MotoGP Ergebnisse: Marc Marquez dominiert in Ungarn

Der Grand Prix von Ungarn auf dem Balaton Park Circuit bot den Zuschauern spannende Rennen und überraschende Wendungen. Hier sind die detaillierten Ergebnisse und Analysen.

MotoGP: Rennergebnisse im Detail

Marc Marquez zeigte einmal mehr seine Klasse und sicherte sich mit einem souveränen Vorsprung den Sieg. Acosta und Bezzecchi komplettierten das Podium.

Top 10 Platzierungen

  1. Marc Marquez (Ducati)
  2. Pedro Acosta (KTM)
  3. Marco Bezzecchi (Aprilia)
  4. Jorge Martin (Aprilia)
  5. Luca Marini (Honda)
  6. Franco Morbidelli (Ducati)
  7. Brad Binder (KTM)
  8. Pol Espargaro (KTM)
  9. Francesco Bagnaia (Ducati)
  10. Fabio Quartararo (Yamaha)

Detaillierte Ergebnisse

Es ist mal wieder eine souveräne Vorstellung von Marc Marquez, der mit 4,314 Sekunden Vorsprung einläuft und damit seinen siebten Doppelsieg in Folge feiert.

Er hat in der WM jetzt 445 Punkte und 175 Zähler Vorsprung. Schon in zwei Grands Prix könnte er Titel Nummer neun perfekt machen. Acosta wird Zweiter, Bezzecchi komplettiert das Podest als Dritter. Martin belegt Rang vier. Marini wird nach Platz vier im Sprint diesmal starker Fünfter.

Morbidelli führt die zweite Hälfte Top 10 vor Binder und Pol Espargaro an. Bagnaia, der Espargaro eigentlich wieder überholt hatte, büßt Platz acht nach einem späten Fehler wieder ein und wird Neunter. Quartararo komplettiert die Top 10. Ogura, Oliveira, Rins, Alex Marquez und Di Giannantonio holen die restlichen Punkte.

Noch zwei Runden und die Top-4-Plätze sind mit Marc Marquez, Acosta, Bezzecchi und Martin bezogen. Zwischen Morbidelli und Marini wird es in der Schikane 9/10 eng. Morbidelli fährt geradeaus und bekommt kurz darauf die Anweisung, die Position an Marini abzugeben. Hier geht es um Platz fünf.

Gesagt, getan: Martin hat Morbidelli überholt und ist damit Vierter. Aufs Podest fehlen jedoch zweieinhalb Sekunden. Trotzdem fährt der Weltmeister sein bestes Rennen seit dem Comeback - und einem starken Ergebnis für Aprilia entgegen. Schließlich liegt Teamkollege Bezzecchi auf Rang drei.

Der Sieg ist geritzt, sollte Marc Marquez nicht noch ein grober Fehler unterlaufen. Noch fünf Runden und er hat über drei Sekunden Vorsprung. Auch dahinter scheinen die Podestplätze mit Acosta und Bezzecchi bezogen. Martin könnte Morbidelli Platz vier allerdings noch streitig machen.

Für Zarco ist das Rennen In Kurve 8 vorbei. Er ist bei hohem Tempo auf Platz zwölf liegend gestürzt. Hoffen wir mal, dass sich der Franzose nichts getan hat.

Nach seinem ersten Sturz ist Miller weitergefahren, jetzt aber ein zweites Mal gestürzt und muss aufgeben. Fernandez und Aldeguer sind nach ihren Ausrutschern ebenfalls wieder unterwegs, allerdings am Ende des Feldes. Di Giannantonio fährt nach seinem Biketausch auf Platz 16 knapp außerhalb der Punkte.

In Kurve 1 der 16. Runde ist Bezzecchi erneut Mode: Diesmal nimmt ihm Acosta Platz zwei ab. Auf Marc Marquez ist der Rückstand schon auf 2,7 Sekunden angewachsen.

Jetzt hat es Aldeguer mit der Jagd auf Morbidelli übertrieben und ist gestürzt. Martin erbt Platz fünf. Er liegt etwas mehr als eine Sekunde zurück. Weiter hinten hat Bagnaia in Kurve 16 abgekürzt und muss deshalb einmal durch die Long Lap. Damit fällt er auf Platz neun zurück - hinter Binder und Espargaro.

Es hat vielleicht etwas länger gedauert als sonst, aber jetzt läuft das Rennen für Marc Marquez nach Schema F ab. Er kann direkt davonfahren und hat nach nur zwei Runden in Führung schon anderthalb Sekunden Vorsprung.

Runde elf und Marc Marquez versucht es in Kurve 1 erneut. Diesmal reicht es, um vorne zu bleiben. Kann er jetzt eine Lücke aufreißen? Bezzecchi muss jetzt jedenfalls auch ein Auge nach hinten haben, denn Acosta holt auf und hat den Rückstand auf sieben Zehntel reduziert.

Für Morbidelli ist das Podium mittlerweile außer Reichweite geraten. Er hat Aldeguer im Nacken. Martin, Marini, Bagnaia, Binder und Espargaro reihen sich dahinter ein. Quartararo ist nach seiner Long Lap auf Platz elf zurückgefallen.

Fahrerstimmen

Marc Marquez (Ducati/1.): "In der ersten Kurve, als ich gesehen habe, dass Marco innen war, habe ich einfach die Bremse gelöst und bin weit gegangen, weil ich in dieser ersten Kurve kein Risiko eingehen wollte. Aber dann in der zweiten habe ich erwartet, dass er mehr Kurvenspeed mitnimmt. Stattdessen blieb er im ersten Gang, und ich habe ihn hinten berührt. Zum Glück für uns beide konnte ich den Sturz vermeiden, und er konnte einfach weiterfahren."

"Aber ab diesem Moment hat sich das Rennen ein wenig verändert. In den ersten Runden war ich geduldig, aber dann, als ich gesehen habe, dass der weiche Hinterreifen nachließ - ich war mit dem Medium unterwegs - habe ich angefangen zu attackieren. Und ja, ich hatte einen super Rhythmus, einen guten Fluss. Ich bin sehr glücklich."

Pedro Acosta (KTM/2.): "Das Wochenende hat am Freitag ganz okay angefangen, aber dann wurde es schwieriger und schwieriger. Aber trotzdem hat es das Team geschafft, mir nach dem Sprintrennen ein komplett neues Motorrad hinzustellen. Ich möchte jedem einzelnen danken, denn gestern haben sie bis zwei Uhr morgens gearbeitet, um zwei komplett neue Motorräder für mich vorzubereiten. Ich bin super stolz auf sie. Außerdem möchte ich Carmelo Morales danken, der gestern hier war. Wir hatten ein ernstes Gespräch, sagen wir mal, über meine Fehler und wie ich mit meinen Emotionen umgehe. Und heute sieht es so aus, als hätte ich auf ihn gehört. Also: Danke an KTM, Red Bull, an ihn, an Dani, der vor dem Fernseher zuschaut, und an alle, die versuchen, das KTM-Projekt noch besser zu machen."

Marco Bezzecchi (Aprilia/3.): "Ich denke, das war ein fantastisches Rennen. Ich habe mein Bestes gegeben. Ich habe wirklich alles gegeben, was ich hatte, weil mein Tempo übers Wochenende gesehen eigentlich nicht gut genug war. Ich brauchte den Extra-Grip des Softreifens beim Bremsen, also bin ich das Risiko mit dem Soft eingegangen. Vielleicht wäre für uns der Medium besser gewesen, aber ich wusste nicht, ob ich damit die gleiche Geschwindigkeit fahren könnte. Also habe ich es mit dem Soft versucht, musste durchhalten - aber insgesamt bin ich sehr glücklich mit dem Ergebnis. Wieder ein gutes Wochenende. Danke an die Jungs in der Box und auch an die Jungs zu Hause."

Zuschauerinteresse

Der erste Motorrad-Grand-Prix am Balaton Park Circuit lockte insgesamt 80.105 Fans an die Strecke. Am Freitag kamen 21.170 Zuschauer, am Samstag füllten 26.415 Fans die Tribünen. Am Rennsonntag wurde mit 32.520 Besuchern der Höhepunkt erreicht. Im Vergleich zu anderen Veranstaltungsorten sind das allerdings eher unterdurchschnittliche Zahlen.

Ausblick

Damit liegt nun auch der Doubleheader Österreich/Ungarn hinter uns. Noch fünf liegen vor uns. In zwei Wochen nimmt der Rennzirkus in Barcelona wieder Fahrt auf und reist dann direkt nach San Marino, wo neben dem Rennwochenende am Montag auch noch ein offizieller Testtag ansteht. Die wichtigsten Reaktionen und Stimmen zum Ungarn-Grand-Prix finden Sie wie immer in unserer Motorrad-Rubrik.

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