Moped: Definition und Bedeutung im Deutschen

Die Welt der Zweiräder ist vielseitiger, als so manchem Verkehrsteilnehmer bewusst ist. Da wundert es kaum, dass Laien häufig gar nicht wissen, worüber sich die Motorradexperten unterhalten, wenn sie von Crossern oder Mopeds sprechen. Wir bringen ein wenig Licht ins Dunkel.

Was ist ein Moped?

Ein Moped ist ein zwei-, drei- oder vierrädriges Fahrzeug mit einem Hubraum von nicht mehr als 50 cm³ und einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Alle Mopeds in unserem Angebot werden ausschließlich elektrisch angetrieben.

Der Begriff Moped hat seinen Ursprung in dem Silbenwort aus Motor und Pedal (Abgrenzung zum leichten Fahrrad mit Hilfsmotor). Es gab also tatsächlich mal Mopeds, die von der Leistung her zwischen Mofas und Motorrädern angesiedelt sind.

Moped vs. Mofa: Was ist der Unterschied?

Die Abkürzung Mofa ist abgeleitet aus der Bezeichnung Motorisiertes Fahrrad. In der Schweiz wird ein Mofa auch gerne Töffli genannt. In Deutschland ist das Mofa mittlerweile aus der Mode gekommen. In den 1970er und 80er Jahren waren sie hingegen zumindest bei Jugendlichen angesagt.

Die Geschichte des Mopeds

In Deutschland spielten Mopedautos nach den Erfolgen legendärer Modelle wie der BMW Isetta oder des Messerschmidt Kabinenrollers in den 1950er- und 1960er-Jahren nur noch eine untergeordnete Rolle.

Helkama hat auch mehrere Mopeds hergestellt, bis sie die Mopedproduktion in den 1990er Jahren einstellten. Eine der beliebtesten Mopeds von Sparta war die MA 50.

In Norwegen war vor 1987 kein Führerschein für ein Moped erforderlich, aber der Fahrer musste 16 Jahre alt sein und "die erforderlichen Fähigkeiten" zum Fahren eines Mopeds besitzen.

Moped heute: Elektromobilität und neue Trends

Elektrische Modellpalette wächst: In Frankreich und Italien hingegen erfreuen sich die leichten Kleinen insbesondere bei der jungen Käufergeneration immer noch großer Beliebtheit. Vor allem rein elektrische Varianten werden immer häufiger nachgefragt.

Die Hersteller reagieren mit batterieelektrischen Neuheiten und futuristischem oder Retro-Design. Sie haben vier Räder, ein oder zwei Sitzplätze, sind auf 6 kW (8 PS) Leistung beschränkt, wiegen höchstens 425 Kilogramm und sind bauartbedingt maximal 45 km/h schnell.

Leichtkraftfahrzeuge sind eine Mischung aus normalem Pkw und Moped. Sie werden daher alternativ auch als Moped-Autos, 45-km/h-Autos oder Leichtmobile bezeichnet.

Auf Leichtkraftfahrzeuge spezialisierte Hersteller wie z.B. Ligier, Aixam oder Casalini bieten eine breite Modellpalette mit verschiedenen Antriebsformen an - vom klassischen Verbrennungsmotor bis zum reinen Elektrofahrzeug.

Inzwischen haben auch etablierte Autohersteller die jugendliche Zielgruppe entdeckt: Der Rocks-e von Opel und der Duo von Mobilize (als Nachfolger des Renault Twizy) sind Beispiele dafür. Baugleich mit dem Rocks-e sind seine Stellantis-Konzernbrüder Citroën Ami und Fiat Topolino, die sich allerdings im Design voneinander abheben.

Einige Beispiele für aktuelle Elektromopeds sind:

  • Veleco SPARKY
  • ADVENA
  • SAGITTA

Vorteile von Elektromopeds

Die Entscheidung für ein Elektromoped wie den Veleco SPARKY birgt eine Vielzahl von Vorteilen. Das Fahren eines Elektromopeds ist pures Vergnügen. Der Veleco SPARKY ist sehr leise und auf Benutzerkomfort ausgelegt.

Da die Benzinpreise stetig steigen und die Verfügbarkeit nicht immer gesichert ist, stellen Elektromopeds eine kostengünstige Alternative zu Verbrennungsmotoren dar. Wenn Sie sich heute für ein Elektromoped entscheiden, sind Sie bereits für morgen gerüstet.

Zudem erfordern Elektromopeds weniger Wartung als herkömmliche Motorräder mit Verbrennungsmotoren. Mit einem Elektromoped dürfen Sie nicht nur auf Busspuren fahren, sondern auch in Umweltzonen unterwegs sein.

Sicherheit von Mopedautos

Grundsätzlich sollten Interessenten Folgendes wissen, bevor sie sich ein Mopedauto anschaffen: Leichtmobile unterliegen beim Thema Crashsicherheit keinen gesetzlichen Sicherheitsanforderungen wie sie für Pkw gelten.

Dennoch hat der ADAC zwischen 2006 und zuletzt 2018 mehrere Generationen von Mopedautos Fahrtests unterzogen. Die Ergebnisse waren teils ernüchternd, denn selbst die damals modernsten Fahrzeuge lieferten kein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis bei den Sicherheitsausstattungen.

Auch die Fahrstabilität der von den ADAC Experten getesteten Leichtkraftfahrzeugen ließ beim Ausweichtest erheblich zu wünschen übrig. Schlechte Noten gab es auch in puncto Insassensicherheit.

Hauptgrund: Neben Sicherheitsgurten und teils nur optional erhältlichen Fahrerairbags haben Mopedautos oft keine weiteren Sicherheitsausstattung an Bord. ABS gibt es nur bei Aixam gegen Aufpreis, und einen Airbag brachte nur der Elektro-Pionier Renault Twizy serienmäßig mit.

Führerschein und Zulassung

Die Leichtmobile müssen im Gegensatz zu herkömmlichen Pkw weder zur TÜV-Untersuchung noch zugelassen werden. Somit wird für sie auch keine Kfz-Steuer fällig. Lediglich ein Versicherungskennzeichen (Mofa-Kennzeichen) ist erforderlich.

Marktüberblick: Mopedautos

Die Liste von Herstellern und Modellen mit Daten und Preisen hat aktuell den Stand Oktober 2024.

Hier ist ein Beispiel für ein aktuelles Modell:

Modell Batterie Leistung Reichweite Höchstgeschwindigkeit Preis
Silence S04 (Fahrzeugklasse 6e) 5,6 kWh 6 kW bis zu 75 km 45 km/h 11.995 Euro
Silence S04 (Fahrzeugklasse L7e) 2 x 5,6 kWh 14 kW 149 km 85 km/h 16.645 Euro

Nach oben sind bei den verschiedenen Herstellern kaum Grenzen gesetzt. So lassen sich die Preise je nach Motorisierung und Ausstattung der Leichtkraftfahrzeuge auf knapp über 20.000 Euro treiben.

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