Hier finden Sie eine detaillierte Analyse der aktuellen MotoGP-Rennen, einschließlich der Ergebnisse der Qualifikation, des Sprintrennens und der Hauptrennen. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Herausforderungen und Strategien rund um den Reifendruck.
Qualifying und Startaufstellung
Im Qualifying stürzte Marc Marquez nur wenige Augenblicke nach Johann Zarco in Kurve 13. Eine Situation, für die es normalerweise eine Strafe gibt. Doch die Rennleitung hat sich in diesem speziellen Fall dagegen entschieden.
Roberts und Baltus machten die Pole unter sich aus. Dabei profitiert Baltus vom Windschatten und fährt noch einmal 20 Tausendstel schneller als Roberts. Der kann sich nicht mehr steigern und wird Zweiter. Für Baltus ist es die erste Pole. Ramirez komplettiert die erste Reihe.
WM-Leader Gonzalez beendet das Qualifying als Vierter, gefolgt von Holgado und Agius. Dixon, Pasini, Salac und Lopez runden die Top 10 ab.
Canet kassiert die karierte Flagge, noch bevor er eine fliegende Runde markieren kann. Er wird 18.
Roberts legt nach und kann sich auf 1:58.481 Minuten steigern. Damit übernimmt er die Spitze, auch wenn sich Baltus direkt in seinem Windschatten ebenfalls verbessern kann.
Canets Crew hat sein Bike wieder flottgemacht und er verlässt die Box. Aber kommt er noch rechtzeitig über die Linie für eine letzte Runde.
Der erste Run ist durch und es führt Baltus mit einer Zeit von 1:58.852 Minuten. Damit ist er einen Hauch schneller als bei seiner Q1-Bestzeit. Gonzalez ist nur 45 Tausendstel dahinter Zweiter.
Die Session hat gerade erst begonnen, da passiert schon der erste Sturz, und es ist ausgerechnet der WM-Zweite Canet.
Roberts hat sich an diesem Wochenende bisher stark präsentiert. Ihm liegt die Strecke in Brünn. Kann er das in eine erste Saisonpole umwandeln?
Baltus fährt in der Schlussphase eine neue Bestzeit von 1:58.860 Minuten und verdrängt Holgado von der Spitze. Und auch Arenas geht vorbei. Holgado kommt als Dritter aber trotzdem weiter, ebenso wie Ortola auf Platz vier. Arbolino scheitert als Fünfter knapp. Alonso bleibt auf Rang sechs hängen. Sachsenring-Sieger Öncü ist als Siebter ebenfalls vorzeitig raus. Moreira bleibt komplett ohne Rundenzeit. Er ist gleich zu Beginn des zweiten Runs gestürzt.
Nach dem ersten Run haben erst zwölf Fahrer eine Rundenzeit markiert. Holgado, Baltus, Arenas und Öncü beanspruchen die Q2-Plätze für sich.
Die erste Quali-Session der Moto2 läuft und es sind einige große Namen vertreten, darunter Baltus, Ortola, Moreira, Arbolino, Öncü, Arenas und Alonso.
Im letzten Umlauf positioniert sich Pini perfekt und profitiert vom Windschatten, um sich mit 2:05.019 Minuten seine erste Moto3-Pole zu sichern. Er verdrängt Rueda um 26 Tausendstel auf Platz zwei. Munoz wird Dritter - wird diesen Startplatz wegen seiner besagten Strafe aber nicht einnehmen.
Almansa beendet die Session als Vierter und teilt sich die zweite Reihe mit Quiles und Foggia. Mit seiner ersten schnellen Runde schiebt sich Piqueras auf Platz acht. Geht da noch mehr? Es bleibt nur noch ein Versuch übrig.
Nach dem ersten Run haben wir folgende Reihenfolge: Rueda führt mit 2:05.045 Minuten vor Perrone und Quiles. Foggia, Almansa und Fernandez reihen sich dahinter ein, gefolgt von Munoz, Uriarte und Pini. Noch keine Zeit haben Piqueras und sein Teamkollege Yamanaka aufgestellt.
Wir hören aus der Boxengasse, dass Kelso das Qualifying auslässt.
Für die 18 schnellsten Fahrer geht es jetzt um die vorderen Startplätze. Mit dabei ist auch Munoz, dessen Startpostion allerdings schon feststeht. Nach einer Strafe wird er aus der Boxengasse ins Rennen gehen müssen.
Furusato sorgt direkt zu Beginn des zweiten Runs für einen Sturz und ist raus aus dem Rennen um die Top 4.
Piqueras kann sich steigern und fährt eine neue Bestzeit von 2:05.384 Minuten. Damit hat er fast eine halbe Sekunde Vorsprung auf Uriarte, der als Zweiter ebenfalls weiterkommt.
Auch der WM-Zweite Piqueras ist in dieser ersten Quali-Session unterwegs. Noch hat er aber Rückstand und liegt nur auf Rang sechs.
Weiter geht es mit den Qualifyings der kleinen Klassen. Im Q1 der Moto3 kämpfen zehn Fahrer ums Weiterkommen.
Sprintrennen
Bagnaia gewinnt den Start. Marc Marquez, Quartararo, Bezzecchi und Acosta reihen sich dahinter ein. Mir und Alex Marquez verlieren an Boden.
Die beiden Honda-Werkspiloten haben jetzt auch auf den Medium-Hinterreifen gewechselt. Damit reagieren sie womöglich auf die höheren Temperaturen: Die Luft hat 24 Grad, der Asphalt 37 Grad. Bei den Reifen sind sich am Vorderrad alle einige und setzen auf die Medium-Mischung. Diese dominiert auch am Hinterrad.
In Runde zwei kommt es zum ersten Zwischenfall: Augusto Fernandez räumt Nakagami ab. Die Rennleitung kündigt eine Untersuchung des Vorfalls an. Auch weiter vorn kommt es zum Kontakt zwischen Bezzecchi und Quartararo.
Noch im Verlauf der ersten Runde schnappt sich Marc Marquez die Führung von Bagnaia. Bezzecchi verliert zwei Plätze und fällt hinter Quartararo und Acosta zurück. Martin hat Positionen gutgemacht und ist Siebter.
Vorne checkt Marc Marquez langsam aus.
Am Sachsenring fehlte er noch krankheitsbedingt, jetzt mischt Bastianini im Spitzenfeld mit und klopft bei Quartararo an. Der hat Platz drei bereits an Acosta verloren und muss sich jetzt gegen Bastianini verteidigen.
Die fünfte Runde läuft und Bagnaia fällt urplötzlich zurück. Erst geht Acosta vorbei, dann schlüpfen auch Bastianini und Quartararo durch.
Deshalb haben Bagnaia und Marquez sich zurückfallen lassen, um den Druck im Verkehr wieder hochzuschrauben. Zur Erinnerung: Wenn der Druck im Vorderreifen zu niedrig wird, drohen den Fahrern Strafen. Diese werden über ihr Dashboard gewarnt, falls die Schwellwerte unterschritten werden.
Nach Bagnaia sehen wir das gleiche Spiel mit Marquez: Auch er nimmt bewusst Tempo raus und blickt sich um, um sich dann hinter Acosta wieder einzureihen. Das muss ein Reifendruckthema sein.
Noch zwei Runden sind zu fahren und noch führt Acosta. Marc Marquez klebt ihm aber am Hinterrad. Bastianini hält sich auf Rang drei. Dahinter hat sich Bezzecchi nach Bagnaia auch Quartararo geschnappt.
Zu Beginn der letzten Runde führt Marc Marquez das Rennen wieder an. Direkt abschütteln kann er Acosta aber nicht.
Allerdings gilt sein elfter Sprintsieg unter Vorbehalt, denn die Rennleitung kündigt direkt eine Untersuchung des Reifendrucks an. Auf der Schlussrunde kann sich Marc Marquez dann doch deutlich absetzen und gewinnt den Sprint am Ende mit acht Zehnteln Vorsprung.
Dahinter feiert KTM: Acosta wird Zweiter, Bastianini belegt Rang drei - sein bestes Ergebnis für Tech3.
Noch während die Top 3 auf dem Sprintpodium feiern, kommt die Meldung der Rennleitung: Es wird keine weiteren Maßnahmen bezüglich der Untersuchung von Marc Marquez' Reifendruck geben. Bagnaia verliert Platz sechs auf der letzten Runde noch an Raul Fernandez und wird Siebter. Zarco und Pol Espargaro sichern sich auf den Plätzen acht und neun die letzten Punkte.
Fahrerstimmen
Enea Bastianini (Tech3-KTM/3.): "Es ist unglaublich, hier zu sein, nachdem, was vergangene Woche passiert ist. Aber jetzt sind wir hier, um dieses Podium zu genießen. Es ist mein erstes Podium mit KTM. Wir haben in dieser Saison bis jetzt viel gelitten, aber jetzt haben wir uns verbessert, und dieses Wochenende haben wir einen guten Job gemacht."
Pedro Acosta (KTM/2.): "Diese Saison war bisher wirklich schwierig für uns, aber jetzt sehe ich all diese Leute feiern. Es war super hart. Es war der dunkelste Beginn einer Saison in meiner Karriere, den ich je hatte, aber wieder auf dem Podium zu stehen, ist super schön. Ich danke allen bei KTM, allen Jungs zu Hause, die mich unterstützen, Fortuna Motorsport, meinem Coach, Carmelo Morales, der da drüben ist, und auch Remy, der mir jetzt sehr hilft, immer auf dem Boden zu bleiben, wenn wir diese schwierigen Momente erleben. Danke an alle."
"Dieses Podium ist für Borja Gomez. Das Rennen am Sachsenring war nicht das, was ich ihm widmen wollte.
Marc Marquez (Ducati/1.): "Wir haben es geschafft [und eine Strafe verhindert], deshalb lächle ich. Es war wirklich an der Grenze. Wir waren komfortabel unterwegs, aber dann habe ich gesehen, dass der Druck nicht ausreichte."
"Ich habe ein paar Runden auf den Bremsen gepusht, aber es war zu riskant, um den richtigen Druck zu erreichen. Also habe ich beschlossen, abzuwarten, einfach super nah an Acosta dranzubleiben, um die Temperatur zu erhöhen.
Reifendruck-Kontroverse
Nachdem es heute keine Reifendruckstrafe gab, hat die Rennleitung noch einmal eine Erklärung abgegeben und räumt ein: "Die Nachuntersuchung der Reifendrücke der Fahrer 79 [Ogura] ergab schnell, dass im Warnsystem der Rennleitung ein falscher Mindestdruck hinterlegt war. Daher waren keine weiteren Maßnahmen oder Untersuchungen erforderlich. Alle Fahrer hielten den korrekten Mindestdruck ein."
Einen Einfluss auf die Warnmeldungen der einzelnen Fahrer während des Rennens hatte das aber wohl nicht. "Dieses Kontrollsystem ist unabhängig von den Warnsystemen der Teams und während der Session weder für Teams noch für Fahrer sichtbar.
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