Motocross Spiel Switch Test

Wer schon lange ein Motocross-Spiel für seine Switch erwartet, für den gibt es nun die Erlösung mit Monster Energy Supercross: The Official Game. Das Spiel zum Event der American Motorcyclist Association um Motorradrennen auf sandigen Buckelpisten ist für alle aktuellen Systeme inklusive Switch erschienen. Die amerikanische Motorradrennserie AMA Supercross wird zwar im deutschen frei empfangbaren Fernsehen nicht übertragen, aber dennoch mag dem einen oder anderen Leser das Event bekannt sein.

Zur technischen Seite lässt sich positiv sagen, dass das Spiel flüssig läuft und wir froh sein können, dass ein aktuelles Spiel dieser Art auf der Switch gelandet ist. Negativ lassen sich leider etliche Punkte anbringen. Die Ladezeiten sind überraschend lang, teils bis zu zwei Minuten für den Start einer Rennstrecke. Die erwähnte flüssige Framerate kommt zu einem hohen Preis, nämlich auf Kosten der Auflösung und Texturen. Die geringere Auflösung ist während der Rennen gar kein Problem und fällt beim Spielen praktisch nicht auf.

Es gibt zwei Klassen, in denen die Rennen stattfinden: 250SX und 450SX. Letztere Variante findet mit den stärkeren Maschinen statt, wodurch die Rennen schneller und schwieriger werden. Das Spiel bietet aber eine große Fülle an Einstellungsmöglichkeiten, das Erlebnis nach seinen Möglichkeiten zu gestalten. Die vermeintlich schwierigsten Optionen lassen sich daran erkennen, dass sie den größten Bonus auf die Punkte bringen, die ihr in jedem Rennen gewinnen könnt.

Die Standardeinstellungen sind aber nicht, wie wir zunächst vermutet hatten, die einfachsten. Die Option, die Fahrphysik auf normal zu stellen, machte die Motorräder überhaupt erst vernünftig steuerbar, auch wenn sie als die schwierigere eingestuft wird. Zusätzlich lassen sich Einstellungen wie Rennlänge oder die künstliche Intelligenz der Gegner anpassen. Die gravierendste Funktion ist aber das Rewind-Feature.

Beim Spielen wurden wir das Gefühl nicht los, dass das Spiel eigentlich analoge Schultertasten gebraucht hätte, um sensibel Gas geben und Bremsen zu können. Die Switch hat aber bekanntlich keine und deshalb heißt es Vollgas oder Stopp. Doch das Schöne daran ist, dass die Einstellungen es uns erlauben, all die Fahrfehler ungeschehen zu machen. So bleibt uns der zu Anfang noch oft auftauchende Frust, weil nach wenigen Spielkurven das Gegnerfeld uns weit hinter sich gelassen hat, erspart und dadurch macht das Spiel Spaß.

Der Langzeitspaß ist auch gegeben, denn das Spiel bietet viele Dinge freizuschalten, etwa Sponsorenverträge, Motorräder oder Achievements. Die Motorräder lassen sich feintunen und die Steuerung noch realistischer einstellen, etwa mit Gewichtsverlagerung. Die Fahrphysik, sobald korrekt eingestellt, ist wirklich in Ordnung und der Umfang ebenso. Letztlich kommt es darauf an, ob das Spiel Spaß macht und das ist bei mir der Fall. Ich kann mir gut vorstellen, immer mal wieder, wenn mir nach realistischem Motorsport ist, auf dieses Spiel zurückzukommen, meine Achievements voranzubringen und ein paar Runden im Dreck zu drehen.

Monster Energy Supercross 25 - The Official Video Game

Mit Monster Energy Supercross 25 - The Official Video Game fügen die Rennspielexperten von Milestone ihrem Portfolio an Zweirad-Videospielaction ein neues Kapitel hinzu. Genretypisch findet sich in Monster Energy Supercross 25 - The Official Video Game natürlich ein Karrieremodus. Über gute Ergebnisse generieren wir Follower sowie Ansehen bei anderen Teams und Herstellern. Insgesamt ist die Social-Media-Kampagne ein nettes Gimmick, das allerdings auch getrost ignoriert werden kann.

Haben wir die Ziele der Futures-Saison erfüllt, so öffnet sich uns die nächste Klasse, in diesem Fall die 250er in den Regionen Ost oder West, sowie danach dann die 450er als Königsklasse. Ab den 250ern dürfen wir wahlweise für eines der offiziellen Teams antreten oder aber für einen namhaften Sponsor in die Lenkstange greifen, wodurch wir quasi unser eigenes Team managen. Je nach Wahl werden andere Saisonziele formuliert. Selbstredend geht die Performance unseres fahrbaren Untersatzes einher mit den Zielen.

Glücklicherweise bleibt unser Bike aber nicht dauerhaft auf dem gleichen Stand, was Fahrleistungen angeht. In den Rubriken Geschwindigkeit, Beschleunigung, Handling und Bremsen dürfen wir jederzeit eine Entwicklung starten, die innerhalb der nächsten Ingame-Wochen eine Verbesserung unseres Feuerstuhls bringt. Treten wir für einen Konstrukteur an, so erhalten wir Punkte, die uns bei diesem Hersteller im Rang aufsteigen lassen. Somit lohnt es sich definitiv, hier ab und an mal den fahrbaren Untersatz zu wechseln.

Aus dem typischen Milestone-Baukasten für Videospiele präsentieren sich die zahlreichen Editoren, die in Monster Energy Supercross 25 - The Official Video Game zu finden sind. Hier seien auf jeden Fall die Möglichkeiten genannt, Helme, Anzüge oder Motorraddesigns selbst zu entwerfen, abzuspeichern sowie mit der Community zu teilen. Prinzipiell ist dies eine Art Markenidentität, gleichzeitig kommt aber irgendwie das Gefühl auf, dass die Spiele immer mehr schlicht aus Bausätzen zusammengesetzt werden. Ein etwas anderes Interface hätte diesen Effekt sicherlich negieren können.

Neben den offiziellen Pisten der 2025er Saison haben es auch ein paar richtig gelungene Milestone-Eigenkreationen ins Spiel geschafft, diesmal in Form von sechs Motocross-Pisten, die uns abseits der eigentlich spielbestimmenden Arenen durch die Wildnis führen. Diese Kurse punkten dabei mit tollen Streckenführungen und richtig schönem Design.

Zunächst einmal müssen wir einen Startbereich festlegen, von dem aus das Feld die wilde Hatz beginnt. Nach Setzung des Punktes für die Holeshot-Wertung steigen wir dann komplett ein. Wir können verschiedene Kurvenradien festlegen, Brücken integrieren und natürlich jede Menge Hubbel und Sprünge einbauen. Ebenfalls individualisieren lassen sich die Begrenzungen sowie Start- und Zielbereich. Haben wir die Piste finalisiert, so müssen wir noch eine Demorunde drehen, damit gewährleistet ist, dass die KI-Kollegen problemlos den angestrebten Weg finden.

Für zusätzliche Abwechslung, sei es im Karrieremodus als auch im traditionellen Einzelspielerbereich, sorgen wieder die Rhythm-Attack-Events. Milestone hat dabei vier eigene Streckenabschnitte designt, die uns unter anderem sogar durch das Kennedy-Space-Center führen und somit optisch einiges zu bieten haben. Einen besonderen Kniff erhält dieser Spielmodus aber durch die zahlreichen Erdhügel auf unserem Weg zum Ziel, die für verschiedene Sprünge sorgen.

Mit Monster Energy Supercross 25 - The Official Video Game vollzieht Milestone einen Engine-Wechsel auf die fünfte Unreal-Version. An der grundsätzlichen Präsentation der Stadionaction hat sich jedoch wenig geändert. Auf der Piste wiederum hat sich dann allerdings doch etwas getan. So sehen die Motorräder nun nochmal deutlich schicker aus. Ebenso kann sich die Fahrbahn sehen lassen und glänzt im Rennverlauf sogar mit einem sich leicht veränderten Untergrund, je nachdem, welche Fahrspuren von den KI-Rivalen gewählt wurden.

Milestone wirbt mit einer Neuerung, nämlich der Neuralen AI, die sich noch mehr auf euer Verhalten auf der Piste einstellen soll. Die Computergegner fahren nach wie vor nicht stur hintereinander her, sondern wählen in jeder Runde andere Linien und kämpfen untereinander um Positionen. Speziell der Holeshot, also die gemeinsame Anfahrt im Pulk auf die erste Kurve sorgt in jedem Rennen für einen ordentlichen Adrenalinschub.

Zum Release hat Monster Energy Supercross 25 - The Official Video Game dann doch so ein paar kleine Fehlerchen, die zwar nicht extrem ins Gewicht fallen, in Summe aber einfach vermeidbar gewesen wären. Während kleinere Wortfehler (Stichwort: Anzung) noch verschmerzbar sind, ändert das Spiel unseren aktuell favorisierten Fahrer nebst Bike bei gefühlt jedem Menüwechsel. Auf der Umfangseite wiederum kann der Titel in diesem Jahr aber absolut überzeugen.

Manchmal tut eine zweijährige Pause der ein oder anderen, jährlich erscheinenden Rennspielserie sicherlich gut. Dies gilt in Teilen auch für Monster Energy Supercross 25 - The Official Video Game. Der Wechsel auf die neuste Unreal-Engine bringt Verbesserungen bei der Grafik, während das restliche Spielgefühl wie schon in den vorherigen Teilen definitiv überzeugen kann. Zudem sei hier der sehr gute Streckeneditor genannt, der zwar letztlich recht rudimentär ausfällt, aber seinen Zweck dennoch mehr als erfüllt. Und auch der Rhythm-Attack-Modus sorgt gerade im Karrieremodus für schöne Auflockerung sowie überraschend spannende Duelle bis zum Zielstrich.

Supercross 25 greift diesen einen Aspekt auf, der in etlichen Rennspielen immer noch zu kurz kommt: das Nachahmen des Bodens, auf dem man fährt. Einen Teil trägt der Umstieg auf Unreal Engine 5 dazu bei und einen anderen Teil die nach dem Vorgänger verbesserte Physik. Was einiges an Umgewöhnung erfordert!

Das schnelle Fahren der agilen Zweiräder ist nun mal so knifflig, dass es die Freude an den Sandrennen deutlich schmälert, wenn man nicht mit lebhaftem Schwung einfach daran Spaß haben kann. Deshalb spielt das richtige Timing am Start zum Beispiel nicht die geringste Rolle, weil man schon vor dem Herunterklappen der Tore einfach nur Vollgas halten muss, und in der Qualifikation erfindet das Programm Rundenzeiten für die Konkurrenten, anstatt deren gefahrene Leistung zu messen. Nun lassen sich Fehler immerhin ausgleichen, indem man jederzeit und relativ weit zurückspulen darf, um es anschließend besser zu machen.

So richtig rund ist Monster Energy Supercross 25 also nicht. Ich will aber auch unbedingt darauf hinweisen, dass es sich immer dann dafür richtig klasse anfühlt, wenn man dann doch mal im Flow ist. Zumal man sich dank fünf verschiedener Schwierigkeitsgrade stets einer passenden Herausforderung gegenübersieht. Die Motoren knattern dabei auch herrlich tief.

Das Programm von Supercross 25 sieht mit engen Stadionkursen (die machen das Gros aus), relativ weiten Wald- und Wiesenstrecken sowie speziellen Duellbahnen, auf denen man ähnlich wie in Drag-Rennen gegen nur einen einzigen Kontrahenten antritt, eine halbwegs abwechslungsreiche Karriere plus natürlich davon unabhängige Einzelrennen oder Turniere vor. Schließlich darf man an dafür vorgesehenen Punkten Team und Sponsor wechseln, steigt dadurch vom Nachwuchs- zum 250cc- sowie 450cc-Star auf und entwickelt die Eigenschaften des aktuellen Motorrads langsam weiter, indem man bei jedem Schritt entscheidet, ob Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung, Handhabung oder Bremse verbessert werden sollen.

Worauf ich hätte verzichten können, ist dagegen der Messenger: eine Art Social-Media-Plattform, auf dem ständig dieselben Nachrichten reinkommen („Du hast mich gerammt, verdammt!“), die man dann erstens liken oder disliken und oft genug auch mit ebenso einförmigen Antworten kommentieren kann. Im Grunde steckt also mehr in Supercross 25 als die Entwickler rausholen, denn solange man sich schwungvoll durch den Dreck wühlt, spielt die feine Physik große Stärken aus - spätestens in den letzten Runden, wenn man geschickt durch tiefe Spurrillen lenken muss.

MXGP 2021

Seit 2014 hat Milestone die Motocross-Serie MXGP mit im Programm. Mit MotoGP und Ride hat der Publisher weitere hochkarätige Motorrad-Simulationen im Programm. Das nötige Know-how für den Motorsport auf zwei Rädern sollte daher definitiv vorhanden sein. Sportspiele im Allgemeinen kämpfen Jahr für Jahr mit dem Klischee der regelmäßigen Updates.

Wir bekommen vor den Rennen ein paar Impressionen von und neben der Strecken, was noch recht angemessen ist. Doch damit punkteten bereits die Vorgänger. Deshalb hätte man den nächsten Schritt wagen können, um ein frischeres Erlebnis zu präsentieren, schließlich tragen wir hier die Weltmeisterschaft im Motocross aus. An dieser Stelle würde ich mir etwas mehr Atmosphäre wünschen. Kommentator, Lichtshow und eventuell auch die Einbindung des Fahrerlagers habe ich im Sinn.

Wir unterschreiben zunächst einen Vertrag bei einem der weniger großen Teams in der MX2. Durch gute Leistungen und einem möglichst schnellen Aufstieg im Fahrerlevel, bekommen wir nach und nach neue Vertragsangebote. Zwischendurch erhalten wir auf unserem fiktiven Smartphone die eine oder andere Nachricht von weiteren Fahrern, welche uns herausfordern. Mal treten wir gegen einen Kontrahenten an, ein anderes Mal messen wir uns im Zeitfahren. Das alles passiert aber „out of nowhere“ - ohne irgendwelche Zusammenhänge.

Wir können einen einzelnen Grand Prix fahren oder auch im Zeitfahren versuchen, unsere Bestzeiten Stück für Stück zu unterbieten. Der eben von mir beschriebene Karriere-Modus ist genauso an Board wie der Playground. Diesen darf man sich im Prinzip als kleines offenes Gelände vorstellen, wo wir abgesteckte Strecken befahren können oder einfach frei durch die Wildnis hechten. Auch ein Streckeneditor ist in MXGP 2021 wieder mit dabei, um neue, eigene Strecken zu entwerfen.

Beim Gameplay bin ich wirklich sehr zufrieden. Zumindest nehme ich einen Unterschied wahr, ob ich auf Schotter, Sand oder im Matsch unterwegs bin. Die Bikes fühlen sich auf dem jeweiligen Untergrund immer etwas anders an, was authentische Fahrten widerspiegelt. Wenn es regnet und der Schlamm tief ist, fühlt sich das Motorrad beispielsweise schwerfälliger an.

Was mir hingegen negativ aufgefallen ist, sind die Streckenbegrenzungen. Es ist nur normal, diese auch einmal nicht einzuhalten und kurz von der Strecke abzukommen. Zumeist habe ich nur bis zu 5 Sekunden Zeit, auf die Strecke zurückzukehren, ohne bestraft zu werden. Gelingt es mir nicht, werde ich an anderer Stelle sofort wieder zurückgesetzt, was mir einen gehörigen Nachteil verschafft.

Monster Energy Supercross - The Official Videogame 3

Monster Energy Supercross - The Official Videogame 3 das klingt doch nach Aktion und Aufregung, nach Spektakel und Spaß. Dabei ist die Serie nicht gerade für Ihre Zugänglichkeit bekannt. Wenn man die Serie kennt, dann ist einem klar, dass man hier durchaus Arbeit reinstecken muss, aber auch so etwas kann ja Spaß machen, oder?! Rennsimulationen sollten gut aussehen, um die Atmosphäre wiederzugeben.

Dort kann man sich rudimentär einen Fahrer zusammenbauen. Egal auf welcher Plattform ihr eure Runden dreht, erwarten euch hier grauenhaft ausdruckslose Gesichter mit toten Augen. Ansonsten hat man hier aber keinen allzu schlechten Job gemacht. Alles wirkt atmosphärisch und läuft gut bei 30fps. Zwar gibt es ein paar schwammige Texturen und im Hintergrund ploppen schonmal Teile der Strecke auf, aber das fällt als Spieler kaum auf, da man mit seinem Blick immer auf dem Geschehen direkt vor einem fixiert ist. Einzig das Licht erstrahlt ab und zu etwas unnatürlich.

Der Soundtrack wirkt absolut stimmig für die Atmosphäre des Spiels und haut euch musikalische Stück - von Rockig bis Hip-Hop - um die Ohren. Das passt zur Szene, das passt zur Stimmung und das passt auch zum Gameplay. Allerdings können die eintönigen Motorgeräusche schon ein wenig anstrengend sein. Dies mag auch auf den realen Sport zutreffen, aber die verschiedenen Motorräder scheinen sich überhaupt nicht zu unterscheiden.

Es dreht sich alles um das Gameplay. Zwar gibt es einen Karriere-Modus, in dem Ihr in zwei 250ccm und eine 450ccm Rennserien gegen die virtuellen Rennfahrer antreten könnt, aber dort geht es dann nicht um eine persönliche Geschichte, sondern um Platzierungen, Teams und Zahlen. Die gängigen Teams der Rennserie stehen euch dabei zur Auswahl und erstmals könnt Ihr auch weibliche Charaktere erstellen. Vorbildlich!

Wie es sich für eine Simulation gehört, könnt ihr das komplette Setup und damit die Fahrphysik eures Bikes verändern und anpassen. Und auch der Fahrmodus und die Gegner-KI kann man einstellen, um den Schwierigkeitsgrad einzustellen. Ja, richtig! Auch bei der niedrigsten Gegner-KI und der vereinfachten Steuerung sollten Anfänger nicht mit einer hohen Platzierung rechnen. Dieses Spiel muss man lernen. Nein, man muss es sich erarbeiten, das trifft es eher. Also heißt es üben. Streckenführung, Ideallinie, Sprungweite, all das muss verinnerlicht werden, wenn man auf die vorderen Plätze kommen will. Da muss man dann auch Bock dazu haben. Jeder kleine Fehler kann einen sofort den Sieg kosten.

Motocross-Fans bekommen ja kein Überangebot an Spielen. Es bietet eine großartige Atmosphäre und realistische Rennen. Motocross Spiele wie Monster Energy Supercross 5 - The Official Video Game waren schon immer eher ein nieschiges Vergnügen.

Spiel Gameplay Grafik Realismus
Trials Rising Extrem herausfordernd, aber nie unfair Interessante Umgebung Schnelle Reaktion des Motorrads
Monster Energy Supercross Viele Einstellungsmöglichkeiten Flüssig, aber niedrige Auflösung und Texturen Anpassbare Fahrphysik
Monster Energy Supercross 25 Verbesserte Physik, Karriere-Modus Wechsel auf Unreal Engine 5 Neuralen AI, die sich auf das Verhalten einstellt
MXGP 2021 Unterschiedliche Untergründe beeinflussen das Fahrverhalten Motorräder und Fahrer detailliert Authentische Fahrten

Trials Rising

"Trials Rising" ist mehr Geschicklichkeits- als Rennspiel: Ein falscher Tastendruck und der Fahrer liegt unterm Motorrad. Der Zieleinlauf in "Trials Rising" ist eine Art Panorama tödlicher Unfälle: je absurder, desto besser. Weil man etwas falsch gemacht hat. Zu viel Gas gegeben, falsch gebremst, einen Sprung falsch eingeschätzt. Aber man wird es wieder versuchen. "Trials Rising" ist eines der Spiele, die einen nicht aufgeben lassen - weil man ahnt, dass man sie beherrschen könnte.

In ihr geht es darum, ein Motocross-Motorrad über eine Strecke zu bringen, die mit Hindernisparcours nur unzureichend beschrieben wäre. Das klingt erstmal nach einem Spiel für eine sehr spezielle Zielgruppe, schließlich ist Motocross nicht unbedingt der populärste Sport der Welt. Auf den zweiten Blick aber wird klar, warum die Reihe so beliebt ist und weshalb so viele Fans darauf gewartet haben: "Trials Rising" ist extrem herausfordernd, aber nie unfair. Eingabemöglichkeiten gibt es nicht viele: Gas geben, bremsen, den Oberkörper der Fahrer nach vorn und hinten bewegen, in der Spur bleibt das Bike von allein.

Die Strecken von "Trials Rising" sind anspruchsvoll: Hohe Sprünge wechseln sich mit Bodenwellen ab, die mit schnellen Bewegungen ausgeglichen werden müssen. Für die eigentlich interessante Umgebung hat man erst einmal wenig Sinn. Ob man durch eine alte russische Raketenbasis steuert, ein Hollywood-Filmset zerstört oder in Spanien ein Tomatenfest durchspringt: Zuerst einmal zählt das Durchkommen, die Umgebung sickert erst nach und nach ins Bewusstsein. Und wird dadurch eigentlich noch spektakulärer.

Etwas penetrant ist das ständige Aufploppen von Lootboxen, also Schatzkisten mit digitalen Belohnungen, die man gefühlt nach jedem Rennen bekommt und die man alternativ kaufen kann, was bei einem 40-Euro-Spiel ein fragwürdiges Nebengeschäft ist. Da es aber beim Inhalt um rein kosmetische Dinge ohne direkt Einfluss aufs Spiel geht - Kleidung für den Fahrer, Siegermoves oder Verzierungen für das Bike etwa - kann man sie auch einfach ignorieren. Das Spiel wird durch diesen Zusatzinhalt nicht besser oder leichter.

Alles in allem ist "Trials Rising" ein Fest, wenn man Spiele mag, die bislang unentdeckte Fähigkeiten fordern.

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