Motocross Strecke Bauen: Eine Anleitung

Der Traum von einer eigenen Motocross-Strecke ist für viele Fahrer verlockend. Jedoch ist es wichtig zu beachten, dass der Bau einer solchen Strecke einige Herausforderungen mit sich bringt. Dazu gehören rechtliche Aspekte, die Geländebeschaffenheit und die Sicherheit.

Rechtliche Aspekte

Bevor man mit dem Bau beginnt, sollte man sich unbedingt über die rechtlichen Bestimmungen informieren. Der Bebauungsplan ist hierbei der Knackpunkt. Man kann so viele Wiesen und Wälder kaufen wie man will, aber darf dann immer noch nicht damit rumfahren, weil die freie Natur besonders geschützt ist. In Wohngebieten stört man die Nachbarn.

Wenn der Bebauungsplan ein reines Wohngebiet ausweist, hat man schlechte Karten. Wenn es ein Mischgebiet ist, dann sollte man prüfen (lassen), für was das Gebiet freigegeben ist. Es könnte sein, dass das Umweltamt nicht einverstanden ist mit der Planung einer Cross-Strecke, weil mit einer höheren Geräuschkulisse zu rechnen ist. Es gibt viele Gründe dafür und dagegen, die man erstmal abarbeiten muss. Dazu kommen noch die Nachbarn, die vielleicht ohnehin schon genervt sind von den Geräuschen der Crossmaschine.

Es gilt:"Sobald man die Vorzeigeregeln "befolgt", erzielt man maximalen Erfolg. Ich glaube, dass du das einfach so machen kannst, habe nur mal gehört, dass du nicht tiefer als 30cm graben darfst, weil es ab da nicht mehr dein Grundstück ist. Ist aber alles gefährliches Halbwissen, denke aber, wenn dein Garten groß genug ist, dass du das einfach so machen kannst.

Der Bau einer Motocross-Strecke kann ein Mammutprojekt sein. Ein Beispiel zeigt, dass das Genehmigungsverfahren für eine private Trainingsstrecke für einen Quadverleih drei Jahre dauerte, 20 Aktenordner füllte und fünfstellige Kosten verursachte. Selbst für kleinere Projekte, wie eine Mountainbikestrecke auf einem Freizeitgelände, können die Behörden schnell einschreiten und den Rückbau fordern.

Jedes Bundesland hat ein eigenes Emissionsschutzgesetz. Unter Emission fällt auch Lärm. Da muss man mal reinschauen. Wenn man nicht gegen diese Auflagen verstößt, kann einem niemand verbieten, auf dem eigenen Grundstück Mopped zu fahren. Natürlich beschwert sich der genervte Rentner und natürlich schreibt das Umweltamt oder das Ordnungsamt oder die Polizei kommt und macht oh oh oh! Aber die kochen auch nur mit Wasser und wissen nicht genau, was wo und wie geschrieben steht und nicht jede Entscheidung oder Aussage von denen ist rechtlich korrekt.

Geländebeschaffenheit und Bauweise

Bei der Planung und dem Bau einer Motocross-Strecke spielen die äußeren Bedingungen eine wichtige Rolle. Größe, Fläche, Gelände, Baumaterial und persönliche Vorlieben bestimmen das Strecken-Design. Erde ist definitiv das preiswerteste Baumaterial.

Beim Bau von Sprüngen ist es wichtig, auf die richtige Form zu achten. Der Absprung sollte mindestens so lang sein wie der Radstand vom Moped, sonst kickt er. Eine schöne Kante beim Absprung mit einem vernünftigen Radius und einem ziemlich geraden Auslauf nach oben ist ideal. Die Landeseite sollte etwas steiler sein, um ein "Raufknallen" zu vermeiden. Die Faustformel lautet "Absprungwinkel = Landewinkel".

Für Anfänger empfiehlt es sich, mit kleineren Sprüngen zu beginnen und die Länge des Tables nach und nach zu erhöhen. So kann man sich langsam an größere Sprünge herantasten und seine Fähigkeiten verbessern.

Es gibt auch die Möglichkeit, einen Pumptrack zu bauen. Bei der Planung Deines Pumptracks legst Du fest, wie interessant, schnell, abwechslungsreich und flowig der Pumptrack wird. No dig, no ride - Denk daran, dass Du viel Power benötigst, um einen Pumptrack per Hand zu bauen. Es gibt genügend Beispiele, wo Leute die Lust verloren haben und nachher halbfertige Skulpturen in der Landschaft stehen. Wenn Du im Garten einen Track baust, denk auch an die Nachbarn. Die Höhe der Pumptrack- Steilkurven beträgt ca.

Sicherheit

Sicherheit sollte bei der Planung und dem Bau einer Motocross-Strecke oberste Priorität haben. Das Gelände sollte eingezäunt sein, um unbefugtes Betreten zu verhindern. Zudem ist eine Beschilderung notwendig, um auf die Gefahren hinzuweisen. Es ist ratsam, sich von Freunden einen schriftlichen Haftungsverzicht unterschreiben zu lassen, um im Falle eines Unfalls abgesichert zu sein.

Beim Springen ist die richtige Technik entscheidend. Grundsätzlich sollte man im Stehen anfahren und abspringen. In der Luft kann man mit Gas das Vorderrad höher bringen oder sich nach hinten lehnen, um den gleichen Effekt zu erzielen. Mit dem Gewicht nach vorne sinkt das Vorderrad ab. Das Gas sollte während des Sprungs nicht komplett geschlossen werden. Ob man im Sitzen oder Stehen abspringt, muss man ausprobieren.

Alternativen und Fazit

Bevor man sich für den Bau einer eigenen Motocross-Strecke entscheidet, sollte man auch die Alternativen in Betracht ziehen. Es gibt in Deutschland zahlreiche Motocross-Strecken, auf denen man legal und sicher trainieren kann. Zudem sind die Kosten für Genehmigungen und Auflagen oft sehr hoch, sodass sich der Bau einer eigenen Strecke für Privatpersonen kaum lohnt.

Es ist oft besser, preiswert einen guten Pumptrack zu kaufen, als mehr schlecht als recht Pumptracks selber zu bauen. Deine Gemeinde oder Stadt hat die Aufgabe, Sportstätten für alle Bürger/innen bereitzustellen, auch Pumptracks! Sprich mit Freunden, Firmen, Jugendamt, Bürgermeister/in, Presse und sammle Unterschriften! Bevor man einen Pumptrack baut, empfiehlt es sich ggf.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0