Motocross-Kurs für Anfänger: Was ist wichtig?

Motocross stellt für Anfänger eine Herausforderung dar. Zumal Sie diverse Dinge gleichzeitig beachten, sich richtig auf dem Bike positionieren und auch die Umgebung im Blick behalten müssen. Hier finden Sie einen umfassenden Leitfaden, der Ihnen den Einstieg in diesen aufregenden Sport erleichtert.

Der richtige Start

Der Beginn in jungen Jahren kann für Motocross-Anfänger Vorteile haben. So werden beispielsweise Bewegungsabläufe schneller automatisiert, was den Spaß und die Sicherheit erhöht. Erste Erfahrungen auf vereinseigenen Strecken können Motocross-Einsteiger im Normalfall mit sechs Jahren machen. Wichtig ist, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene ihre Motocross-Anfänge auf entsprechenden Strecken beginnen. Der Profi-Parcours eignet sich nicht. Stattdessen wählen Anfänger entsprechend gekennzeichnete Einsteiger-Strecken.

Das Wichtigste beim Motocross für Anfänger: Training. Nur so sammeln Sie die nötige Erfahrung, um sich in Rennen zu messen. Dazu können sowohl Kinder als auch Erwachsene Motocross-Camps besuchen. Dort lernen Anfänger komprimiert die Grundlagen und können sich schnell weiterentwickeln.

Die richtige Ausrüstung

Die Ausrüstung ist auch für Motocross-Anfänger entscheidend. Ohne Bike geht gar nichts. Die Kleidung für Motocross-Einsteiger muss in jedem Fall Schutz bieten. Gleichzeitig ist sie vielem ausgesetzt: Staub, Schmutz, kleinere Steine. Entsprechend robust sollte die Kleidung beim Motocross für Anfänger ausfallen - ohne zu dick oder klobig zu sein.

Die Motocross Trikots von owayo sind speziell für Motocross-Fahrer entwickelt worden und garantieren durch ihre ultra.dry Technologie auch bei großer Anstrengung ein trockenes Tragegefühl. Die verlängerte Rückenpartie sorgt dafür, dass auch bei Sprüngen und dynamischen Fahrmanövern nichts verrutscht. An den Armen sind die Ärmel locker geschnitten - maximale Bewegungsfreiheit garantiert. Die Trikots können Sie auch perfekt mit Protektoren kombinieren. Diese sind unverzichtbar für jeden Ritt auf Ihrem Motocross-Bike.

Die Wahl des Bikes

Die Größe ist entscheidend. Achten Sie beim Kauf eines Motocross-Einsteigermodells darauf, dass es genau Ihrer Körpergröße - oder der Ihres Kindes - entspricht. Praktisch ist außerdem ein Modell mit E-Start. Es gibt auch spezielle Motocross-Bikes für Anfänger. Diese haben viel sogenannte rotierende Masse, was die Kontrolle über das Motorrad für Einsteiger erhöht.

Konzentrieren Sie sich zu Beginn vor allem auf die Fahreigenschaften. Das Motorrad sollte für Einsteiger ins Motorcross so einfach wie möglich zu steuern sein. Sie haben in der Regel die Wahl zwischen Zwei- und Viertaktern. Gerade als Anfänger stellt sich zusätzlich die Frage, ob es direkt ein neues Bike sein muss. Wir denken: Muss es nicht. Wir empfehlen jedoch, dass beim Kauf einer gebrauchten Motocross-Maschine jemand mit technischem Wissen und Erfahrung dabei sein sollte. So erkennen Sie technische Mängel und die Eignung der Maschine für Ihre Fahrfähigkeiten. Fragen Sie den Verkäufer auch, wann zuletzt Wartungsarbeiten vorgenommen wurden. Außerdem sollten Verschleißteile wie Bremsscheiben, -beläge, Ritzel und Co. intakt sein. Je nachdem, ob Sie klassisches Motocross oder Enduro fahren wollen, gibt es zudem leichte Unterschiede an den Bikes, die Sie beachten sollten.

Transport und Wartung

Kleine Bikes passen eventuell in einen Kombi. Sobald Sie selbst und nicht die Kinder auf die Motocross-Maschine steigen, genügt der große Kofferraum allerdings nicht mehr. Für Anfänger eignet sich daher am besten ein geschlossener Anhänger - oder einer mit Plane. Sind sie tiefer in den Sport eingetaucht und fahren öfter auf Turniere, können Sie in einen Transporter investieren.

Motocross ist ein wartungsintensiver Sport. Für Profis ebenso wie für Anfänger. Nach jedem Ausflug auf die Strecke sollten Sie Ihre Maschine säubern und prüfen. So stellen Sie sicher, dass sowohl Ihre Bremsen als auch der Motor jederzeit verlässlich ihren Dienst verrichtet. Neben einem geeigneten Ort zum Schrauben benötigen Sie eine handelsübliche Werkzeugausrüstung. Neben dem passenden Werkzeug müssen Sie als Motocross-Anfänger auch wichtige Verschleißteile jederzeit griff- und einbaubereit haben. Andernfalls sind Sie womöglich gezwungen längere Zeit zu warten, bis der Fachhändler das Teil vorrätig hat, und können keine Runden drehen.

Fahrtechniken für Anfänger

  1. Die richtige Position: Nur aus der richtigen Position heraus meistern Sie Sprünge und Kurven so, dass Sie nicht nur immer sicherer werden, sondern auch Ihre Zeiten kontinuierlich verbessern. Sitzen Sie auf Ihrem Bike, sollten Ihre Füße den Boden gerade so berühren. Zudem platzieren Sie sich möglichst weit vorne in aufrechter Position, etwa auf dem vorderen Drittel der Sitzbank. Ihre Beine liegen dabei eng an der Maschine beim Tank. Gleichzeitig sollten Sie während der Fahrt nicht permanent sitzen. Das geht auf Dauer auf Ihre Arme und Bandscheiben. Zudem haben Sie im Stehen mehr Kontrolle über die Maschine. Üben Sie daher auch das Fahren im Stehen.
  2. Blickführung: Sie müssen den Track scannen, die Konkurrenz im Blick behalten, zudem die Ideallinie abschätzen und die Maschine jederzeit manövrieren können. Daher sollten Sie Ihren Kopf auf der Längsachse des Motorrads ausrichten. Ihre Ellbogen lassen Sie niemals sinken. So erhalten sie die maximale Kraftübertragung aus Schultern und Armen. Das ist essenziell, um Stöße abzufedern und Ihr Motocross-Bike sicher durch Kurven und über Sprünge zu manövrieren. Gleichzeitig erhöht diese Technik Ihre Beweglichkeit und Gewandtheit. Lassen Sie sich deshalb nicht zu kleinen Haltungsfehlern hinreißen.
  3. Kraft aus den Beinen: Gerade Motocross-Einsteiger versuchen häufig, die Maschine aus den Armen heraus zu steuern. Ein Fehler. Einen Großteil der Kraft sollten Sie aus den Beinen nehmen. Denn umklammern Sie die Maschine mit den Beinen, benötigen Sie weniger Kraft aus den Armen. Das erhöht Ihre Ausdauerleistung. Nutzen Sie dafür den sogenannten Knieschluss, bei dem Sie das Bike mit den Knien gewissermaßen festklammern.
  4. Vorausschauendes Fahren: Vorausschauendes Fahren ist auch beim Motocross von Vorteil. Gerade Anfänger neigen dazu, nur auf das Vorderrad zu schauen. Dadurch übersehen Sie aber Spurrillen, Hindernisse und nehmen Kurven oder Sprünge zu spät wahr. Das sind Faktoren, die einem runden Fahrstil im Wege stehen. Blicken Sie daher immer nach vorne und scannen Sie den gesamten Track. Am besten stellen Sie sich eine Linie vor, der Sie folgen möchten.
  5. Schalten: Der Verzicht auf das Schalten erhöht gerade für Anfänger den Komfort beim Motocross. Gleichzeitig steht es schnelleren Rundenzeiten im Weg, wenn Sie zum Beispiel in der Kurve nicht herunterschalten, um aus niedrigem Drehzahlbereich heraus explosiv beschleunigen zu können. Da das Schalten mit Stiefeln tatsächlich nicht so einfach ist, üben Sie es am besten von Anfang an.
  6. Entspannung: Wenn Ihre Muskeln auf dem Bike verkrampfen, haben Sie weniger Bewegungsspielraum. Sie können Arme, Beine und Ihren Kopf nicht mehr so schnell und intensiv bewegen. Das wiederum erschwert Ihre Reaktion auf Hindernisse oder Ereignisse auf der Strecke. Zudem verbraucht eine verkrampfte Muskulatur mehr Sauerstoff. Da eine angespannte Muskulatur häufig auf einem angespannten Geist basiert, können Sie sich durch gezieltes Atmen beruhigen. Stress beschleunigt diese nur. Um an genügend Sauerstoff zu kommen und sich zu beruhigen, atmen Sie deshalb gezielt tief ein und aus.

Weitere wichtige Aspekte

Motocross stellt hohe Anforderungen an Ihren Körper. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr vor und nach dem Rennen ist daher unerlässlich. Die größte Hürde für Motocross-Einsteiger ist die Maschine. Sie kostet schlicht Geld. Ein weiterer guter Anlaufpunkt für Motocross-Anfänger ist der Motocross-Club. Dort können Sie erfahrenere Fahrer nach Tipps fragen, finden passendes Werkzeug und Strecken für Ihr Können.

Typische Fehler vermeiden

Aller Anfang ist schwer! Dies gilt auch für die meisten Einsteiger im Motocross. Der Lärm, der rutschige Boden, die Geschwindigkeit und der daraus resultierende Stress sind prädestiniert dafür, dass man vor allem zu Beginn auf der Motocross-Strecke jede Menge Fehler macht und sich recht unsicher fühlt.

  • Fehler 13: Dreck von der Brille wischen

Motocross-Fitnesstraining

So viel Spaß die schnelle Runde macht, mit all ihren Sprüngen, Schlamm- und Schlaglöchern und unvorhersehbaren Kurven verlangt sie dem Körper einiges ab. Umso wichtiger ist eine gute Fitness. Gehen Sie also unbedingt Ihr Motocross-Fitnesstraining an.

  1. Kniebeugen: Eignen sich aus diversen Gründen als Motocross-Krafttraining. Primär arbeiten Sie dabei an Ihren Adduktoren, dem vorderen Oberschenkel sowie Ihrem Gluteus maximus (Po-Muskulatur).
  2. Kugelhanteln (Kettlebells): Eigenen sich hervorragend für das Motocross-Training, da Sie die Übungen dynamisch durchführen. Das bezieht gleich mehrere Muskelgruppen mit ein.
  3. Schulterdrücken: Arm- und Schultermuskulatur, der Bizeps und der Nacken sollten immer Teil eines Motocross-Fitness-Workouts sein.
  4. Liegestütze: Liegestütze in Ihr Motocross-Fitnesstraining einzubauen, macht aus mehreren Gründen Sinn: Zum einen benötigen Sie kein Equipment und können die Übung jederzeit einbauen.
  5. Mountain Climbers: Mit Mountain Climbers können Sie Kraft- und Ausdauertraining für Motocross kombinieren. Sie trainieren dabei Ihren Rumpf, Ihre Schultern und Arme.

MX-Academy

Ganz gleich, welche Vorkenntnisse Du mitbringst, in der MX-Academy wirst Du individuell betreut und das Training wird auf Deinem aktuellen Trainingsstand aufgebaut. Etwa 70% unserer Kursteilnehmer nehmen ohne jegliche Motocross- , Enduro- oder Motorrad - Erfahrung teil. Das ist kein Problem, da wir nach und nach von Grund auf die Techniken erlernen und trainieren bis die Piloten nach kurzer Zeit diese af der Strecke anwenden können.

Bei der Anmeldung kann man auch eine geeignete Strecke für auswählen - sei es nun ein flaches Feld um Kurven zu lernen, oder eine richtige Motocross-Piste mit Jumps. Auch Frauen die sich für Spass, Action und für alles was zwei Räder hat begeistern können, sind bei uns an der richtigen Stelle. Mit der passenden Ausrüstung und auf entsprechend kleineren Bikes, können auch die Damen diesem Sport kennenlernen oder intensiv betreiben.

Für Fahrer, die ihr eigenes Motorbike und die persönliche Ausrüstung mitbringen möchten, viel MotoX oder Enduro fahren oder regelmässig Downhill, BMX fahren oder Freeriden, machen wir an jedem Kurstag jeweils eine separate Gruppe. Diese bereits Offroad- oder Motorrad-Erfahrenen Piloten können dadurch ebenfalls viel Neues aus einem Tag der MX-Academy mitnehmen und ihre Fahigkeiten beim Motorrad fahren weiter vertiefen und intensivieren.

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