Mofa-Führerschein Prüfung Ablauf: Der Umfassende Guide

Für viele Jugendliche bedeutet der Mofa-Führerschein einen großen Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Doch wie läuft die Prüfung ab? Welche Kosten müssen eingeplant werden? Und erhält man für das Mofa einen Führerschein zum Ende der Fahrschulausbildung? Hier gibt es alle wichtigen Infos auf einen Blick.

Was ist ein Mofa?

Das Mofa ist, wie sein Name besagt, ein motorisiertes Fahrrad. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 25 km/h, die Größe des Hubraums darf 50 ccm nicht überschreiten.

Mofa: Braucht man einen Führerschein?

Die Fahrberechtigung für ein Mofa ist kein Führerschein im klassischen Sinne, es handelt sich hierbei um eine Prüfbescheinigung. Diejenigen, die vor dem 1. April 1965 geboren wurden und keine Fahrerlaubnis besitzen, brauchen dafür nicht mal eine Prüfbescheinigung, sondern lediglich ein Ausweisdokument, um ihr Alter nachweisen zu können.

Mofa-Führerschein mit 15?

Jugendliche dürfen ab einem Alter von 15 Jahren Mofa fahren. Wer als Jugendlicher unter 18 Jahren den Mofa-Führerschein machen möchte, benötigt für die Anmeldung in der Fahrschule die Einwilligung der Erziehungsberechtigten. Mit der theoretischen Ausbildung kann man schon ein halbes Jahr vorher beginnen. Wann sie die Prüfung frühestens ablegen dürfen, ist - je nach Bundesland- unterschiedlich: Teilweise darf man sie frühestens drei Monate vor dem 15. Geburtstag ablegen, in anderen Bundesländern sind es sechs Wochen vor oder auch erst mit Erreichen des Mindestalters.

Erste-Hilfe-Kurs oder Sehtest?

Für die Mofa-Prüfbescheinigung braucht man - anders als für die Führerscheinklassen B, C und D - weder einen Erste-Hilfe-Kurs noch einen Sehtest, diese sind für die Teilnahme am Straßenverkehr jedoch immer sinnvoll.

Was beinhaltet die Ausbildung?

Sie beinhaltet zwei Teile: die theoretische und praktische Ausbildung. Der theoretische Unterricht umfasst mindestens sechs Doppelstunden à 90 Minuten in der Fahrschule. Dort geht es um allgemeine Verkehrsvorschriften, technische Daten zum Mofa und grundlegende Verhaltensregeln im Straßenverkehr. Sobald man den Theorieunterricht absolviert hat, kann man sich bei TÜV oder DEKRA zur Prüfung anmelden.

Mofa-Kurs in der Schule

Viele Schulen bieten mittlerweile Mofa-Kurse an, in denen die Schüler eine Ausbildungsbescheinigung für den Erwerb der Mofa-Prüfbescheinigung beim TÜV oder der DEKRA erwerben können. Außer einer Prüfungsgebühr und den Medien fallen für die Jugendlichen keine Kosten an.

Der praktische Teil der Ausbildung umfasst lediglich eine Doppelstunde in Einzel- bzw. zwei Doppelstunden im Gruppenunterricht. Dies ist in der Regel ausreichend, um sich mit dem Mofa-Fahren vertraut zu machen.

Wie viel kostet ein Mofa-Führerschein?

Die Kosten für solche Gesamtpakete liegen meist zwischen 300 und 400 Euro. Es lohnt sich hier, die verschiedenen Anbieter miteinander zu vergleichen, denn häufig gibt es erhebliche Unterschiede.

Hinzu kommen die Kosten für die Prüfung in Höhe von 15 Euro. Ist die Prüfung bestanden, fallen weitere acht Euro für die Prüfungsbescheinigung an. Viele Fahrschulen bieten ein Gesamtpaket an, das die Kosten für Theorie- und Praxisstunden, Prüfungsgebühren und Bescheinigung sowie Übungsmaterial abdeckt.

Die Prüfung selbst umfasst 20 Fragen, die man am Computer oder Tablet beantworten muss. Die Prüfungszeit beträgt zwischen 20 und 30 Minuten. Das Ergebnis gibt es schon wenige Minuten danach. Eine praktische Prüfung gibt es beim Mofa nicht.

Braucht man eine Versicherung?

Um im Straßenverkehr fahren zu dürfen, ist eine Haftpflichtversicherung erforderlich. Als Nachweis hierfür dient das sogenannte Versicherungskennzeichen, das wie ein Kfz-Kennzeichen am Mofa angebracht werden muss. Das Kennzeichen muss man jedes Jahr neu beantragen und wechseln. Das Versicherungsjahr beginnt immer am 1. März. Wer das Kennzeichen nicht rechtzeitig wechselt, ist ohne gültigen Versicherungsschutz unterwegs und macht sich strafbar.

Muss man einen Helm tragen?

Wer Mofa fährt, muss auch einen Helm tragen - dieser ist Pflicht!

Darf man zu zweit Mofa fahren?

Ja, man darf zu zweit auf einem Mofa fahren - allerdings nur, wenn das Mofa dafür gebaut und zugelassen ist. Das Mofa benötigt insbesondere eine Doppelsitzbank, doppelte Fußrasten und Haltegriffe. Bei klassischen Mofas ist das eher die Ausnahme. Viele sogenannten „Mofaroller“, also 50er Roller, die auf 25 km/h gedrosselt wurden, erfüllen diese Voraussetzungen jedoch.

AM-Führerschein: Roller & Moped ab 15 fahren

Das Moped ist quasi "der große Bruder" des Mofas, fährt aber bis zu 45 km/h schnell. Für Motorroller bis 45 km/h ist ebenfalls eine Fahrerlaubnis der Klasse AM erforderlich. Seit Juli 2021 ist es in Deutschland möglich, diese bereits mit 15 Jahren zu erwerben. Für Roller und Kleinkrafträder mit höherem Hubraum ist die Klasse A1 Pflicht.

AM-Führerschein: Voraussetzungen und Details

  • Mindestalter: 15 Jahre
  • Theorieprüfung: Möglich ab 3 Monaten vor dem 15. Geburtstag
  • Praktische Prüfung: Möglich ab 1 Monat vor dem 15. Geburtstag
  • Benötigte Dokumente: Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs, biometrisches Passbild
  • Gültigkeit: 15 Jahre (danach muss ein neues Dokument beantragt werden)

Fahrzeuge, die mit dem AM-Führerschein gefahren werden dürfen:

  • Leichte zweirädrige Kraftfahrzeuge mit max. 50 ccm Hubraum, max. 45 km/h bbH und max. 4 kW Leistung.
  • Dreirädrige Kleinkrafträder mit max. 50 ccm Hubraum (Fremdzündungsmotor), max. 500 ccm Hubraum (Selbstzündungsmotor), max. 45 km/h bbH und max. 4 kW Leistung.
  • Leichte vierrädrige Kraftfahrzeuge mit max. 50 ccm Hubraum (Fremdzündungsmotor), max. 500 ccm Hubraum (Selbstzündungsmotor) und max. 45 km/h bbH.

Theoretische Ausbildung für den AM-Führerschein

In deiner theoretischen Führerscheinausbildung wirst du mit den Grundlagen des Fahrens und den Verkehrsvorschriften vertraut gemacht. Der Theorieunterricht umfasst dabei den Grund- und Zusatzstoff.

  • Grundstoff: 12 Doppelstunden à 90 Minuten (bei Ersterwerb), 6 Doppelstunden (bei Vorbesitz einer Fahrerlaubnis)
  • Zusatzstoff: Mindestens 2 Doppelstunden à 90 Minuten

Praktische Ausbildung für den AM-Führerschein

In deinen Fahrstunden machst du dich mit dem Roller und den Verkehrsvorschriften vertraut. Entgegen vieler anderer Führerscheinklassen gibt es in Klasse AM keine gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtstunden. Die Anzahl der benötigten Fahrstunden ist hier von deinen Fähigkeiten und deinem Lernfortschritt abhängig.

Prüfung für den AM-Führerschein

Damit du offiziell mit dem Roller durchstarten kannst, musst du für den AM-Führerschein erst eine Theorie- und dann eine erfolgreiche Praxisprüfung ablegen.

Theoretische Prüfung

Bei der theoretischen Führerscheinprüfung zum Rollerführerschein müssen 30 Fragen beantwortet werden. Mit mehr als zehn Fehlerpunkten gilt man dabei als durchgefallen.

Praktische Prüfung

Die praktische Prüfung ist mit rund 45 Minuten angesetzt. Bestandteil jeder Praxisprüfung ist das Anlassen des Fahrzeugs und das Anfahren. Außerdem müssen vier von sieben möglichen Grundaufgaben bewältigt werden: 25 Meter in Schrittgeschwindigkeit mit Blick nach vorn geradeaus fahren, mit 40 km/h ungebremst einem Hindernis ausweichen und aus 40 km/h abbremsen und einem Hindernis ausweichen.Zusätzlich ist ein Kreis mit neun Meter Durchmesser zu fahren und aus 40 km/h muss eine Vollbremsung gemacht werden.

Kosten für den AM-Führerschein

Die Preise für die Theoriestunden unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland und natürlich auch von Fahrschule zu Fahrschule. Generell sollten Fahrschüler mit Kosten in Höhe zwischen 500 und 1200 Euro rechnen. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus der Grundgebühr, die die Fahrschule erhebt, sowie den Kosten für die Theorie- und Praxisstunden. Lehrmittel kosten extra. Ebenfalls extra schlagen die Kosten zur Anmeldung für Theorie- und Praxisprüfung zu Buche, außerdem sind ein Sehtest und ein Erste-Hilfe-Sofortmaßnahmen-Kurs Pflicht.

Alternativen zum AM-Führerschein

  • Klasse A1: Für Leichtkrafträder bis 125 ccm und 11 kW.
  • Mofa-Führerschein: Für Mofas bis 25 km/h.

Mofa-Führerschein: Voraussetzungen und Details

Der Mofaführerschein ist genau genommen keine eigene Führerscheinklasse, sondern lediglich eine Prüfbescheinigung, die das Führen von Kleinkrafträdern ermöglicht. Umgangssprachlich ist teilweise auch von einer Fahrerlaubnis der Klasse M die Rede.

  • Mindestalter: 15 Jahre
  • Fahrzeuge: Mofas mit max. 25 km/h und max. 50 ccm Hubraum

Ausbildung für den Mofa-Führerschein

Für den Mofa-Führerschein sind eine theoretische und eine praktische Ausbildung nötig.

  • Theoretischer Teil: In der Regel sechs Unterrichtseinheiten, die jeweils 90 Minuten dauern.
  • Praktischer Fahrunterricht: Normalerweise aus einer oder zwei Doppelstunden, die ebenfalls jeweils 90 Minuten lang sind.

Besonderheiten zum Mofa-Führerschein

Für Mofafahrer gilt die Helmpflicht nach § 21a Absatz 2 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). Jeder, dessen Geburtsdatum vor dem 1. April 1965 liegt, kann ebenfalls ohne Prüfbescheinigung ein Mofa im Straßenverkehr führen.

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