Der Mopedführerschein, auch bekannt als Führerschein der Klasse AM, ist wie ein kleiner Führerschein und bietet eine Vielzahl von Vorteilen und Möglichkeiten, die es lohnend machen, ihn zu erwerben. Egal, ob du ein Jugendlicher auf der Suche nach mehr Freiheit bist oder jemand, der eine kostengünstige und umweltfreundliche Alternative zum Auto sucht, der AM Führerschein kann der Schlüssel zu einem aufregenden Abenteuer auf zwei Rädern sein.
Was ist der AM Führerschein?
Der AM Führerschein ist ein spezieller Führerschein, der es Ihnen erlaubt, Mopeds, Roller und andere Kleinkrafträder zu fahren. Mit diesem Führerschein dürfen Sie Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h fahren. Er ist besonders für Teenager interessant, da er bereits ab dem Alter von 15 Jahren erworben werden kann. Der AM Führerschein bietet Ihnen eine tolle Möglichkeit, frühzeitig in den Straßenverkehr einzusteigen und erste Erfahrungen als Fahrer zu sammeln.
Mindestalter und Gültigkeit
Das Mindestalter für den Erwerb des Roller Führerscheins variiert je nach Regelung in den einzelnen Bundesländern. In den meisten Fällen liegt das Mindestalter bei 15 Jahren. Gemäß § 10 FEV gilt für die Fahrerlaubnisklasse AM ein Mindestalter von 15 Jahren. Dieser Führerschein ist allerdings nur innerhalb Deutschlands gültig und kann bis zum 16. Lebensjahr nicht im Ausland genutzt werden. Klasse AM, gilt bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres jedoch nur im Inland. Fahrten ins Ausland sind damit verboten. Es ist wichtig, sich über die genaue Verordnung und Regelung in dem eigenen Bundesland zu informieren, da diese variieren können.
Seit Mai 2017 ist es in Brandenburg möglich, abweichend vom Normalfall die Moped-Fahrerlaubnis bereits mit 15 Jahren zu erwerben. Die eingetragene Schlüsselzahl 195 gilt bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres.
Voraussetzungen für den Erwerb
Um in Deutschland eine Fahrerlaubnis der Klasse AM erhalten zu können, gelten zunächst einmal die allgemeinen Voraussetzungen, die für den Erwerb jeder Fahrerlaubnisklasse erfüllt sein müssen. Des Weiteren müssen Sie je nach Fahrerlaubnisklasse auch ein bestimmtes Mindestalter erfüllen.
Für eine Herabsetzung des Mindestalters für die Fahrerlaubnis der Klasse AM sprach vor allem, dass die 15-jährigen Bewerber im Gegensatz zur Mofa-Ausbildung (die ebenfalls mit 15 Jahren möglich ist) eine umfassende reguläre Fahrschulausbildung einschließlich der dazugehörigen theoretischen und praktischen Prüfung bei der Technischen Prüfstelle erhalten.
Den erforderlichen Antrag bei der für Ihren Wohnort zuständigen Fahrerlaubnisbehörde können Sie frühestens sechs Monate vor Erreichen des für die gewünschte Fahrerlaubnisklasse geltenden Mindestalters stellen. Die Abnahme der theoretischen Prüfung kann frühestens drei Monate und die der praktischen Prüfung frühestens einen Monat vor Erreichen des Mindestalters erfolgen.
Für den Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis ist eine Mindestkörpergröße von 150cm vorgeschrieben, die anhand Ihres gültigen Personalausweises nachgewiesen werden muss!
Benötigte Unterlagen:
- Gültiger Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung
- Gültiger Führerschein (sofern vorhanden)
- Biometrisches Lichtbild
- Name/Adresse der Fahrschule und Prüfstelle
- Nachweis abweichender Prüfungsort (falls zutreffend)
- Nachweis der Ausbildung in Erster Hilfe (9 Unterrichtseinheiten, im Original, keine Online-Kurse!)
- Aktuelles behördliches Führungszeugnis (nur für bestimmte Klassen)
- Leistungstest (nur für bestimmte Klassen)
- Teilnahmebescheinigung der Fahrschule (für B96 und B196)
- Schaltnachweis der Fahrschule (für B197)
- Sehtestbescheinigung vom Augenoptiker (im Original)
- Ärztliche Untersuchung über die körperliche und geistige Eignung (vom Hausarzt bzw. Arbeitsmediziner)
Bei Anträgen von Antragstellern, die noch minderjährig sind, benötigen wir die Zustimmung eines gesetzlichen Vertreters.
Hinweis: Junge Leute können in Deutschland bereits ab dem 17. Geburtstag Kraftfahrzeuge der Klasse B unter Begleitung fahren ("Begleitetes Fahren mit 17").
Die Ausbildung in der Fahrschule
Der Weg zum Roller-Führerschein führt über die Fahrschule, wo angehende Mopedfahrerinnen und -fahrer die notwendige theoretische und praktische Ausbildung erhalten. In den Fahrschulen werden die Teilnehmer auf die spezifischen Anforderungen des Mopedfahrens vorbereitet, angefangen von den Verkehrsregeln bis hin zur sicheren Beherrschung des Fahrzeugs.
Die Ausbildung für den AM Führerschein beinhaltet sowohl theoretische als auch praktische Inhalte, um die angehenden Mopedfahrerinnen und -fahrer umfassend auf den Straßenverkehr vorzubereiten.
In den theoretischen Unterrichtseinheiten werden Themen wie Verkehrsregeln, Vorfahrtsregeln, Verhalten in bestimmten Verkehrssituationen und das Erkennen und Vermeiden von Gefahren behandelt.
Im praktischen Teil der Ausbildung geht es vor allem um die sichere Beherrschung des Rollers. Die Fahrschülerinnen und Fahrschüler erlernen das Starten und Abstellen des Fahrzeugs, das richtige Bremsen, das Durchführen von Kurvenfahrten und das Einschätzen von Abständen. Auch das richtige Verhalten im Straßenverkehr, das Einordnen und das Überholen werden geübt.
Die Theorie besteht aus 14 Doppelstunden (12 Doppelstunden Grundlagen und 2 Doppelstunden Zusatzstoff). Die Anzahl der praktischen Fahrstunden ist nicht vorgeschrieben und hängt einzig und allein von den Fähigkeiten der Fahrschüler ab.
Theoretische und praktische Prüfung
Um den AM Führerschein zu erhalten, müssen angehende Mopedfahrerinnen und -fahrer sowohl eine theoretische als auch eine praktische Prüfung absolvieren.
In der theoretischen Prüfung werden Kenntnisse über Verkehrsregeln, Vorfahrtsregeln, Verhalten in bestimmten Verkehrssituationen und andere relevante Themen abgefragt. Bei der theoretischen Führerscheinprüfung zum Rollerführerschein müssen 30 Fragen beantwortet werden. Mit mehr als zehn Fehlerpunkten gilt man dabei als durchgefallen.
Die praktische Prüfung konzentriert sich darauf, die Fahrfertigkeiten und das sichere Verhalten im Straßenverkehr zu überprüfen. Hierbei müssen die Prüflinge demonstrieren, dass sie das Moped sicher beherrschen, korrekt bremsen, Kurven fahren und Verkehrssituationen richtig einschätzen können. Die praktische Prüfung ist mit rund 45 Minuten angesetzt. Bestandteil jeder Praxisprüfung ist das Anlassen des Fahrzeugs und das Anfahren. Außerdem müssen vier von sieben möglichen Grundaufgaben bewältigt werden: 25 Meter in Schrittgeschwindigkeit mit Blick nach vorn geradeaus fahren, mit 40 km/h ungebremst einem Hindernis ausweichen und aus 40 km/h abbremsen und einem Hindernis ausweichen.Zusätzlich ist ein Kreis mit neun Meter Durchmesser zu fahren und aus 40 km/h muss eine Vollbremsung gemacht werden.
Die Prüfung findet in der Regel auf öffentlichen Straßen statt, unter der Aufsicht eines Prüfers.
Wenn Sie diese Prüfungen nicht bestehen, können Sie sie in der Regel frühestens nach zwei Wochen wiederholen.
Kosten für den Mopedführerschein
Der Mopedführerschein, auch bekannt als Führerschein der Klasse AM, kann eine bedeutende Investition sein. Die Frage, ob er sein Geld wert ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einer der wichtigsten Aspekte sind die Kosten, die mit dem Erwerb dieses Führerscheins verbunden sind.
Die Kosten für den Erwerb des Mopedführerscheins können je nach individuellen Umständen und regionalen Gegebenheiten variieren. Grundsätzlich setzt sich der Preis aus verschiedenen Komponenten zusammen. Dazu gehören die Kosten für die theoretische Ausbildung, die praktische Fahrausbildung, die Prüfungsgebühren und gegebenenfalls zusätzliche Ausgaben für Lehrmaterialien.
Die genauen Kosten können von Fahrschule zu Fahrschule unterschiedlich sein. Es empfiehlt sich, vor Beginn der Ausbildung verschiedene Fahrschulen zu vergleichen und sich über deren Preise zu informieren. Zudem können eventuelle Sonderangebote oder Paketpreise für die Ausbildung den Gesamtpreis beeinflussen.
Die Preise für die Theoriestunden unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland und natürlich auch von Fahrschule zu Fahrschule. Generell sollten Fahrschüler mit Kosten in Höhe zwischen 500 und 1200 Euro rechnen. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus der Grundgebühr, die die Fahrschule erhebt, sowie den Kosten für die Theorie- und Praxisstunden. Lehrmittel kosten extra.
Ebenfalls extra schlagen die Kosten zur Anmeldung für Theorie- und Praxisprüfung zu Buche, außerdem sind ein Sehtest und ein Erste-Hilfe-Sofortmaßnahmen-Kurs Pflicht.
In der Regel sollten Sie bei einem Führerschein fürs Moped mit Kosten von 500 bis 1000 Euro rechnen.
Versicherungskosten
Für den Betrieb eines Mopeds ist eine Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Diese Versicherung deckt Schäden ab, die Sie mit Ihrem Fahrzeug anderen Personen oder Sachen zufügen. Sie schützt Sie vor den finanziellen Konsequenzen von Schadensersatzforderungen. Im Falle eines Unfalls, bei dem Sie Schuld haben, übernimmt die Haftpflichtversicherung die Kosten für Reparaturen an anderen Fahrzeugen oder medizinische Behandlungen von verletzten Personen. Sie sorgt dafür, dass Sie nicht selbst für die entstandenen Schäden aufkommen müssen.
Zusätzlich zur Haftpflichtversicherung können Sie auch eine Kaskoversicherung abschließen. Diese Versicherung deckt Schäden am eigenen Fahrzeug ab, zum Beispiel bei Diebstahl, Brand oder Unfällen, bei denen Sie selbst schuld sind. Sie bietet einen erweiterten Schutz und ermöglicht es Ihnen, die finanziellen Kosten für Reparaturen oder den Verlust des Fahrzeugs zu reduzieren. Die Kaskoversicherung ist optional, kann Ihnen aber zusätzliche Sicherheit und Absicherung bieten.
Die Kosten für die Versicherungen variieren je nach Anbieter, Fahrzeugtyp und individuellen Faktoren wie Alter und Fahrerfahrung.
Vorteile des AM Führerscheins
Im Vergleich zu anderen Führerscheinklassen ist der Erwerb des Rollerführerscheins in der Regel kostengünstiger. Die Kosten für die Ausbildung und der Führerscheinprüfung sind oft niedriger, da der Fokus auf den Fahrzeugen mit geringerer Leistung liegt. Ebenso sparen Sie kosten für öffentliche Verkehrsmittel und sind nicht mehr auf die Unterstützung anderer angewiesen. Sie können Ihre eigenen Wege gehen, sei es zur Schule, zum Arbeitsplatz oder in der Freizeit.
Motorroller sind im Allgemeinen umweltfreundlichere Fahrzeuge im Vergleich zu Autos. Sie verbrauchen weniger Kraftstoff und stoßen weniger CO2-Emissionen aus. Mit dem AM Führerschein können Sie also einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
In der Regel haben Motorroller niedrigere Betriebskosten als Autos. Sie verbrauchen weniger Treibstoff und benötigen weniger Wartung. Auch Versicherung und Steuern sind in der Regel günstiger.
Der AM Führerschein bietet Ihnen die Möglichkeit, frühzeitig Fahrerfahrung zu sammeln. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn Sie später einen Führerschein für ein PKW anstreben.
Fahrzeuge der Klasse AM
Mit der Klasse AM darf man Kleinkrafträder mit maximal 50 Kubikzentimetern Hubraum (bei Modellen mit Verbrennungsmotor), 4 kW Dauer-Nennleistung (bei Elektroantrieb) und 45 km/h Höchstgeschwindigkeit fahren.
Folgende Fahrzeuge sind in der Führerscheinklasse AM enthalten:
- zweirädrige Krafträder
- dreirädrige Krafträder (z.B. Minitrikes)
- vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge (sogenannte Minicars, Leermasse des Fahrzeugs max.
Modellversuch und Schlüsselziffer 195
Wer den Führerschein der Klasse AM schon mit 15 macht, der bekommt zusätzlich zur Klasse AM die Schlüsselziffer 195 in den Führerschein eingetragen. Die Schlüsselzahl bedeutet, dass man bis zum Erreichen des 16. Lebensjahres nur im Inland fahren darf. Fahrten ins Ausland sind mit 15 verboten.
Die wissenschaftliche Begleitung des Versuchs wurde von der Bundesanstalt für Straßenwesen durchgeführt. Nach Auswertung der Untersuchungen wurde AM 15 seitens der Modellversuchsländer als Erfolg bewertet. Um weiteren Ländern die Umsetzung von AM 15 zu ermöglichen und gleichzeitig regionalen Gegebenheiten Rechnung zu tragen, hat die Bunderegierung den Ländern die Ermächtigung gegeben, eigenverantwortlich über die Herabsetzung des Mindestalters für ihr Gebiet zu entscheiden. Diese Ermächtigung hat das Land Brandenburg in Anspruch genommen und zum 1.
Alternativen zum AM Führerschein
Eine Alternative für 16-Jährige wäre die Erlangung eines Führerscheins der Klasse A1. Damit ist das Führen eines Leichtkraftrades bis zu einem Hubraum von 125 ccm und einer Höchstleistung des Motors von 11 kW erlaubt. In der Klasse A1 ist der Führerschein für ein Moped bzw. Roller integriert.
Und wer generell schon ab 15 mit einem motorisierten Zweirad unterwegs sein möchte, kann einen Mofa-Führerschein erwerben. Mofas gelten als Fahrräder mit Hilfsmotor und dürfen nur maximal 25 km/h schnell fahren.
Für den Mofa-Führerschein sind eine theoretische und eine praktische Ausbildung nötig. In der Regel umfasst der theoretische Teil sechs Unterrichtseinheiten, die jeweils 90 Minuten dauern. Der praktische Fahrunterricht besteht normalerweise aus einer oder zwei Doppelstunden, die ebenfalls jeweils 90 Minuten lang sind.
Wichtige Hinweise
Für alle Anliegen ist ein gültiger Online-Termin erforderlich. Ohne vorherige Buchung über unser Terminportal kann keine Bearbeitung erfolgen.
Bitte erscheinen Sie mindestens 5 Minuten vor Ihrem Termin. Verspätete Vorsprachen können wir aus organisatorischen Gründen nicht bearbeiten.
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Bitte prüfen Sie vor Ihrer Buchung selbstständig, welche Dokumente für Ihren konkreten Vorgang erforderlich sind. Die Informationen finden Sie unter den einzelnen Leistungspunkten auf unserer Webseite. Bringen Sie alle Unterlagen vollständig zum Termin mit, nur so kann Ihr Anliegen abschließend bearbeitet werden.
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