Das Löten eines Mopedtanks kann eine praktikable Lösung sein, um Undichtigkeiten zu beheben oder beschädigte Bereiche zu reparieren. Es gibt verschiedene Methoden und Materialien, die für diese Aufgabe verwendet werden können. Dieser Artikel bietet eine detaillierte Anleitung und wichtige Überlegungen für das erfolgreiche Löten eines Mopedtanks.
Sicherheitshinweise vor dem Löten
Die wichtigste Voraussetzung ist dabei, dass der Tank innen und außen optimal sauber ist. Außerdem ist es wichtig, den Tank ordnungsgemäß auszugasen, da dies extrem gefährlich sein kann.
Dennoch gibt es Probleme die man nicht unbedingt mit drei Zeilen in einem Forum lösen sollte und kann!Dazu zählen ua auch viele handwerkliche Fähigkeiten und Fertigkeiten, die nicht einfach mal so einem Leihen vermittelt werden können. Nicht umsonst gibt es für alles auf dieser Welt Lehrgänge mit teilweise anspruchsvollen Prüfungen.
Hinzu kommt noch die Tatsache, dass es sich hier um eine 'Dichtlötung' an einem Tank handelt, von dem selbst manche Facharbeiter lieber die Finger lassen würden.
Hartlötarbeiten (die auch noch dicht sein müssen, an einem Teil was durch unsachgemäße Handhabung zur Bombe werden kann ) sind eben nicht gerade dazu geeignet, erstmals gewisse Techniken auszuprobieren....
Geeignete Lötverfahren
Es gibt verschiedene Lötverfahren, die für die Reparatur von Mopedtanks in Frage kommen.
Falls du nicht die Möglichkeit hast, solche Reparaturen oder Schweißarbeiten selbst durchzuführen, helfen wir dir gerne weiter. Du kannst gerne Kontakt mit uns aufnehmen. Für diejenigen, die es selbst machen können, haben wir alle erforderlichen Materialien verlinkt.
Hartlöten
Meine Erfahrung hat gezeigt, dass Tanks, die zuvor gelötet wurden, oft an den gelöteten Stellen wieder reißen, da Tanks einer gewissen mechanischen Beanspruchung ausgesetzt sind. Aus diesem Grund bin ich nicht unbedingt ein Fan des Hartlötens.
Als Lötmittel würde ich dir Messinglot, Kadmium-Zink-Lot, oder Silber- bzw. Neusilberlot empfehlen. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrung mit zB. L-CuZn40 gemacht, welches für sowohl für Spalt-, als auch Fugenlöten gut geeignet ist. Die Löttemperatur für dieses Lot liegt bei etwa 900°C. Als Flußmittel wird in diesem Zusammenhang eines vom Typ: F-SH2 (zB. 'Borax' oder Borsäure) verwenden.
Vergiss nicht den Tank vorher mit Wasser zu füllen, bis auf die Stelle, an der du löten willst.
Hartlöten muß es aber schon sein.
Weichlöten
Geht beides, habe ich auch schon gemacht.
Beim Weichlöten bringst du nicht so viel Temperatur ins Material, es kann sich weniger verziehen. Was eigentlich beim Schwalbe Tank egal ist, da sieht man ja nicht viel von.
Warum so umständlich ?Lötstelle säubern, Flußmittel rauf !Lötstelle mit Flußmittel erwärmen (Gasbrenner)! Das von mir verwendete Flußmittel verändert beim erhitzen sein Aussehen.
MAG- und WIG-Schweißen
Für mich eignet sich das MAG-Schweißen am besten, da es schnell und kalt ist und wir das Material schnell und effizient auf die entsprechende Stelle auftragen können. Beim WIG-Schweißen habe ich oft das Problem, dass zu viel Wärme ins Material gelangt. Dies gilt jedoch nur für gebrauchte Tanks.
Mit MAG Schweißen haben wir die beste Erfahrung gemacht. Wir arbeiten hier mit einem 0,6 mm Zusatzwerkstoff und arbeiten mit einer Weldinger MEW 202, mit einem sehr kleinen Brenner. Das funktioniert wirklich extrem gut. Als zweite Variante arbeiten wir dann auch mit dem WIG Schweißverfahren, wie gesagt auch immer sehr abhängig davon, wo die defekte Stelle ist oder was genau gemacht werden muss. Also, wie gesagt, wir haben die beste Erfahrung mit MAG Schweißen gemacht. Bei den meisten Fällen funktioniert es sehr gut und geht natürlich auch ziemlich schnell.
Materialien und Werkzeuge
- Lötgerät (z.B. Gasbrenner, Lötkolben)
- Lot (Hartlot oder Weichlot, je nach Bedarf)
- Flussmittel (passend zum Lot)
- Reinigungsmittel (z.B. Drahtbürste, Schleifpapier)
- Schutzbrille und Handschuhe
- Feuerfester Untergrund
- Eventuell: Blechstücke zum Ausbessern größerer Löcher
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Vorbereitung: Tank vollständig entleeren und gründlich reinigen. Rost und alte Beschichtungen entfernen.
- Lötstelle vorbereiten: Die zu lötende Stelle metallisch blank machen. Mit feinem Schleifpapier gut sauber machen (bis auf's Messing). Mach halt soviel Lot drauf wie geht. Also hauptsache sauber und Fettfrei. Ein bißchen Azeton, oder Spiritus drüberpinseln, dann müßte es eigentlich funktionieren.
- Flussmittel auftragen: Lötstelle säubern, Flußmittel rauf !Lötstelle mit Flußmittel erwärmen (Gasbrenner)! Das von mir verwendete Flußmittel verändert beim erhitzen sein Aussehen.
- Löten: Also ich würd den Tank an der entsprechenden Stell schön heiß machen. Wenn du kannst, solltest du alles andere was noch so im Tank eingelötet ist mit nassen Tüchern kühlen (drumlegen). Dann die Lötstelle richtig heiß machen und erst dann Lot dazu. Das lot muss ohne das du den Brenner benutzt am heißen Tank schmelzen! Dann hast du genug Temperatur. Und es mus sehr flüssig werden. Nicht so ein geschmadder. Soll ja gut in die Ritzen Laufen und dort abdichten.Vorher natürlich die Lötstelle metallisch blank machen.
- Abkühlen: Den Tank langsam abkühlen lassen.
- Reinigen: Im Anschluss prüfen wir die Tanks auf Dichtheit, reinigen sie erneut und versiegeln sie zweifach, um sicherzustellen, dass der Tank keinen weiteren Rostansatz zeigt.
Zusätzliche Tipps und Tricks
- Um den Druck auf das Scharnier und die eine Stelle des Tanks zu verringern, anschließend habe ich mit Gummistreifen die gesamte Tankfläche als Auflagefläche genutzt.
- Lege einen nassen Lappen über den Anschluss für den Manomerter usw. sonst lötest Du diese unabsichtlich aus.
- Bau aber all anderen Sachen raus, wie die Ventile und so. Die vertragen die Hitze nicht so.
Tankversiegelung
Um das Ganze optimal abzurunden, versiegeln wir die Tanks. Zum Schluss mit einer Versiegelung. Das Ganze wird zweifach versiegelt und somit schützt du deinen Tank im Voraus.
Alternativen zum Löten
Es gibt auch alternative Methoden zur Reparatur von Mopedtanks. Flüssigmetall oder spezielle Klebstoffe können in manchen Fällen eine schnelle Lösung sein, sind aber oft weniger dauerhaft als das Löten oder Schweißen.
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