Mosel Radtour mit Übernachtung: Die perfekte Planung

Der Mosel-Radweg bietet eine tolle Kombination aus Outdoor-Aktivität, idyllischen Weinbergen und historischen Orten. Die Region ist charakterisiert durch die steilen Weinberge, über 120 Weindörfer und geschichtsträchtige Städte wie Metz und Trier.

Eine Radtour entlang der Mosel auf ausgeschilderten Radwegen ist ab dem lothringischen Metz möglich und führt über französisches, luxemburger und deutsches Gebiet. Der Mosel-Radweg entlang der Mosel ist ein Radfernweg mit einer Gesamtlänge von 311 km ab Metz in Frankreich. Die meisten Radler erkunden aber das eigentliche Moseltal zwischen Trier und Koblenz, wobei sich auch schöne Streckenverlängerungen ab Luxemburg-Stadt, ab Saarbrücken auf dem Saar-Radweg oder den Rhein entlang planen lassen.

Eine Radtour auf dem Mosel-Radweg verläuft flach und ist vom Rennradler bis zur Familie für alle gut geeignet. Der deutsche Teil führt in Rheinland-Pfalz auf 240 km durch das schöne Moseltal mit seinen Weinbergen und teils steilen Hanglagen. Der Radweg ist Teil der internationalen Radwanderroute „Velo Tour Moselle“ und fast durchgängig asphaltiert.

Tipps für Ihre Radtour an der Mosel

  • Deutsche Mosel von Perl nach Koblenz: 7 Tage/6 Nächte gemütlich ab 549 €
  • Internationale Mosel von Metz nach Koblenz: 7 Tage/6 Nächte aktiv ab 769 €
  • Sterntour ab Trier - Mosel, Saar & Kyll: 7 Tage/6 Nächte gemütlich ab 659 €
  • Mosel & Rhein mit Rad & Schiff: 8 Tage/7 Nächte mit MS Arkona ab 899 €

Was Sie für Ihre Radtour einpacken sollten

Auf einer dreitägigen Radtour bin ich rund 175 km nachgefahren. Der Mosel-Radweg ist durchgängig flach und ich bin die Strecke mit dem E-Bike gefahren. Dabei hatte ich zwei Gepäcktaschen mit jeweils 20 Liter Volumen sowie einen Bike-Rucksack (15 Liter). Außerdem: Kameraausrüstung, Akku zum Laden des E-Bikes, Flickzeug, Luftpumpe, Smartphone, Geld + Kreditkarte, Alutrinkflasche zum Nachfüllen, Wechselwäsche und das Radtourenbuch „Mosel-Radweg“ von bikeline, was ich sehr gut fand.

Nützliche Apps für unterwegs

Vor der Radtour hatte ich mir die kostenlose Lauschtour-App auf mein Smartphone heruntergeladen. Mit den „Lauschpunkten am Mosel-Radweg“ bietet sie 40 Hörstationen mit wissenswerten Infos und Hintergründen. Damit erfährt man Details zu Aussichtspunkten, Gebäuden und geschichtlichen Ereignissen in der Region. Quasi ein persönlicher Guide für den Radweg. Mein Smartphone hatte ich mit einer Halterung am Radlenker befestigt.

Etappen einer Mosel Radtour

Tag 1: Anreise nach Trier

Im Laufe des Tages individuelle Anreise nach Trier. Übernachtung. Die Reise beginnt in Trier, wo Geschichte greifbar wird. Zwischen Amphitheater, Kaiserthermen und der mächtigen Porta Nigra tauchen Sie tief ein in die römische Vergangenheit. Am Abend klingt der Tag entspannt aus - in einer gemütlichen Weinstube mit einem Glas Moselriesling und viel historischem Flair.

Trier ist die älteste Stadt Deutschlands, wurde 17 v. Chr. gegründet und zählte zu den wichtigen Orten des Römischen Reiches. Auf jeden Fall sollte man sich genügend Zeit für diese spannende Stadt einplanen und sich den Trierer Dom, die Porta Nigra, die Konstantin-Basilika und die Reste der römischen Badehäuser anschauen. Die Weinstube Kesselstatt befindet sich direkt am Dom. Im barocken Gebäude miut Sitzgelegenheiten im historischen Weinkeller werden Weine der Region und leckere Hausmannskost geboten. 650 Jahre Weinbautradition mit schönem Außenbereich. Übernachtet habe ich im Hotel Deutscher Hof in zentraler Lage. Schöne Zimmer, ein gutes Frühstücksbuffet, nettes Personal und eine gastliche Atmosphäre.

Tag 2: Von Trier nach Trittenheim/Neumagen-Dhron (ca. 40/45 km)

Heute führt Sie der Radweg über Schweich (Fährturm) und Longuich nach Trittenheim oder Neumagen-Dhron. Von Trier aus geht es weiter auf dem Mosel-Radweg nach Norden. Bis Schweich bin ich mit dem Zug gefahren und von dort aus dann mit dem Rad weiter. In Longuich bietet sich ein Stopp an der Villa Urbana an und in Mehring an der Villa Rustica und der Römischen Villa. Auf dem Mosel-Radweg gibt es unzählige Möglichkeiten in Weingütern und Vinotheken einzukehren, um die leckeren Moselweine zu probieren.

Im Sommer lockt das Riesling-Event Mythos Mosel, bei dem in 120 Weingütern Rieslingweine verkostet werden. Da ich dieses Event leider verpasse, lege ich zumindest einen Stopp in Thörnich im Weingut Gebrüder Ludwig ein, die zu den Gründern von Mythos Mosel gehören. Bei Trittenheim liegt der Aussichtspunkt Zummethöhe. Von oben hat man einen tollen Blick auf das Moseltal und auch das Titelfoto des Artikels habe ich von der Zummethöhe aus aufgenommen. Neumagen-Dhron ist der älteste Weinort Deutschlands und der Heimathafen der Stella Noviomagi. Das ist ein originalgetreuer Nachbau eines römischen Weinschiffes. Malerische Orte, direkt an einer der zahlreichen Moselschleifen gelegen, gesäumt von Weinbergen. Ein anschaulicher Weinlehrpfad führt südlich des Ortes vorbei an der Laurentiuskapelle. Übernachtung.

Tag 3: Von Trittenheim/Neumagen-Dhron nach Traben-Trarbach (ca. 50/45 km)

Zahlreiche Moselschleifen und Weinberge bestimmen das Landschaftsbild bis Bernkastel-Kues, wo man von weitem bereits die imposante Burg Landshut erblickt (rechte Moselseite, aufgrund des steilen Anstiegs nur zu Fuß empfehlenswert; circa 45 Gehminuten). Piesport ist ebenfalls ein schöner Weinort mit verschiedenen Gaststätten, Cafés und Weingütern. Außerdem gibt es eine Römische Kelteranlage, die man sich anschauen kann. Von Piesport fahre ich mit dem Rad weiter bis nach Bernkastel-Kues. Hier bietet sich ein Stadtbummel an, bei dem man sich u.a. die schönen Fachwerkhäuser, den Marktplatz, das Spitzhäuschen und die Burgruine Landshut anschauen sollte. Außerdem gibt es das Mosel-Weinmuseum mit Vinothek. Weiter nach Traben- Trarbach (Ruine Grevenburg, alte Stadtmauer). Ich fahre noch ein Stück weiter und übernachte in Traben-Trarbach. Übernachtung.

Die Stadt lässt sich gut auf einem Stadtrundgang zu Fuß entdecken, vor allem lohnen sich die barocken und klassizistischen Gebäude. Neben dem Brückentor, der Burgruine Grevenburg und der Festung Mont Royal kann man auch in die „Unterwelt“ abtauchen und historische Weingewölbe erkunden. Zudem lockt die Trarbacher Museumszeile, u.a. Als Restaurant-Tipp kann ich die Alte Zunftscheune empfehlen. Ein urgemütliches Gasthaus mit reichlich Raritäten und einer sehr originellen Einrichtung, die fast einem Museum gleicht. Sitzgelegenheiten gibt’s draußen im Scheunengärtchen, in der Gaststube und im Weingewölbe. Die Karte bietet leckere moselländische Spezialitäten und Weine aus der Region. Übernachtet habe ich im Hotel Trabener Hof, ein familiengeführtes Boutique-Hotel mit gemütlich eingerichteten und individuell gestalteten Zimmern. Im Haus gibt es auch das Café „Cavallerie“ mit hausgebackenen Kuchen.

Tag 4: Von Traben-Trarbach nach Cochem (ca. 56 km)

Über Zell und Bullay vorbei an der Klosterruine nach Bremm, am Fuße des Calmont, des steilsten Weinbergs Europas, gelegen (65 - 76 % Steigung!). Am nächsten Tag fahre ich von Traben-Trarbach aus auf der linken Moselseite weiter in Richtung Norden. Auf jeden Fall sollte man auch einen Stopp in Bremm einplanen bei der Moselschleife. Zu Fuß kann man auf dem Calmont-Klettersteig nach oben klettern und hat von dort einen tollen Ausblick auf Europas steilsten Weinberg, die Moselschleife, Bremm und die Klosterruine Stuben. Für den Klettersteig sollte man allerdings schwindelfrei sein und festes Schuhwerk dabei haben.

Vorbei an Beilstein mit der Burgruine Metternich ans heutige Etappenziel Cochem. Idyllische Gassen und schöne Fachwerkhäuser besitzt auch der Weinort Ediger-Eller, nur wenige Minuten mit dem Rad entfernt von Bremm. Außerdem finden sich hier Gasthöfe und Cafés, die zum Einkehren einladen. Meine Fahrt setze ich fort bis nach Senheim und wechsle dort über die Brücke auf die rechte Moselseite. Dieser Tipp gilt für die gesamte Mosel: Plane den Besuch einiger „Mosel Manufakturen“ mit ein. Zahlreiche Moselaner bieten in ihren Läden leckere und selbstgemachte Köstlichkeiten, die man in der Regel auch vor Ort probieren kann. Übernachtung.

Tag 5: Von Cochem nach Koblenz (ca. 50 km)

Vorbei an Klotten und Treis-Karden geht es durch zahlreiche Weinbaudörfer zum Deutschen Eck in Koblenz, wo das große Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. über dem Zusammenfluss von Mosel und Rhein ragt. Am nächsten Morgen fahre ich noch mal mit der Fähre auf die rechte Moselseite und schaue mir Beilstein an. Ein schöner Weinort mit idyllischen Gassen, Fachwerkhäusern, historischem Marktplatz, der Klosterkirche St. Joseph und der Burg Metternich. Ein weiterer Stopp bietet sich in Ernst im Moselland Museum an. Von Ernst sind es nur wenige Minuten mit dem Rad bis nach Cochem. Hier sollte man auf jeden Fall einen Stadtrundgang eingeplanen und sich u.a. Meine Radtour endet in Cochem, allerdings führt der Mosel-Radweg noch weiter über Treis-Karden, Löf, Lehmen und Winningen bis nach Koblenz. Von früheren Besuchen in Koblenz weiß ich, dass die Stadt am Zusammenfluss von Mosel und Rhein auf jeden Fall auch sehr sehenswert ist. Übernachtung.

Tag 6: Ende der Radtour

Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen.

Gut zu wissen

Die Qualität des Mosel-Radwegs ist hervorragend. Unbefestigte oder schlecht befahrbare Wegstücke gibt es praktisch nicht. Die Route verläuft fast ausschließlich auf asphaltierten Wegen und ist von Trier bis Koblenz einheitlich beschildert.

Bahn und Bus im Moseltal

Im Moseltal direkt verläuft nicht ständig eine Bahnlinie. Hinter Trier verlässt die Bahn das Moseltal und erst in Ürzig (Nähe Zeltingen) ist der nächste Bahnhof. Ab Bullay haben Sie Anschluss mit der Bahn nach Reil und Traben-Trarbach. Kurz hinter Bullay verschwindet die Bahnlinie dann wieder im Kaiser-Wilhelm-Tunnel und erscheint erst wieder in Cochem. Ab Cochem verläuft die Bahn dann komplett im Moseltal bis Koblenz.

Von Frühling bis Herbst verkehren zwischen Trier und Traben-Trarbach täglich RadBusse mit einer Kapazität von max. 22 Fahrrädern. Beachten Sie bitte die jeweiligen Bedingungen und mögliche Beförderungseinschränkungen.

Schifffahrten auf der Mosel

Von April bis Oktober verkehren auf der Mosel zahlreiche Personenschiffe in beide Richtungen. Schiffsanlegestellen sind fast in allen Orten vorhanden. Häufig werden Rundfahrten angeboten. Über die genauen Abfahrtszeiten informieren Sie vor Ort die Anschlagtafeln der Schifffahrtsgesellschaften.

Rücktransfer zum Ausgangspunkt

Jeden Tag besteht die Möglichkeit, um 09:00 Uhr per Transfer mit einem Kleinbus (mit Fahrradtransportanhänger) nach Trier zurück zu fahren (Ankunft dort ca. 11:00 Uhr). Der Fahrer kommt zu Ihrem Hotel und hat Platz für Sie, Ihr Gepäck und ggf. Ihr privates Rad. Er fährt Sie zurück bis zu Ihrem Starthotel und sorgt so für einen perfekten Rückreiseservice ohne lästiges Umsteigen oder Kofferschleppen. Die Mitnahme eigener Fahrräder ist gegen einen Aufpreis möglich.

Empfohlene Tagesetappen

  • Perl (25 km) - Nittel
  • Nittel (25 km) - Trier
  • Trier (25 km) - Mehring
  • Mehring (25 km) - Piesport
  • Piesport (18 km) - Bernkastel-Kues
  • Bernkastel-Kues (22 km) - Traben-Trarbach
  • Traben-Trarbach (24 km) - Bullay
  • Bullay (31 km) - Cochem
  • Cochem (27 km) - Löf
  • Löf (26 km) - Koblenz

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