Motocross ist ein faszinierender und adrenalingeladener Sport - eine recht hohe Verletzungsgefahr geht mit ihm aber leider auch einher. Umso wichtiger ist ein guter Helm, der das Risiko so weit wie möglich minimiert. Motocross-Helme sind mehr als nur schützende Ausrüstung - sie sind die erste Verteidigungslinie gegen die harten Anforderungen der Rennstrecke oder des Offroad-Terrains. Mit ihrer charakteristischen Form samt Kinnbügel und Schirm sollen sie bestmöglich vor Erde, Steinschlägen und Stürzen schützen.
Unterschiede zwischen Motocross-Helmen und Integralhelmen
Motocross-Helme und Integralhelme sind für unterschiedliche Anforderungen entwickelt worden und unterscheiden sich in ihrer Bauweise und Form. Integralhelme, wie sie üblicherweise auf Straßenmotorrädern getragen werden, aber auch Adventure- beziehungsweise Enduro-Helme haben ein eingebautes Visier. Besonders Integralhelme schützen von Haus aus vor starkem Fahrtwind und sind aerodynamisch optimiert. Motocross-Helme haben einen ausladenden Kinnbügel sowie einen extern angebrachten Helmschirm und erfordern eine zusätzliche Brille.
Dass die Aerodynamik bei den vergleichsweise niedrigen Geschwindigkeiten im Gelände kaum eine Rolle spielt, schafft konstruktiv andere Möglichkeiten: So wird mithilfe des Kinnbügels eine zusätzliche "Pufferzone" für Aufschläge im Dirt oder auf dem Lenker geschaffen, während der Helmschirm beispielsweise vor aufgewirbelter Erde und Steinen schützen kann. Außerdem sind Motocross-Helme darauf ausgelegt, dass ihre Belüftung auch bei niedrigen Geschwindigkeiten bestmöglich funktioniert.
Empfehlungen: Die besten Motocross-Helme
Hier sind einige empfohlene Motocross-Helme, die auf dem Markt erhältlich sind:
- Airoh Twist 3: Airohs Twist 3 ist im abgebildeten "Rainbow"-Design, aber auch in unauffälligeren Ausführungen erhältlich. Der Motocross-Helm wird in den Größen XS bis XXL angeboten, die sich auf zwei Schalengrößen verteilen.
- Alpinestars S-M5: Alpinestars hat sich auch im Motocross als Experte für Schutzbekleidung etabliert. Der S-M5 stellt den Mittelklasse-Helm der Marke dar und glänzt unter anderem durch sein geringes Gewicht von 1350 g (Größe M).
- Fox V1: Fox gehört zu den Urgesteinen der Motocross-Bekleidungsmarken und bietet als Vollausstatter alles an, was man benötigt. Der Fox V1 ist neben dem V2, V3 und V3 RS das Einstiegsmodell der Marke und ist ebenso wie der Bell mit MIPS ausgestattet.
- O'Neal 2SRS: O'Neal versorgt aus dem Motocross-Mekka Kalifornien nicht nur die Fans von motorbetriebenen Zweirädern, sondern bietet auch Produkte für Mountainbiker:innen an. Der 2SRS zählt zu den günstigeren Helmen im Sortiment, verfügt aber trotzdem über branchenübliche Features wie ein herausnehm- und waschbares Innenfutter.
Die Brille darf nicht fehlen
Wer einen Motocross-Helm hat, sollte auch an eine passende Brille denken. Dabei sind die Gläser üblicherweise herausnehmbar, was es erlaubt sie zu reinigen, bei Abnutzung auszutauschen oder eine andere Tönung zu montieren. Ein hochwertiges Modell ist die Scott Fury, die es auch mit verspiegeltem Glas gibt. Die Fury hält Befestigungen für Abreißfolien bereit, um auf der Strecke für klare Sicht sorgen zu können.
Wie sollte ein Motocross Helm sitzen?
Ein korrekter Sitz des Motocross-Helms ist von großer Bedeutung, um Sicherheit und Komfort zu gewährleisten. Wie jeder Helm sollte er eng am Kopf anliegen, ohne unangenehm zu drücken. Wenn man den Kopf bewegt, sollte sich der Helm unmittelbar mit ihm bewegen. Die Wangenpolster sollten dabei leicht an den Wangen anliegen, ohne sie sichtbar zusammenzupressen oder Druckstellen zu hinterlassen. Lassen sich am Nacken ohne größeren Druck Finger zwischen Helm und Hinterkopf schieben, sollte man eine kleinere Größe wählen.
Sind Motocross-Helme im Straßenverkehr erlaubt?
Grundsätzlich sind Motocross-Helme auch für den Straßenverkehr zugelassen, sofern sie die geltende Norm ECE-R 22.06 erfüllen. In der Regel ist das der Fall. Ältere Helme mit der Norm ECE-R 22.05 genießen Bestandsschutz. Ob das Tragen eines Motocross-Helms auf der Straße ratsam ist, darf allerdings hinterfragt werden. Gelegentliche Kurzstreckenfahrten bei niedrigem bis mittlerem Tempo sind eher unproblematisch, doch wenn es an schnellere Autobahnetappen oder lange Touren geht, kommt der Motocross-Helm an seine Grenzen. Mangelnde Aerodynamik (Stichwort Helmschirm) und die offene Vorderseite schränken den Komfort stark ein.
Motocross-Helm Vergleich 2025
Die besten Motocross-Helme: Wählen Sie Ihren persönlichen Testsieger aus der Bestenliste.
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| Modell | Material Helmschale | Verschluss | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|---|
| O'Neal 0200-341 | Thermo-Harz | Doppel-D | schweißabsorbierend, abnehmbar, waschbar | kein Helmbeutel im Lieferumfang enthalten |
| Sarari Professionelle Racing Motocross Helm | Polycarbonat | Schnellverschluss | gute Verarbeitung, herausnehmbares und waschbares Innenfutter, besonders robust und schlagfest | kein Helmbeutel im Lieferumfang enthalten |
| O'Neal Motocross-Helm 0200-S45 | Thermo-Harz | Doppel-D | gute Verarbeitung, sehr bequem, Schale aus ABS, Doppel-D-Sicherheitsverschluss | kein Helmbeutel im Lieferumfang enthalten |
| Protectwear V331-SM | Polycarbonat | Ratschenverschluss | integrierte Sonnenblende, kratzfest, besonders nebelfest | kein höhenverstellbarer Schirm |
| O'Neal Motocross-Helm 0200-4-PR | Thermo-Harz | Doppel-D | gute Verarbeitung,sehr bequem,Doppel-D-Sicherheitsverschluss | relativ hohes Eigengewicht |
| Mrdear Motocross-Helm | ABS, Polycarbonat | Klickverschluss | sehr atmungsaktiv, mit Motorrad Netz bietet ein hohes Maß an Sicherheit | ohne Prüfsiegel |
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Das Wichtigste in Kürze
Ein Motocross-Helm ist ein speziell für den Motocross-Sport angefertigter Motorrad-Helm, der vor allem durch eine deutlich längere Kinnpartie sowie einen länglichen Schirm auffällt. Die Mehrzahl der Motocross-Helme kommt ohne ein Visier aus, wodurch das Tragen einer speziellen Motocross-Brille erforderlich ist. Dies sorgt insbesondere für eine bessere Luftdurchlässigkeit. Achten Sie, wenn Sie einen Motocross-Helm kaufen neben der richtigen Größe und eines möglichst geringen Gewichts auch auf die für Sie angenehmste Verschluss-Technik. Extras wie ein höhenverstellbarer Schirm und auch herausnehmbares Innenfutter sind sehr sinnvoll.
Der Motocross-Sport ist beileibe kein neues Phänomen und bereits seit dem Jahr 1962 wird eine Weltmeisterschaft ausgetragen, zu deren Rekordsieger der Belgier Stefan Everts zählt, der ganze zehn gewonnene Titel aufzuweisen hat. Aber selbst, wenn Sie sich weniger für den Wettsport als für das bloße Befahren freier Geländeflächen interessieren, wissen Sie natürlich, dass nur ein sicherer Motocross-Helm auch ein guter Helm ist.
1. Was ist Motocross und was macht den Helm besonders?
Motocross ist eine Motorrad- und Quad-Sportart, bei der auf entsprechend tauglichen Fahrzeugen kompliziertes und unwegsames Outdoor-Gelände befahren wird. Da Wettkämpfe auf abgesperrtem und nichtöffentlichem Gelände stattfinden, benötigen die Motorräder und Quad-Bikes keine Straßenzulassung, sondern verfügen über besonders angepasste Technik, bspw. grobstollige Reifen und lange Federwege. Da die meisten Motocross-Helme nicht über ein Visier verfügen, ist eine gute Motocross-Brille unverzichtbar.
Nicht zu unterschätzen ist in jedem Fall die speziell angepasste Schutz-Ausrüstung der Fahrer, die neben einem Motocross-Helm auch besondere Handschuhe, Stiefel sowie Brust-, Rücken- und Knieschutz umfasst. Motocross-Helme zeichnen sich durch eine deutlich längere Kinnpartie sowie einen länglichen Schirm aus, der sich bei allen hier verglichenen Modellen herunterklappen lässt, aber nicht überall auch höhenverstellbar ist. Wahlweise können Sie auch auf die Nutzung des Visiers verzichten und eine spezielle Motocross-Brille tragen, um für mehr Luftdurchlässigkeit zu sorgen.
Im Folgenden haben wir die Vorzüge eines Motocross-Helms gegenüber einem regulären Motorradhelm aufgeführt:
- Vorteile:
- besonders gute Schutzwirkung
- sehr effiziente Belüftung
- wahlweise mit Visier oder spezieller Brille tragbar
- Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung
- Nachteile:
- anfällig für starken Wind
2. Welche sonstigen Typen von Motorradhelmen gibt es?
Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht über die wichtigsten Arten von Motorradhelmen.
| Typ von Motorradhelm | Beschreibung |
|---|---|
| Motocross- oder Enduro-Helm | Motocross-Helme sind auch verkürzt nur als „Cross-Helme“ bekannt und unterscheiden sich von so genannten Enduro-Helmen durch den Schirm, der beim Enduro etwas kürzer ist. Die große Mehrzahl der Cross-Helme kommt dabei ohne ein Visier aus (was den Kauf einer Motocross-Brille bedingt), bei einer kleineren Zahl von Herstellern werden aber auch Modelle mit Visier produziert. |
| Integralhelm | Beim so genannten Integralhelm handelt es sich um einen Motorradhelm mit einem speziellen Kinnschutz. Das Visier lässt sich hierbei vollständig hinunterklappen, wodurch auch bei hoher Geschwindigkeit Schutz vor kaltem oder störendem Fahrtwind gewährleistet wird. |
| Klapphelm | Vom Aufbau her ähnelt der Klapphelm stark einem Integralhelm, denn auch er verfügt über ein Visier sowie eine Kinnpartie - anders als beim Integralhelm kann diese jedoch nach oben geklappt werden, was insbesondere das Auf- und Absetzen des Helmes erleichtert. |
| Halbschalen- oder Jethelm | Der Jet- oder Halbschalenhelm ist besonders bei Fahrern klassischer Motorräder sehr beliebt, denn er ähnelt in seinem Aussehen den Motorradhelmen vergangener Tage. Er kommt ohne einen Kinnschutz aus und wie auch beim Motocross- bzw. Endurohelm gibt es Modelle mit und ohne Visier. |
3. Welche Kaufkriterien zeichnen einen guten Motocross-Helm aus?
Bevor Sie sich für den Kauf des für Sie besten Motocross-Helms entscheiden, sollten Sie besonders auf die folgenden Punkte Acht geben.
3.1. Material
Neben augenscheinlichen Merkmalen wie der Farbe bzw. der Musterung Ihres neuen Motocross-Helms sollten Sie auf das Material achten. Die meisten Hersteller nutzen mittlerweile Kunststoffe wie Polycarbonat, die sich durch ei...
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