Shimano Deore Nabenschaltung im Test: Ein umfassender Überblick

Es gab Zeiten, lange vor XT, Ultegra oder Cues, da waren Fahrradritzel flach wie Pizzastücke und der Bowdenzug war noch nicht einmal erfunden. Mit zwei Metallstangen mussten die frühen Helden der Tour de France sprichwörtlich im Getriebe rühren. Da flog im Eifer des Gefechts schonmal die Kette von den Ritzeln! Die ersten modernen Seilzug-Schaltungen waren da die reinste Revolution, doch auch eine andere Innovation verdient nicht weniger Aufmerksamkeit. Fürs Schalten nämlich nicht minder wichtig: Bessere Kassetten mit definierten Steighilfen und Schaltgassen. Die gibt es erst seit den späten 80ern. Hyperglide nennt Shimano bis heute diese Technik. Und wer sich immer schon gefragt hat, warum die Zähne eigentlich so krumm und schief auf den Ritzeln stehen: Weicheres, sichereres und schnelleres Schalten, auch unter Last. Das ist der Grund! Vor einigen Jahren folgte dann mit der Linkglide die nächste Evolutions-Stufe.

Linkglide und Cues: Shimano räumt auf im Portfolio

Mit der Linkglide-Technik reagierte Shimano auf die zunehmend höheren Belastungen von E-Bikes. Mehr Material und ein Gang weniger sollen eine bessere Zuverlässigkeit bringen. Das ist löblich. Und: Auch Alltagsbiker ohne E profitieren von der größeren Langlebigkeit der neuen Ketten und Kassetten. Die neue Technik war für Shimano außerdem DIE Gelegenheit, endlich im Portfolio aufzuräumen. Statt Sora, Altus, Claris, Alivio und Acera wird es in Zukunft nur noch eine einzige Produktfamilie geben. Die Cues.Mit den besonders stabilen Linkglide-Kassetten will Shimano die Haltbarkeit und das Schalten unter Last von Kettenschaltungen verbessern. Gerade am E-Bike ein Thema. Infos zur neuen Gruppe kamen am Anfang nur spärlich, doch seit dem Launch auf der Pandemie-Eurobike 2022 ist endlich vieles klarer geworden. Mit dem Fokus auf Langlebigkeit und leichter Bedienbarkeit soll die Cues alle Anwendungen vom E-Bike über Trekkingräder bis hin zu günstigen Mountainbikes und neuerdings sogar günstigen Rennrädern abdecken. Ob das gelingt? Wir konnten die Cues in verschiedenen Ausführungen schon ausgiebig fahren.

Cues ist nicht gleich Cues

Also alles ganz einfach? Spezial-Schaltungen für High-End-Räder und darunter für alle nur noch Shimano Cues? Ganz so simpel ist es leider nicht. Denn auch die Cues gibt es in mindestens drei verschiedenen Ausführungen mit teils extrem unterschiedlicher Wertigkeit. Wer sich für ein Bike mit der neuen Allround-Schaltung interessiert, muss hier also genau hinschauen. So ist das Topgruppe Cues U8000 mehr als doppelt so teuer, wie die Einstiegsgruppe Cues U4000. Leider macht es Shimano Bikern nicht gerade leicht, die verschieden wertigen Schaltungen voneinander zu unterscheiden. Ob Premium-Klasse oder Einsteiger-Ware wird nur an den etwas kryptischen Zahlenkombinationen in der Modellbezeichnung ersichtlich - U4000, U6000, U8000. Und selbst innerhalb der Gruppen gibt es noch Unterschiede. Zehn oder elf Gänge, mit oder ohne Shadow Plus, das sorgt gerade bei der Cues U6000 für Verwirrung.Die Cues gibt es gleich in einer ganzen Reihe von verschiedenen Ausführungen. Genau hinschauen lohnt sich!Das offensichtlichste Unterscheidungsmerkmal der drei Schaltgruppen ist trotzdem erstmal die Anzahl der Gänge. Die Einsteigergruppe Cues U4000 schaltet nur neun Ritzel am Hinterrad. Die Mittelklasse Cues U6000 hat schon zehn oder sogar elf Ritzel hinten. Die Topgruppe Cues U8000 schaltet immer elf Gänge im Heck und ist sogar als Di2-Variante mit elektronischer Ansteuerung verfügbar. Für Experten: Die Zahlenlogik der Cues folgt ungefähr den Mountainbike-Schaltungen. Die 6000er entspricht in etwa dem Deore-Zwölffach-Niveau, die 8000er der XT. Die 4000er liegt darunter.

So fährt sich die Shimano Cues Gangschaltung

Vorneweg muss man sagen: Alle modernen Shimano-Schaltungen abseits der allergünstigsten Varianten liegen funktional auf einem sehr hohen Niveau. Das gilt auch für alle Varianten der Cues. Sauber eingestellt wechseln sie die Gänge schnell und zuverlässig. Ist das nicht der Fall, liegt’s fast immer an verschlissener oder falsch eingestellter Hardware - da kann die Schaltung selbst nicht viel dafür. Fakt ist schlicht: Die Technologien der einstigen Top-Gruppen sind längst auch im Einsteigermarkt angekommen.Wir konnten die Cues schon ausführlich fahren. Gerade die teureren Versionen machen auch am E-Mountainbike eine gute Figur. Konzipiert ist die Cues für den Allround-Einsatz von E-Mountainbike bis Gravel. Verbaut wird sie aktuell aber am meisten an Trekking- und Alltagsrädern.

Shimano Cues U4000 - Die Einsteigergruppe

Mit neun Gängen am E-Bike ist die 4000er Cues von Shimano eindeutig im Einsteigersegment unterwegs. Die UVP für das Schaltwerk liegt nur knapp über 50 Euro. Das größte Manko der “kleinen” Cues ist die wenig feine Gangabstufung. Um mit nun neun Gängen eine große Bandbreite zu erreichen, muss man gerade am E-Bike zur Kassette mit 11 bis 46 Zähnen greifen. Die Gangsprünge fallen hier bei den kleinen Gängen recht groß aus. Am Berg fehlt dadurch manchmal der passende Gang für die ideale Trittfrequenz.Ansonsten funktioniert auch die günstig Cues zuverlässig und kann Alltagsnutzer durchaus glücklich machen. Typisch für Schaltungen mit der Linkglide-Technik: Die Schaltvorgänge sind sehr weich aber nicht so schnell wie man es von den klassischen Modellen mit Hyperglide-Technik gewohnt ist. Außerhalb vom Racing-Kontext dürfte das kaum stören, für den Alltag ist die Schaltgeschwindigkeit locker ausreichend. Die niedrigen Preise merkt man der 4000er Cues aber an anderer Stelle an. Die Kurbel ist nicht hohlgeschmiedet und schwer, die Hebel wirken lieblos und billig. Auf rauem Untergrund klappert die Kette deutlich. Anders als bei den günstigen Deore-Schaltungen verzichtet die günstige Cues nämlich auf die Geländeoptimierte Schaltwerksdämpfung Shadow Plus. Am (E-)Mountainbike würden wir die Cues 4000 daher nicht empfehlen.

Shimano Cues U6000 - Solide Mittelklasse

Optisch wie haptisch ist die Shimano Cues 6000 ein Upgrade. Gerade die etwas teurere Elffach-Variante bietet deutlich definiertere Gangwechsel, als die 4000er Cues. Mit zehn beziehungsweise elf Gängen lassen sich auch mit Einfach-Kurbel vorne relativ homogene Gangsprünge bei großer Bandbreite realisieren. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Nur die teureren Varianten der Cues 6000 kommen ab Werk mit Shimanos Shadow-Technologie gegen Kettenklappern. Erkennbar ist das an dem kleinen On-Off-Hebel für die zusätzliche Dämpfung am Schaltwerk. Diese Varianten können wir auch anspruchsvollen Nutzern und Trail-Fans klar empfehlen. Die günstigeren 6000er Cues ohne Schaltwerksdämpfung passen eher zu Trekking- und Alltagsrädern.Die besseren Versionen der 6000er Cues kommen mit großer Bandbreite, schicken Kassetten in titangrau und der Shadow-Plus-Technik vom MTB. Die günstigere Version der Cues U6000 ohne Shadow-Plus-Technik als 2 x 10 Version an einem klassischen Trekkingbike.

Shimano Cues 8000 - Seltene High-End-Option

Von der Wertigkeit und vom Schaltgefühl liegt die Cues 8000 sehr nah an der beliebten XT-Gruppe. Allerdings gilt das auch für den Preis. Die teure Cues wird daher nur sehr selten verbaut. Lieber greifen die Hersteller im Zweifel zum XT-Label. Der “Haben-Wollen”-Faktor ist hier einfach größer. Wie die günstigeren Cues-Schaltungen setzt auch die Cues 8000 auf die haltbaren Linkglide-Kassetten. Die Schaltgeschwindigkeit ist daher etwas gedrosselt. Dafür sollen die Linkglide-Gruppen nicht so anfällig sein. Selbstverständlich kommt die 8000er Cues standardmäßig mit dem starken Shadow-Plus-Dämpfer gegen Kettenklappern.Im Cues-Portfolio gibt’s übrigens auch Bremsen. Hier zum Beispiel die Vierkolben-Version mit Sattel in XT-Optik und auch entsprechend satter Power.

Shimano Cues, Deore, GRX, XT: Welche Gangschaltung ist besser für wen?

Eigentlich wollte Shimano mit der Cues das Portfolio aufräumen. Das gelingt bislang noch nicht ganz. Erstens stiften die vielen verschiedenen Cues-Varianten neue Verwirrung. Und zweitens gibt es aktuell noch einige offensichtliche Überschneidungen im Portfolio, wenn man rein auf die Wertigkeit der verschiedenen Antriebe schaut. Welche also nehmen?Trekking- und Alltagsradler können bei der Cues mit Linkglide-Kassetten bedenkenlos zuschlagen. Die Cues 4000 bietet hier eine angenehm günstige Option. Die Cues 6000 ist solide Mittelklasse. E-Mountainbikern würden wir auch zu Linkglide-Schaltungen raten. Dann aber mindestens zur 6000er Cues mit der Shadow-Plus-Schaltwerksdämpfung. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift gleich zu Deore Linkglide und XT Linkglide. Beide Schaltungen bieten ohne Ganganzeige mehr Platz am Lenker und eine bessere Haptik mit knackigerem Schaltgefühl.Highend für E-Mountainbikes: Die Deore XT Di2 Linkglide verbindet elektronisches Schalten mit maximaler Langlebigkeit. 11 Gänge reichen am E-MTB völlig aus, die Bedienung ist knackig und definiert. Eine echte Top-Gruppe.In Sachen Preis-Leistung kaum zu schlagen: Die Hyperglide Deore Zwölffach, technisch M6100, liegt funktional fast auf dem Niveau der legendären XT. Unsere Empfehlung für Geländebiker ohne Motor.Sportliche Biker ohne Motor sind nach wie vor mit den Hyperglide-Gruppen am besten aufgehoben. Sie sind etwas leichter als die Linkglide-Pendants und bieten mehr Gänge und damit eine feinere Gang-Abstufung über die Bandbreite hinweg. Gerade die Deore-Zwölffach sticht hier mit guter Funktion und günstigem Preis positiv heraus. Vorsicht beim Nachrüsten: Wegen unterschiedlicher Kettenlinien sind nicht alle Gruppen miteinander kompatibel. Speziell bei MTB-Gruppen und Cues erstmal checken, ob der Rahmen mit dem jeweils anderen System kompatibel ist.

BIKE-Fazit zur Shimano Cues Gangschaltung

Günstig und gut? Die Shimano Cues liefert eine solide Funktion. Gerade auch die günstigeren Gruppen sind aus unserer Sicht ein Fortschritt gegenüber Acera und Altus. Der Linkglide-Ansatz für mehr Haltbarkeit passt gut zum Rad als Fortbewegungsmittel für Sport und Alltag. Kann man bedenkenlos kaufen! Schade, dass das Portfolio so verwirrend ist. Speziell die besseren Modelle mit Shadow-Plus-Hebel können auch anspruchsvolle Biker überzeugen. Ob so ein Modell verbaut ist, wird aus dem Datenblatt allein leider häufig nicht ersichtlich.Die Wahl des richtigen Getriebes für ein E-Bike ist eine wichtige Entscheidung, die sowohl den Fahrkomfort als auch die Lebensdauer des Fahrrads beeinflussen kann. Zwei gängige Schaltungssysteme für E-Bikes sind die Kettenschaltung und die Nabenschaltung. Beide Systeme haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile, die je nach Einsatzbereich und Fahrstil entscheidend sein können.Kettenschaltung: Präzision, Vielseitigkeit und günstigere KostenDie Kettenschaltung ist das traditionellere System und wird häufig bei sportlicheren E-Bikes verwendet. Sie bietet präzise Gangwechsel und eine größere Auswahl an Gängen, die für verschiedene Terrains und Steigungen optimiert werden können. Besonders bei langen Touren oder im anspruchsvollen Gelände ist die Kettenschaltung von Vorteil, da sie eine hohe Übersetzungsbandbreite bietet.Ein weiterer Vorteil der Kettenschaltung ist, dass sie in der Regel leichter und günstiger in der Anschaffung ist. Das geringere Gewicht ist gerade bei sportlicher Nutzung von Bedeutung, da es die Gesamtleistung und Handhabung des Fahrrads verbessert. Allerdings erfordert die Kettenschaltung eine regelmäßige Wartung, da die Kette mit der Zeit verschleißt und gereinigt oder gewechselt werden muss. Zudem kann sie anfälliger für Witterungsbedingungen wie Regen und Matsch sein, da die Kette und die Schaltmechanik exponiert sind.Nabenschaltung: Komfort, Wartungsfreundlichkeit und moderne EntfaltungsmöglichkeitenDie Nabenschaltung hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt und bietet mittlerweile Systeme mit einer Entfaltung, die der einer Kettenschaltung in nichts nachsteht - und in einigen Fällen sogar übertrifft. Modelle wie die Rohloff Speedhub, Pinion, Enviolo oder die 3x3 Nine bieten eine ebenso breite oder sogar größere Übersetzungsbandbreite wie herkömmliche Kettenschaltungen. Diese modernen Nabenschaltungen sind besonders bei Tourenradlern beliebt, da sie mit ihrer wartungsarmen und robusten Bauweise überzeugen.Besonders auf langen Touren und in verschiedenen Witterungsbedingungen bieten Nabenschaltungen den Vorteil einer geschützten Schaltmechanik, die weniger anfällig für Schmutz und Feuchtigkeit ist und somit weniger Wartung benötigt. Dies sorgt für einen hohen Komfort und eine größere Zuverlässigkeit während ausgedehnter Fahrten. Die Möglichkeit, bei stehendem Fahrrad die Gänge zu wechseln, ist ebenfalls ein großer Vorteil bei häufigen Stopps auf längeren Touren.Obwohl Nabenschaltungen in der Regel schwerer und teurer sind als Kettenschaltungen, bieten sie Tourenfahrern eine langfristige, problemlose Lösung, die besonders bei wechselhaftem Wetter oder auf langen Strecken zu schätzen ist. Modelle wie die Rohloff oder Pinion sind zudem für ihre Langlebigkeit und hohe Effizienz bekannt und bieten eine ideale Wahl für Radreisende, die wenig Wartungsaufwand und hohe Zuverlässigkeit suchen.Was ist besser für mein E-Bike?Die Wahl zwischen Kettenschaltung und Nabenschaltung hängt stark vom individuellen Fahrstil und den geplanten Einsatzzwecken ab:* **Für sportliche Fahrer und längere Touren:** Die Kettenschaltung bietet aufgrund der größeren Gangauswahl und der besseren Anpassungsfähigkeit an verschiedene Geländearten mehr Flexibilität. Sie ist zudem leichter und günstiger, was sie zu einer bevorzugten Wahl für sportliche Fahrer macht.* **Für Tourenradler und den urbanen Einsatz:** Die Nabenschaltung ist aufgrund ihrer robusten, wartungsarmen Bauweise und der modernen, breiten Entfaltung eine ideale Wahl.Ob Vorderradmotor, Hinterradmotor oder Mittelmotor - jeder Motor hat spezifische Anforderungen an das Schaltungssystem. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie die ideale Schaltung für Ihren E-Bike-Motor auswählen.**Schaltungen im E-Bike mit Mittelmotor*** **Vorteile des Mittelmotor-Systems**Beim E-Bike mit Mittelmotor wird die Antriebskraft des Motors direkt auf das Hinterrad übertragen. Der große Vorteil dieser Anordnung ist, dass die Motorkraft über das Schaltgetriebe nochmals übersetzt wird, was zu einem sehr hohen Drehmoment am Hinterrad führt. Dieses hohe Drehmoment sorgt für eine hervorragende Bergsteigfähigkeit und einen geringeren Stromverbrauch, insbesondere auf hügeligen Strecken. Das bedeutet, dass der Motor effizienter arbeitet und Sie mit weniger Energieaufwand mehr erreichen können.* **Nachteile des Mittelmotor-Systems**Der Nachteil eines Mittelmotor-Systems liegt darin, dass die gesamte Kraft des Elektroantriebs und des Fahrers über die Kette in die Nabenschaltung übertragen wird. Herkömmliche Fahrradschaltungen sind jedoch nur für die Tretkraft einer einzelnen Person konzipiert und nicht auf die kombinierten Antriebskräfte von Fahrer und Motor ausgelegt. Dies kann dazu führen, dass die Schaltung schneller überlastet wird und ein höherer Verschleiß auftritt.* **Anpassung der Schaltung an die Motorkraft**Damit herkömmliche Nabenschaltungen unter der Volllast des Motors und des Fahrers nicht beschädigt werden, wird die Leistung des Motors in den meisten Fällen reduziert. Dieser Kompromiss sorgt dafür, dass die Schaltung nicht überfordert wird, allerdings geht dadurch der Vorteil eines Mittelmotor-Systems verloren. Bei Kettenschaltungen, die besonders in Mountain-Bikes mit großen Übersetzungen verwendet werden, ist dies nicht der Fall. Kette und Ritzel sind robust und für hohe Kräfte ausgelegt. Hier kann die volle Leistung des Motors freigesetzt werden. Allerdings führt die hohe Belastung in sportlichem Einsatz zu einem erhöhten Verschleiß der Ketten und Zahnräder, besonders während des Schaltvorgangs oder bei Bergauffahrten.**Schaltungen im E-Bike mit Hinterradmotor*** **Keine modernen Nabenschaltungen**Ein Hinterradmotor verhindert in der Regel den Einsatz moderner Nabenschaltungen. Eine Ausnahme stellt eine im Hinterradmotor integrierte 3-Gang-Nabe dar. Diese bietet jedoch mit einer Übersetzungsbreite von nur 167 % eine eher begrenzte Nutzung und ist deshalb vorwiegend für flache Strecken oder Gebirgslagen ohne große Steigungen geeignet.* **Kettenschaltungen bis 27-Gang**Daher kommen bei E-Bikes mit Hinterradmotor vorwiegend Kettenschaltungen zum Einsatz. Für eine bessere Anpassung an unterschiedliche Geländearten und Steigungen empfiehlt sich eine Kettenschaltung mit bis zu 27 Gängen. Hinterradmotoren sind insbesondere an steilen Bergstrecken oft schwächer als Mittelmotoren, weshalb eine größere Gangbandbreite notwendig ist, um diese Herausforderungen zu meistern. Kettenschaltungen, insbesondere von Shimano, sind in dieser Kategorie weit verbreitet. Diese Systeme bieten eine zuverlässige Leistung und sind für E-Bike-Fahrer ideal, die auf unterschiedlichen Strecken unterwegs sind.Ein weiteres Merkmal von E-Bikes mit Kettenschaltung ist, dass die Verwendung einer Rücktrittbremse grundsätzlich nicht möglich ist, da Kettenschaltungen mit dieser Art von Bremssystem nicht kompatibel sind.**Schaltungen im E-Bike mit Vorderradmotor*** **Alle gängigen Schaltungsvarianten möglich**Der Vorderradmotor bietet den Vorteil, dass er mit allen gängigen Schaltungsvarianten kompatibel ist. Dies umfasst sowohl Kettenschaltungen als auch Nabenschaltungen, die mit einer Rücktrittbremse oder einem Freilaufmechanismus ausgestattet sein können. Der Vorderradmotor stellt daher die größte Flexibilität hinsichtlich der Wahl des Schaltungssystems zur Verfügung, sodass E-Bike-Fahrer je nach Bedarf und Einsatzgebiet das für sie passende System wählen können.**Fazit: Die Wahl der richtigen Schaltung für Ihr E-Bike**Die Wahl der Schaltung ist ein wesentlicher Faktor, um das Beste aus Ihrem E-Bike herauszuholen. Ob Mittelmotor, Hinterradmotor oder Vorderradmotor - jedes System hat seine eigenen Vor- und Nachteile in Bezug auf Schaltungsarten und deren Anpassung an unterschiedliche Fahrbedingungen. Für sportliche Fahrer, die auf maximale Leistung und Drehmoment angewiesen sind, sind Kettenschaltungen ideal, da sie die hohe Motorleistung besser verkraften können. Nabenschaltungen bieten wiederum eine gute Lösung für weniger anspruchsvolle Strecken und E-Bikes mit Vorderradmotor.Letztlich hängt die Entscheidung von Ihrem Fahrstil, den Strecken, die Sie befahren, und den individuellen Anforderungen an Ihr E-Bike ab. Achten Sie darauf, dass Sie eine Schaltung wählen, die nicht nur gut zu Ihrem Motor, sondern auch zu Ihrem Fahrverhalten und den örtlichen Gegebenheiten passt.**Der wesentliche Unterschied bei der Nutzung der Schaltung im E-Bike:**Auf einen Blick sehen Sie hier, wie viel Entfaltung die verschiedenen Schaltungen bieten (der Unterschied in Prozent zwischen dem leichtesten und dem schwersten Gang) und welche maximale Kraft (Drehmoment) der Motor erzeugen darf. Wer ein zuverlässiges, wartungsarmes (nachhaltiges) E-Bike mit starkem Motor kaufen möchte, braucht dazu eine entsprechend robuste Schaltung.Unsere Shimano Fahrradschaltungen-Liste fußt auf zwei Säulen: den Tests der Fachmagazine und den Meinungen von Kundinnen und Kunden. Wir arbeiten unabhängig und neutral.Shimano aus Japan ist bei Fahrradschaltungen die Nummer eins. Einer der Gründe dafür: Ob Einsteiger, Freizeitradler oder Amateur- und Profibiker - für alle Zielgruppen gibt es das passende Angebot. Ein Überblick.Für gewöhnlich bietet Shimano seine Systeme als Komplettgruppe an, in der alle Bauteile enthalten sind: Kettenblätter, Tretkurbeln, Ritzelpaket und Kettenspanner, die Kette selbst sowie der Umwerfer, das Schaltwerk und die Schalthebel. Die Gruppen werden zum Teil in mehreren Versionen angeboten (Gangvielfalt, Lieferumfang etc.) und enthalten vereinzelt weitere Tools wie Pedale, Laufräder, Naben und Bremsen, zudem ist im Falle eines Defekts jedes Bauteil fast immer auch separat erhältlich. Teilen wiederum lässt sich das Portfolio anhand zweier Kriterien: dem Einsatzzweck und der Qualität. So finden sich auf der Homepage grob die Kategorien MTB/Trekking und Straße (Rennrad etc.) und in beiden Kategorien bietet Shimano Systeme für Einsteiger und Freizeitradler sowie für Biker mit gehobenen Ansprüchen an.**Einsteiger und Freizeitbiker**Die einfachsten Gruppen von Shimano schonen das Budget (ca. 200 EUR) und reichen für den normalen Alltagsgebrauch aus. Alerdings muss man natürlich qualitativ Abstriche machen. Die Bauteile etwa sind relativ schwer, aber trotzdem nicht allzu robust, zudem mangelt es den Systemen oft an Präzision, etwa bei großen Gangwechsels oder wenn es ruppig zugeht. Beispiele sind etwa die Gruppen Acera oder Alivio und im Rennradsegment das System Sora. Anspruchsvollere Biker im MTB- und Trekkingbereich spricht Shimano mit den Schaltungen Deore oder Deore XT und - für Rennräder - dem System Tiagra an. Das Preisniveau liegt hier etwas höher, dafür nutzen sich die Bauteile nicht so schnell ab. Zudem ist der Schaltvorgang meist sicherer und komfortabler.**Amateure und Profis**Für Amateure mit Wettkampfeifer sowie für ausgewiesene Profibiker reserviert Shimano das Beste vom Besten. Leichtes Gewicht, hohe Robustheit, ergonomische Schalthebel, schnelle Reaktionszeiten, dazu selbst bei großer Belastung präzise Gangwechsel - die Systeme bieten letztlich alles, was man von einer hochwertigen Schaltung erwartet. Die Konditionen erreichen dabei meist den hohen drei-, teilweise gar den vierstelligen EUR-Bereich. Insofern ist klar, welche Zielgruppe Shimano hier im Blick hat. Sie machen einen Rahmen zum Rad: Die Gruppen. Shimano, Sram oder Campagnolo? Wo sind die Unterschiede? Welche Gruppe leistet was? Wir haben es getestet.Diese Tabelle bietet einen zusammenfassenden Überblick über die verschiedenen Shimano Cues Gruppen, ihre Hauptmerkmale und empfohlenen Einsatzbereiche:
Gruppe Anzahl Gänge Besonderheiten Empfohlener Einsatzbereich
Cues U4000 9 Einfache Gangabstufung, zuverlässig, weiche Schaltvorgänge Einsteiger, Alltagsnutzer, Trekkingräder
Cues U6000 10/11 Definiertere Gangwechsel, optionale Shadow-Technologie Mittelklasse, Trekkingräder, anspruchsvolle Nutzer, Trail-Fans
Cues U8000 11 Hohe Wertigkeit, Linkglide-Kassetten, Shadow-Plus-Dämpfer Selten verbaut, vergleichbar mit XT, E-Mountainbikes

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