Der Maare-Mosel-Radweg, einer der schönsten Radwege Deutschlands, verläuft auf der ehemaligen Bahntrasse Daun-Lieser, wo einst die dicken Dampfrösser schnauften. Hier wird Radwandern zum Erlebnis. Lassen Sie sich den frischen Wind um die Nase wehen und atmen Sie die glasklare Luft der Eifel ein. Genießen Sie traumhafte Aussichten. Sanft - nahezu eben - schlängelt sich der Weg hinauf zu unvergesslichen Aussichtspunkten.
Die Strecke verläuft auf der ehemaligen Bahntrasse Daun-Lieser. Los geht es in Daun. Der Startpunkt ist problemlos mit dem Auto oder dem RadBus erreichbar. Wer spontan eine Radtour machen möchte, kann sich in Daun ein Fahrrad oder E-Bike ausleihen.
Streckenverlauf und Highlights
Ab dem Bahnhof in Daun starten Sie Ihre Radtour Richtung Moseltal. Eine erste, wenn auch kleine, Herausforderung: der Anstieg zum Viadukt, der 28 Meter über dem Kurort liegt. Auch für untrainierte Fahrer ist diese Etappe aber gut zu meistern. Die Anstrengung wird selbstverständlich direkt belohnt, und zwar mit einem traumhaften Rundumblick. Alsbald passieren Sie ein 28 Meter hohes Viadukt, mit herrlichem Blick auf die Kreisstadt Daun.
Durch ein Waldstück fahren Sie leicht bergan bis Sie das "Große Schlitzohr", einen 560 Meter langen, einstigen Bahntunnel, erreichen. Um die fliegenden Bewohner vor dem Rummel zu schützen, wurde eine Zwischendecke eingezogen. Beim „Großen Schlitzohr“ ist das Gejauchze groß, denn es handelt sich um den zweitlängsten Fahrradtunnel in Deutschland - also Licht an und los geht’s. Auf ebener Piste führt Sie der Radweg vorbei am Schalkenmehrener Maar und dem Naturschutzgebiet Sangweiher.
Bei Gillenfeld können Sie sich auf eine der Erlebnisschleifen zum Pulvermaar locken lassen. Während einer Bootstour auf dem Pulvermaar können Sie das glasklare Wasser und die natürliche Ruhe genießen. Kurz darauf können Sie auf der Erlebnisschleife "Lavabomben-Route" im Vulkanhaus Strohn vorbei fahren, einem bekannten Museum im Vulkaneifel European Geopark. Hier besteht die Möglichkeit die mächtigen Lavaspalten zu bestaunen, an Vulkangasen zu riechen sowie die begehbaren Erlebnisräume zu erkunden. Eine 120 Tonnen schwere Lavakugel, welche am Ortsausgang von Strohn thront, ist besonders für Kinder ein echter Hingucker.
Über Eckfeld ist es nur ein kurzes Wegstück bis nach Pantenburg, wo Sie sich gemütlich nach Niedermanderscheid hinabrollen lassen können. Rund um Daun und Manderscheid können Sie auf acht Raderlebnisschleifen die Gegend "erfahren". Besonders sehenswert sind hier die prächtigen Festungsanlagen der Nieder- und Oberburg. Alljährlich findet am letzten Augustwochenende hier das Manderscheider Burgenfest statt. Dieser überregional bekannte Event bietet Ritterturniere und Burgfräulein-Verkleidung, Speisen und Getränke wie im Mittelalter sowie Spektakel und Schauspiel. Ein weiteres Highlight bietet Manderscheid mit dem Maarmuseum. Kinder und auch Familien begeistert das begehbare Model eines Maares sowie der Fossilien-Bereich.
Von Manderscheid aus radeln Sie bergauf drei Kilometer zurück nach Pantenburg auf den Hauptradweg. Danach geht es nur noch bergab durch eine wundervolle Eisenbahnlandschaft bis in das durch Weinberge und Rebhänge geprägte Tal der Mosel. Gleich hinter Plein bohrt sich der Radweg mit einem 500 Meter langen Tunnel durch das Vulkangestein. Immerhin stolze 31 Meter misst das 99 Meter lange Pleiner Viadukt. Heute wie damals ein Meisterwerk der Ingenieure. 1910 wurde es fertiggestellt, um auf schlanken Pfeilern die Kluft von Berg zu Berg überbrücken. Heute rollen nur noch Radfahrer über das Viadukt - und kurz dahinter passiert es. Denn in einer Kurve bei Plein präsentiert sich ein weiteres Viadukt, das so aussieht wie aus „Harry Potter” entsprungen.
Umgeben von Laub und Mischwäldern fahren Sie weiter in die Säubrennerstadt Wittlich. Nach der Stadtdurchquerung öffnet sich die Weite des Wittlicher Tales mit den ersten Weinbergen. In das mittelalterliche Städtchen Bernkastel-Kues ist es nun nicht mehr weit. Von Wittlich aus radeln Sie durch Wälder ins Liesertal. Beim Weinort Lieser mündet dieser Fluss in die Mosel.
Der Maare-Mosel-Radweg endet hier offiziell, entlang der Mosel sind es nur noch 3 km bis nach Bernkastel-Kues. Genau 58 Kilometer sind es von Daun bis nach Bernkastel-Kues. Eine Strecke, die man in knapp fünf Stunden bewältigen kann. Denn steilere Wege hätten die schweren Lokomotiven mangels Kraft nicht gemeistert, für die man diese Strecke im 19. Jahrhundert baute. Deshalb erfordert der Maare-Mosel-Radweg weder gut trainierte Beine noch ein Fahrrad mit allen Schikanen. Drei Gänge sind ideal.
RadBus und Anreise
Der RadBus pendelt in der Saison mehrmals täglich zwischen Daun und Bernkastel-Kues mit Station in den dazwischenliegenden Ortschaften. Vorherige Platzreservierung wird auf Grund der großen Nachfrage empfohlen. Weiter Informatioen zum RadBus sowie Buchungsmöglichkeiten unter: www.radbusse.de. Von Bernkastel-Kues aus bringt ein Radbus wieder zurück zum Ausgangspunkt.
Der RadBus der Linie 300 befährt die Strecke Bernkastel-Kues (Haltestelle Forum) - Wittlich - Daun. Täglich vom 1. April bis 1. November, ab 7 Uhr alle 2 Stunden. 17 Räder passen drauf. E-Bikes werden auf dem Anhänger mitgenommen, Tandems sowie Liegeräder jedoch nicht.
Der RadBus Maare-Mosel-Express (Linie 555) ist schneller unterwegs, denn er führt auch über die Autobahn. Somit entfallen einige Haltestellen.
Fahrkarten: Einzelticket ab Bernkastel-Kues nach Daun 16,20 €, Kinder 6 bis 14 Jahre 10,40 €, Gruppenticket 29,50 € (Montag bis Freitag, ab 9 Uhr, für bis zu fünf Personen). 3 € pro Fahrrad.
Weitere Informationen
Der Maare-Mosel-Radweg ist in beide Richtungen befahrbar, wird jedoch von den meisten Radlern, Inline-Skatern und Wanderern von Daun nach Bernkastel-Kues genutzt.
Dort wo sich der Rhein und die Mosel im lang gezogenen Dreieck aufeinander zu bewegen, präsentiert diese Radroute einen beeindruckenden lanschaftlichen Querschnitt vom Rheintal über den Hunsrück ins Moseltal und weiter zur Eifel. Der Rhein-Mosel-Eifel-Radweg ist eine "Querstrecke" par excellence.
Gastronomie am Wegesrand
- Bäckerei Schillinger: Kurz vor dem Dauner Bahnhof. Brot aus dem Holzbackofen, belegte Brötchen, Teilchen, Frühstück. Bahnhofstraße 20, 54550 Daun.
- Bauernhofcafé Morgenfelderhof: Etwa eine Stunde von Daun, ca. 80 Meter entfernt vom Maare-Mosel-Radweg. Brunnenstr. 37, 54531 Eckfeld.
- Waldschlößchen am Bahnhof Plein: Kurz vor Wittlich, etwa 70 Meter vom Radweg gelegen. Ambitionierte gutbürgerliche Küche mit Hausbrauerei und dem wohl schönsten Biergarten weit und breit.
- Klostermühle Siebenborn: Kurz vorm Ziel direkt am Mosel-Maare-Radweg und der Lieser gelegen. Restaurant mit regionaler Küche, verfeinert mit italienischer Kochkunst.
Zusammenfassung der wichtigsten Daten
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Streckenlänge | 58,5 km |
| Startpunkt | Daun |
| Endpunkt | Bernkastel-Kues |
| Höhenunterschied | 161 Meter hinauf, 449 Meter hinunter (von Daun nach Bernkastel-Kues) |
| RadBus | Linie 300 und Maare-Mosel-Express (Linie 555) |
| Eignung | Familien, Genussradler, geübte Inliner |
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