Moped Montageständer selber bauen – Eine Anleitung

Oft ist in der Garage nicht genug Platz, um eine komplette Hebebühne fürs Motorrad unterzubringen. Hier wird erläutert, wie man einen Montageständer selber bauen kann.

Montageständer für vorne selber bauen

Viele Schrauber wollen sich einen Montageständer für vorne selber bauen. Dieser sollte so in der Art sein, wo der Bügel oben auf jeder Seite nur mit einer Schraube fest ist.

Worauf man achten sollte

Wenn man den Bügel mit Dorn in die Gabel steckt und das Motorrad aufbockt, kann es passieren, dass das Motorrad vorne rüber kippt. Das sitzt aber bombenfest, da kippelt nichts.

Es gibt auch die Meinung, dass man den Ständer nur in Kombination mit einem hinteren verwenden kann. Das heißt, der vordere alleine würde evtl. wegklappen.

Alternativen und Warnungen

Es stellt sich die Frage, warum man sich die Mühe machen sollte, so ein Gerät selbst zu bauen, wenn man es doch für einen kleinen Preis bekommt. Es ist fraglich, ob man es selber günstiger hinbekommt.

Eigenbau-Montageständer

Hier ist ein Beispiel für einen Eigenbau, der für die Mille GT zugeschnitten ist, aber auch an anderen Guzzi-Modellen mit Tonti-Rahmen und Hauptständer passen sollte:

  1. Hubschemel: Besteht aus einem auf eine Sperrholzplatte geschraubten alten Scherenwagenheber, bei dem das Kippblech an der Oberseite durch eine Auflage für die Ölwanne ersetzt wurde.
  2. Auflagebock: Besteht aus zwei stabilen Blöcken, die aus jeweils drei miteinander verklebten und verspaxten Kanthölzern bestehen.

Gegen seitliches Verrutschen wurde die Auflage mit einer "Bande" versehen, die am hinteren Ende eine Aussparung für die Ölablassschraube erhielt. Die Blöcke sind auf einer Seite so gegeneinander verschraubt (Standsicherheit), dass sie genau unter die Auflage der Ölwanne passen und bei angehobenem Hubschemel untergeschoben werden können. Nun kann der Heber runtergedreht/entlastet werden, und die Guzzi steht mit frei drehenden Rädern sicher auf dem Montagebock. Zum Radausbau genügt dies.

Zentralständer selber bauen

Es gibt auch Projekte, bei denen ein Zentralständer selbst gebaut wird. Dabei ist es wichtig, auf die Stabilität zu achten. Verzinkte Winkel können sich durchbiegen und müssen verstärkt werden. Es empfiehlt sich, eine Zeichnung anzufertigen.

Einige Schrauber haben Angst, dass die Schrauben das Moped nicht halten. Hier ist es wichtig, auf die Tragfähigkeit der Schrauben zu achten. Eventuell muss man die Winkel austauschen, an denen die Räder angebracht sind.

Es wurde festgestellt, dass der Hauptbolzen zu weich sein kann und sich unter dem Gewicht des Mopeds verbiegt. Die Last sollte oben abgefangen und unten nur gestützt werden.

Weitere Tipps und Tricks

  • Man kann den Ständer wie beim Bursig-Ständer bauen: Eine Hülse mit einem Gewinde hinten dran und das dann mit dem Moped verbinden. Am Ständer dann einen Zapfen.
  • Für die Überwinterung und Umbauten kann man sich einen Montageständer aus Vierkantrohr selber bauen.
  • Montageständer-Aufnahmen werden mitgeliefert, die man in die Gewinde hinten in der Schwinge einschraubt.

Es gibt auch die Möglichkeit, einen Motorradheber von Louis zu kaufen. Dieser macht das Aufbocken ultraleicht. Allerdings kann es vorkommen, dass die Schrauben des Kettenrads an dem Ding schleifen. In diesem Fall kann man die Auflagen anpassen.

Wer einen Rothewald Motorradständer mit der Schwingenaufnahme hat, kann die Schwingenaufnahme eventuell durch eine M8 Schraube ersetzen.

Zentralständer Konstruktionen

Es gibt auch waghalsige Zentralständer Konstruktionen. Dabei wird ein Dorn in die Hohlachse der Schwinge eingebracht. Es stellt sich die Frage, ob die Last an der Hohlachse etwas verziehen/beschädigen kann. Die Schwingenachse sitzt relativ tief, die Last aufzunehmen, ist gewagt, da eine gewaltige Biegelast zusätzlich auf den Dorn kommt.

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