Mountainbiker, die sich vor Matsch und Spritzwasser schützen wollen, finden in Mudguards eine unauffällige, aber zuverlässige Alternative zum klassischen Schutzblech. Per Kabelbinder oder Klett im Nu montiert, sind sie die idealen Mini-Helfer für den Notfall.
Die Testkandidaten im Überblick
Hier eine Übersicht von vier getesteten Mini-Schutzblechen für Mountainbikes:
- SKS Flap Guard Design
- Mudhugger Front Race Long
- Cube LATZZ Enduro
- Rock Guardz Mudguardz PG350
SKS Flap Guard Design
Der Flap Guard von SKS Germany muss erst in Form gebogen werden, was die Montage etwas fummelig macht. Mit vier Kabelbindern sitzt er aber sicher an der Gabelbrücke und passt auch an nahezu jedes Modell. Optional kann der Flap Guard auch am Hinterbau eingesetzt werden. Durch die verlängerte Front wird Spritzwasser gut vom Gesicht abgehalten. Der ein oder andere Matschklotz rutscht dem Mini-Schutzblech dann aber doch durch. Schmutz wird zudem durch seine Bauform zusätzlich auch von den Gabeldichtungen abgehalten.
Montage: 4 von 6 Punkten
Schutz: 4 von 6 Punkten
Mudhugger Front Race Long
Der Mudhugger ist größer und robuster als die meisten anderen Schützer auf dem Markt und ist entsprechend schwer. Mit sechs Kabelbindern lässt sich der vorgeformte Fender super-sicher an die Gabel zurren. Das vordere Ende kommt dem Reifen ziemlich nah, lässt aber noch genügend Platz für die dicke Fango-Packung. Durch seine Länge hält der Mudhugger Schmutz sehr zuverlässig vom Körper fern und bietet auch für die Beine und den Oberkörper ein gewisses Maß an Schutz. Optisch Geschmackssache kann die Funktion voll überzeugen.
Montage: 5 von 6 Punkten
Schutz: 6 von 6 Punkten
Cube LATZZ Enduro
Der Neopren-Latz von Cube lässt sich besonders schnell und vor allem ohne Werkzeug an die Federgabel kletten. So kann man ihn auch mal während der Tour aus dem Rucksack zaubern, wenn das Wetter unverhofft umschlägt. Das Sichtfeld hält der dehnbare Schützer gut sauber. Dennoch finden immer wieder Matschspritzer ihren Weg ins Gesicht. Die Gabeldichtungen und auch die Beine bleiben dem Schlammbeschuss aber voll ausgesetzt. Der Cube Latzz ist in drei Längen erhältlich und passt so an Cross-Country- bis Downhill-Gabeln.
Montage: 6 von 6 Punkten
Schutz: 3 von 6 Punkten
Rock Guardz Mudguardz PG350
Der 33 Zentimeter lange Frontfender ragt besonders weit unter der Gabelbrücke nach vorne. Dementsprechend gut schützt der PG350 das Gesicht vor Matschpickel. Selbst grobstolliges Profil passt locker unter den robusten Kunststoffschützer. Die Montage des vorgeformten Rock Guardsz PG350 ist kinderleicht. Die Oberseite stützt sich über einen kleinen Buckel an der Gabelbrücke ab. So sitzt der PG350 bombenfest auch in der rumpeligsten Abfahrt. Die Staubdichtungen an der Gabel werden zuverlässig geschützt, der Oberkörper eher weniger.
Montage: 5 von 6 Punkten
Schutz: 5 von 6 Punkten
Alles über Schutzbleche: Trocken und warm durch Herbst und Winter
Nach dem schier endlosen Sommer ist er jetzt endlich da: Der nasskalte Herbst. Ein großer Pfeiler für Erfolgserlebnisse? Gut passende Schutzbleche für Front und Heck! Davon gibt es prinzipiell zwei verschiedene Arten: klassische Schutzbleche zum Stecken oder Kletten an Rahmen und/oder Gabel und ultraleichte Plastikschützer - als Mini-Helfer für den Notfall. Wer regelmäßig und vorwiegend länger durch den Regen muss, ist mit fest verbauten, klassischen Schutzblechen am besten gewappnet. Diese gibt es für jeden Radtyp passend im Handel zu finden, die Bandbreite reicht von E-Bike bis Rennrad. Die zweite Variante, also die leichten Plastikschützer, eignen sich insbesondere für sportive, auf jedes Gramm achtende Piloten - oder eben für Gelegenheitsfahrer, die nur minimalen Schutz benötigen und nur wenige Euros in die Hand nehmen wollen.
Klassische Schutzbleche vs. Notfall-Schutzbleche
Klassische Schutzbleche:
- Empfehlen sich dringend für Vielfahrer und Radfahrer*innen, die möglichst trocken nach Hause kommen wollen.
- Es gibt passende Varianten für jeden Rad-Typen
- Beste Schutzwirkung
- Mitunter stylish
- Meist schnell abgebaut
- Oft eher schwer und klobig
- Optisch nicht immer ein Highlight
- Relativ teuer
Notfall-Schutzbleche:
- Empfehlen sich für alle, die auf cleane Optik wert legen und für die maximale Schutzwirkung nicht zwingend erforderlich ist.
- Marken wie Ass-Savers verkaufen zudem bunte und somit optisch gefällige Varianten.
- Vergleichsweise superleicht
- Sehr günstig
- Viele verschiedene Designs
- Schnell an- und abgebaut
- Für kurze Touren rudimentäre Schutzwirkung
- Besonders am Hinterrad aber nur schwacher Nässeschutz
Empfehlungen der BikeX-Redaktion
Preis-Leistungs-Tipp Mountainbike: Acid Mudblocker
Das 283 Gramm leichte Set stammt von der Cube-Eigenmarke Acid. Montiert wird es per Kabelbinder, den Frontschutz gibt es auch mit Schraubplatte für kompatible Gabeln. Die Montage via Kabelbinder ist schnell erledigt, der Halt perfekt. Der vordere Fender müsste für noch besseren Schutz etwas weiter über dem Vorderrad thronen, so verirrt sich immer mal wieder etwas Matsch ins Gesicht. Der lange Schützer hinten funktioniert hingegen bestens. Preis-Leistungs-Sieger in unserem Mountainbike-Schutzblech-Test!
Testsieger Mountainbike: SKS Mudrocker Front & Mudrocker Rear
Kein Schnäppchen, aber richtig gut: Der Mudrocker ist dank Klettband im Nu an Gabelbrücke und Heck montiert und hält auch dank der innen gummierten Kletts selbst bei harten Abfahrten bombenfest. Und der Schutz vor Matsch und Nass? Überzeugte auf unserer Testrunde vollends! Kein Wunder: Der Heckfender ist mit 60 cm schön lang, beim im Vergleich "normal langen" 47-cm-Frontfender kann der eh schon tolle Schutz über zwei Verlängerungsstücke buchstäblich noch weiter ausgebaut werden. Grammfeilscher sind greifen beim 360 Gramm schweren Set lieber zum oben vorgestellten Acid-Schützer.
Kauftipp Rennrad & Gravelbike: SKS Speedrocker
Die persönliche Empfehlung von BikeX-Redakteur Moritz Schwertner: Das mit 420 g Komplettgewicht erfreulich leichte Spritzschutz-Set von SKS funktioniert top für Renn- und Gravelräder. Die Montage per Klett (vorne) und Gummi-Straps (hinten) ist selbsterklärend, das Set sitzt fest, der Schutz dank großzügiger langer (710 mm v., 950 mm h.) und bis zu 42 mm Reifen deckender "Bleche" top. Kostenpunkt: Rund 50 Euro.
Mini-Schützer: Ass Savers (für jedes Fahrrad)
Klein, fein und heimlicher Liebling der Redaktion: Mit den "Ass Savers" schützt man buchstäblich seinen Allerwertesten vor allzu viel nerviger Nässe. Gerade als, nennen wir es beim Namen: Notbesteck, eine gute Idee - denn mit rund 10 Euro kostet der kleine Helfer aus Plastik, den man meist einfach nur zwischen das Sattelgestänge klemmt, nicht die Welt!
MTB Schutzbleche im Detail
Eines der beliebtesten Schutzbleche für Mountainbikes ist der sogenannte „Mudguard“ oder „Mini MTB Fender“, welcher an Gabel oder Hinterbau montiert werden kann, diese sind aus einem robustem und langlebigem Material gefertigt und bieten schnell montiert einen Spritzschutz vor Schlamm, Staub und Wasser.
Passen die Schutzbleche MTB auch an mein E-Mountainbike?
Ja! Natürlich lassen sich unsere Schutzblechvarianten auch einwandfrei an Elektro-Mountainbikes montieren. Die Funktionsweise unterscheidet sich hier nicht von den normalen Mountainbikes.
Tabelle: Übersicht der getesteten Mudguards
| Modell | Montage | Schutz | Preis | Gewicht |
|---|---|---|---|---|
| SKS Flap Guard Design | 4/6 | 4/6 | 9,99 Euro | 45 Gramm |
| Mudhugger Front Race Long | 5/6 | 6/6 | 29,95 Euro | 80 Gramm |
| Cube LATZZ Enduro | 6/6 | 3/6 | 9,95 Euro | 19 Gramm |
| Rock Guardz Mudguardz PG350 | 5/6 | 5/6 | 19,99 Pfund | 60 Gramm |
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