Mit dem E-Bike auf den Brocken: Erfahrungen und Erlebnisse

Als Astrofotograf bin ich liebend gern mit meinem Camper unterwegs. Nun gibt es jedoch auch Spots, die mit dem Auto entweder gar nicht oder nur zu sehr hohen Kosten erreichbar sind. Der Brocken im Harz ist einer dieser Spots.

Hier führt zwar eine asphaltierte Straße hinauf, allerdings ist diese für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Durch seine ausgesetzte Lage ist es auf dem 1.141 m hohen und somit höchsten Berg Norddeutschlands leider häufig stürmisch und nebelig. Er gilt sogar mit durchschnittlich 42 km/h als windigster Ort Deutschlands und hat im Jahresmittel mehr als 300 Nebeltage zu verzeichnen - also alles andere als ideale Bedingungen für die Astrofotografie!

Bezieht man dann noch die möglichen Nächte ein, in denen die Milchstraße überhaupt ohne Mondlicht fotografiert werden kann, bleiben nicht mehr allzu viele Chancen für solch ein Vorhaben. Aber gerade dies macht vermutlich auch den besonderen Reiz dieses Spots für viele aus. Mir würden auf Anhieb zahlreiche besser erreichbare und fotogenere Milchstraßenspots einfallen - aber auch auf mich hat der Brocken schon immer eine gewisse Anziehungskraft.

Und so stand er mal wieder auf der Liste meiner Astrofotoprojekte, nachdem mein letzter nächtlicher Besuch schon fast 8 Jahre zurückliegt. Damals bin ich Ende April mit zwei anderen Astrofotografen zu Fuß von Torfhaus auf den Brocken gewandert, um dort bei stürmischer Kälte gegen 2 Uhr den Milchstraßenbogen zu fotografieren. 2017 hatten wir sehr viel Glück mit dem Wetter.

Leider sind meine Möglichkeiten für solch ein Projekt mittlerweile etwas eingeschränkt, da ich mit zwei kaputten Knien keine Bergwanderungen mehr machen kann - schon gar nicht mit schwerem Fotoequipment auf dem Rücken. Zwar wären auf der kürzesten Strecke aus Schierke „nur“ 5,4 Kilometer und 500 Höhenmeter zu überwinden, aber auch diese sind für mich leider nicht mehr realistisch. Von daher musste eine andere Möglichkeit her, nachts auf den Gipfel zu kommen.

Ich musste nicht lang überlegen. Brockenbahn und Hotelübernachtung waren mir dann doch zu bequem und zu teuer, und so setzte sich schnell der Plan vom Gipfelsturm mit dem Fahrrad - in diesem Fall einem E-Bike - in meinem Kopf fest.

Wie ein Wink von Petrus zeichnete sich Anfang März plötzlich eine Woche Frühling und wolkenloser Himmel im Harz ab. Für mich passte das ideal - hatte ich doch gerade nach vielen Wochen Schreibtischarbeit mein zweites Kanutouren-Buch fertig geschrieben und gesetzt. Körper und Geist schrien jetzt dringend nach Abwechslung und Sport, und so entschloss ich mich kurzerhand, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

Vorbereitung und Ausrüstung

Bikepacking - wie es heute so schön heißt - mit Fotoausrüstung ist für mich relativ neu. Früher bin ich zwar mehrfach über die Alpen geradelt, allerdings beschränkte sich mein Gepäck da meist auf einen kleinen Rucksack und eine Satteltasche. Fotografiert habe ich damals mit einer kleinen Pocketkamera. Für die Nacht- und Astrofotografie braucht es da schon etwas mehr Equipment.

Mit minimalistischem Setup in Form einer Kamera mit lichtstarkem Objektiv sowie einem kleinen Stativ konnte ich einen ersten Test für eine solche Foto-Bikepacking-Tour schon Ende Januar ausprobieren. Im Harz wollte ich dann schon etwas mehr dabei haben.

Und so fanden schließlich zwei Kameras, drei Objektive, ein Stativ und ein Nodalpunktadapter für Panoramen Platz in meiner gepolsterten Fototasche - einer sogenannten ICU (Internal Camera Unit - ich nutze hier dieses Modell von Tatonka*), wie sie auch in normalen Rucksäcken verwendet werden kann.

Da all dies nicht mehr in Lenker-, Sattel- oder Rahmentasche passte, kam nun auch noch ein temporärer Gepäckträger (in wenigen Sekunden an- und abbaubar) und entsprechende Taschen dazu. So wog mein ursprünglich gut 15 kg schweres E-Gravelbike dann plötzlich um die 35 bis 40 Kilo. Dies ging erstaunlich gut und hat auch den Akku nicht übermäßig mehr belastet.

Ich fahre generell recht sportlich auf dem Rad, so dass ich nur bei Bedarf (z.B. an steileren Anstiegen) mal etwas mehr Unterstützung hinzunehme um die Knie zu schonen. So komme ich auch mit dem vergleichsweise kleinen 320 Wh Akku in der Regel auf dreistellige Kilometerwerte mit einer Ladung. Im Gebirge und insbesondere bei Strecken mit längeren, steileren Abschnitten sieht dies natürlich schon etwas anders aus.

Für viele gehört zum klassischen Bikepacking auch die Übernachtung im Zelt. Da bin ich ehrlich gesagt etwas anders gestrickt. Nachdem ich mich in den letzten 7 Jahren so sehr an mein bequemes und warmes Bett im Camper gewöhnt habe, kann ich mir nicht mehr vorstellen, auf einer Isomatte im Zelt zu schlafen - das war noch nie mein Ding.

Daher entschied ich mich für die Komfortvariante, die aber trotzdem noch etwas Besonderes war. Und zwar habe ich auf booking.com ein Schlaffass in Schierke entdeckt, welches vergleichsweise günstig zu mieten war im März. Als ich meiner Mama von diesem Plan erzählt habe, war sie direkt Feuer und Flamme. Auch sie war wie ich schon fünf Mal auf dem Brocken und war sogar nicht abgeneigt, in der Nacht mit hochzufahren. Also haben wir bei den immer besser werdenden Wetteraussichten für die erste Märzwoche spontan das Schlaffass für 3 Nächte gemietet.

Zwar war die Wolkenvorhersage für alle drei Nächte ausgezeichnet, aber getreu dem Motto „was man hat, hat man“ wollte ich gleich in der ersten Nacht auf den Brocken. Man weiß ja nie, ob sich das Wetter nicht doch noch spontan ändert. Daher hieß es nach der Ankunft im Harz für 2 Uhr den Wecker stellen und versuchen, etwas vorzuschlafen.

Die Fahrt auf den Brocken

Nachdem ich mein Brompton Faltrad letztes Jahr um einen E-Antrieb ergänzt habe, hatten wir glücklicherweise zwei E-Bikes für unser Vorhaben zur Verfügung. So war dann auch der 11 Kilometer und 530 Höhenmeter zählende Weg auf den Brocken mit seinen teils ordentlichen Steigungen gut zu bewältigen.

Es war sogar überraschend windstill und mild - dachten wir zumindest während der Fahrt. Das änderte sich schlagartig, als wir nach 45 Minuten auf dem Brockenplateau ankamen. Hier war es wie in einer anderen Welt. Plötzlich war alles mit Eis und Schnee bedeckt und ein eisiger Wind pfiff uns um die Ohren.

Da wir damit schon gerechnet hatten, zogen wir uns schnell unsere mitgebrachten Daunenhosen und -jacken über, die Spikes über die Schuhe und ich machte mich im „Brockengarten“ am berühmten Stein ans Fotografieren.

8 Jahre nach meinem letzten nächtlichen Besuch auf dem Brocken war das Wetter im direkten Vergleich etwas schlechter. Wenn ich ehrlich bin, hat das Fotografieren unter diesen Bedingungen auch nur bedingt Spaß gemacht. Dieser permanente Wind zog in alle Ritzen und von unten kroch die Kälte langsam, aber sicher durch die Schuhsohlen. Da ist es in Norwegen bei -20°C (ohne Wind) doch deutlich angenehmer. Aber gut, da musste ich jetzt durch.

Meine Mutter drehte fleißig Runden um den Brockenstein, um sich einigermaßen warm zu halten. Nach einer Stunde auf dem fast einsamen Gipfel (wir sahen nur mal jemanden in etwas Entfernung über den Platz laufen) war es dann auch schon wieder vorbei mit der Dunkelheit.

Kurz vor 5 Uhr setzte nämlich schon die astronomische Dämmerung ein und schneller als wir gucken konnten war schon das erste schwache Morgenrot am Himmel zu sehen. Und so war dann auch die Zeit bis kurz vor Sonnenaufgang schnell vergangen und wir konnten nach einem obligatorischen Foto dieses frostig schönen Szenarios die Rückfahrt antreten. Die dicken Sachen haben wir direkt angelassen dabei… Und bei mir waren das tatsächlich vier Jacken plus Unterhemd.

Die Abfahrt im Morgengrauen war herrlich. Kurz vor Sonnenaufgang waren wir dann nicht mehr allein auf dem Brocken.

Weitere Radtouren im Harz

Nach einem Ausschlaf-, Ruhe- und Arbeitstag ging es dann auf eine Runde Location-Scouting mit dem Fahrrad. Dieses Mal mit weniger Gepäck, dafür aber auch mal der einen oder anderen Schotterstraße - wozu hat man denn sonst ein Gravelbike.

Manche Wege, wie beispielsweise der Rehberger Grabenweg von der Sternwarte St. Andreasberg zum Oderteich, änderten jedoch ihren Charakter im Laufe ihres Verlaufs. Was noch traumhaft begann, ging dann über in weichen, nassen Schotter und endete im Schnee und Eis.

Und so wurde es am Ende eine schöne 70-Kilometer-Runde mit 1.000 Höhenmetern, die schließlich am Schierker Bahnhof mit einem Blick auf die letzte Brockenbahn des Tages endete.

Einen der Spots auf meiner Radtour kannte ich zwar schon, aber nach dem Besuch hat es mich doch sehr gejuckt, hierher noch einmal in der Nacht zurückzukehren. Und so fuhren wir - dieses Mal allerdings mit dem Auto - in der letzten Nacht im Harz zum 20 Minuten entfernten Oderteich.

Dies war auch gleichzeitig erstmal die letzte Nacht, in der die Milchstraße ohne Mondlicht am Himmel stand. Das Wetter spielte zum Glück gerade noch so mit, so dass wir nicht nur einen (fast) wolkenlosen Himmel, sondern auch im Vergleich zum Brocken angenehmere -3°C ohne Wind am Ufer erleben durften.

Mein Plan einer tollen Spiegelung der Sterne im Wasser wäre damit vermutlich auch aufgegangen, wenn der See nicht noch komplett zugefroren gewesen wäre.

Aber wir hatten den See komplett für uns allein und begegneten glücklicherweise auch keinen Wildschweinen in dieser Nacht. Neben dem Borkenkäfer sind diese Gesellen nämlich gerade eine echte Plage im Harz. Mittlerweile kommen sie bis in die Städte und zerwühlen dort Parks und Gärten - ein ebenso erschreckender Anblick wie die vielen toten Bäume!

Trotzdem wurde es etwas spooky am Oderteich. Zum einen, weil das Eis auf dem See regelmäßig laute Spannungsgeräusche von sich gab und zum anderen, weil wir aus der Ferne heftige „Schreie“ hören konnten. Vermutlich waren das Rehe, die da so lauthals kommunizierten.

Weitere Erfahrungen mit E-Bikes im Harz

Auch andere Radfahrer haben ihre Erfahrungen mit E-Bikes im Harz gemacht. So berichtet ein anderer Bericht von einer Tour mit dem E-Bike auf den Brocken und über den Wurmberg zurück nach Braunlage:

Mit dem E-Bike geht es auf den Brocken, den höchsten Berg Sachsen-Anhalts, und von dort über den Wurmberg, den höchsten Berg Niedersachsens, zurück nach Braunlage. Doch diesmal sollten es beide Gipfel an einem Tag werden und das ausnahmsweise mal nicht zu Fuß.

Mit 1.141,2 Meter über dem Meeresspiegel ist der Brocken nicht nur der höchste Berg in Sachsen-Anhalt, sondern zugleich auch die höchste Erhebung im Harzer Mittelgebirge.

Mit seinen 971,2 Metern über dem Meeresspiegel ist der Wurmberg der höchste Berg in Niedersachsen. Er liegt direkt außerhalb des Nationalparks Harz und kann dadurch touristisch vielfältig genutzt werden. Die Stadt Braunlage ist eines der touristischen Zentren im Harz und liegt direkt am Fuß des Wurmberg. Aufgrund der Nähe beider Gipfel zueinander, lassen sie sich sehr gut miteinander kombinieren. Egal ob man jetzt zu Fuß unterwegs ist oder auf dem Fahrrad.

Reservierung und Übernahme klappte super und war zügig erledigt. Die Mitarbeiter vor Ort nahmen sich Zeit, auch für andere Kunden, welche eventuell mehr Erklärungen benötigten.

Anfangs folgten wir nun also einer asphaltierten Straße und konnten uns an die, doch etwas ungewohnte, Fahrt mit der elektrischen Unterstützung gewöhnen. Verschiedene Fahrstufen standen zur Verfügung und von Eco bis Max konnte man die Unterstützung durch den E-Antrieb erhöhen und steuern. Dank der E-Unterstützung geht es zügig bergauf.

Leider war es so windig, dass wir es ohne Jacken und Kapuzen kaum aushalten konnten. Wir entschieden uns gegen eine Mittagspause auf dem Gipfel und fuhren stattdessen weiter.

Vor allem die alten DDR-Grenzwege haben üble Bodenplatten aus Beton, welche das Fahren eher unangenehm werden lassen.

Zum guten Glück waren wir schon recht weit oben, sodass wir von dort aus einfach ins Tal nach Braunlage rollen konnten.

Alles in allem war es eine super Erfahrung mit den E-Bikes, auch wenn wir beide auf den Ausfall der Kette, kurz vor dem Gipfel des Wurmbergs, verzichten hätten können. Die Akkus hatten genügend Kapazität und brachten uns jede Steigung ohne große Anstrengung hinauf. Insgesamt legten wir 33 Kilometer zurück und sammelten, dank zweier Gipfel, auch reichlich Höhenmeter.

Der Weser-Harz-Heide-Radweg

Schöne Städte, spektakuläre Landschaften: Der Weser-Harz-Heide-Radweg führt rund 420 Kilometer durch Niedersachsen - von Hann. Münden bis Lüneburg. Die Strecke verläuft größtenteils abseits großer Straßen und auf asphaltierten Rad- sowie Wirtschaftswegen. Stellenweise, etwa im Weserbergland und vor allem im Harz, sind einige anstrengende Steigungen zu bewältigen - hier sind E-Bike-Fahrer klar im Vorteil. Es empfiehlt sich, die Route in mindestens sieben Etappen aufzuteilen.

Da viele Orte am Weser-Harz-Heide-Radwegs gut an das öffentliche Schienennetz angebunden sind, ist es auch möglich, nur Teilstrecken zu erkunden. Der Radfernweg ist ausgeschildert, ein hilfreicher Begleiter mit vielen Zusatzinformationen ist die App "Weser-Harz-Heide-Radweg" von Thomas Kempernolte, die man sich auf das Smartphone laden kann.

Startpunkt des Fernradwegs ist die malerische Fachwerkstadt Hann. Münden, die gleich an drei Flüssen liegt - Fulda und Werra fließen hier zusammen und werden zur Weser.

Die zweite Etappe ist mit 70 Kilometern deutlich länger und führt von Göttingen bis nach Herzberg im Westharz. Wem das zu weit ist, der kann die Etappe auch noch einmal unterteilen und eine Übernachtung in Duderstadt einplanen. Die Stadt bietet sich auch für eine längere Pause an, etwa für einen Abstecher zum Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen oder einen Besuch im Grenzlandmuseum südlich von Duderstadt. Lohnend ist zudem ein Stopp an der Rhumequelle bei Rhumspringe, einer der größten Karstquellen Europas. Sie liegt idyllisch im Wald.

Auf der dritten Etappe, die von Herzberg nach Goslar führt, warten mehrere anstrengende Steigungen, insbesondere zwischen Osterode und Clausthal-Zellerfeld im Oberharz. Auf dem Weg liegen schöne Naturlandschaften wie das Rote Moor. Eine beeindruckende Aussicht bietet die Sösetalsperre. Von dort geht es entlang des Stausees über Altenau nach Clausthal-Zellerfeld. Die beiden historischen Bergstädte bieten sich für eine längere Pause an. In Richtung Norden führt der Weg schließlich vorbei an Lautenthal und der Innerste-Talsperre bergabwärts nach Goslar am nördlichen Harzrand.

Die nächste Etappe ist mit 61 Kilometern etwas kürzer als die Harz-Etappe am Vortag, so bleibt vor dem Start noch etwas Zeit für eine Besichtigung Goslars mit der mittelalterlichen Kaiserpfalz, der Altstadt und dem Bergwerk Rammelsberg. Die Etappe nach Braunschweig verläuft meist eben und führt zwischen Schladen und Hornburg auf dem Fernradweg Grünes Band an der ehemaligen innerdeutschen Grenze entlang. Dort konnte sich die Natur vielfach fast ungestört entwickeln.

Mit 38 Kilometern ist die fünfte Etappe nach Gifhorn relativ kurz. Durch Spargelfelder und kleinere Dörfer führt sie über Isenbüttel zum Tankumsee, der sich mit Badestrand und Liegewiesen im Sommer für eine längere Pause anbietet.

Nach dem Übernachtungsstopp geht es auf rund 55 Kilometern in nördliche Richtung nach Bad Bodenteich. Der Weg führt stellenweise über sandige und daher etwas schwer zu befahrende Wege durch die Heidelandschaft.

In Bad Bodenteich beginnt die siebte und letzte Etappe des Weser-Harz-Heide-Radwegs. Sie führt großenteils entlang des Elbe-Seitenkanals zunächst nach Uelzen und Bad Bevensen und kreuzt den Kanal dabei mehrfach. Ab Bienenbüttel folgt der Weg dem Verlauf der Ilmenau und erreicht nach insgesamt 72 Kilometern Lüneburg. Wer Zeit hat, sollte dort noch mindestens eine Übernachtung einplanen, um die mittelalterliche Salzstadt zu besichtigen. In Lüneburg halten sowohl die Regionalbahn als auch der ICE.

E-Bike your Life Harz Festival

Unter dem Motto eBike your Life sollte im Harz und in der Region rund um Wernigerode vom 17.-19.05.2019 der diesjährige Auftakt einer noch relativ neuen Eventserie stattfinden. Zuvor hatte es bereits Veranstaltungen in der Schweiz gegeben, die dieses Jahr wiederholt werden sollen. Im Harz fand 2019 die Premiere statt.

Drei ausgewählte Touren führten jeweils als Rundtour von den Orten Braunlage, Schierke und Bad Harzburg durch die grüne Harzlandschaft. Begleitet wurden diese geführten Touren von erfahrenen Mountainbike-Guides.

Die Leih-E-Bikes können einfach über den eBike your Life-Partner hinzu gebucht werden.

Wer die Tour mitmachen wollte, konnte sich vorab oder spontan direkt vor Ort anmelden. Zur Auswahl stand das Festival-Paket für eine oder zwei Touren oder man verbachte das gesamte Wochenende auf dem Rad mit dem Komplettpaket. Bei der Anmeldung erwartete die Mitfahrenden außerdem ein schönes Willkommensgeschenk wie Landkarten der Region und eine praktische Gürteltasche mit Trinkflaschenhalter - perfekt für Kleinigkeiten, die man auf einer MTB-Tour schnell griffbereit haben möchte!

Die Teilnehmenden des eBike your Life-Events wurden vor Tourbeginn in drei Gruppen aufgeteilt, um den unterschiedlichen Erfahrungs- und Schnelligkeitsstufen der Mitfahrenden gerecht zu werden.

Die Route stand fest, die Verpflegung war organisiert und Fahrräder standen zur Verfügung, wenn man selbst kein E-MTB besitzen sollte. Der Verleih der E-Mountainbikes verlief unkompliziert vor Beginn der Tour. Ich bekam ein solides Hardtail der Marke haibike. Die Rückgabe erfolgte abends an gleicher Stelle. Um die Ladung der Akkus und die Pflege des Rades kümmerte sich dann das Team von Harzmobil - gegebenenfalls auch während der Touren in der Mittagspause. Durch eine Namensmarkierung am Rad wurde sichergestellt, dass ich an allen drei Tagen auch das gleiche Fahrrad nutzen konnte.

Fazit

Für mich war es die erste mehrtägige Foto-Bikepacking-Tour, über die echte Bikepacker wahrscheinlich nur schmunzeln würden. Schließlich hatte ich den Luxus einer festen Unterkunft, einer Motorunterstützung am Fahrrad und sogar eines „Materialwagens“ (PKW meiner Mutter). Aber es war ja auch ein erster Test und sollte schließlich Spaß machen. Und das hat es definitiv!

Neben dem Gesundheitsaspekt ermöglicht es mir auch an Spots zu kommen, an die ich mit dem Camper nicht fahren darf oder kann, und die auch zu Fuß für mich nicht erreichbar sind.

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