Für viele Jugendliche ist das Mofa der Inbegriff von Unabhängigkeit. Endlich ist nicht mehr für jeden Besuch bei Freunden das Elterntaxi notwendig, sondern die Jugendlichen können Ihre Freizeit unabhängig von den Eltern planen. Mit anderen Worten ist der Mofaführerschein für die meisten der erste Schritt zu einer größeren Mobilität.
Ab wann darf man Mofa fahren?
Das Mindestalter für das Führen eines Kraftfahrzeugs, für das eine Fahrerlaubnis nicht erforderlich ist, beträgt 15 Jahre.
Es ist allerdings möglich, sich schon mit 14,5 Jahren in der Fahrschule anzumelden, damit man die Prüfbescheinigung dann rechtzeitig zu Beginn des 16. Lebensjahres vorliegen hat, sofern die Prüfungs- und Theoriestunden erfolgreich absolviert wurden. Tatsächlich mit dem Mofa fahren, darf man mit 14 aber noch nicht.
Für alle Personen, die vor dem 1. April 1965 geboren sind, gilt laut Gesetz eine andere Regelung, denn der Führerschein fürs Mofa wurde erst am 1. April 1980 eingeführt. Bei dieser Personengruppe reicht es daher, wenn der Personalausweis bzw. Reisepass mitgeführt wird.
Benötige ich einen Führerschein, um Mofa zu fahren?
So etwas wie einen Mofa-Führerschein gibt es nicht. Sie müssen stattdessen eine Prüfbescheinigung erwerben. Für jeden Führerschein ist der Besuch einer Fahrschule für das Mofa verpflichtend. Das gilt auch für die Prüfbescheinigung fürs Mofa bzw. den Mofaführerschein. Sowohl theoretische als auch praktische Kenntnisse des Fahrschülers werden in der Fahrschule geprüft.
Um zur Mofaprüfung zugelassen zu werden, müssen vom Fahrschüler mindestens sechs Doppelstunden zu je 90 Minuten absolviert werden. In diesen Theoriestunden werden vom Fahrlehrer theoretische Inhalte vermittelt. Der Unterrichtsstoff ist in der Regel in sechs Unterrichtseinheiten eingeteilt. Das heißt, wer mit dem Mofa fahren will, muss sich zunächst über die theoretischen Inhalte aufklären lassen.
Theoretische Ausbildung
Als Einstieg in den theoretischen Unterricht wird in der Regel zunächst technisches Wissen vermittelt. In den weiteren Theoriestunden wird thematisiert, wie sich Mofafahrer im Straßenverkehr zu verhalten haben. Das heißt, zum Beispiel wer an welcher Kreuzung oder Straßeneinmündung Vorfahrt hat.
Weiterhin wird den Fahrschülern beigebracht, welches Fahrverhalten gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern angebracht ist. Das heißt, wie diese mit dem Mofa fahren dürfen. In diesem Zusammenhang wird oft angesprochen, welches Fahrverhalten gegenüber Bussen angemessen ist. Außerdem geht der Fahrlehrer in der Regel darauf ein, dass bei Kindern und Radfahrern besondere Vorsicht gilt.
Wie man mit dem Mofa fahren sollte, wenn schwierige Witterungsverhältnisse vorliegen, wird im Allgemeinen auch diskutiert. Verhalten gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern (z.B. Umgang mit verschiedenen Witterungsverhältnissen wie z.B.
Praktische Ausbildung
Neben der Theorie wird auch die Praxis geprüft. Das heißt, wie Fahrzeugführer mit dem Mofa fahren dürfen. Es ist für das Erlangen der Mofa-Prüfbescheinigung zwar keine praktische Prüfung im klassischen Sinne erforderlich, aber es muss eine Übungsstunde unter Beobachtung des Fahrlehrers absolviert werden.
Die praktische Übungsfahrt soll vor allem dazu dienen, dass der Fahrschüler ein Gefühl für das Fahrzeug entwickelt. Das heißt der Prüfling soll erlernen, wie er das Mofa in bestimmten Manövern fahren sollte. Beispiele hierfür sind u.a.
Welches Mofa darf ich fahren?
Mit einer Prüfbescheinigung für ein Mofa dürfen nur bestimmte Fahrzeuge mit einer bestimmten Leistung gefahren werden. Mit anderen Worten ist gesetzlich geregelt, welches Mofa Sie fahren dürfen, wenn Sie nur im Besitz einer gültigen Prüfbescheinigung sind. Ausschlaggebend ist in diesem Zusammenhang immer, was in den Fahrzeugpapieren steht. Aus diesem Grund können je nach Fahrzeug, sowohl motorisierte Fahrräder als auch gedrosselte Roller, erlaubt sein.
Mofa-Versicherung
Sie wollen mit dem Mofa fahren, ohne einen Versicherungsschutz zu haben? Davon ist dringend abzuraten, denn jeder der Mofa fahren will, ist per Gesetz gezwungen, dieses ordnungsgemäß zu versichern. Das heißt, sie handeln gesetzeswidrig, wenn Sie Ihr Mofa fahren ohne einen Versicherungsschutz zu haben.
Damit Sie erst gar nicht in eine solche Situation geraten, müssen Sie laut Gesetzgeber für eine gültige Kfz-Haftpflichtversicherung für Ihr Fahrzeug sorgen. Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang, dass ein Verkehrsjahr in der Mofaversicherung am 01.03. Legen Sie sich ein Versicherungskennzeichen zu, bekommen Sie gleichzeitig einen Versicherungsnachweis in Form eines dünnen Blattes Papier, auf welchem der Versicherungsbeitrag vermerkt ist. Sie sind dazu verpflichtet, dieses bei Fahrten immer mit sich zu führen.
Helmpflicht
Wer Krafträder oder offene drei- oder mehrrädrige Kraftfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von über 20 km/h führt sowie auf oder in ihnen mitfährt, muss während der Fahrt einen geeigneten Schutzhelm tragen. Mofa fahren ohne einen Helm zu tragen, ist also laut Straßenverkehrsordnung nicht gestattet. Wer entgegen der Vorschrift handelt und ohne Helm Mofa fährt, muss in der Regel mit einem Verwarngeld in Höhe von 15 Euro rechnen.
Fahren ohne Fahrerlaubnis
Mofa fahren ohne Fahrerlaubnis? Eine Strafe droht auch hier in jedem Fall, da Sie ein Mofa nicht fahren dürfen ohne eine Betriebserlaubnis zu besitzen. Das Mofa mit dem Autoführerschein zu fahren ist hingegen legitim, denn ein Mofa darf fahren wer mit B-Führerschein ausgestattet ist.
Mofa mit Anhänger
Für ein Gespann bestehend aus Mofa und Anhänger gelten besondere Regeln. Fahrräder mit Hilfsmotor dürfen gemäß § 61a der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) tatsächlich Anhänger ziehen. Hierbei müssen jedoch bestimmte Bedingungen erfüllt werden.
Wie schwer die Gesamtmasse des Anhängers - und somit die Anhängelast für Ihr Mofa - maximal sein darf, entnehmen Sie dessen Betriebsanleitung. Die Mindeststützlast muss nach § 44 Abs.
Roller-/Mopedführerschein (Klasse AM) ab 15 Jahren
Seit dem 28.07.2021 kann auch in Baden-Württemberg der AM mit 15 Jahren geprüft werden. Der AM ist es ein „richtiger“ Führerschein, für den ein Antrag bei der Fahrerlaubnisbehörde gestellt werden muss. Wesentlich kostspieliger als bei Mofa.
Der AM ist im Autoführerschein enthalten, welchen Du mit 17 bereits ablegen kannst (begleitetes Fahren mit 17 = Bf17). Bei BF17 darf AM nur innerhalb von Deutschland genutzt werden.
Beim Mofa entfällt eine Antragsstellung, da die Prüfbescheinigung direkt beim TÜV angelegt werden kann.
Führerschein AM mit Schlüsselziffer 195
Wer den Führerschein der Klasse AM schon mit 15 macht, der bekommt zusätzlich zur Klasse AM die Schlüsselziffer 195 in den Führerschein eingetragen. Die Schlüsselzahl bedeutet, dass man bis zum Erreichen des 16. Lebensjahres nur im Inland fahren darf. Fahrten ins Ausland sind mit 15 verboten.
Was darf man mit AM fahren?
Mit der Klasse AM darf man Kleinkrafträder mit maximal 50 Kubikzentimetern Hubraum (bei Modellen mit Verbrennungsmotor), 4 kW Dauer-Nennleistung (bei Elektroantrieb) und 45 km/h Höchstgeschwindigkeit fahren.
Folgende Fahrzeuge sind in der Führerscheinklasse AM enthalten:
- zweirädrige Krafträder
- dreirädrige Krafträder (z.B. Minitrikes)
- vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge (sogenannte Minicars, Leermasse des Fahrzeugs max.
FAQ zum Rollerführerschein
In Deutschland können Jugendliche bereits mit 15 Jahren einen Rollerführerschein machen. Allerdings gibt es dabei eine Einschränkung zu beachten. Hier kommen alle Infos zum Thema Rollerführerschein: Kosten, Führerscheinprüfung, Versicherung.
Mit der Vorbereitung auf die Führerscheinprüfung kann es schon ein halbes Jahr vorher losgehen.
Einen Haken gibt es jedoch: Ist der Führerschein-Neuling erst 15 Jahre alt, wird ihm die Schlüsselnummer 195 in den Führerschein eingetragen. Damit gilt der Führerschein bis zum 16. Geburtstag ausschließlich in Deutschland. Ausflüge ins Ausland sind somit leider tabu.
Rollerführerschein (Klasse AM): Was darf ich fahren?
Mit dem Führerschein der Klasse AM darf man laut Führerscheinverordnung §6 folgende Fahrzeuge führen:
- Leichte zweirädrige Krafträder bis 45 km/h (Klasse L1e-B). Darunter fallen beispielsweise Fahrräder mit Hilfsmotoren, Mopeds und Roller.
- Leichte dreirädrige Krafträder bis 45 km/h (Klasse L2e). Dazu zählen zum Beispiel Minitrikes.
- Leichte vierrädrige Krafträder bis 45 km/h (Klasse L6e). Das sind zum Beispiel Quads oder Minicars.
Außerdem gibt es zwei Einschränkungen: Bei Verbrennungsmotoren darf der Hubraum nicht größer sein als 50 ccm; Elektromotoren dürfen eine Nennleistung von 4 kW nicht überschreiten. Wer ein Minicar mit dem Rollerführerschein fahren will, muss zudem auf ein maximales Leergewicht von 350 Kilo achten.
Welche Strafe drohen fürs Rollerfahren ohne Führerschein
Auf dem EU-Führerschein ist der Rollerführerschein seit dem 19. Januar 2013 als Führerschein-Klasse AM aufgeführt - zuvor waren stattdessen die Klassen S und M eingetragen. Wer ohnehin den normalen Pkw-Führerschein (Klasse B) besitzt, muss keine Extra-Lizenz mehr machen. Wer aber ohne Rollerführerschein auf einem Moped erwischt wird, fährt ohne Fahrerlaubnis und muss mit Strafen rechnen.
Je nach Vorbelastung kann beim Tatbestand "Fahren ohne Fahrerlaubnis" eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe zwischen fünf und 360 Tagessätzen drohen. Hinzu kommen zwei Punkte in Flensburg. Bei Jugendlichen werden beim Fahren ohne Rollerführerschein aber meist Sozialstunden verhängt.
Ergibt sich aus der Tat eine Ungeeignetheit zum Führen von Kraftfahrzeugen, kann eine Sperrfrist für die Erteilung einer Fahrerlaubnis verhängt werden - das heißt, der Pkw-Führerschein muss erst einmal warten.
Roller frisieren: Welche Strafen drohen?
Wer seinen Roller auf eigene Faust schneller macht als 45 km/h, muss mit Strafen rechnen. Liegt nur die Fahrerlaubnis für die Führerscheinklasse AM vor und hat man seinen Roller schneller gemacht, ist er nicht mehr für den Straßenverkehr zulässig. Wird man von der Polizei erwischt, liegt der Tatbestand des Fahrens ohne Fahrerlaubnis vor.
Gerichte können nach § 21 Strafgesetzbuch hohe Geldstrafen bis hin zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr festsetzen - in jedem Fall gibt es zwei Punkte in Flensburg.
Die Höhe der Strafe ist davon abhängig, wie oft die Polizei einen bereits mit einem getunten Roller erwischt hat, wie einsichtig der Rollerfahrer ist und ob sich durch das schnellere Fahren zum Beispiel ein Unfall ereignet hat. Außerdem schickt die Polizei jedes Mal eine Meldung an die zuständige Führerscheinstelle heraus.
Bis zum Verfahrensabschluss und einer möglichen Auflagenerfüllung, wie z.B. dem Ableisten von Sozialstunden, ist man für eine weitere Führerscheinprüfung gesperrt.
Zu den Strafen für das Fahren ohne Fahrerlaubnis kommen die Strafen für den Umbau hinzu: Wer mit einem unzulässig umgebauten Roller unterwegs ist und erwischt wird, muss mindestens 25 Euro Strafe zahlen. 50 Euro muss man für das Fahren ohne Betriebserlaubnis zahlen - bei einem frisierten Roller ist das der Fall.
Geht damit eine Gefährdung der Umwelt oder Verkehrssicherheit einher, sind 90 Euro fällig - bei letzterem gibt es noch einen Punkt in Flensburg dazu. Achtung: Durch das Aufheben der Drosselung erlischt auch der Versicherungsschutz!
Wie viele Theorie- und Praxisstunden brauche ich?
Wer einen Rollerführerschein machen möchte, muss sich gut darauf vorbereiten. Jeder Fahrschüler bekommt theoretischen und praktischen Unterricht. 14 Theoriestunden von je 90 Minuten stehen auf dem Lehrplan. Davon befassen sich zwölf Stunden mit den Grundlagen des Straßenverkehrs und zwei Stunden mit der Rollertheorie.
Vorgaben für eine praktische Ausbildung gibt es hingegen nicht. Hier hängt die Dauer bzw. Anzahl der Übungsstunden von dem Fahrgeschick des Führerscheinanwärters ab. Üblicherweise führen die meisten Fahrschulen mindestens eine halbstündige Fahrübung durch. Dabei wird in der Regel das Anfahren und Abbremsen geübt, das Slalomfahren sowie das Ausweichen.
Sonderfahrten, wie zum Beispiel Überlandfahrten oder Nachtfahrten, gibt es normalerweise nicht.
Wie läuft die Fahrprüfung ab?
Die Fahrschule meldet den Teilnehmer bei der Prüforganisation an, beispielsweise beim TÜV. Zum Prüfungstermin müssen ein Nachweis über einen Sehtest, die Bescheinigung für einen Erste-Hilfe-Kurs, der Personalausweis oder Reisepass sowie der Antrag auf die Führerscheinklasse AM mitgebracht werden.
In der theoretischen Prüfung werden 30 Fragen am Computer oder Tablet beantwortet. Es dürfen maximal 10 Fehlerpunkte gemacht werden. Die Fragen werden entsprechend des Inhalts und dessen Relevanz für die Verkehrssicherheit mit einer Wertigkeit von zwei bis fünf Fehlerpunkten bewertet. Das Prüfungsergebnis gibt es wenige Minuten nach dem Test.
Die praktische Prüfung dauert rund 45 Minuten. Immer geprüft werden das Anlassen des Fahrzeugs und das Anfahren. Außerdem muss man vier von sieben möglichen Grundaufgaben bewältigen:
- 25 Meter Schrittgeschwindigkeit mit geradem Blick nach vorne fahren,
- mit 40 km/h einem Hindernis ausweichen ohne abzubremsen,
- aus 40 km/h abbremsen und einem Hindernis ausweichen,
- in einem Kreis mit neun Meter Durchmesser fahren,
- aus 40 km/h eine Vollbremsung machen,
- bei 30 km/h oder Schrittgeschwindigkeit Slalom mit sieben Meter Abstand fahren
- bei 30 km/h Slalom mit neun Metern Abstand fahren.
Wie teuer ist der Roller-Führerschein?
Die Kosten für einen Roller-Führerschein sind von der Region, der Fahrschule und den eigenen Vorerfahrungen abhängig. Die Anmeldegebühr bei der Fahrschule beträgt rund 70 bis 150 Euro. Eine Übungsfahrt kostet zwischen 30 und 48 Euro. Das Übungsmaterial für die theoretische Prüfung gibt es kostenfrei über diverse Smartphone-Apps oder klassisch in Form von Papierfragebögen für rund 30 Euro.
Nicht vergessen: Für den Sehtest muss man zwischen 6 und 9 Euro einplanen. Hinzu kommt ein Erste-Hilfe-Kurs für 15 bis 30 Euro. Die Vorstellung bei der Fahrschule für die theoretische Prüfung kostet meistens rund 60 Euro, plus etwa 22 Euro beim TÜV für die Theorieprüfung. Die Vorstellung zur praktischen Prüfung kostet um die 190 Euro. Für die praktische Prüfung selbst muss man 90 bis 100 Euro veranschlagen.
Als Nachweis für eine bestehende Haftpflichtversicherung dient dabei das Versicherungskennzeichen, das wie ein Kfz-Kennzeichen am Fahrzeug angebracht werden muss. Wichtig: Das Roller-Kennzeichen muss jedes Jahr neu beantragt und gewechselt werden.
Das Versicherungsjahr beginnt am 1. März. Dann gibt es immer ein neues Kennzeichen. Wer das vergisst, fährt ohne gültigen Versicherungsschutz und macht sich strafbar. Bei einem Unfall müssen die Kosten für den Schaden dann selbst übernommen werden. Eine Haftpflichtversicherung kostet zwischen 35 und 80 Euro, eine Haftpflichtversicherung plus Teilkasko gibt es ab 60 bis 140 Euro im Jahr.
Häufige Fragen zum Rollerführerschein
Wie viel kostet ein Rollerführerschein?
Der Preis für einen Rollerführerschein setzt sich aus verschiedenen, variablen Faktoren zusammen. Dazu gehören Anmeldegebühren, die Anzahl der Fahrstunden, Prüfungsgebühren etc.
Wie viele Fahrstunden braucht man für den Rollerführerschein?
Es gibt keine festgelegten Richtlinien für die praktische Ausbildung auf dem Weg zum Rollerführerschein. Die Anzahl der Übungsstunden hängt vielmehr von den Fähigkeiten des Fahrschülers ab. Pflicht sind hingegen 14 Theoriestunden. Jede dauert 90 Minuten. Dabei werden zwölf Stunden auf die Grundlagen des Straßenverkehrs und zwei Stunden auf die spezifische Theorie für Rollerfahren verwendet.
Wie lange dauert es, einen Rollerführerschein zu machen?
Das hängt vom Fahrgeschick des Schülers ab. Es gibt keine vorgeschriebene Anzahl von Fahrstunden.
Mofa oder Moped: Wo ist der Unterschied?
Das Mofa leitet sich eigentlich von Motor-Fahrrad ab. Mofas sind verkehrsrechtlich also eigentlich Fahrräder mit einem Hilfsmotor. Deswegen ist für diese Fahrzeugart kein kein richtiger Führerschein nötig, sondern lediglich eine Prüfbescheinigung.
Die Bezeichnung M-Führerschein für die Mofaprüfung ist irreführend, weil sie keiner Führerscheinklasse entspricht. Im Gegensatz dazu ist ein Moped mit max. 45 km/h unterwegs und benötigt eine Fahrerlaubnis der Klasse AM. Auch dieser Führerschein kann ab 15 Jahren erworben werden.
Brauche ich einen Führerschein?
Nein, es braucht im klassichen Sinne keinen Führerschein. Es muss eine Mofaprüfung bei einer Fahrschule abgelegt werden. Mit dem Mofaführerschein können Fahrzeuge gefahren werden, deren Höchstgeschwindigkeit max.
Braucht mein Mofa eine Versicherung?
Ja, ohne gültige Versicherung dürfen Mofa oder Moped nicht auf die Straße.
Ab welchem Alter darf ich Mofa fahren?
Mofa fahren darf man ab 15 Jahren. Eine praktische Prüfung ist nicht nötig und ein Versicherungskennzeichen ist Pflicht.
Das Mofa ist, wie sein Name besagt, ein motorisiertes Fahrrad. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 25 km/h, die Größe des Hubraums darf 50 ccm nicht überschreiten.
Mofa: Braucht man einen Führerschein?
Die Fahrberechtigung für ein Mofa ist kein Führerschein im klassischen Sinne, es handelt sich hierbei um eine Prüfbescheinigung. Diejenigen, die vor dem 1. April 1965 geboren wurden und keine Fahrerlaubnis besitzen, brauchen dafür nicht mal eine Prüfbescheinigung, sondern lediglich ein Ausweisdokument, um ihr Alter nachweisen zu können.
Mofa-Führerschein mit 14?
Jugendliche dürfen ab einem Alter von 15 Jahren Mofa fahren. Wann sie die Prüfung frühestens ablegen dürfen, ist - je nach Bundesland- unterschiedlich: Teilweise darf man sie frühestens drei Monate vor dem 15. Geburtstag ablegen, in anderen Bundesländern sind es sechs Wochen vor oder auch erst mit Erreichen des Mindestalters. Mit der theoretischen Ausbildung kann man schon ein halbes Jahr vorher beginnen.
Wer als Jugendlicher unter 18 Jahren den Mofa-Führerschein machen möchte, benötigt für die Anmeldung in der Fahrschule die Einwilligung der Erziehungsberechtigten.
Erste-Hilfe-Kurs oder Sehtest?
Für die Mofa-Prüfbescheinigung braucht man - anders als für die Führerscheinklassen B, C und D - weder einen Erste-Hilfe-Kurs noch einen Sehtest, diese sind für die Teilnahme am Straßenverkehr jedoch immer sinnvoll.
Was beinhaltet die Ausbildung?
Sie beinhaltet zwei Teile: die theoretische und praktische Ausbildung. Der theoretische Unterricht umfasst mindestens sechs Doppelstunden à 90 Minuten in der Fahrschule. Dort geht es um allgemeine Verkehrsvorschriften, technische Daten zum Mofa und grundlegende Verhaltensregeln im Straßenverkehr.
Sobald man den Theorieunterricht absolviert hat, kann man sich bei TÜV oder DEKRA zur Prüfung anmelden.
Mofa-Kurs in der Schule
Viele Schulen bieten mittlerweile Mofa-Kurse an, in denen die Schüler eine Ausbildungsbescheinigung für den Erwerb der Mofa-Prüfbescheinigung beim TÜV oder der DEKRA erwerben können. Außer einer Prüfungsgebühr und den Medien fallen für die Jugendlichen keine Kosten an.
Der praktische Teil der Ausbildung umfasst lediglich eine Doppelstunde in Einzel- bzw. zwei Doppelstunden im Gruppenunterricht. Dies ist in der Regel ausreichend, um sich mit dem Mofa-Fahren vertraut zu machen.
Wie viel kostet ein Mofa-Führerschein?
Die Kosten für solche Gesamtpakete liegen meist zwischen 300 und 400 Euro. Es lohnt sich hier, die verschiedenen Anbieter miteinander zu vergleichen, denn häufig gibt es erhebliche Unterschiede.
Hinzu kommen die Kosten für die Prüfung in Höhe von 15 Euro. Ist die Prüfung bestanden, fallen weitere acht Euro für die Prüfungsbescheinigung an. Viele Fahrschulen bieten ein Gesamtpaket an, das die Kosten für Theorie- und Praxisstunden, Prüfungsgebühren und Bescheinigung sowie Übungsmaterial abdeckt.
Die Prüfung selbst umfasst 20 Fragen, die man am Computer oder Tablet beantworten muss. Die Prüfungszeit beträgt zwischen 20 und 30 Minuten. Das Ergebnis gibt es schon wenige Minuten danach. Eine praktische Prüfung gibt es beim Mofa nicht.
Braucht man eine Versicherung?
Um im Straßenverkehr fahren zu dürfen, ist eine Haftpflichtversicherung erforderlich. Als Nachweis hierfür dient das sogenannte Versicherungskennzeichen, das wie ein Kfz-Kennzeichen am Mofa angebracht werden muss. Das Kennzeichen muss man jedes Jahr neu beantragen und wechseln. Das Versicherungsjahr beginnt immer am 1. März. Wer das Kennzeichen nicht rechtzeitig wechselt, ist ohne gültigen Versicherungsschutz unterwegs und macht sich strafbar.
Muss man einen Helm tragen?
Wer Mofa fährt, muss auch einen Helm tragen - dieser ist Pflicht!
Das Moped ist quasi "der große Bruder" des Mofas, fährt aber bis zu 45 km/h schnell. Für Motorroller bis 45 km/h ist ebenfalls eine Fahrerlaubnis der Klasse AM erforderlich. Seit Juli 2021 ist es in Deutschland möglich, diese bereits mit 15 Jahren zu erwerben.
Darf man zu zweit Mofa fahren?
Ja, man darf zu zweit auf einem Mofa fahren - allerdings nur, wenn das Mofa dafür gebaut und zugelassen ist. Das Mofa benötigt insbesondere eine Doppelsitzbank, doppelte Fußrasten und Haltegriffe. Bei klassischen Mofas ist das eher die Ausnahme. Viele sogenannten „Mofaroller“, also 50er Roller, die auf 25 km/h gedrosselt wurden, erfüllen diese Voraussetzungen jedoch.
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