Mopeds für kleine Leute: Ein umfassender Test und Ratgeber

Das Erste Moped. Ein besonderes Gefühl an Freiheit, dass man zuvor noch nicht gekannt hatte. Umso wichtiger ist es, sich beim Kauf ausreichend zu informieren, damit alle Wünsche erfüllt werden können.

Motorroller sind eine beliebte Wahl für den Stadtverkehr, und es gibt viele verschiedene Modelle auf dem Markt, die für unterschiedliche Bedürfnisse und Vorlieben geeignet sind. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über Mopeds, insbesondere für kleinere Personen, und hilft Ihnen, das beste Modell für Ihre Bedürfnisse zu finden.

Was ist ein Motorroller?

Ein Motorroller ist ein motorisiertes Zweirad, das sich durch einen tiefen Durchstieg und eine bequeme Sitzposition auszeichnet. Motorroller sind in verschiedenen Größen und Ausführungen erhältlich, von kleinen 50-ccm-Rollern für den Stadtverkehr bis hin zu großen Maxi-Rollern für längere Touren.

Kategorien von Motorrollern

Motorroller lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen, basierend auf Hubraum und Leistung:

  • Mofa-Roller: Die kleinsten Roller-Vertreter sind besonders bei Jugendlichen unter 16 Jahren beliebt. Um sie fahren zu dürfen, ist nur eine sogenannte Prüfbescheinigung vorgeschrieben, die bereits ab einem Alter von 15 Jahren erworben werden kann. Wer schon eine Fahrerlaubnis für andere Fahrzeuge besitzt oder vor dem 1. April 1965 geboren wurde, braucht keine Prüfbescheinigung. Die Mofa-Roller zeichnen sich durch Motoren mit höchstens 49 cm³ Hubraum sowie einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h aus.
  • Mokick-Roller: Auch sie sind bei Jugendlichen sehr beliebt, sie dürfen ab einem Alter von 16 Jahren gefahren werden. In diese Kategorie fallen Roller mit einem Hubraum von höchstens 49 cm³ und einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Die „Fuffis“ eignen sich damit vorrangig für die Stadt, spielen dort aber auch ihre Vorteile als Alternative zum Auto aus. Die Parkplatzsuche ist ein Kinderspiel, darüber hinaus sind sie günstig im Verbrauch und Unterhalt. Für diesen Typ benötigen Rollerfahrer/innen den Führerschein der Klasse AM.
  • Leichtkraft-Roller: Für zügigeres Fahren oder auch längere Überlandfahrten eignen sich die Leichtkraft-Roller besser als die schwächeren Mokick-Roller. Sie bieten eine maximale Leistung von 11 kW (15 PS) bei Hubräumen bis 125 cm³ und damit mehr Durchzug und Höchstgeschwindigkeit. Seit dem 1. Januar 2017 ist für neu zugelassene Fahrzeuge dieses Rollertyps ein serienmäßiges ABS (Antiblockiersystem) oder alternativ eine Kombibremse vorgeschrieben, auf die bei den Mofa- und Mokick-Rollern zumeist verzichtet werden muss. Erforderlich ist hier der Führerschein der Klasse A1. Auch er kann ab 16 Jahren erworben werden.
  • Großroller: Die größten Motorroller sind auch die komfortabelsten und eignen sich damit sogar für lange Touren. Das spiegelt sich auch in der möglichen Ausstattung wider: So sind bei Großrollern oft Aufwertungen wie Windschilde für besseren Wetterschutz, Gepäcksysteme, bequemere und verstellbare Sitzbänke oder beheizbare Griffe serienmäßig enthalten oder optional erhältlich. Großroller können Hubräume bis 840 cm³ und Höchstgeschwindigkeiten bis 190 km/h erreichen. Um sie fahren zu dürfen, müssen Rollerfahrer/innen volljährig sein und den Führerschein der Klasse A (bei Leistung bis 35 kW reicht auch A2) besitzen.
  • Elektroroller: Elektrisch angetriebene Roller eignen sich für umweltbewusste und zukunftsorientierte Fahrer/innen, die sich nicht vor den im Vergleich höheren Anschaffungskosten scheuen. Diesen stehen niedrigere Unterhaltskosten gegenüber, denn Elektroantriebe weisen weniger Verschleißteile auf. Der Wartungsaufwand hält sich daher in Grenzen. Auch der Kraftstoff, also der Strom, ist günstiger als fossile Brennstoffe. Allerdings dauert der Ladevorgang länger als das Betanken an der Tankstelle. Auch die noch geringe Reichweite und das hohe Gewicht der Akkus sind Nachteile von Elektrorollern.
  • Dreiradroller: Sie verfügen über ein herkömmlich angetriebenes Hinterrad sowie über zwei Räder vorn, die in einem Abstand zueinander stehen und durch eine recht komplexe Aufhängung miteinander verbunden sind. Die Sitzhaltung des Fahrers und die Fahrdynamik ist mit der eines gewöhnlichen Motorrollers vergleichbar. Vorteil dieser Modelle mit 3 Rädern ist es, dass sie wegen der breiteren Spur und weil sie eben keine "motorisierten Zweiräder" sind, mit dem klassischen B-Führerschein für Pkw gefahren werden dürfen (sofern er nicht erst nach dem 19. Januar 2013 erlangt wurde).

Neben dieser Einteilung nach gängigen Typen wird häufig auch eine Unterscheidung zwischen Rollern mit kleinen und Rollern mit großen Rädern vorgenommen:

  • Kleinradroller: Die klassischen Roller besitzen Räder mit einer Größe zwischen 10 und 14 Zoll. Roller mit kleineren Rädern sind wendiger und bieten besseres Handling, sind aber weniger fahrstabil und komfortabel. Unebenheiten im Straßenbelag merken Rollerfahrer/innen deutlicher. Zudem erhöhen kleine Räder in Verbindung mit hohen Drehzahlen die Gefahr von Aquaplaning.
  • Großradroller: Modelle mit größeren Rädern zwischen 15 und 17 Zoll gleichen Unebenheiten besser aus. Zudem wirkt das Fahren mit Großradrollern weniger kippelig, das Fahrverhalten ist stabiler. Größere Räder bieten also auch mehr Sicherheit.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Beim Kauf eines Motorrollers gibt es einige wichtige Faktoren zu berücksichtigen:

  • Fahrsicherheit: Allen Eigenschaften voran ist die Fahrsicherheit besonders wichtig. Es wird geprüft, ob die Fahrstabilität ausreichend gegeben ist, wie gut die Assistenzsysteme (z.B. die Traktionskontrolle) arbeiten und ob die Bremsen gut verzögern.
  • Handling und Wendigkeit: Je besser er sich durch Städte manövrieren lässt, desto besser auch das Testergebnis.
  • Ausstattung: Darüber hinaus spielt der Umfang der Ausstattung eine gewichtigere Rolle, ebenso wie Fahrverhalten und -dynamik.
  • Komfort: Auch sollte der Roller genügend Komfort bieten. So monieren Tester etwa zu wenig Platz für die Füße.

Motorroller für kleinere Personen

Für kleinere Personen ist es besonders wichtig, dass der Motorroller eine niedrige Sitzhöhe und ein geringes Gewicht hat. Dies erleichtert das Auf- und Absteigen sowie das Manövrieren des Rollers. Einige beliebte Modelle für kleinere Personen sind:

  • Sym Allo: Der Sym Allo gefällt Ihr ganz besonders. Allerdings bin ich von dem (natürlich auch günstigen) Chinakram nicht so recht angetan. Gibt's ab 2600€... Aber abpolstern musst du. Oder sie kommt mit rumrutschen auf der sitzbank klar.
  • Kymco Pulsar: Meine Tochter kommt durch die schlanke Bauart viel besser mit den Füßen auf den Boden, hat ein sehr direktes sicheres leichtes Fahrgefühl.

Es ist auch möglich, die Sitzbank eines Rollers abpolstern zu lassen, um die Sitzhöhe zu reduzieren.

Elektroroller im Test: ADAC-Empfehlungen

Der ADAC hat verschiedene Elektroroller getestet und einige Empfehlungen ausgesprochen:

  • Silence S01: Der futuristisch gestylte Roller löst den Konflikt zwischen großer Batterie, die für eine entsprechend gute Reichweite (90 Kilometer) sorgt, und der Transportfähigkeit des schweren Akkus. Und das mit einer simplen, aber genialen Idee: Der Akku wird nach dem Entnehmen schlicht zum Trolley und bietet dem Fahrer damit die Möglichkeit, die 40 Kilo schwere Batterie in die Wohnung zu ziehen und dort zu laden. Zusätzlich lässt sich der Akku des Silence auch als Powerbank für Laptops, Handys oder Elektrogrills betreiben. Da der S01 auch das mit Abstand größte Staufach unter der Sitzbank hat und mit einem kurzen Bremsweg überzeugt, sichert er sich den Sieg in der Gesamtwertung.
  • Futura Robo-S: Positiv überrascht hat die Tester nicht nur der im Vergleich günstigste Anschaffungspreis von 3.699 Euro, sondern dass der Robo-S in punkto Verarbeitung oder Reichweite auch mit etablierten Konkurrenten wie dem NIU NQI GT mithalten kann. Der Roller überzeugt mit cleveren Details wie einem Fingerabdruckscanner, einer Rückenlehne für Mitfahrer/innen und der Möglichkeit, Wartungen und Reparaturen auch zuhause durchführen zu lassen.
  • NIU NQi GT: Die Beliebtheit des Leichtkraftrads aus China ist schnell erklärt: Der NIU ist hat ein attraktives Design und punktet darüber hinaus mit der besten Konnektivität, einem ausgewogenen Fahrwerk, guter Reichweite und einem attraktiven Preis.

Mopedautos: Eine Alternative zum Roller

Vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge der Fahrzeugklasse 6e, umgangssprachlich auch Microcars oder Mopedautos genannt, darf man schon ab 15 Jahren fahren. Sie bestechen mit niedrigen Unterhaltskosten und sind dank ihrer geringen Größe bestens für die Stadt geeignet. Sie ermöglichen aber auch auf dem Land Mobilität für viele, die keinen Pkw fahren wollen oder nicht dürfen. Damit stellen sie eine wetterfeste Alternative zu Mopeds und Rollern dar.

Vorteile von Microcars und Mopedautos:

  • City-tauglich: Mit einer Länge von unter drei Metern, einer Breite weniger als 1,5 Metern und einem Wendekreis von teilweise unter fünf Metern fühlen sich Mopedautos vor allem im engen Stadtverkehr zuhause. So passen sie beim Parken auch in enge Lücken.
  • Bewegungsfreiheit: In Deutschland reicht eine Fahrerlaubnis der Klasse AM, der sogenannte Mopedführerschein. Die kleinen Flitzer ermöglichen so Personen, die keinen Pkw-Führerschein (Klasse B) machen dürfen oder wollen, mehr Mobilität und damit Freiheit.
  • Zulassungsfrei: Für Microcars ist keine Zulassung erforderlich. Du musst das Fahrzeug jedoch versichern und bekommst daher ein Versicherungskennzeichen. Achtung: Die sogenannte Mopedversicherung ist immer nur von März bis einschließlich Februar des Folgejahres gültig und muss in jedem Jahr neu bestellt werden. Die Farbe des Kennzeichens ändert sich jährlich.
  • Ganzjahrestauglich: Anders als Zweiräder bieten die Leichtmobile den Passagieren bei schlechtem Wetter ein Dach über dem Kopf. Meistens verfügen sie auch über vollwertige Türen, die ebenfalls vor Witterungseinflüssen schützen. Wenige Microcars wie den Silence 04 gibt es optional sogar mit Klimaanlage.
  • Geringe Betriebskosten: Microcars sind günstig im Unterhalt. Verbrenner-Modelle verbrauchen in der Regel nur 2-3 Liter auf 100 Kilometer, Stromer haben ebenfalls einen geringen Energiebedarf und können zuhause an der Steckdose aufgeladen werden. Im Optimalfall sogar mit selbst erzeugtem Strom von der PV-Anlage.

Bekannte Modelle von Mopedautos

  • Opel Rocks
  • Aixam Ambition
  • Silence S04
  • Citroën Ami
  • Fiat Topolino
  • Ligier Myli
  • Microlino Lite
  • Renault Twizy 45

Kostenfaktoren beim Kauf eines Rollers

Die Spanne für die Anschaffungskosten eines neuen Rollers liegt zwischen günstigen Preisen um die 1.000 Euro („Baumarkt“- bzw. Spitzenpreise gehen bis in den fünfstelligen Bereich hinein. Hinzu kommen die Unterhaltskosten für Versicherung, Wartung, Reparaturen und Kraftstoff. Roller werden von ihren Besitzern allerdings meist sehr lange gefahren und haben einen eher geringen Wertverlust.

Checkliste vor dem Kauf

Wer sich für einen E-Roller interessiert, sollte vor dem Kauf unbedingt eine Probefahrt machen. Die Roller fallen unterschiedlich groß aus; wer lange Beine hat, behindert womöglich mit seinen Knien den Lenkeinschlag. Bei großen Rollern wiederum kommen kleinere Menschen nicht mit beiden Füßen auf den Boden.

Einige Roller sind nur im Internet bestellbar. Diese Scooter werden geliefert, die Endmontage (z.B. Montage der Spiegel) ist Sache des Kunden. Heißt: Eine Probefahrt ist hier nicht möglich. Servicepartner findet man oftmals nur in Großstädten.

Unbedingt überprüfen, wo der E-Roller aufgeladen werden kann: Modelle mit fest verbautem Akku lassen sich nur per Kabel an der Steckdose oder an Ladestationen aufladen. Dagegen können herausnehmbare Akkus bequem in der Wohnung Strom tanken und bieten so mehr Flexibilität.

Gut überlegen, welche Fahrstrecken tatsächlich anfallen: Wer mit der Reichweite in der Basisversion auskommt, kann auf Zusatzakkus verzichten und so eventuell viel Geld sparen.

Einige Städte bieten eine finanzielle Förderung beim Kauf eines E-Rollers an. Interessenten sollten sich vor dem Kauf bei ihrer Stadt informieren.

Man sollte die Wartungs- und Stilllegungshinweise der Hersteller befolgen, da der Akku bei mehrwöchiger Nichtnutzung (etwa über den Winter) und falscher Behandlung Schaden nehmen kann, was den Kauf eines teuren Ersatzakkus zur Folge haben kann. Bei einigen Herstellern erlöschen bei Nichteinhaltung zudem die Garantie bzw. Gewährleistung.

Hat der Roller eine eingetragene Höchstgeschwindigkeit von mindestens 60 km/h, darf man damit auch die Autobahn befahren. Allerdings sollte man dies nur in Ausnahmefällen machen, da die meisten Roller weniger als 90 km/h erreichen und man mit ihnen schnell zum Verkehrshindernis wird.

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