Mit dem Mountainbike von Aschau zur Kampenwand: Eine Routenbeschreibung

Die Kampenwand bei Aschau bietet neben der Bergbahn zum Wandern und Mountainbiken auch eine Vielzahl an Klettermöglichkeiten an.

Mit ihrer markanten Erscheinung, welche an den Kamm eines Hahns erinnert, begleitet die Kampenwand die Urlauber bei Ihrer Anreise an den Chiemsee. Das Wahrzeichen von Aschau i.Chiemgau ist die von weither ersichtliche Kampenwand. Die Einheimischen nennen ihre Kampenwand liebevoll "Kampen".

Einmal vor Ort angekommen wird Sie höchstwahrscheinlich ein berühmter bairischer Reim begleiten: „I gang so gern auf d’ Kampenwand, wenn i mit meiner Wampn kannt“ Für nicht Bayern: "Ich ginge so gerne auf die Kampenwand, wenn ich mit meinem dicken Bauch (bayr.

Der beliebte Aussichtsberg mit ihren 1.664 m und dem größten Gipfelkreuz "Chiemgau-Kreuz" der bayerischen Alpen, lädt zu einer Vielzahl von Unternehmungen ein.

Mit der Kampenwandseilbahn können Sie bequem von Aschau aus, die Bergstation mit der Gondel in 14 Minuten erreichen.

Bei gutem Wetter können Sie im Osten den Watzmann und im Süden den Großglockner und Großvenediger sehen, an besonders klaren Tagen reicht die Sicht bis nach München und Sie sehen den Fernsehturm.

Die Kampenwand ist vor allem bei Wanderern, Mountainbiker und Gleitschirmfliegern beliebt. Sie möchten einmal Aschau und die Chiemgauer Berge von oben genießen, dann buchen Sie einen Tandemflug direkt von der Kampenwand aus.

Von der Bergbahn sind die meisten Einstiege in 15 bis 45 Minuten erreichbar. Neben den genannten Sportarten kann auf der Kampenwand dem Klettern nachgegangen werden. Zwischen den Schwierigkeitsgraden drei bis neun, ist für jeden Kletterer das passende dabei.

Auf der Kampenwand haben Sie die Möglichkeit Wanderschuhe des Sportschuhherstellers LOWA kostenlos zu testen. LOWA hat auf 1.500 m ein Testcenter für Wanderschuhe errichtet. Denn welcher Berg wäre besser geeignet Wanderschuhe ausgiebig zu testen. Im Testcenter werden Sie vollumfänglich beraten, über Tipps zu richtigen Anprobe bis hin zur Pflege. Das LOWA-Testcenter empfängt Sie gleich an der Bergstation und hat von ca. Mitte Juni bis Anfang November von 9:00 bis 15:00 Uhr geöffnet.

Die Kampenwand gehört mit ihrem Variantenreichtum an mäßigen Touren und steilen Anstiegen zu den Klassikern für Mountainbiker im Chiemgau.

Die Königstour auf die Kampenwand ist sicherlich die Auffahrt von Aschau über die Maisalm, hinauf zum Almengebiet der Kampenwand und weiter zur Steinlingalm.

Von dort aus geht es über den Panoramahöhenweg bis zur SonnenAlm nahe der Bergstation der Seilbahn.

Aber auch wer „nur" die Etappe bis zum Almengebiet der Kampenwand, mit Liftstüberl, Gorialm und Schlechtenbergalm, geradelt ist, kann schon mächtig stolz auf sich sein.

Immerhin hat man bis hierhin schon Steigungen bis zu 24 % bezwungen und die gemütliche Atmosphäre in den urigen Hütten ist allemal Grund genug für einen Halt. Wem an der Gorialm die Oberschenkel noch nicht genügend brennen, kann sich weiter auf der Forststraße bis zur Steinlingalm noch richtig auspowern.

Dieses kurze, jedoch anspruchsvolle Stück unterscheidet zwischen Feierabend-Biker und Alpenüberquerer.

Alle, die ihre Muskeln auf dem Rad wieder entspannen wollen, packen auch noch die letzte Etappe von der Steinlingalm bis zur SonnenAlm. Auf dem fast ebenen Panoramaweg wird man für die Auffahrt mit einer durchweg traumhaften Aussicht auf den Chiemgau belohnt.

Routenbeschreibung: Mit dem Mountainbike von Aschau zur Kampenwand

Sie starten Ihre Tour in Aschau i.Chiemgau am Parkplatz Scheibenwandstraße und radeln erst durch den Ort und dann auf dem Fahrradweg bis Außerkoy, diese Strecke sollte man als "Warm up" sehen. Wer es sportlicher starten möchte, kann den ersten Anstieg bis zum "Stachus" über die Maisalm nehmen, dann ist der Rückweg der gleiche.

In Außerkoy biegen Sie die Teerstraße rechts in Richtung Seiseralm ab und folgen dem Straßenverlauf, immer nun allmählich beginnenden Anstieg berauf, bis zum Wanderparkplatz in Aigen und den dann immer steiler werdenden Anstieg bis zur Weggabelung „Stachus“ in Richtung Kampenwand. Am Stachus geht es über einer Forst-/Schotterstraße geradeaus weiter über die Schlechtenberger Kapelle, bis zum geteerten Stück bis zur Gorialm, genannt das Goriloch mit einer Steigung von 20 %, ist dies die größte Herausforderung der Tour.

Die Beschilderung führt Sie weiter um die Maiswand herum Richtung Gipfel. An der Gorialm und Schlechtenbergalm mit Schotter- und Asphaltierten Abschnitten vorbei bis zu Ihrem Ziel der Steinlingalm. Bald haben Sie es geschafft und Sie erreichen die Steinlingalm.

Um den Rückweg anzutreten, folgen Sie dem Weg wieder zurück, bis zur Gabelung in Richtung Maisalm. Dort biegen Sie nun links zur Maisalm ab und fahren steil auf einer Teerstraße zurück ins Tal. Sie finden sich am Wanderparkplatz in Kohlstatt ein.

Viele Wege führen auf die Steinlingalm unterhalb des Kampenwand-Gipfels. Auch mit dem Mountainbike kann man die Alm in mehreren Varianten erreichen. Die hier beschriebene ist die einzige, die nur auf Forststraße verläuft. Wer nach der Auffahrt noch nicht ausgelaugt ist, kann die Besteigung des Ostgipfels der Kampenwand versuchen.

Hierzu ist allerdings aufgrund der drahtseilgesicherten Stellen ein gutes Schuhwerk erforderlich (keine Turnschuhe!). Nach der Abzweigung zur Maisalm (das Wegekreuzung mit den fünf Wegen) fahren wir weitere 600 m bis zu dieser Gabelung.

Am Parkplatz folgen wir dem Wegweiser zur Kampenwand. Wir bleiben jedoch immer auf der breiten Forststraße, bis wir nach ca. 20 Minuten eine Kreuzung mit fünf Wegen erreichen. Hier fahren wir geradeaus weiter (Wegweiser "Gori-Schlechtenberg ..."). Nach einer kleinen Abfahrt stoßen wir auf eine weitere Gabelung, bei der wir uns rechts halten. Bald wird die Straße steiler, an der nahezu steilsten Stelle mündet von rechts der auch bei Mountainbikern beliebte Reitweg ein. Nach der steilen Auffahrt wird es vorübergehend etwas flacher und wir queren bald die Skiabfahrt.

Wir bleiben auf dem Hauptweg und durchqueren kurz einen Wald. Nachdem wir diesen verlassen, befinden wir uns im untersten Teil des Gorilochs, wie es "liebevoll" von den Mountainbikern aufgrund seiner steilen Stellen genannt wird. Vorbei an der Gori- und Schlechtenbergalm geht es weiter in Richtung Steinling-Alm.

Auf dem Radweg entlang der Hauptstraße fahren wir nach Rottau und biegen am Ortseingang Richtung Adersberg ab. Nach ca. 700 m, auf Höhe eines kleinen Wanderparkplatzes, fahren wir links auf die Schotterstraße, die uns rund 2,8 km entlang des Rottauer Bachs zu einer großen Weggabelung führt.

Die bewirtete Weißenalm liegt auf rund 1.000 mim Kampenwandgebiet. Zur Rechten die Gedererwand (1.398 m), links die sanften Wiesen hänge des Erlbergkopfs (1.134 m). Auf der sonnig gelegenen Alm (Juni bis Anfang Oktober geöffnet) erwartet Euch die Sennerin mit einer almtypischen Brotzeit aus Speck, selbstgemachter Butter und Käse. Dazu gibt es einen wunderbaren Blick auf die Gedererwand.

Anfahrt mit dem Pkw:

Inntalautobahn München - Salzburg, Ausfahrt Frasdorf, Richtung Aschau fahren. In Aschau Ortsmitte beim Kreisel Richtung Bernau abbiegen. Auf halber Strecke zwischen Aschau und Bernau biegt rechts die Strasse zur Seiseralm ab. An der Seiseralm vorbei und hinauf bis kurz vor den Weiler Hintergschwendt. Bei der Kreuzung links abbiegen. Nach einigen hundert Metern erreicht man den unteren und oberen Wanderparkplatz.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0