Italienische Motocross Winterserie: Ein Rückblick auf das ADAC Supercross Dortmund

Am kommenden zweiten Januarwochenende (10. - 12. Januar) ist es schon wieder so weit, mit der diesjährigen Auflage des Int. ADAC Supercross Dortmund hat nach insgesamt nur zwei Events leider bereits das letzte Stündlein des ADAC SX-Cups 2024/25 geschlagen. Dabei feiert das traditionsreiche Event in der Westfalenhalle ein Jubiläum, denn nachdem es 1983 zum ersten Mal in über die Bühne ging, begrüßt Streckensprecher Thomas Deitenbach nun 42 Jahre später zum insgesamt 40. Mal.

Dabei wird bereits die Rennstrecke dem Jubiläum voll gerecht, denn im gerade einmal 3.400 Quadratmeter großen Innenraum der Westfalenhalle hat der belgische Streckendesigner Freddy Verherstraeten für die drei einen 370 Meter langen - und damit 70 Meter längeren - Rundkurs gezaubert, der wieder so ziemlich alles beinhaltet, was die Herzen der SX-Fans höherschlagen lässt. Auf diesem treten insgesamt 88 Fahrer aus 13 Nationen an, um in den Klassen SX1, SX2, SX4 und eKids Rennsiege einzufahren.

ADAC Supercross Dortmund: Ein Fest für Motorsportfans

Beim ADAC Supercross Dortmund gibt es gleich zweimal Grund zum Feiern. Samstagabend - am Ende des zweiten Veranstaltungstags - werden in der SX1 und SX2 die neuen Champions des ADAC SX Cup gekürt. Die Winterserie umfasst die Events in Stuttgart und Dortmund.

Die Favoriten in der SX1-Klasse

Gregory Aranda (Sturm Racing TEAM) ist in der SX1-Klasse auch in diesem Jahr der ausgemachte Favorit. Mit zwei Siegen beim Auftakt des ADAC SX-Cups in Stuttgart kommt der Franzose als Tabellenführer nach Dortmund. Auf den Verfolgerplätzen liegen seine Landsleute Jordi Tixier (KMP-Honda-Racing powered by Krettek) und Maxime Desprey (Sturm Racing TEAM), die in Stuttgart an beiden Tagen die Plätze zwei und drei belegten.

Auch schon 2024 kam Aranda als Tabellenführer in die Ruhr-Metropole. Den Sieg im Cup konnte er sich sichern, aber als es um die Krone ging, hatte er das Nachsehen und unterlag Cédric Soubeyras (Kawasaki Team Pfeil). Der MX2-Weltmeister von 2014 krönte sich 2023 zum „König von Dortmund“.

Ein Schotte möchte dem französischen Duo allerdings einen Strich durch die Rechnung machen. Mit klaren Ambitionen auf die Krone feiert Dean Wilson (Lukes Racing - Hertrampf Gruppe) sein Debüt in der Westfalenhalle.

Deutsche Piloten in der Königsklasse

Zwei deutsche Piloten sind in der Königsklasse SX1 mit von der Partie. Maximilian Spies startet für Becker Racing. Zur Freude der Fans in der Westfalenhalle setzt der 20-Jährige dabei auf eine Zweitakt-Maschine von KTM - der Sound wird begeistern. In Stuttgart beendete Spies das erste Finale auf Platz sieben. Am zweiten Tag verpasste er nach einem Fahrfehler im Qualifying den Einzug in den Endlauf. In Dortmund will Spies an allen drei Tagen ins Finale und sich mit den erfahrenen Topstars messen.

Auch der zweite Deutsche Pilot weiß, wie es geht. Dennis Ullrich (KTM Sarholz Racing) ist der letzte Deutsche Fahrer, dem ein Tagessieg in Dortmund gelungen ist. Angepeitscht von 10.000 Fans fuhr der heute 31-Jährige auf Platz eins.

Die SX2-Klasse: Ein US-Boy an der Spitze

Während in den vergangenen Jahren französische Fahrer das Geschehen in der SX2-Klasse dominierten, hat in diesem Jahr ein US-Boy die Nase vorne. Nach den beiden Finals beim Auftakt in Stuttgart liegt Preston Boespflug (Kawasaki Team Pfeil) auf Platz eins. In der Hanns-Martin-Schleyer-Halle belegte er am Freitag den zweiten Platz und wurde am Samstag Dritter.

Der Deutsche Nico Koch (Becker Racing) hat ebenfalls gute Aussichten in Dortmund zu brillieren, liegt er doch punktgleich mit den beiden Franzosen auf Platz vier. Nur zwei Punkte fehlen dem 25-Jährigen aus Braunschweig auf die Spitze. In Stuttgart fuhr der KTM-Pilot wie entfesselt und kam nach Platz vier am Freitag einen Tag später als Zweiter hinter Fonvieille ins Ziel. Neben Koch starten weitere 14 Piloten aus Deutschland in der Westfalenhalle und stellen damit die größte Fraktion.

Nachwuchstalente im Fokus

Das ADAC Supercross Dortmund ist auch in diesem Jahr wieder eine große Bühne für hoffnungsvolle Nachwuchstalente. In den Klassen SX4 und eKids starten Kinder und Jugendliche von sechs bis zwölf Jahren vor der eindrucksvollen Kulisse der Westfalenhalle.

In der SX4 starten die besten Piloten der Deutschen Motocross-Meisterschaft mit mit 65ccm-Bikes. Als Champion in der DMX und Vorjahressieger in Dortmund ist Felix Siegl der Favorit. Zu den größten Konkurrenten von Siegl zählt Jesko Loberenz aus Lutherstadt Eisleben. In der Meisterschaft nahm er nach acht Veranstaltungen die Verfolgerposition ein. Von 16 Rennsiegen gingen zehn an Siegl und sechs an Loberenz. Neben den Top-Fahrern aus der DMX ist auch Lokalmatador Paul Wirth aus Schermbeck mit von der Partie. Der 12-Jährige gewann im vergangenen Jahr die 65er-Klasse des ADAC MX Cups, der in Nordrhein-Westfalen ausgetragen wird. Er holte in 36 Rennen 28 Podestplätze und gewann drei.

Buchstäblich unter Strom stehen die Teilnehmer der eKids-Rennen. Mit eBikes von KTM, Husqvarna und GASGAS treten die Topfahrer des ADAX MX-Bundesendlaufs in der Westfalenhalle an. Die bestplatzierten Nachwuchsfahrer treffen in Dortmund erneut aufeinander. In der Klasse bis 50 ccm (6-9 Jahre) sicherte sich Joschua Kolodziej-Rath den Sieg, nachdem Lennox Kruck und Ben Maier auf die Plätze zwei und drei fuhren. Die Halbfinale hatten Maier und Mikkel Zankel gewonnen.

Livestream und Zeitplan

Für alle, die aus welchen Gründen auch immer am zweiten Januarwochenende nicht selbst in der Westfalenhalle vor Ort sein können, gibt es die Möglichkeit das ADAC Supercross Dortmund 2025 an allen drei Tagen in voller Länge im kostenfreien Livestream zu verfolgen.

  • Start der Übertragung ist am Freitag, 10. Januar, um 19.30 Uhr
  • Samstag, 11. Januar, um 18.30 Uhr
  • Sonntag, 12.

Aktuelle Platzierungen

SX1 Klasse

  1. Gregory Aranda (FRA, YAM), 50 Punkte
  2. Jordi Tixier (FRA, HON), 44
  3. Maxime Desprey (FRA, YAM), 40
  4. Mitchell Harrison (USA, KAW), 32
  5. Adrien Escoffier (FRA, YAM), 29
  6. Jeremy Hand (USA, HUS), 26
  7. Julien Lebeau (FRA, KTM), 24
  8. Thomas Ramette (FRA, KAW), 21
  9. Devin Simonson (USA, KAW), 18
  10. Charles Lefrancois (FRA, HON), 16
  11. Ander Valentin Lasheras (ESP, YAM), 15
  12. Maximilian Spies (GER, KTM), 14
  13. Matthew Bayliss (GBR, KTM), 10
  14. Hugo Basaula (POR, HUS), 10

SX2 Klasse

  1. Preston Boespflug (USA, KAW), 42 Punkte
  2. Calvin Fonvielle (FRA, KTM), 40
  3. Brice Maylin (FRA, YAM), 40
  4. Nico Koch (GER, KTM), 40
  5. Taylor Reid (AUS, KAW), 27
  6. Paul Haberland (GER, HON), 25
  7. Andrea Bonifacio (ITA, HUS), 22
  8. Clement Briatte (FRA, KTM), 22
  9. Izaih Clark (USA, HON), 20
  10. Brandon Ray (USA, HUS), 18
  11. Mathys Boisrame (FRA, HUS), 16
  12. Jules Pietre (FRA, YAM), 14
  13. Mickael Lamarque (FRA, TRI), 13
  14. Jace Kessler (USA, HUS), 12
  15. Paul Bloy (GER, KTM), 10

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