Die MotoGP-Rennen in Portimao haben in den vergangenen Jahren viele spannende Momente und überraschende Ergebnisse gebracht. Werfen wir einen Blick auf die Fahrer und Marken, die in den letzten zehn Jahren triumphiert haben.
Die Sieger und Podestplätze der letzten Jahre
Hier ist eine Übersicht der MotoGP-Rennen in Portimao und ihrer jeweiligen Podestplatzierungen:
- 2023:
- Francesco Bagnaia (Ducati)
- Maverick Vinales (Aprilia)
- Marco Bezzecchi (VR46-Ducati)
- 2022:
- Fabio Quartararo (Yamaha)
- Johann Zarco (Pramac-Ducati)
- Aleix Espargaro (Aprilia)
- 2021 (Portimao 2):
- Francesco Bagnaia (Ducati)
- Joan Mir (Suzuki)
- Jack Miller (Ducati)
- 2021 (Portimao 1):
- Fabio Quartararo (Yamaha)
- Francesco Bagnaia (Ducati)
- Joan Mir (Suzuki)
- 2020:
- Miguel Oliveira (Tech3-KTM)
- Jack Miller (Pramac-Ducati)
- Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha)
Bemerkenswerte Ereignisse und Comebacks
Der sechsmalige MotoGP-Weltmeister Marc Márquez feierte nach neunmonatiger Zwangspause ein bemerkenswertes Renn-Comeback beim Großen Preis von Portugal in Portimão. Der spanische Honda-Pilot belegte den starken siebten Platz.
Nach dem Rennen kamen Marquez die Tränen. "Es waren viele Emotionen dabei, bei der Ankunft in der Box bin ich dann explodiert", sagte der achtmalige Weltmeister, "es musste raus. Das Rennen hat keinen Spaß gemacht, ich habe sehr gelitten, aber es war bislang der wichtigste Schritt während meiner Genesung."
Fabio Quartararo, der seinen zweiten Saisonerfolg feierte, übernahm damit auch die WM-Führung von seinem Landsmann und Markenkollegen Johann Zarco (Aus nach Sturz). Zweiter wurde der Italiener Francesco Bagnaia auf Ducati, Weltmeister Joan Mir (Spanien/Suzuki) komplettierte das Podium.
Italiens Motorradikone Valentino Rossi (42) stürzte zehn Runden vor Rennende mit seiner Yamaha und schied aus.
MotoGP Rennen in Portimao 2025
Mit dem Sieg beim Grand Prix von Portugal hat Jorge Martin (Pramac-Ducati) die Führung in der Weltmeisterschaft übernommen. Enea Bastianini (Ducati) wurde in einem turbulenten Finish Zweiter. Rookie Pedro Acosta (Tech3-GasGas) feierte als Dritter auf dem Podium.
"Heute hatte ich keinerlei Probleme mit dem Motorrad", sagt Martin."Mit dem Medium-Reifen hatte ich schon am Freitag ein richtig gutes Gefühl. Und heute wusste ich, was möglich sein würde. Ich hatte direkt einen guten Start und konnte mich absetzen", fügte er hinzu.
"Diese sieben bis acht Zehntelsekunden Vorsprung waren genug. Ich habe heute den Hammer ausgepackt und versucht, mich von Runde zu Runde zu steigern. Jetzt mal wieder gewonnen zu haben, das ist eine große Erleichterung für mich."
Beim Start zum Rennen über 25 Runden auf der Portimao-Strecke setzte sich Martin durch und bog als Führender in die erste Kurve. Es folgten Polesetter Bastianini, Francesco Bagnaia (Ducati) und Sprint-Sieger Maverick Vinales (Aprilia).
Am Ende der ersten Runde führte Martin schließlich vor Vinales, Bastianini, Bagnaia, Marc Marquez (Gresini-Ducati) und dem KTM-Trio Jack Miller, Acosta und Brad Binder. In der Folge drehten die Fahrer in der Anfangsphase wie auf einer Perlenkette aufgereiht ihre Runden.
Acosta greift die Weltmeister an
Zu Beginn der fünften Runde setzte sich Binder an die Spitze des KTM-Pakets und nahm als Sechster die Verfolgung der italienischen Bikes auf. Rookie Acosta hängte sich an das Hinterrad des Südafrikaners und zog mit. Zu Beginn der siebten Runde bremste sich Acosta in Kurve 1 an Binder vorbei und war damit als Sechster der führende KTM-Fahrer.
Acosta setzte sich sofort um ein paar Meter von Binder ab und schloss rasch zu Marc Marquez vor ihm auf.
Eine Runde nach Binder überholte Acosta in Kurve 1 den mehrfachen Weltmeister und schnappte sich Rang fünf. Rasch konnte Acosta auch zu Bagnaia aufschließen. In der zwölften Runde griff der Rookie erstmals den Weltmeister an.
In Kurve 1 bremste er sich innen vorbei, war aber zu schnell und konnte mit wilden Slides den Sturz verhindern. Bagnaia war wieder vorne. Bei Halbzeit führte das Trio Martin/Vinales/Bastianini eineinhalb Sekunden vor Bagnaia/Acosta/Marc Marquez.
Zehn Runden vor Rennende gab Martin Gas und setzte sich an der Spitze um eine knappe Sekunde von Vinales und Bastianini ab. In der Gruppe dahinter machte Acosta einen kleinen Fehler in Kurve 1 und verlor wieder ein paar Meter auf Bagnaia und Platz vier vor ihm.
Aber Acosta konnte weiter mit Bagnaia mithalten, während Marc Marquez zusehends den Anschluss an das Duo verlor und die Schlussphase alleine auf dem sechsten Platz begann. Ein Podium wie im Sprint war für den Gresini-Fahrer nicht in Reichweite.
Marquez und Bagnaia kollidieren im Duell
In der 21. Runde griff Acosta in Kurve 3 Bagnaia an und kam schließlich vorbei. Damit war der Rookie Vierter. Bagnaia bekam Probleme, denn schlagartig war auch Marc Marquez wieder am Hinterrad des Weltmeisters und machte Druck.
Dann die entscheidende Szene des Rennens! In der 23. Runde griff Marc Marquez in Kurve 5 an. Bagnaia versuchte innen zu kontern. Es kam zur Berührung und beide stürzten. Marc Marquez fuhr außerhalb der WM-Punkteränge weiter, Bagnaia rollte an die Box und gab auf.
An der Spitze hielt Vinales den Druck auf Martin hoch und versuchte, seinen Rückstand wieder auf unter eine halbe Sekunde zu verkürzen. Aber das gelang nicht. Stattdessen drehte Bastianini auf und setzte Vinales unter Druck.
Vinales stürzt in letzter Runde
Zu Beginn der letzten Runde überholte Bastianini Vinales auf der Zielgeraden und war neuer Zweiter. Anschließend machte Vinales zu Beginn der letzten Runde einen Fehler und kam in Kurve 1 neben die Strecke. Dort stürzte er und war ausgeschieden.
Somit erbte Acosta hinter Martin und Bastianini Platz drei und stand bei seinem erst zweiten Grand Prix als Dritter auf dem Podium. "Zum heutigen Tag kann ich gar nichts weiter sagen", lacht der 19-Jährige. "Heute war es nicht der Reifen, heute war es nicht der Arm!"
"Trotzdem gibt es noch viele Bereiche, in denen wir uns noch verbessern müssen, zum Beispiel in den Qualifyings und in den Sprints. Jetzt aber stehen wir zum ersten Mal auf dem Podium. Das Rot kommt heute nicht von Ducati, sondern von GasGas."
Durch die turbulente Schlussphase erbten Binder und Miller die Plätze vier und fünf. Marco Bezzecchi (VR46-Ducati) folgte als Sechster. Fabio Quartararo brachte seine Yamaha auf Platz sieben ins Ziel.
Die Top 10 komplettierten Aleix Espargaro (Aprilia), Miguel Oliveira (Trackhouse-Aprilia) und Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati). Die weiteren WM-Punkte gingen an Augusto Fernandez (Tech3-GasGas), Joan Mir (Honda), Alex Rins (Yamaha) und das LCR-Duo Takaaki Nakagami und Johann Zarco. Marc Marquez sah schließlich als 16. die Zielflagge.
Schon in der ersten Runde ist Franco Morbidelli (Pramac-Ducati) gestürzt. Er fuhr weiter und sammelte Testkilometer. In Runde 2 ging Alex Marquez (Gresini-Ducati) zu Boden. Auch er fuhr weiter, gab aber acht Runden vor dem Ende auf. Raul Fernandez (Trackhouse-Aprilia) schied ebenfalls durch einen frühen Sturz aus.
Das Yamaha-Werksteam bleibt noch einen Tag in Portimao und wird am Montag testen. Der nächste Grand Prix findet in drei Wochen am 14. statt.
Zusammenfassung der Ergebnisse MotoGP Portimao 2025
| Platz | Fahrer | Team |
|---|---|---|
| 1 | Jorge Martin | Pramac-Ducati |
| 2 | Enea Bastianini | Ducati |
| 3 | Pedro Acosta | Tech3-GasGas |
| 4 | Brad Binder | KTM |
| 5 | Jack Miller | KTM |
| 6 | Marco Bezzecchi | VR46-Ducati |
| 7 | Fabio Quartararo | Yamaha |
| 8 | Aleix Espargaro | Aprilia |
| 9 | Miguel Oliveira | Trackhouse-Aprilia |
| 10 | Fabio Di Giannantonio | VR46-Ducati |
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