In der höchsten Rennklasse innerhalb der FIM-Motorrad-Weltmeisterschaft treten in der MotoGP-Klasse die leistungsstärksten Motorräder gegeneinander an. Die MotoGP hat als Königsklasse im Motorrad-Sport wieder begonnen und wird eifrig von seinen Fans verfolgt. Bei den Fans des Profi-Motorradsports hat die MotoGP einen besonderen Stellenwert. Seit einigen Jahren soll die Königsklasse im Zweirad-Motorsport sogar die Formel 1 als Königsklasse des Vierrad-Motorsports eingeholt haben. Diskussionen, welcher Motorsport der bessere sei, gibt es schon lange.
MotoGP-Motorräder sind Prototypen mit der aktuell besten Technik, welche im Schnitt 300 PS stark sind, 157 Kilo wiegen und eine Geschwindigkeit von über 350 km/h erreichen können. Die aktuelle Saison begann am 6. März in Katar und soll voraussichtlich nach 21 Rennen am 6. November 2022 in Valencia beendet sein. Die Starter bestehen aus 24 Fahrern und 12 Teams aus neun Nationen. Gewonnen hat, wer am Ende der Saison die meisten Punkte verzeichnen kann. Bei jedem Rennen erhalten die ersten 15 platzierten Fahrer bzw. Teams Punkte.
Historische Entwicklung der MotoGP-Regeln
Als im Jahre 1949 zum ersten Mal eine Motorrad-WM stattfand, galt die 500-ccm-Klasse schon bald als die Königsklasse. Es waren die schnellsten Motorräder in den Händen der renommiertesten Piloten der Welt. Mit dem Aufkommen der japanischen Hersteller in den späten 1960er-Jahren fanden Zweitaktmotoren eine weite Verbreitung. Da sie bei gleichem Hubraum mehr Leistung als Viertaktmotoren boten, dominierten sie die Meisterschaft, bis die Dachverbände Anfang der 2000er beschlossen, den Zweitaktmotor zu verbieten, weil er als veraltet galt. Der Zweitaktmotor war aus der Serienherstellung so gut wie verschwunden und wurde immer seltener.
Diese neuen Rennmaschinen veränderten die Welt des Grand Prix-Rennsports nachhaltig. Honda, Yamaha und Suzuki stürzten sich sofort in das neue Abenteuer. Aprilia schloss sich mit Cosworth zusammen, um einen Dreizylindermotor mit aus der Formel 1 abgeleiteter Technologie zu entwickeln. In Japan bereitete sich Kawasaki ebenfalls darauf vor, sich der Konstrukteurs-Party anzuschließen. Ducati, die zu der Zeit die Superbike-WM dominierten, kündigte den Eintritt in die MotoGP an. Kenny Roberts startete zur selben Zeit sein Projekt mit Proton und entwickelte einen 5-Zylinder-Motor. Ein Motor, der auch von Honda für die RC211V gewählt wurde. Honda sollte damit die ersten beiden Weltmeisterschaften gewinnen.
Im Jahr 2007 gewann Casey Stoner 10 der 18 Rennen im MotoGP-Kalender. Der Australier, der erst zu Beginn des Jahres zum Ducati-Team gestoßen war, gewann seinen ersten Weltmeistertitel mit 125 Punkten Vorsprung auf Dani Pedrosa und seiner Honda.
Im Jahr 2012 wurde der Hubraum in der MotoGP auf 1000 ccm erhöht. Es begann die Dominanz der spanischen Fahrer: Zwischen 2012 und 2020 wanderte der Titel des Fahrerweltmeisters nach Spanien, allem voran MotoGP-Legende Marc Marquez. Zwei Jahre später beschloss der Verband, einerseits die sechs Werksmaschinen von Honda, Yamaha und Ducati mit 20 Litern, fünf Motoren und eigener Software zuzulassen, und andererseits eine Open-Klasse einzuführen, in der alle mit der neuen standardisierten ECU von Magneti Marelli, 24 Liter Kraftstoff und zwölf Motoren an den Start gehen durften. Diese offene Klasse wurde 2016 mit der Einführung der Einheitselektronik und der Umstellung auf eine maximale Kraftstoffmenge von 22 Litern für alle Motorräder abgeschafft. Im selben Jahr (2016) übernahm Michelin die Reifenversorgung und löste damit Bridgestone ab.
Mit der MotoGP-Saison 2017 folgte eine der spannendsten Meisterschaften in der Geschichte des Sports.
MotoGP Regeln: Fester Zeitraum
Das technische Regelwerk der MotoGP wird in Abschnitten von 5 Jahren festgelegt. Der aktuelle Abschnitt trat 2022 in Kraft und dauert demnach bis 2026.
Die MotoGP-Klassen im Überblick
Die Motorrad-WM 2025 steht in den Startlöchern und verspricht eine spannende Saison in den drei Hauptklassen Moto3, Moto2 und MotoGP. Jede zeichnet sich durch spezifische technische Spezifikationen und Reglements aus, die sowohl für Fahrer als auch für Teams einzigartige Herausforderungen darstellen.
Moto3: Die Einstiegsklasse
Die Moto3-Klasse dient als Einstieg in die Weltmeisterschaft und ist für junge Talente konzipiert. Die Motorräder sind mit Einzylinder-Viertaktmotoren ausgestattet, die einen Hubraum von maximal 250 ccm aufweisen. Nur KTM und Honda bauen derzeit Moto3-Motorräder. Die maximale Drehzahl der Motoren ist auf 14.000 U/min begrenzt. Mit einer Leistung von rund 60 PS erreichen die Maschinen einen Topspeed von bis zu 245 km/h. Das Mindestgewicht für Motorrad und Fahrer beträgt zusammen 148 Kilogramm. Die Chassis sind Prototypen. Um die Kosten zu reduzieren, sind jedoch bestimmte Materialien wie Stahl für Bremsscheiben vorgeschrieben. Ein gesamtes Motorrad darf maximal 85.000 Euro kosten. Die Motorräder verfügen über ein Sechsgang-Getriebe mit Quickshifter und Blipper, und der Tankinhalt ist auf elf Liter begrenzt. Diese Spezifikationen fördern enge Wettbewerbe und ermöglichen es jungen Fahrern, ihr Können unter Beweis zu stellen.
Moto2: Die Mittelklasse
In der Moto2-Kategorie kommen leistungsstärkere Maschinen zum Einsatz. Seit 2019 werden 765 ccm Dreizylinder-Viertaktmotoren von Triumph verwendet, die rund 145 PS leisten. Diese Motoren ermöglichen bis zu 300 km/h. Das Mindestgewicht inklusive Fahrer beträgt 215 Kilogramm. Die Motorräder sind mit einem Sechsgang-Getriebe mit Quickshifter und Blipper ausgestattet, und der Tankinhalt ist auf 24 Liter begrenzt. Die Chassis sind, ähnlich wie in der Moto3, Prototypen. Mit Kalex, Boscoscuro und Forward gibt es drei Chassis-Anbieter. Bei den Dämpfern setzt der Großteil auf Öhlins, aber auch WP ist dabei. Beide Klassen verwenden eine Einheitselektronik von Magneti Marelli, aber mit begrenzteren Einstellmöglichkeiten als in der MotoGP. Seit 2024 fahren Moto2 und Moto3 mit Reifen von Pirelli. Der Kraftstoff für beide Klassen stammt von Petronas. Derzeit muss der Kraftstoff zu 40 Prozent aus fossilfreien Bestandteilen bestehen.
MotoGP: Die Königsklasse
Die MotoGP stellt die Speerspitze des Motorradrennsports dar. Die Motorräder sind mit Viertakt-Saugmotoren ausgestattet, die maximal vier Zylinder und einen Hubraum von bis zu 1.000 ccm aufweisen. Die Leistung dieser Maschinen liegt bei rund 300 PS, was Geschwindigkeiten von mehr als 360 km/h ermöglicht. Das Mindestgewicht der Motorräder beträgt 157 Kilogramm. Die Tankkapazität ist auf 22 Liter begrenzt, und es sind keine Boxenstopps zum Nachtanken erlaubt. Die MotoGP-Motorräder sind mit einem Sechsgang-Getriebe ausgestattet, wobei vollautomatische Getriebe verboten sind. Stattdessen kommen sogenannte Seamless-Getriebe zum Einsatz, die Gangwechsel nahezu ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichen und so für maximale Beschleunigung und Stabilität sorgen. Nur KTM setzt auf ein Chassis aus Carbon. Auch bei den Schwingen experimentieren einige Marken mit Carbon. Mit einer Ausnahme fahren alle Hersteller mit Dämpferelementen von Öhlins. Nur KTM setzt auf die eigene Hausmarke WP. Alle Teams fahren mit Bremsanlagen von Brembo. Zudem kommt in allen MotoGP-Maschinen eine standardisierte Einheitselektronik zum Einsatz, die von Magneti Marelli geliefert wird.
Seit einigen Jahren hat die Aerodynamik-Entwicklung an großer Bedeutung gewonnen. Außerdem gibt es mechanische Ride-Height-Systeme, die es erlauben, die Fahrzeughöhe während der Fahrt abzusenken. Derzeit muss der Kraftstoff zu 40 Prozent aus fossilfreien Bestandteilen bestehen. Jeder Hersteller arbeitet mit einem eigenen Spritpartner zusammen. Seit 2016 fährt die MotoGP mit Reifen von Michelin.
Ausblick auf die MotoGP-Saison 2025
In der Saison 2025 treten fünf Hersteller an: Honda, Ducati, Yamaha, KTM und Aprilia. Der Rennkalender umfasst 22 Rennen, beginnend mit dem Grand Prix von Thailand vom 28. Februar bis 2. März und endend in Valencia im November. Die Rückkehr nach Brünn und ein Rennen in Ungarn erweitern den Kalender. Sportlich gesehen verspricht die neue Saison besondere Spannung, da namhafte Fahrer wie Marc Marquez zum Ducati-Werksteam stoßen und Jorge Martín, der amtierende Weltmeister von 2024, für Aprilia an den Start geht. Prinzipiell sollen die Motorräder technisch etwas abgerüstet werden. Die Möglichkeiten der Aerodynamik-Entwicklung sollen beschränkter werden und Ride-Height-Systeme verboten werden. Ein Problem ist, dass die Motorräder für viele der traditionellen Rennstrecken zu schnell geworden sind. Es wird zwar an den Sturzräumen gearbeitet, aber man kann sie nicht endlos vergrößern.
| Klasse | Hubraum | Leistung | Mindestgewicht (mit Fahrer) | Tankinhalt |
|---|---|---|---|---|
| Moto3 | 250 ccm (Einzylinder-Viertakt) | ca. 60 PS | 148 kg | 11 Liter |
| Moto2 | 765 ccm (Dreizylinder-Viertakt) | ca. 145 PS | 215 kg | 24 Liter |
| MotoGP | 1000 ccm (Viertakt) | ca. 300 PS | 157 kg | 22 Liter |
Das MotoGP Reglement 2027: Ein Blick in die Zukunft
Anfang Mai gab die MotoGP den Rahmen für ihr neues Technisches Reglement ab 2027 bekannt. Lange wurde darüber diskutiert und darauf gewartet. Nun ist es da: Das MotoGP Reglement 2027. Ab 2027 wird die MotoGP neue Motorräder einführen, um den Sport sicherer, nachhaltiger und spektakulärer zu gestalten.
Eine wichtige Änderung umfasst die Motoren. Denn ab dem Jahr 2027 werden die Motoren erstmals seit 2007 verkleinert. Statt der 1.000-ccm-Motoren kommen dann nur noch 850-ccm-Motoren zum Einsatz. Das ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass die Motorräder mittlerweile Geschwindigkeiten von über 360 km/h erreichen, was zu enormen Sicherheitsrisiken auf verschiedenen aktuellen Strecken führt. Eines der Ziele des Veranstalters der Meisterschaft ist es, die Geschwindigkeiten der Prototypen zu reduzieren, um die Sicherheit auf den aktuellen Strecken so weit wie möglich zu gewährleisten.
Gleichzeitig wird ab 2027 die Aerodynamik verringert: Die maximal zulässige Größe des vorderen Aero-Körpers wird angepasst, während die Nase um 50 mm zurückversetzt wird. Teile am Heck des Motors werden zudem homologiert. Dabei wird weiterhin 1 Aero-Update pro Saison erlaubt sein.
Auch die Motorenanzahl pro Saison wird reduziert: von 7 Motoren auf sechs bei 20 Rennen, beziehungsweise von 9 auf 7 bei 21 bis 22 Rennen. Das Mindestgewicht der Motorräder sinkt von 157 kg auf 153 kg, während der Tankinhalt auf 20 Liter im Grand Prix (bisher 22 Liter) beziehungsweise 11 Liter im Sprint (bisher 12 Liter) angepasst wird.
Auch die zu 100 Prozent nachhaltigen Kraftstoffe, die sogenannten E-Fuels, werden ab der MotoGP-Saison 2027 zur Pflicht. Aktuell besteht der Sprit bereits zu 40 Prozent aus nachhaltigen Materialien.
Sämtliche Ride Height Devices, darunter die für den Start genutzten Holeshot-Vorrichtungen, sind ab 2027 zudem verboten.
Das aktuelle Konzessionssystem bleibt beibehalten, wird allerdings etwas angepasst.
Gleichzeitig soll, um das Niveau des Fahrerfeldes anzugleichen, jedes Bike mit einem GPS ausgestattet sein, dass sämtliche Daten in allen Sitzungen wie Freien Trainings, Qualifyings und Rennen sammelt und allen Teams zugänglich macht.
Detaillierte Änderungen des Technikreglements der MotoGP 2027
Motoren
- Der Hubraum der MotoGP-Klasse wird von 1000ccm auf 850ccm reduziert.
- Auch die maximale Zylinderbohrung wird von 81 auf 75 Millimeter reduziert.
- Die Motoren sind Viertakter.
- Die maximale Zylinderzahl bleibt bei vier.
- Die Anzahl der Motoren, die jedem Stammfahrer zur Verfügung stehen, wird bei einem Rennkalender mit bis zu 20 Rennen auf sechs Motoren pro Saison begrenzt. Bei einem Rennkalender mit 21 oder 22 Rennen erhöht sich diese Zahl auf sieben.
Benzin
- Das zulässige Tankvolumen sinkt von 22 auf 20 Liter bei Grands Prix und auf maximal elf Liter bei Sprintrennen.
- Ab 2027 wird die MotoGP mit 100 Prozent nachhaltigem Kraftstoff fahren - eine deutliche Steigerung gegenüber dem Mindestanteil von 40 Prozent, mit dem der Sport seit 2024 fährt.
Aerodynamik
- Die Aerodynamik wird ab 2027 strenger reglementiert.
- So wird die maximal zulässige Breite des oberen Teils der Frontverkleidung von 600 auf 550 Millimeter reduziert, die maximale Höhe des Hecks von 1250 auf 1150 Millimeter.
- Außerdem wird die Nase" der Frontverkleidung um 50 Millimeter nach hinten versetzt.
- Alle Aero-Anbauteile hinter dem Fahrer, die bisher nicht Teil des im Reglement definierten Aerokörpers waren, müssen als Teil dieses Aerokörpers homologiert werden. Wie bei der Front- und Seitenverkleidung ist den Herstellern nur ein Update pro Saison erlaubt.
Devices
- In der neuen Ära ab 2027 sind alle Ride-Height- und Holeshot-Devices verboten.
- Das bedeutet: Weder für den Rennstart (Holeshot-Device) noch für mehr Drive am Kurvenausgang (Ride-Height-Device) dürfen die Fahrer das Heck manuell absenken.
GPS-Daten
- Um für mehr Chancengleichheit zu sorgen, werden die GPS-Daten aller Fahrer am Ende jeder Session allen Teams zur Verfügung gestellt.
- So haben auch schwächere Teams bessere Chancen, Fortschritte zu machen, ohne ihre Riding Coaches für Videoaufnahmen um die Strecke schicken zu müssen.
Konzessionen
- Das Ende 2023 eingeführte Konzessionssystem bleibt bestehen.
- Allerdings starten alle Hersteller, die 2026 Rennen gefahren sind, mit Inkrafttreten des neuen Reglements in der Saison 2027 in der Kategorie B. Nach der Hälfte der Saison erfolgt eine Neubewertung auf Basis der bis dahin erzielten Ergebnisse.
- Potenzielle Neueinsteiger, die 2026 kein Rennen gefahren sind, starten in der Saison 2027 in der Kategorie D und genießen damit mehr Zugeständnisse als die anderen Hersteller. Sie dürfen zum Beispiel zwei zusätzliche Motoren pro Fahrer und Saison einsetzen.
Sonstiges
- Das Mindestgewicht der Motorräder in der MotoGP-Klasse wird von 157 auf 153 Kilogramm gesenkt.
- Auch bei den Übersetzungsmöglichkeiten gibt es Änderungen: Die Gesamtzahl der erlaubten Getriebeübersetzungen (Gangpaare) wird auf 16 reduziert.
Was will die MotoGP mit dem neuen Reglement erreichen?
Die Königsklasse soll sicherer, nachhaltiger und spektakulärer werden. So wird die Höchstgeschwindigkeit durch den Wechsel von 1000ccm- auf 850ccm-Motoren gesenkt, was den Sport sicherer macht und die Laufleistung zugunsten der Effizienz erhöht. Von der Beschränkung der Aerodynamik erhofft man sich noch engere Rennen mit mehr Überholmanövern - ebenso wie vom Verbot von Hilfsmitteln. Das Können der Fahrer soll wieder mehr Gewicht bekommen.
Die beteiligten Ingenieure haben mehrere Möglichkeiten, dies zu erreichen. Die einfachste Lösung wäre wohl die Reduzierung des Hubraums von aktuell 1000 cm³ auf 850 cm³. Die Maßnahme findet die Zustimmung der japanischen Hersteller sowie Ducati und KTM, die der Änderung zunächst skeptisch gegenüber standen. Aprilia vertritt die Ansicht, dass es weniger einschneidende Alternativen gibt. Eine weitere Einschränkung wäre ein Verbot der Ride-Height-Devices.
Ziel dieser Revolution ist es, die Aerodynamik sowie das Volumen und die Größe der Winglets zu reduzieren, um die Turbulenzen für die nachfolgenden Fahrer zu minimieren. Zudem soll vermieden werden, dass die Temperatur der Vorderreifen im Verkehr so stark ansteigt, wie es aktuell der Fall ist. Der Schwerpunkt liegt auf der Sicherheit.
Mit der Einführung der MotoGP-Ära im Jahr 2001 wechselte die Königsklasse von Zweitaktmotoren mit 500 cm³ zu Viertaktern mit 990 cm³. Die vorgeschlagene MSMA-Reduzierung wird die MotoGP näher an die Moto2 heranbringen, die von einem Triumph-Motor mit 765 cm³ angetrieben wird.
Beim neuen MotoGP-Reglement ab 2027 haben sich die Hersteller auf eine Reduzierung des Hubraums geeinigt. Von 1.000 Kubikzentimeter wird auf 850 verkleinert. Festgelegt ist außerdem, dass es Viertakter sein müssen. Die maximale Anzahl der Zylinder bleibt bei vier. Mit dieser Maßnahme soll verhindert werden, dass es extrem hochdrehende Motoren wie in der 800er-Ära gibt.
Um den Topspeed auf Strecken wie zum Beispiel Mugello zu reduzieren, ist die Verkleinerung des Hubraums aber nicht alleine ausschlaggebend. Denn das Ride-Height-System wird komplett verboten.
In der MotoGP gibt es Fünf-Jahres-Zyklen. Das aktuelle Reglement endet 2026. Da die Änderungen für 2027 weitreichend sind, mussten sie mit allen Parteien diskutiert und vereinbart werden. Sobald sie in Kraft treten, gelten sie ebenfalls für fünf Jahre (bis 2031).
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