader- und Presta-Ventilen gewährleistet ist.

Ein separater Ventilaufsatz ist damit überflüssig. Der 7,4 Volt / 300 mAh Akku wird bequem über USB-C geladen. Die Bedienung erfolgt über einen einzigen Schalter, der auch den Ladezustand durch verschiedene Farbmodi anzeigt. Allerdings bietet die Pumpe keine Möglichkeit, den Reifendruck abzulesen oder einen Zielwert einzustellen.

Praxistest

Die Bedienung des Cycplus Tiny Pump Cube ist denkbar einfach. Der Schalter dient zum Ein- und Ausschalten sowie zum Starten des Pumpvorgangs. Das Wechseln des Ventilaufsatzes ist unkompliziert, erfordert jedoch Vorsicht, um den kleinen Metallstift für das Schraderventil nicht zu verlieren.

Während des Pumpvorgangs sollte die USB-C-Ladebuchse nicht blockiert werden, da über sie die Luft angesaugt wird. Trotz ihrer geringen Größe steht die Pumpe den größeren Modellen in nichts nach. Ein Reifen der Größe 700x23C wird in 48 Sekunden auf 4 bar aufgepumpt, für den Maximaldruck von 6,9 bar benötigt die Pumpe 2:30 Minuten.

Merkmal Wert
Spannung 7,4 Volt / 300 mAh Akku
Max. Druck 6,9 bar / 100 PSI
Anzeige ⛔️
Autostop-Funktion ⛔️

Fumpa Pumps MiniFumpa

Die Fumpa Pumps MiniFumpa präsentiert sich als kompakte Alternative zu CO2-Kartuschen und Minipumpen. Mit ihren Maßen von 68 x 57 x 34 Millimetern passt sie problemlos in Sattel- oder Trikottaschen. Der maximale Druck von 8,3 bar ist beeindruckend, aber was hat die MiniFumpa sonst noch zu bieten?

Aufbau und Funktionen

Im Vergleich zur großen FUMPA verzichtet die MiniFumpa auf ein Manometer, bleibt aber mit 119,00 Euro preislich nah dran. Die hochwertige Verarbeitung und das elegante Design sind auch bei diesem Modell hervorzuheben. Ein Nachteil ist der freiliegende Einschaltknopf, der z.B. beim Transport versehentlich aktiviert werden kann. Der 400 mAh Akku wird über ein USB-C Ladekabel aufgeladen, der maximale Luftdruck bleibt bei 8,3 bar.

Praxistest

Wie bei der FUMPA muss der Ventilaufsatz je nach Ventiltyp angepasst werden, was bei ungünstigen Witterungsverhältnissen umständlich sein kann. Ansonsten ist die Bedienung einfach: Aufsetzen, starten, fertig. Trotz ihrer kompakten Größe ist die MiniFumpa schnell: Ein 700x23C-Reifen erreicht in 20 Sekunden 4 bar und in 65 Sekunden 8 bar.

Die vier Mini-E-Pumpen im Größenvergleich

Wir haben vier brandaktuelle Mini-E-Pumpen getestet: Cycplus AS2 Pro, Muc-Off AirMach Mini Inflator Pro, Topeak E-Booster und Voxom EPu2. Alle Geräte kommen mit Display, das den jeweiligen Druck anzeigt, via Tasten wird der gewünschte Reifendruck eingestellt. Mit ihren kompakten Abmessungen passen alle Mini-Pumpen problemlos in die Trikot- oder Satteltasche (Größenverhältnisse siehe Übersicht unten). Wichtig zu wissen: Wasserdicht ist keines der Modelle, deshalb sollten alle in einem entsprechenden Beutel transportiert werden, um sie vor Regen oder Schweiß zu schützen. Außerdem reicht ihr Druck nicht aus, um widerspenstige Tubeless-Reifen zu montieren. Per Adapter kommen alle mit Presta- und Schraderventilen klar. Auch ein Schlauchstück für bequemeres Ansetzen gehört bei allen zum Lieferumfang.

"Die neuen Mini-E-Pumpen machen CO2-Kartuschen in den meisten Fällen überflüssig. Außerdem brauchen die E-Pumpen für 4,5 bar im Reifen nur rund eine Minute - so schnell ist keine Minipumpe." - Christian Brunker, ROADBIKE Redakteur

Cycplus AS2 Pro

  • Preis/ Gewicht: 100 Euro/ 121 g
  • Maße: 70x49x28 mm
  • Display: ja
  • Wasserdichtigkeit: nein
  • max. Druck: 120 PSI/ 8,3 bar
  • Ladeanschluss: USB-C
  • Akku: 420 mAh
  • Ventile: Presta/ Schrader

FAZIT: Der AS2 Pro von Cycplus ist extrem kompakt und schaffte im Test drei Pumpvorgänge (28er-Reifen auf 4,5 Bar), ehe der Akku schlappmachte. Mit einer Abweichung von 0,1 Bar passt die Messgenauigkeit, der Pumpvorgang dauerte zudem deutlich unter einer Minute, damit zählt er zu den schnellsten Kompressoren.

Muc-Off AirMach Mini Infl. Pro

  • Preis/ Gewicht: 125 Euro/ 124 g
  • Maße: 64x63x28 mm
  • Display: ja
  • Wasserdichtigkeit: nein
  • max. Druck: 120 PSI/ 8,3 bar
  • Ladeanschluss: UBS-C
  • Akku: 450 mAh
  • Ventile: Presta/ Schrader

FAZIT: Effizient und schnell - Muc-Offs AirMach schaffte in unserem Test mehr als vier Pumpvorgänge und bewies die größte Ausdauer. Weitere Pluspunkte: die kompakte Bauweise, die Pumpgeschwindigkeit sowie die genaue Messung. Nur das Schlauchstück dürfte etwas länger sein.

Topeak E-Booster

  • Preis/ Gewicht: 99,95 Euro/ 161 g
  • Maße: 86x59x35 mm
  • Display: ja
  • Wasserdichtigkeit: nein
  • max. Druck: 120 PSI/ 8,3 bar
  • Ladeanschluss: USB-C
  • Akku: 600 mAh
  • Ventile: Presta/ Schrader

FAZIT: Der neue E-Booster von Topeak ist das größte Gerät im Test - und bewies dennoch die schwächste Ausdauer. Gerade mal zwei 28er-Reifen brachte er im Test auf 4,5 Bar, dann machte der Akku schlapp. Außerdem brauchte er zum Pumpen länger als die Konkurrenz.

Voxom EPu2

  • Preis/ Gewicht: 64,95 Euro/ 120 g
  • Maße: 72x45x32 mm
  • Display: ja
  • Wasserdichtigkeit: nein
  • max. Druck: 120 PSI/ 8,3 bar
  • Ladeanschluss: USB-C
  • Akku: 500 mAh
  • Ventile: Presta/ Schrader

FAZIT: Die EPu2 von Voxom ist der Preis-Leistungs-Tipp. Deutlich günstiger als die Konkurrenz, schaffte sie im Test vier Pumpvorgänge. Die Druckanzeige ist genau, zudem brauchte sie keine Minute, um den Zieldruck aufzubauen.

AstroAI Airun L8

Kompakt, günstig und vielseitig: Mit der Akku-Luftpumpe von AstroAI füllen Sie Reifen von Rennrad, Mountainbike, E-Bike ebenso wie von Bällen in kurzer Zeit. Das Design wirkt schlicht, aber funktional, und die Verarbeitung macht einen soliden Eindruck. Mit 1,2 Ah ist die Akku-Kapazität zwar recht gering, dafür wiegt der Kompressor aber auch nur 380 Gramm. Für Aufbewahrung und Transport wird ein Nylon-Täschchen mitgeliefert.

Im Test zeigt sich: Kinderleicht lässt sich die bei Amazon derzeit günstig erhältliche Akku-Luftpumpe von AstroAI bedienen. Das große LED-Display zeigt sowohl den voreingestellten als auch den aktuellen Druck an - so behält man stets den Überblick. Besonders gefällt uns, dass die Pumpe nach Erreichen des eingestellten Drucks automatisch stoppt. Voreingestellte Modi für verschiedene Fahrradtypen (Citybike, Mountainbike, Rennrad, Fatbike) erleichtern die Handhabung zusätzlich. Ein Druck auf die Start-Taste, und schon kann’s losgehen. Auch der Wechsel zwischen PSI und BAR ist simpel, einfach Taste kurz gedrückt halten.

Mit einem maximalen Druck von 150 PSI (10,3 Bar) und einer hohen Geschwindigkeit pumpt der Mini-Kompressor von AstroAI Fahrradreifen in kürzester Zeit auf. In unserem Test benötigte die Akku-Luftpumpe nur etwa 30 Sekunden, um einen Reifen von 4,7 auf 7,1 Bar zu bringen. Allerdings ist die Pumpe nicht gerade leise. Während uns die Lautstärke im Freien nicht weiter stört, könnte sie in ruhigeren Umgebungen als unangenehm empfunden werden.

Michelin Akku Mini Kompressor

Der Michelin Akku Mini Kompressor zeigt sich im Test solide, ohne jedoch in einer Kategorie besonders herauszuragen. Mit einem maximalen Druck von 10 bar und einem 19-Wh-Akku ist er bestens für Auto-, Fahrrad- und Rennradreifen geeignet. Das Tempo beim Pumpen gehört allerdings eher zu den langsamen: Ein Rennradreifen ist in knapp zwei Minuten aufgepumpt.

In der Praxis schafft eine Akkuladung bis zu neun Rennradreifen oder sieben Fahrradreifen, während bei Autoreifen etwa sechs Nachfüllungen möglich sind. Bei komplett leeren Reifen zeigt der Kompressor jedoch Schwächen, denn das Aufpumpen von 0 auf 2,5 bar dauert über 15 Minuten. Die Ausstattung ist akzeptabel mit verschiedenen Ventiladaptern, einer Ballnadel und einer Tasche. Eine Powerbank-Funktion fehlt allerdings, und der Schlauch ist mit nur 15 cm Länge recht kurz. Auch die Handhabung könnte verbessert werden: Der veraltete Micro-USB-Anschluss und die etwas erhöhte Lautstärke von 37 Sone sind kleine Mankos.

So haben wir getestet

Alle Pumpen mussten zeigen, wie oft sie mit einer Akkuladung einen 28-Zoll-Gravelreifen, der 40 Millimeter breit ist, auf drei bar aufpumpen können. Außerdem haben wir getestet, ob die Pumpen die von den Herstellern angegebenen Werte um acht bar erreichen. Zudem haben wir gemessen, wie schnell die Geräte einen 25 Millimeter breiten Rennradreifen auf die erforderlichen 7,5 bar bringen.

Empfehlungen

Für Radreisen oder Gruppenausflüge ist die Cycplus AS2 Pro Max die richtige Pumpe. Nur sie schafft mit einer Akkuladung gleich mehrere Reifen von null auf den Zieldruck, ohne dass man Angst vor einem leer gelaufenen Akku haben muss. Für das Rennrad oder andere Sporteinheiten würden wir die leichte EPu2 von Voxom empfehlen. Sie passt in jede Trikotasche.

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