KTM in der MotoGP: Fahrer, Teams und Strategien

KTM hat die Farben für die MotoGP-Saison 2025 vorgestellt, wobei beide Teams im gleichen Design antreten, um zu verdeutlichen, dass sie ein großes Team mit vier Fahrern bilden.

Im Werksteam greifen Pedro Acosta und Brad Binder an, während im Tech3-Team von Herve Poncharal Enea Bastianini und Maverick Vinales neu für KTM an den Start gehen.

KTM MotoGP Teams

Der österreichische Motorradhersteller KTM startet in der MotoGP mit seinem Red Bull KTM Factory Racing-Werksteam sowie dem Satelliten-Team Tech3. Beim Material herrscht Gleichstand - alle vier Piloten treten mit identischen Maschinen an. Dani Pedrosa fungiert weiter als Testfahrer.

Die Werksmaschinen von Binder und Oliveira tragen weiter den Red Bull-Look, die Tech3-Maschinen jetzt viel mehr Orange, da Red Bull hier als Sponsor kleinere Brötchen backt und daher die KTM-Farbe zum Tragen kommt.

Fahrer im Fokus

Pedro Acosta

Acosta beendete seine erste MotoGP-Saison auf WM-Platz sechs und wurde von Tech3 ins Werksteam befördert.

"Sicherlich war 2024 ein gutes Jahr", sagt Acosta, "aber wir haben noch einig Ziele. Ich habe gelernt, ein Rennen zu kontrollieren. Für mich wird ein Traum wahr, in einem Werksteam anzutreten."

"Die zwei wichtigen Aspekte für 2025 sind das Qualifying und die ersten Rennrunden. Im Vorjahr hatte ich die Pace, um um das Podium oder den Sieg zu kämpfen, aber im Qualifying hatte ich Mühe.

Brad Binder

Binder steht vor seiner sechsten MotoGP-Saison. Im Vorjahr war Binder als WM-Fünfter der beste KTM-Fahrer.

"Um ehrlich zu sein, war 2024 das Jahr, in dem ich wahrscheinlich am meisten gelernt habe. Ich habe das Gefühl, dass mich das für 2025 zu einem viel besseren Fahrer gemacht hat. Mein Ziel für diese Saison ist es, das Gelernte umzusetzen und einen Schritt nach vorne zu machen."

Enea Bastianini

Bastianini steht vor seiner fünften Saison in der Königsklasse und ist bisher ausschließlich für Ducati gefahren.

"Ich bin sehr gespannt auf die neue Saison", sagt der Italiener. "Wir müssen geduldig sein, denn ich muss das Motorrad und das Team kennenlernen."

Maverick Vinales

Für Vinales ist KTM nach Suzuki, Yamaha und Aprilia die vierte Marke, für die er in der Königsklasse an den Start gehen wird.

"Die Farben von Red Bull KTM zu tragen, fühlt sich sehr gut an", sagt der Spanier. "Seit ich ein Kind war, habe ich sie beim Motocross und im Rennsport gesehen."

"Wenn man auf ein neues Motorrad steigt, muss man im ersten Jahr konzentriert und offen für neue Erfahrungen sein. Auf der Strecke sind die Erfahrungen ganz anders als in den vergangenen Jahren. Gut ist, dass sich die KTM sofort wie zu Hause angefühlt hat.

Die Rolle von Andrés Madrid

Doch hinter jedem Einzelnen steht ein kompetenter, in vielen Stürmen erprobter und diplomatischer Crew-Chef. Und Andrés Madrid? In neun davon war Madrid an seiner Seite und schließlich 4. beendet.

Brad ist das größte und wertvollste Rädchen in dieser Maschine, und es gibt nur wenige, die die Nr. 33 so zu drehen verstehen wie Andrés.

„Je besser er für den Sieg gerüstet ist, desto deutlicher wird ihm bewusst, was genau ihm noch fehlt, um schneller zu sein“, verrät er uns lächelnd.

„Wenn er von etwas eine sehr klare Vorstellung hat, lässt er sich nicht aufhalten, bis er sein Ziel erreicht hat. So muss man sein.

„Ich habe das in jeder Klasse gesehen: Es gibt diesen einen Moment, in dem es ‚Klick‘ macht. Dann ist er super-schnell unterwegs, und dann ist auch egal, was er auf dem Bike macht“, ergänzt er.

„Wenn es an Selbstvertrauen mangelt, neigen die Fahrer dazu, empfindlicher zu werden - im Umgang mit dem Bike, aber auch im Umgang mit Veränderungen. Sie beginnen, sich mehr Sorgen um andere Dinge zu machen, aber da ich Brad vom ersten Tag an kenne, hat er großes Vertrauen in die Gruppe. Er sagt: ‚Jungs, ich brauche das und das. Ich habe vollstes Vertrauen in eure Entscheidungen. Also geben wir 100%.‘ Das erleichtert unser Leben erheblich.

Mika Kallio als Rider Coach

Nur ein Rennfahrer weiß, wie ein Rennfahrer tickt: Mika Kallio hat eine einzigartige Rolle im MotoGP-Projekt von KTM inne. Anfang 2022 wurde Mika dann zum offiziellen „Rider Coach“ für das Unternehmen und die vier Personen, die die Kontrolle über die RC16 haben.

Das bedeutet, dass er inzwischen mehr Zeit mit beobachten verbringt, als selbst am Gasgriff eines KTM-Prototyps zu drehen. Bei meinem Job geht es also eher darum, sie zu unterstützen und ihnen mitzuteilen, was ich auf der Strecke und an bestimmten Stellen sehe.

Wenn wir Probleme haben, schaue ich, ob ich die Ursache dahinter erkennen kann. Manchmal helfe ich auch bei Entscheidungen zum Set-up oder der Reifenwahl. Ich kenne die Fahrerperspektive, kann aber auch analytisch denken.

Ich schaue mir Jacks und Brads Daten an und prüfe, wo sie vielleicht schneller sein oder sich verbessern können. Außerdem geht es mir darum, ihr Gefühl auf der Strecke mit den tatsächlichen Daten in Einklang zu bringen.

Ziele für die Saison 2025

KTM hofft, seine Erfolgsbilanz weiter auszubauen. Das Jahr 2025 hat für KTM mit dem wichtigen Dakar-Sieg und dem Sieg beim AMA Supercross stark begonnen.

"Der Wettbewerb ist ein großer Teil der DNA von KTM und wir sind fest entschlossen. Diese Saison könnte für uns sehr wichtig werden, und ich hoffe, das wird sie auch."

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