Motocross-Rennen in Sontra dürfen gerne als Motocross-Feste bezeichnet werden. Am zweiten Septemberwochenende (07./08. September) wird die Sommerpause durch den MSC Waldkappel/Breitau offiziell beendet.
Auf der schönen Hardbodenstrecke in Sontra wird die bereits siebte Meisterschaftsveranstaltung ausgetragen. Neben spannendem Racing in elf verschiedenen Leistungsklassen erwartet die Besucher eine in allen Bereichen vorbildlich organisierte Veranstaltung. Das Highlight des Wochenendes bildet sicherlich die Klasse MSR-Masters.
Am Sonntag gibt es für Gaststarter eine separate Tageslizenzklasse. Die Nennung ist noch am Morgen des Renntages möglich. Für die bereits am Freitag angereisten Fahrer bieten die vielen Helfer um Vorstand Peter Überschär Spießbraten und Leberkäse-Brötchen an.
MSR-Meisterschaft: Spannende Rennen und Neuerungen
Die MSR-Rennsaison steht mit einem vollen Rennkalender in den Startlöchern. Die Neuerungen zur MSR-Saison gleichen einer Revolution. Einer Umgestaltung, die den Verband noch interessanter machen wird. Dieser Umbruch erfordert schnelle Handlungsfähigkeit sowie Courage.
Als wohl größten Fortschritt dürfen die Neugestaltungen der MX2-Klassen, wie auch das neue Streckenpostensystem genannt werden.
- Neue Klasse MSR-MX2 am Rennsonntag. Startberechtigt sind alle Fahrer ab 14 Jahren. Das Preisgeld aus der Klasse MSR-Youngster bleibt unverändert und wird nun in der neuen Klasse MSR-MX2 ausgefahren. Im 1. Wertungslauf den RidersStore-Holeshot-Award und im 2. Wertungslauf den LiquiMoly-Holeshot-Award.
- Klasse MX2 Jugend am Rennsamstag. Startberechtigt sind alle Fahrer zwischen 13 und 18 Jahren. Alle Lizenzinhaber, die sich unter den ersten 20 der Tages- oder Meisterschaftswertung befinden, qualifizieren sich für die Rennen der MSR-MX2 Klasse am Sonntag und erhalten dort Punkte für die Tages- und Meisterschaftswertung. Im 1.
- Für alle Jahreslizenznehmer in den Klassen 50ccm Mini, 50-65ccm und MSR-Junior 85 übernimmt der MSR einen Teil der Startgebühr in Höhe von 15 € für alle MSR-Veranstaltungen.
Die Streckenpostenkaution entfällt, die Vergütung für einen Streckenpostendienst wird auf 70,- € erhöht. Für Personen die in der Saison mehrfach Streckenpostendienst leisten, gibt es zusätzlich noch ein Bonussystem am Ende des Jahres. Für alle Jahreslizenznehmer in den Klassen 50 ccm Mini, 50-65 ccm und MSR-Junior 85 übernimmt der MSR einen Teil der Startgebühr 15,-€.
Ein Jugendlehrgang ist geplant. Für Jahreslizenzinhaber kostenfrei (ausgenommen die Trainingsgebühr auf dem Veranstaltungsgelände). In den Klassen 50 ccm Mini, 50-65 ccm und MSR-Junior 85, sowie MX-light, MX 1 National, MX 40 +, Damen, MSR-Master und Tageslizenz werden serienmäßige Elektromotorräder (im Bereich des Rahmens, der Batterie und des Antriebs) zugelassen.
Für die Klassen MX 2 Jugend und MSR-MX 2 ist eine Zulassung von Elektromotorrädern nicht möglich, da eine Leistungsdrosselung nicht unwiderruflich durchgeführt werden kann. Der Veranstalter ist nicht verpflichtet Lademöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.
Leistungsklassen im Überblick
MSR-Master: Doppelstartmöglichkeit: Alle MSR Master Lizenznehmer können am Samstag an dem freien Training der Klasse MX 1 National ohne Transponder teilnehmen.
MSR-MX 2: Hubraum 100-250 ccm 2-Takt; 175-250 ccm 4-Takt. Alter ab 14. Radgröße mindestens vorne 21“ und 19/18“ hinten. Das Preisgeld für diese Klasse und Aufstockfahrerwertung für Aufstockfahrer aus der Klasse MX 2 Jugend bleiben unverändert. Die Nominierung für die Cross Finals für MX 2 erfolgt aus dieser Klasse.
MX-light: Alter ab 16 Jahren.(Lizenzausschluss): Keine Top 3 Meisterschaftsplatzierung in der letzten MSR-Saison Klasse MX-light (gilt rückwirkend für die Saison 2022). Der Abstieg von einer anderen Leistungsklasse zurück in die light Klasse ist ausgeschlossen.Doppelstartmöglichkeit: Alle MSR MX-light Lizenznehmer können in der Klasse Tageslizenz am Sonntag starten. Weitere Doppellizenzen sowie Tagesausweise in allen anderen MSR-Klassen sind nicht möglich.
MX 2 Jugend: Hubraum 100-144 ccm 2-Takt; 175-250 ccm 4-Takt. Radgröße mindestens vorne 21“ und 19/18“ hinten. Ab 16 Jahren Wahlmöglichkeit zwischen MX 2 Jugend oder MX-light. Es sind jedoch keine Doppellizenzen möglich.
Technische Bestimmungen für einzelne Klassen 50 ccm Mini: „Auspuffanlage: nicht erlaubt (Serie) keine Zubehör-Auspuffanlagen, auch wenn vom Hersteller angeboten.“.
Rückblick auf vergangene Rennen
Die Klasse MSR-Masters wurde von Lars Reuther dominiert. Nach schnellster Zeit im Qualifying siegte er ebenfalls in beiden Rennläufen. Im ersten Lauf sicherte sich jedoch Maximilian Pleyer den RidersStore-Holeshot-Award, die Führung musste er aber bereits im ersten Umlauf abgeben. Die Tageswertung beendete er auf dem zweiten Rang vor Maximilian Wills auf seiner Heimstrecke. Mit den schnellsten Rennrunden sicherten sich Reuther und Pleyer die RidersStore-Fastest-Lap-Awards.
Mit mehr Spannung waren die Rennen der MSR-MX2 gespickt. Den besten Start erzielte Fyn Farkas-Janssen und schnappte sich somit den Holeshot Award von RidersStore. Bereits in der ersten Runde schaffte es Luca Tegethoff, die Führung zu übernehmen. In einem packenden Wertungslauf landete er im Ziel nur 0,394 Sekunden vor Dimitris Ganotis.
Im zweiten Wertungslauf reagierte Ilias Tzioras am schnellsten und verbuchte damit den Nils-Holeshot-Award für sich. In diesem Lauf war Ganotis nicht zu schlagen und sah die Zielflagge vor Lukas Riedisser und Tegethoff. Die ersten drei Platzierten der Tageswertung waren somit Dimitris Ganotis, Luca Tegethoff und Ben-Lukas Bremser.
Die Klasse der 65ccm-Kids wurde von Mika Peter Brenn gewonnen. Dahinter landeten punktgleich Sam Petreski und Kilian Kraft. Die besten fünf wurden durch Nikos Hose und Louis Sauer abgerundet. Als schnellster Starter sicherte sich Kilian Kraft den OneForOne-Holeshot-Award und durfte sich über ein MX-Überraschungspaket freuen.
Als schnellster 50ccm Fahrer setzte sich Joschua Kolodziej-Rath an die Spitze der Tageswertung. Auf den Rängen zwei bis fünf landeten Louis Sauer, Alexander Galimski, Oskar Gajewski und Mattis Rieke. Das Feld der Klasse 50ccm Mini umfasste 17 Starter.
Streckenbeschreibungen
Nico: „Der Verein Aarbergen, welcher seit 1951 besteht, wird auch Michelbacher-Hütte genannt. Die 1750 m lange Strecke zeichnet sich besonders durch die lange Startgerade, sowie den vielen Bergab- und Bergauffahrten aus. Etwas ganz Besonderes ist die 90 Grad Startkurve, worauf eine enge, nach links abfallende 180 Grad Kurve folgt. Der leicht steinige Lehmboden wird jedes Mal von der Streckencrew bestens präpariert. Außerdem hat die Strecke viel Abwechslung zu bieten.
Nico: „MSC-Kassel ist schon seit vielen Jahren ein Bestandteil dieser Rennserie. Im Jahre 1957 wurde der Verein gegründet und gibt seitdem bei allen Veranstaltungen immer sein Bestes. Auf dieser Strecke wurden schon Endläufe aus ganz Deutschland ausgetragen. Der Boden der Strecke ist sehr abwechslungsreich: Im oberen Teil der Strecke haben wir einen Wiesenboden und im unteren Teil einen Lehmboden. Ein großer Vorteil der Strecke sind die wenigen Steine bei der Rennveranstaltung. Durch die vielen 180 Grad Kurven ist die Kurvengeschwindigkeit sehr entscheidend. Außerdem gibt es auf der Strecke verschiedene Rhythmus-Sektionen, bei der man selbst die schnellere Linie wählen kann. Der Start spielt hier auch eine sehr ausschlaggebende Rolle, denn es geht nach einer 90 Grad Rechts direkt in eine enge 180 Grad Linkskurve, worauf wieder eine 90 Grad Rechtskurve folgt.
Nico: „Seit 1972 besteht der Motor-Sport-Club-Meckbach. Die 1400 Meter kurze Strecke verläuft größtenteils im Wald. Ein ganz besonderes Merkmal ist das Starten auf einem Betonplateau.
Nico: „Der im Jahr 1953 entstandene Motorsportclub Beuern hat leider nur wenige Tage im Jahr die Möglichkeit, die große Strecke zu öffnen. Der MSR 1952 bekommt jedoch die Möglichkeit, auf der 1945 Meter langen Naturstrecke eine Veranstaltung durchzuführen. Ein Rennen auf einer top präparierten Strecke freut nicht nur die Fahrer, welche von einem Werksboden reden, sondern auch die Anwohner, welche eine spektakuläre Veranstaltung zu sehen bekommen. Es handelt sich um eine Naturstrecke, trotzdem gibt es Wellensektionen, Step-Ups und große Sprünge. Ein Highlight dieser Strecke ist ein Steilhang, direkt vor einem großen Sprung.
Nico: „Im Jahr 2023 ist der MSC Bruchstedt das erste Mal seit knapp 15 Jahren wieder im Rennkalender des MSR 1952 mit dabei. Die 1700 Meter lange Strecke ist direkt in einem Tal erbaut. Durch die langen Bergauf- und Bergabpassagen ist die Strecke sehr schnell. Teilweise ist die Strecke über 10 Meter breit.
Nico: „Der Verein Waldkappel-Breitau überzeugt immer mit einer top präparierten, 1900 Meter langen Naturstrecke, dem Husarenring. Im Streckenverlauf befinden sich 5 Table-Tops von 5 bis 30 Meter, ein Step-Up und ein Step-Down, sowie zahlreiche kleine bis mittelgroße Sprung- und Bremshügel. Beliebt bei allen Fahrern ist die große Durchschnittsbreite der Strecke von 6 Metern.
Nico: „Beim MSC Geisleden ist jede Rennveranstaltung ein besonderes Highlight. Die Strecke kann nur bei Veranstaltungen befahren werden. Bei den Rennen ist der MSC Geisleden ein stark besuchter Ort von Zuschauern aus der ganzen Umgebung. Zusätzlich gibt es ein Festzelt, welches ein gutes Stück vom Fahrerlager entfernt ist. Durch wenige Anlieger in der Strecke benötigt man sehr viel Konzentration, um so wenig wie möglich an Zeit zu verlieren. Es gibt keine großen Sprünge, da auf diesem Gelände oft Rennen mit Seitenwagen ausgetragen werden. Durch das nicht befahren der Strecke im Training ist der Naturboden ziemlich hart. Darunter befinden sich teilweise auch größere Steinplatten. Trotz der Steinplatten ist die Strecke etwas Besonderes auf ihrer Art.
Nico: „Auf die Veranstaltung des MSC Bad-Salzungen freuen sich immer viele Fahrer. Die Besonderheit der Strecke fängt bereits am Start an. Hier startet man wie in der WM auf einem Gatter. Somit hat jeder die gleiche Chance beim Start vorne zu sein. Außerdem kann man hier fast von jeder Position den Start gewinnen. Bad Salzungen ist die einzige Strecke im Rennkalender des MSR, welche einen leicht sandigen Boden hat. Die zweite Außergewöhnlichkeit ist die rötliche Farbe des Sandes.
Nico: „Die 1800 Meter lange Lehmbodenstrecke ist für das Jahr 2023 das Saisonfinale. Vom Verein wird der Boden immer bestens vorbereitet und zwischen den Rennläufen sehr gut präpariert. Das Layout der Strecke ist sehr Supercosslastig.
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