Das Nordkap ist ein beliebtes Ziel für Reiseradler. Die abwechslungsreichen Landschaften und die vielen Rentiere auf der Straße sorgten dafür, dass es unterwegs nicht langweilig wurde. Dank niedriger Tempolimits fuhr es sich sowohl entspannt als auch sehr sparsam. Wir hatten aber Glück und konnten das kaum besuchte Kap inklusive der Aussicht sogar kurz in der Mitternachtssonne und ohne Nebel oder Regen genießen. Das Nordkap ist insgesamt etwas unspektakulärer, als man es vielleicht erwarten würde.
Nach dem Aufenthalt am zwischenzeitlich von Touristenmassen überschwemmten Ausflugsziel fuhren wir wieder zurück nach Rovaniemi, in dem die Radreise in Richtung Helsinki startete. Nach mehreren Radreisen gewöhnt man sich auch an ungeplante Ereignisse, weil man weiß, dass es immer irgendwie weitergeht. Auch mit den unterwegs getroffenen anderen Radreisenden gab es tolle Begegnungen, egal ob es sich um Finnen handelte, die nur wenige Tage radelten oder ob es der Franzose war, der schon seit drei Monaten alleine auf dem Weg Richtung Griechenland war und noch nicht wusste, was eigentlich sein Ziel sein wird.
Genau solche ungeplanten Begegnungen machen für mich eine gute Radreise aus, im Flugzeug ist so etwas kaum möglich. Vor der Fähre traf ich diverse andere Radreisende aus mehreren Ländern, die entweder gerade starteten oder bereits am Ziel ihrer Tour waren. Nach der nächtlichen Fährankunft in Travemünde fuhr ich zusammen mit einer Schweizerin, die ich auf dem Schiff kennengelernt hatte, dank tollem Wetter spontan noch mit dem Rad nach Lübeck. Von Lübeck ging es wieder pünktlich mit dem Zug nach Frankfurt. Fazit: Die Reise hat sich sehr gelohnt!
Beim nächsten Mal würde ich allerdings auf die langen Fährfahrten verzichten und stattdessen versuchen, mit dem Zug bis an die schwedische Ostküste zu kommen und dort kurz nach Finnland überzusetzen. Das ist ähnlich schnell, kann aber deutlich günstiger und sehenswerter sein als der lange Weg übers Wasser. Am zweiten Tag von UpNorth 006 bin ich dort. Allerdings etwas „gepfuscht“ - ich habe mir einige km über Hauptstraßen per Schiff erspart. Und dann kommt auch der „ichbindannmalrausflow“. Recht hohe körperliche Anforderung, gepaart mit unbekanntem Terrain und vielen neuen Eindrücken macht das Projekt UpNorth einfach unfassbar gut.
Nach dem ruhigen Seitental komme ich an einen kleinen Fährhafen. Die Berge wachsen rundherum direkt aus dem Meer und es bleibt 1h Zeit, bis das Schiff einige Passagiere auf die andere Seite des Fjords bringt. Die EuroVelo1 Route wird unter Radlern als eines der Highlights in Europa gehandelt. Selbst hier ganz im Norden ist es mir meist zu trubelig auf den Straßen. So kurble ich teils 12-14h am Tag gen Norden.
Das ist ja nicht nur „gefühlt“ Freiheit, dass ist reale Freiheit. Die Freiheit ist in der Praxis nicht ganz so Instagram-mäßig, weil häufig nicht der optimale Platz am Wegesrand liegt. Ich bevorzuge: Alleinlage, tolle Landschaft, Trinkwasser in Reichweite, positives Empfinden am Platz. Die Strecke zwischen Tromsø und Nordkap ist gut zu fahren und meist asphaltiert. Ich bin aber am Nachmittag zur Hauptreisezeit unterwegs. Ganz nah. Und das mit dem in der Nacht ohne Verkehr fahren, ist denke ich die einzig vernünftige Lösung.
Vergnügt strampeln ich hindurch und mache in Honningsvåg im Supermarkt einen Stop. Die Nacht verbringe ich inmitten der grandiosen Landschaft hier oben. Nicht weit von der Straße entfernt aber ein Traumplatz. An der Kugel - bei bestem Wetter. Vor ein paar Jahren bin ich in Staufen bei Freiburg los gefahren und habe mich jedes Jahr etwas über eine Woche per Muskelkraft nach Norden bewegt. Und jetzt bin ich da. Die Weltkugel, das Wahrzeichen am Nordkap steht vor mir.
Ich würde bei einer Wiederholung versuchen mindestes jeweils 2-3 Wochen Etappen zu machen. Und mehr Strecken zu Fuß. Für viele Radler stellt sich die Frage: Wie komme ich vom Cap zurück? In 23 Tagen hat die 26-Jährige rund 3000 Kilometer bis zum Nordkap zurückgelegt. MIT ABSTAND DIE BESTE IDEE SEIT LANGEMMai 2019 in Berlin: Martha trocknet in der Kletterhallenumkleide ihre Haare, während ich nervös auf der Bank hin und her rutsche.
Ich habe ihr gerade von meiner Idee erzählt, ans Nordkap zu fahren: mit null Vorbereitung, noch weniger Erfahrung im Solo-Radtouren-Absolvieren und mit einem von Natur aus desaströsem Orientierungssinn ausgestattet. Ich habe erwartet, dass sie mir die Idee mit dem Raddiebstahl ausredet, aber die Zustimmung für die Idee alleine ans Nordkap zu radeln kommt unerwartet.„Das ist mit Abstand die beste Idee, die du seit langem hattest“. Verdammt. Nicht wirklich das, was ich von einer meiner besten Freunde hören wollte, aber wahrscheinlich mal wieder ganz genau das, was ich hören musste. Nur noch vier Tage bis es los geht. Vorfreude paart sich mit Muffensausen.
Die Route
Hier kannst du die Fahrradroute von Berlin zum Nordkap genauer unter die Lupe nehmen. Drei Tage vor der Abreise google ich das erste Mal, ob irgendjemand anderes diese Reise überhaupt mal auf sich genommen hat. Zwei Tage vor Abfahrt laufe ich durch den Outdoor-Store meines Vertrauens und kaufe alles ein, was ich auf der Packliste des Reiseblogs gefunden habe. Einen Tag vorher buche ich ein Ticket für die Fähre von Rostock nach Schweden.
Denn abgesehen davon, dass ich doch kein viel zu großes Fahrrad klauen will, steht für mich nun fest: Ich will Red, mein eigenes Diamant Elan, am Nordkap stehen sehen. Ich schlängle mich mit meinem Rad vorsichtig an den wartenden Autos und LKWs vorbei und komme kurz vor der Fährenauffahrt zum Stehen. Ich entgegne ihm: „Ich weiß, ich bin darauf vorbereitet. Ich hab noch eine Daunenjacke dabei, die für arktische Expeditionen geeignet ist. Ich hab nur keine Lust, sie jetzt aus meinen Taschen heraus zu graben“, antworte ich. Immerhin könnte ich ja schon auf der warmen Fähre sein, wenn du mich vorbei lassen würdest, füge ich gedanklich hinzu.
„Mmh. Und wo ist überhaupt dein Freund? Oder bist du tatsächlich alleine unterwegs?“ Der Mann muss lachen und winkt nun endlich auch mich in Richtung Fähre. Hejdå, Deutschland!„BITTE BEGEBEN SIE SICH RICHTUNG AUSGANG“, schmettert es mir aus einer kleinen Sprechanlage direkt über meinem Kissen entgegen. Anscheinend habe ich die laute Ansage sehr erfolgreich längere Zeit im Schlaf überhört, denn außer mir ist niemand mehr auf dem Parkplatz im Schiffsbauch. Die ersten Sonnenstrahlen scheinen ins Schiffsinnere. „Na los, los mit dir“, ruft mir einer der Fährenmitarbeiter zu.
Was mach ich hier eigentlich?
Die Fahrt beginnt in Trelleborg. Beim Versuch, noch in Trelleborg an einem Stoppschild anzuhalten, küsse ich (ungewollt) fast schwedischen Boden. Das Einstellen der Auslösehärte vergesse ich sicher nicht noch einmal.„Was mach ich hier eigentlich“, grummle ich leise vor mich hin. Außerdem kenne ich eine Freundin in Lund. Wenn ich schon mal in Schweden bin, kann ich also auch noch die 70 Kilometer bis zu ihr auf mich nehmen. Die Autobahn ist zwar nicht der gemütlichste Ort für Radfahrer, aber da es noch sehr früh ist, bleibt der Verkehr entspannt. Meine Freundin Melinda hatte das Café explizit nach diesem Kriterium und unlimited Coffee-Refills ausgesucht.
„Du kannst doch nicht jetzt schon umdrehen“, sagt sie zu mir, während ich mir die Backen mit Pfannkuchen vollstopfe. Melinda grinst: „Sag mir lieber, bis wohin du es heute mindestens schaffen willst“. Annie war mit unserem Elan Trekking®-Rad unterwegs. Ein Fahrrad mit leichtem Aluminiumrahmen mit Touring-Geometrie. Annie gibt ihrem Elan 10/10 Punkten. Der sieht nahezu 180 Kilometer pro Tag vor. Ruhetage habe ich erfolgreich vergessen einzuplanen.
Züge kann man mit einem Fahrrad in Schweden eigentlich nicht nehmen, aber ich lerne schnell, dass die winzigen Regionalzüge da ab und zu eine Ausnahme machen. Bei der Streckenlänge, die diese kleinen Züge einem abnehmen, handelt es sich zwar nur um 50 bis 100 Kilometer (je nachdem wo man zusteigt), aber ich bin verzweifelt genug um jede Unterstützung anzunehmen. Denn ich hab ganz vergessen, dass ich bei längeren Radstrecken Probleme mit meinem Knie bekomme. Von einem Pärchen, das mich in ihrer Tischlerwerkstatt schlafen lässt, zum Vorgarten eines Computer-Admins mit 5 Häusern in Umeå, und weiter auf die Terrasse eines Ice-Cream Truckers in Töre.
Verzweiflung in Norwegen
Ich bin in Norwegen angekommen. Den Tag vorher war ich in der Dusche eines verlassenen Campingplatzes in Skibotn aufgewacht, in der ich mich zum Schlafen zum Schutz vor der Kälte eingekugelt hatte. Ich hätte gerne auf dem Campingplatz eingecheckt, aber in der gesamten Zeit, die ich auf dem Platz verbracht habe, habe ich keinen einzigen Menschen gesehen. Bombastisch ragen sie ihre schneebedeckten Gipfel gen Himmel, majestätischer als jeder Tempel, jede Kirche, jedes Schloss, was ich jemals gesehen habe.
Ziel erreicht
Er steht direkt vor mir, aufgestellt auf einer Betonplatttform, die Stahlbalken schwarz und im Hintergrund der blau-graue Himmel. Ich kann nicht aufhören zu grinsen. Er nimmt mein Telefon. So genau weiß ich das nicht mehr, aber irgendwann kam ich auf den Gedanken, etwas zu machen, was mich komplett physisch und mental herausfordern sollte. Wille und Mut - habe ich das wirklich? Am 24. Mai 2024 verabschiedete ich mich von meiner Familie und Freunden. Die ersten Kilometer fühlten sich eher wie ein Spaziergang ins Ungewisse an.
Deutschland und Dänemark: Die Feuertaufe
Körperlich war ich überrascht, wie gut ich mithalten konnte, doch mental war es eine ganz andere Geschichte. Der Gedanke, 4.200 Kilometer noch vor mir zu haben und fast drei Monate ganz alleine unterwegs zu sein, war erschreckend, faszinierend und überwältigend zugleich. Ich konnte aber meine Kilometerleistung von Tag zu Tag gut steigern. Hilfreich waren sicherlich auch mehrere positive Überraschungen und herzliche Begegnungen, die mich zu Beginn doch sehr gut motivierten, weiterzumachen. Daraus ergaben sich ein warmes Bett, interessante Gespräche und ein deftiges Abendessen. Und so kam ich irgendwann dann in Hamburg an.
Als ich in Dänemark in Frederikshavn dann zum ersten Mal das Meer sah, realisierte ich, wie weit ich schon gekommen war - ab da wollte noch viel weiter. Um ein besseres Gefühl für die Strecke und die Belastung zu geben, hier sind ein paar Zahlen zu meiner Reise durch Deutschland und Dänemark:
| Deutschland | Dänemark | |
|---|---|---|
| Gefahrene Tage | 18 Tage | 7 Tage |
| Gefahrene Kilometer | 1.021 km | 471 km |
| Überwundene Höhenmeter | 4.970 m | 1.760 m |
Norwegen: Das härteste, aber schönste Kapitel
In Frederikshavn setzte ich mit der Fähre nach Oslo über. Mein Körper hatte sich angepasst, und ich begann, die Herausforderung zu genießen. Distanzen von 120km+ waren plötzlich an der Tagesordnung und all das in einer Landschaft, die einen immer wieder tief berührte. Oft hielt ich an, nur um die Landschaft aufzusaugen. Die Lofoten mit ihrer einzigartigen Fjord- und Berglandschaft waren der absolute Höhepunkt. Die beiden Strecken lassen sich mit Zahlen wie folgt zusammenfassen:
| Oslo-Trondheim | Trondheim-Lofoten | |
|---|---|---|
| Gefahrene Tage | 10 Tage | 14 Tage |
| Gefahrene Kilometer | 553 km | 1.076 km |
| Überwundene Höhenmeter | 5.440 m | 8.350 m |
Das Ziel vor Augen: Das Nordkap
Die letzten 500 Kilometer waren emotional. Ich machte mehr Pausen, um die Landschaft auf mich wirken zu lassen, und wurde mir bewusst, wie stolz ich auf das war, was ich schon geschafft hatte. Am 31. Juli, um 3 Uhr morgens, stand ich schließlich am Nordkap. Die Umgebung wurde karger. Die Natur zeigte mir zum Abschluss noch einmal alles, was sie zu bieten hatte. Für den letzten Abschnitt habe ich tatsächlich am längsten benötigt und dabei auch am meisten Höhenmeter überwunden.
| Lofoten-Nordkap | |
|---|---|
| Gefahrene Tage | 21 Tage |
| Gefahrene Kilometer | 1.064 km |
| Überwundene Höhenmeter | 9.930 m |
Rückblick: Wie mich die Reise verändert hat
Aus jemandem, der noch vor einem Jahr kaum mit dem Rad unterwegs war, wurde ein Langstreckenfahrer. Ich habe mich körperlich und mental herausgefordert und bin daran gewachsen. Doch mehr als das: Ich habe gelernt, dass Grenzen oft nur im Kopf existieren. Dafür bin ich unendlich dankbar. In den etwas mehr als zwei Monaten bzw. in den 70 Tagen meiner Reise habe ich insgesamt genau 4.164 km zurückgelegt und 30.450 Höhenmeter überwunden. Alles in allem und im Durchschnitt habe ich 60 km pro Tag zurückgelegt und 435 Höhenmeter überwunden.
Von Oslo aus geht es etwa 390 km in die Berge nach Geilo. In der näheren Umgebung der Hauptstadt sind die breit asphaltierten Radwege super in Schuss. Von Bergen aus geht es die Küste entlang über unzählige kleine Inseln weiter in den Norden. Letztere ist die weltweit einzige Gletscherzunge, welche bis ans Meer heranreicht. Rechtzeitig mit der Fährfahrt auf die Lofoten wird das Wetter sonnig! Schon bei meiner Ankunft bringt mich die Mischung aus Bergen, Meer, roten Häusern und trocknendem Fisch an jeder Ecke zum Staunen. Nördlich der Lofoten liegt die Inselgruppe der Vesteralen.
Tromsö, die „Pforte zum Eismeer“, ist die für mich mit Abstand schönste Stadt Norwegens. Die von Taiga und Tundra geprägte Region ist eine der einsamsten Europas. Vereinzelte Grasflecken schaffen es, der Witterung zu widerstehen. Der 6870 Meter lange Nordkaptunnel führt mich 212 Meter unter dem Meeresspiegel auf die Nordkapinsel „Mageroya“, was so viel wie „karge Insel“ bedeutet. Von der Schönheit Norwegens begeistert, beschloss ich kurzfristig, noch 500 km nach Kirkenes zur russischen Grenze anzuhängen.
Schon nach wenigen Tagen war es wieder völlig "normal", zuhause zu sein und nicht mehr jede Nacht irgendwo anders zu schlafen, nicht mehr ständig auf der Suche (nach Supermärkten, Steckdosen, Campingplätzen etc.) zu sein, bei Bedarf frische Kleidung ganz nebenbei aus dem Schrank nehmen zu können oder bei Sauwetter hinter der Fensterscheibe den Regen zu ignorieren. Ich lernte viele andere Reisende wie auch Einheimische kennen. Hinsichtlich der Menschen kann ich sagen, dass ich zum allergrößten Teil angenehme Erfahrungen machen durfte. Oft werde ich gefragt, was mir in diesen fünf Monaten am besten gefallen hat.
Einerseits bin ich Egoist genug, um den Großteil der Leistung auf meinen eigenen Schultern zu sehen. Nicht nur, dass sie meine Reisevorbereitung mit der Gewissheit, nur auf einem kleinen Teilstück mit von der Partie zu sein, unmittelbar erdulden musste. Sie war mir Motivation an Tagen, an denen es nicht so lief wie es sollte. Freunde von uns hatten das bereits gemacht. Wir waren im August 24 am Nordkap und haben dort einen geführten Ausflug gemacht. wir haben beobachtet, dass die Straße ziemlich schmal ist und permanent Busse und Autos in beide Richtungen fahren. Wir haben die Tour im Juni 23 mit dem E-Bike gemacht und selbst das war bei eisigem Schneeregen mit gerade mal 2Grad Celsius eine echt harte Tour. Einige Akkus waren kurz vorm Ziel sogar leer, da wir extrem viel Gegenwind hatten.
habe die Tour Juli 2017 mit MS gemacht. Strasse ist tlw. schmal und ihr teilt sie euch eben mit Bussen und Autos, gelegentlich auch Fussgänger, die Radfahrern nicht unbedingt wohlgesonnen sind.Nach meiner Erinnerung gab es keinen Radweg, aber wie gesagt, war 2017. Vor allem so die letzten 15km musst du dann auch mit 2-stelligen % Anstieg rechnen, aber wenn du viel MTB fährst und schon mehrere Alpenquerungen gemacht hast, sollte das ja kein Problem für dich sein. Also, mit ordentlich Biss wird das ein Vergnügen :-). Wettermässig hatten wir damals scheinbar grosses Glück, war trocken, wenig Nebel und +10 Grad, wenn ich mich recht erinnere.
Ich plane gerade eine Radreise zum Nordkap und überlege welche Route ich nehmen soll.Start und Ziel ist das Ruhrgebiet.Was meint Ihr? Im Vergleich ist die Küste optisch sensationell und um vieles besser/interessanter, auch (zaghaft) belebter. Durch FIN kannst du schon 100 km fahren mit links und rechts Wald, eine Telefonleitung als Begleitung und auf der Strecke 5x ein Auto. Ich bin über Schweden bis Storuman, dann rüber nach Norwegen (Mo i Rana) und dann über Lofoten auf der klassischen Route zum Kap. Schweden ist natürlich hauptsächlich Wald, ab Östersund nimmt der Verkehr ab, aber mit 5 Autos am Tag ist es nicht getan. Da fahren relativ viele Wohnmobile und die typischen Holzlaster hast du auch.Norwegen ist natürlich reizvoller und abwechslungsreicher.
Die E45 ist lange. Ich bin mal zum Nordkap über den cykelsporet. Der Abschnitt 45 ist eigentlich ein Erlebnis, weil es so totlangweilig ist. Totlangweilig würde ich jetzt nicht sagen, Abwechslung gab es schon, Bergpassagen, schöne Seen, viele Rentiere und mal nen Elch, alle 100km mal ein Dorf (was es allein schon besonders macht). Aber ich war knapp 14 Tage auf der E45, das war zuviel. Ich bin einmal über Schweden und einmal über Finnland gefahren. Beide Länder haben ihre Reize. Die direkte Route E45 würde ich im Süden Schwedens nur nehmen, wenn die Zeit drängt. Da verpasst man die schönsten Gebiete. Ab Arvidsjaur ist die Route aber sehr schön. Viele fahren dann über Alta, ich würde dort aber wieder über Enontekiö und Karasjok fahren.
Dauer 1 h und fährt recht häufig am Tag. In meiner Erinnerung (15 Jahre her...) ist gerade das Gebiet in Finnland nahe der russischen Grenze ausgesprochen schön. Ansonsten kannst du mit der Fähre von Tallinn nach Helsiki fahren. Eine bevorzugte Route gibts da m.E. nicht (wenn man davon absieht, über die Kurische Nehrung zu fahren -> Russlandvisum). Baltikum und Polen grob gesagt "ganz nett" aber mit eher wenigen landschaftlichen Highlights. Bis heute ist die Küstenstraße 17 sowie die Lofoten im Anschluss daran die schönste Strecke, die ich bisher geradelt bin.
Ich denke, es gibt verschiedenen gute Möglichkeiten.Du kannst Dir vornehmen, wirklich vom Ruhrgebiet fährenfrei bis zum Nordkap zu fahren. Ostfinnland hat mir sehr gefallen. würde ich einen Weg durch Norwegen fahren, ev. einschließlich grenznaher Gebiete in Schweden. Je nach Zeitbudget kannst Du weiter nach Westen fahren bis Bergen oder Kristiansand oder nach Oslo, bis Göteborg oder bis Malmö/Trelleborg und dann via Rügen, Kiel, Travemünde, Rostock oder Jütland zurück. Ich bin nicht so der große Reiseschriftsteller. Aber nachdem ich aus dem Forum für meine Radtouren viel „mitnehme“, doch hier eine Kurzfassung meiner Radtour zum Nordkap (und zurück). Wer mehr lesen möchte, dem empfehle ich die Webseite „ grossefreiheit2022.de grossefreiheit2022.de“ 😊 Dort findest du ein Online-Tagebuch zur Reise.
Tag 1 bis Tag 10, von Kissing nach Münster/Westf. In Wolbeck zwei Ruhetage. An Tag 11 waren schwere Gewitter angesagt, sodass ich über booking.com kurzfristig ein Zimmer gebucht habe. Am nächsten Morgen (am Dümmer See) waren Bäume umgeknickt, Marquisen abgerissen. An Tag 23 fuhr ich mit der Fähre von Frederikshavn nach Göteborg. Überhaupt, auf so gut wie jedem Campingplatz waren die Aufenthaltsräume und Küchen top, mal mehr, mal weniger. Einige Male habe ich mir eine Hütte „gegönnt“. Preise zwischen 30 €/Nacht (top) und 80 €/Nacht (toptop).
Kette konnte ich selbst wechseln, allerdings rutschte die neue Kette auf der alten Kassette durch. In Borlänge wurden dann Kette und Kassette in einer Werkstatt ausgetauscht (am Freitagnachmittag). Zwischen Norsjö und Arvidsjaur (Tag 44) dann ein Speichenbruch. Ein paar Tage später habe ich in Bad Hersfeld einen Mietwagen genommen und bin nach Hause "gebrettert". Resümee, geschrieben am Sonntag, 24.7.2022Sehr froh bin ich über meine Entscheidung, von der Haustüre aus zu starten. Es ist ein besonderes Gefühl, von zu Hause ans Nordkap gefahren zu sein.
Insgesamt bin ich von Kissing in rund 300 Stunden knapp 4.600 Kilometer bis zum Nordkap gefahren, habe dabei rd. Insbesondere wegen des schlechten Wetters die Hurtigruten-Postschiffe genutzt. Atemberaubend war die Einfahrt in den Trollfjord. Der Zug von Trondheim nach Oslo fährt durch eine wunderschöne Landschaft. schließlich nahmen wir kurzentschlossen die Nachtfähre von Göteborg nach Kiel.Von Bad Hersfeld bin ich dann mit einem Mietwagen nach Hause gefahren.Drei Pannen: Lager der Pedale defekt = konnte gleich in Gemünden am Main getauscht werden- Dazu ein Kettenriss und sowie ein Speichenbruch.Ich habe vorher nie eine Speiche gewechselt.
Wenn du irgendwo allein in der Pampa stehst, muss es ja irgendwie weiter gehen. Das dritte yt-Video war eine gute Anleitung. Reichen nicht zwei und das Flickzeug?Außerdem habe ich einen E-Book-Reader mitgenommen. Wildgezeltet habe ich nur an besonders schönen Stellen.Wenn ich nochmal so eine lange Radreise machen würde, würde ich mich auf max.Unfälle oder Erkrankungen hatte ich zum Glück keine. Das dritte yt-Video war eine gute Anleitung. Wenn du irgendwo allein in der Pampa stehst, muss es ja irgendwie weiter gehen. Drei Ersatzschläuche?Reichen nicht zwei und das Flickzeug?Außerdem habe ich einen E-Book-Reader mitgenommen.
Abends ohne Gepäck zum Einkaufen gefahren und beim Absteigen umgefallen. Das war der Punkt, wo ich mir gesagt habe, Franz, es wird gewaltig Zeit, dass du nach Hause kommst. In den letzten 12 Monaten waren 2040 Mitglieder aktiv. Hallo allerseits,ohwohl die Radreise 2024 noch nicht einmal begonnen hat, plane ich bereits für 2025. Es soll - zur Feier des Beginns meines Ruhestands - ans Nordkapp gehen. Also Start und Ende in Friesland.
Bis zum Nordkapp sind es 3385 km. Der Juli ist der wärmste Monat am Nordkapp (8-16°C), im Juni kann man zwischen 5 und 13 °C erwarten. Hallo Hardy, ich bekomme ohne Kontoanmeldung nichts gescheites angezeigt. Der Reiseleiter meiner Gruppe hatte mit seiner Erfahrung von über 50 Besuchen am Nordkap entschieden, nicht wie die meisten anderen zu versuchen, die Mitternachtssonne mitzunehmen, sondern antizyklisch am Nachmittag anzureisen. So hatte meine Reisegruppe gleich doppeltes Glück: Einerseits herrschte am Nordkap vergleichsweise wenig Andrang, andererseits erlebten wir diesen Ort bei Sonnenschein.
Die wärmste Zeit mit den meisten Mücken hatte ich dann in Polen, in Estland fast nur Regen, in Finnland meist nur bis 14°, in unserer Partnerstadt Oulu nach rund 3300 km habe ich mein Vorhaben Nordkap ganz aufgegeben, bin mit Zug und Fähre nach Stockholm und von dort 750 km bis Kopenhagen geradelt wobei es fast täglich geregnet hat.Hallo Carsten,danke für deine Antwort. Mir geht es primär um die ganze Anreise, vorrangig das nördliche Skandinavien. Sowohl was die Wetterextrema angeht als auch die Mücken- oder Bremsenschwärme, die einem das Leben kann schon vermiesen können. Hallo Hardy, ich starte zwar noch nicht meinen Ruhestand, allerdings plane ich (53) gleiches Ziel zur gleichen Zeit kommendes Jahr.
Wetter ist kein belastbares Auswahlkriterium. Du machst mir Mut Die einzige Erkenntnis: Wetter ist kein belastbares Auswahlkriterium. Man könnte weiter der Küste nach Süden folgen bis nach Kristiansand, dort per Fähre nach Hirtshals. Das wären dann in Norwegen 770 km mehr. Ich mag die hellen Nächte in Nordskandinavien, das heißt so etwa Mitte Mai bis Ende Juli ist eine gute Reisezeit. Der Sommer ist so auf Senja, Lofoten, Nordfinnland kurz.
Schade, dass man nicht mehr wirklich von zuhause zum Nordkap fahren kann, weil Russland offen faschistisch geworden ist und sein Nachbarland angegriffen hat und weil die wichtigen Ostseebrücken im Jahr 2024 (!!) habe nachts schon so oft von der Tour geträumt, und das immer gegen den Uhrzeigersinn, dass ich nicht weiß, ob ich genügend geistige Flexibilität aufbringen kann, das jetzt noch zu ändern Aber ich werde es ernsthaft in Erwägung ziehen. In Kiel angekommen bin ich ja noch nicht einmal warm geworden. Wie die anderen schon gesagt haben.
Wir haben unseren Schnitt auf 75 km gesetzt und würden demnach etwa 55 Tage für die Strecke von 4100 km benötigen. Allerdings will ich noch bis an die russische Grenze und dann teilweise durch Finnland zurück. Wir sind die Welt ... Wir sind die Kinder ... Wir sind die ... Was die Zeit betrifft, ist ja schon eine Menge gekommen-aber vom Wind hab ich noch nicht so viel gelesen. Ein Bekannter meines Chefs läuft gerne mal etwas mehr, u.a. mal Norwegen der Länge nach.
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