Auch nach der Sommerpause änderte sich in der MotoGP-Saison 2025 nichts. Marc Marquez (Ducati) setzte seine Siegesserie im Sprint fort, sowohl beim Grand Prix von Österreich in Spielberg als auch bei der Premiere auf dem neuen Balaton Park Circuit in Ungarn.
Grand Prix von Österreich in Spielberg
Beim Start zum Rennen über 14 Runden hatte Francesco Bagnaia (Ducati) von Startplatz drei starken Wheelspin und kam quer weg. Fermin Aldeguer (Gresini-Ducati) hatte ein ähnliches Problem wie Bagnaia. Alex Marquez übernahm vor Marc, Marco Bezzecchi (Aprilia) und Acosta die Führung. Bagnaia fiel durch den schlechten Start aus den Top 10.
Bezzecchi und Acosta hielten mit den beiden Ducatis zu Beginn noch mit. Vor allem der KTM-Fahrer attackierte sofort und schnappte sich den zweiten Platz von Polesetter Bezzecchi. Weit hinten im Feld lief für Bagnaia nichts. Er verlor weitere Positionen. Einmal verbremste er sich vor Kurve 1 und fuhr die Long-Lap-Penalty. Dadurch war er Letzter. Am Ende der achten Runde gab er an der Box auf.
Vorne führte weiterhin Alex eine halbe Sekunde vor Marc. Acosta hatte zusehends Mühe, den Anschluss zu halten. Das war die Entscheidung. Marc Marquez gewann im 13. Sprint des Jahres zum zwölften Mal. Sein Bruder konnte nicht mehr dagegenhalten.
"Marc war direkt hinter mir und ich wusste, dass er schneller war als ich", blickt Alex Marquez der Realität ins Auge. Zum neunten Mal wurde er im Samstagsrennen hinter seinem Bruder Zweiter. Damit vergrößerte sich der WM-Abstand zwischen beiden auf 123 Punkte (zur WM-Wertung).
"Sehr viel bedeutet das", atmet der Spanier durch. "Seit 2023 stand ich hier am Ring nicht mehr auf dem Podium, und all die Fans zu sehen - vielleicht bin ich sogar glücklicher über dieses Podium als über einen Sieg.
Bezzecchi musste sich von der Poleposition mit Rang vier zufriedengeben. Nachdem ihn Acosta überholt hatte, fuhr er nicht zu weit dahinter, konnte aber keinen Angriff starten. Aldeguer kam vor Bastianini als Sechster ins Ziel. Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati) wurde Achter. Den letzten WM-Punkt für Platz neun holte Johann Zarco (LCR-Honda). Dahinter folgte das Honda-Duo Luca Marini und Joan Mir. Yamaha sammelte keinen WM-Punkt. Fabio Quartararo konnte sich noch auf Platz elf nach vorne arbeiten. Neben Bagnaia gab noch ein zweiter Fahrer an der Box auf. Fernandez musste seine Aprilia ebenfalls mit einem Problem abstellen. Er lag in den Top 6.
Grand Prix von Ungarn auf dem Balaton Park Circuit
Von der Poleposition dominierte der Ducati-Werksfahrer einmal mehr am Samstag und holte sich ungefährdet den Sieg. Das VR46-Duo Fabio Di Giannantonio und Franco Morbidelli komplettierte das Podium (zum Rennergebnis).
Beim Start zum Sprint über 13 Runden beschleunigte Marc Marquez von der Poleposition optimal weg. Dahinter verbremste sich Fabio Quartararo (Yamaha) innen und er krachte in die Seite von Enea Bastianini (Tech3-KTM). Quartararo stürzte, Bastianini konnte weiterfahren. Marquez übernahm die Führung vor dem VR46-Duo und dem Honda-Werksduo.
Im Laufe der ersten Runde kam es weiter hinten im Feld zu einem weiteren Unfall. Verwickelt waren Johann Zarco (LCR-Honda), erneut Bastianini sowie Alex Rins (Yamaha). Die Wiederholung zeigte, dass diesmal Bastianini den Crash ausgelöst hatte. Der Italiener und Zarco kamen dabei zu Sturz, Rins konnte am Ende des Feldes weiterfahren. Alle gestürzten Fahrer blieben unverletzt und konnten aufstehen.
Am Ende der ersten Runde führte Marc Marquez schon mit einer Sekunde Vorsprung vor Di Giannantonio, Morbidelli, Luca Marini, Joan Mir und Fermin Aldeguer (Gresini-Ducati). Am Ende der dritten Runde bog Brad Binder an die Box ab. Vorne war die Verkleidung seiner KTM von einer Berührung mit einem Konkurrenten beschädigt. Sie wurde getauscht und Binder fuhr als Letzter wieder los. Auch für seinen Teamkollegen Pedro Acosta lief es nicht gut. In der sechsten Runde griff Acosta im letzten Sektor Jorge Martin an und überholte die Aprilia, aber bei diesem Manöver in Kurve 11 verpasste Acosta den Scheitelpunkt und stürzte. Er konnte die Fahrt fortsetzen. Nur Binder lag überrundet noch hinter ihm.
An der Spitze spulte Marc Marquez sein Pensum souverän ab und dominierte einmal mehr. Bei Halbzeit hatte er schon zwei Sekunden Vorsprung auf das VR46-Duo. Ungefährdet fuhr er im 14. Sprint des Jahres zu seinem 13. Sieg. Es war sein siebter Sprint-Sieg in Folge.
"Schon in der ersten Runde bin ich richtig gut gefahren, und dann habe ich einfach versucht, ein konstantes Tempo zu halten", sagt Marquez über seine Renntaktik. "Ich habe gesehen, dass es gereicht hat, um einen Vorsprung aufzubauen." Mit Platz zwei eroberte Di Giannantonio sein bestes Sprint-Ergebnis in diesem Jahr, es war sein zweites Podium am Samstag. Auch Morbidelli war im Sprint zum zweiten Mal bei der Siegerehrung dabei. Es war sein zweiter dritter Platz in dieser Saison.
Das Honda-Werksteam startete das kurze Rennen mit dem neuen Chassis. Mit Erfolg: Marini belegte Rang vier, nur knapp hinter Morbidelli. Der Honda-Fahrer behauptete sich gegen Rookie Aldeguer. Dahinter tobte bis zum Schluss ein Duell um den sechsten Platz. Aber Mir konnte Marco Bezzecchi (Aprilia) in Schach halten und sich diesen sechsten Platz sichern. Mit den Plätzen acht und neun sammelten noch Alex Marquez (Gresini) und Martin WM-Punkte. Pol Espargaro (Tech3-KTM) wurde Zehnter und ging leer aus. Francesco Bagnaia konnte von Startplatz 15 keine Akzente setzen und kam als 13. ins Ziel. Nach dem Qualifying nahm Ducati eine große Änderung an der Abstimmung vor. Bagnaia startete ohne Referenzwerte ins Rennen. 18 von 21 Fahrern erreichten das Ziel. Der Grand Prix über 26 Runden wird am Sonntag um 14:00 Uhr gestartet.
Grand Prix von Tschechien
Pedro Acosta von Red Bull KTM Factory Racing kämpfte im 10-Runden-Sprint um den Sieg, führte das Rennen an und kam mit nur 0,7 Sekunden Rückstand auf Platz 2 ins Ziel - sein erstes Podiumsergebnis an einem Samstag seit dem Sommer 2024.
Glücklicherweise waren FP2 und das Qualifying am Samstag trocken, und das Red Bull KTM-Quartett kam aus Q1 und Q2 mit Acosta auf P7, Bastianini auf P11 und Pol Espargaro fuhr bei seinem ersten Renneinsatz in diesem Jahr die 14.
Der Sprint über 10 Runden führte über die malerischen Steigungen von Brünn, und das Publikum war bereits in lauter Stimmung. Acosta und ein erholter Bastianini waren zur Halbzeit des Rennens auf Podiumskurs und Acosta konnte Marc Marquez angreifen und drei Runden lang bis zum letzten Umlauf führen. Der zweite Platz bedeutete für Acosta die erste Top-Drei-Platzierung im Jahr 2025 und seine erste Sprint-Medaille seit dem GP von Aragon 2024. Bastianini stürzte sich auf Pecco Bagnaia und wehrte in der letzten Runde die Aufmerksamkeit ab, um sich seinen ersten Spritzer Prosecco seit seinem Wechsel zur Red Bull KTM Tech3 Crew zu sichern. Auch Espargaro und Binder waren konkurrenzfähig. Der Spanier wurde 9. und der Südafrikaner verbesserte sich um neun Positionen auf Platz 10, da die Top Ten in Brünn nur sechs Sekunden voneinander getrennt waren.
Pedro Acosta, 7. in der Qualifikation, 2. im Sprint: "Ein harter Saisonbeginn, und wieder auf dem Podium zu stehen, fühlt sich fast wie ein Sieg an. Wir müssen so weitermachen wie bisher. Die Gruppe lag dicht beieinander, und ich habe bis zum Schluss gepusht und versucht, in jeder Runde 100 % zu geben. In der letzten Kurve hätte ich fast die Führung verloren, aber ich dachte: ‚Lass uns durchatmen und das Motorrad nach Hause bringen‘. Es gibt immer noch Raum für Verbesserungen, aber ich war in der Box ruhig und wusste, dass wir Potenzial haben. Ein gutes Gefühl. Mal sehen, was morgen passiert, aber ich denke, wir können ein gutes Rennen fahren."
Enea Bastianini, 11. in der Qualifikation, 3. im Sprint: "Es ist absolut unglaublich, hier zu sein. Ich bin mir meines Tempos bewusst, aber von Anfang der Saison bis jetzt war es sehr schwierig für mich, schnell zu sein. Heute denke ich, dass wir einen unglaublichen Job gemacht haben... auch gestern! Ich glaube, nach der Krankheit und dem Krankenhausaufenthalt hat sich etwas verändert, und es geht mir besser! Ich bin so glücklich. Morgen haben wir das lange Rennen, und wir werden wieder versuchen, etwas Gutes zu tun."
Pol Espargaro, 14. in der Qualifikation, 9. im Sprint: "Heute war der Tag, an dem ich dachte, ich würde mich abmühen, denn bei meinen Testfahrten fahre ich normalerweise nicht viele Zeitattacken, um die Lebensdauer der Reifen zu verlängern. Ich gehe also nicht wirklich bis ans absolute Limit. Außerdem ist es ein Rennen! Der Windschatten und die Aerodynamik machen einem das Leben schwer. Das ist knifflig! Wie auch immer, ich denke, wir haben einen guten Job gemacht, denn zu überholen fühlte sich wie eine unmögliche Mission an. Ich freue mich für das Werk, denn die Podiumsplätze von Enea und Pedro sind fantastisch, und ich denke, auch Brad wird morgen einen weiteren Schritt machen. Ein guter Tag."
Brad Binder, 19. in der Qualifikation, 10. im Sprint: "Nach dem Qualifying und dem Start von P19 sollte es schwierig werden, aber ich hatte einen guten Start und konnte mich an einigen Jungs vorbeischieben. Platz 10 von 19 bedeutet, dass ich mich nicht zu sehr beschweren kann, aber es ist nicht das, wo ich sein möchte. Das Gute ist, dass ich mich auf dem Motorrad viel besser gefühlt habe: Wir haben für das Rennen einige Änderungen vorgenommen, und das war eine große Verbesserung. Eine weitere gute Sache ist, dass wir zwei unserer Jungs auf dem Podium hatten, also kann ich mir jetzt ihre Daten ansehen und über Nacht schnell lernen!"
Aki Ajo, Red Bull KTM Factory Racing Team Manager: "Was für ein Tag. Wir haben ihn sicherlich gebraucht, nach einer Zeit harter Arbeit und dem Gefühl, dass so etwas kommen würde. Wir verbessern uns, und jetzt war der richtige Moment, um diese Ergebnisse zu verdienen. Es ist zwar nur ein Sprint, aber es hilft, die Motivation noch höher zu treiben, als sie jetzt schon ist. Alle haben es in die Top Ten geschafft, und die beiden Podiumsplätze - nicht weit vom Sieger entfernt - geben uns viel Selbstvertrauen und zeigen, dass wir in den letzten neun Monaten die richtigen Entscheidungen getroffen haben. Ich bin stolz und glücklich für das ganze Unternehmen und alle, die daran arbeiten. Brad hatte einen guten Tag, und dass er auf Platz 10 zurückkam, war positiv; ich bin sicher, dass das längere Rennen für ihn noch besser sein kann. Unglaubliche Arbeit auch von Pol, der als Teil unserer größeren Gruppe die ganze Zeit hart für uns arbeitet. Ich möchte auch die Arbeit und die Einstellung unterstreichen, die Maverick in das Projekt eingebracht hat. In den schwierigen Zeiten hat er uns immer positiv gestimmt und großes Vertrauen in die Zukunft und das Potenzial gezeigt. Dafür bin ich ihm sehr dankbar und das hat uns auch heute geholfen.
Ergebnisse aus Tschechien
Qualifying MotoGP Grand Prix of Czechia
- 1. Francesco Bagnaia (ITA) Ducati 1:52.303
- 2. Marc Marquez (ESP) Ducati +0.219
- 3. Fabio Quartararo (FRA) Yamaha +0.305
- 7. Pedro Acosta (ESP) Red Bull KTM Factory Racing +0.527
- 11. Enea Bastianini (ITA) Red Bull KTM Tech3 +1.014
- 14. Pol Espargaro (ESP) Red Bull KTM Tech3 1:53.021 (Q1)
- 19. Brad Binder (RSA) Red Bull KTM Factory Racing 1:53.561 (Q1)
Results MotoGP Sprint Grand Prix of Czechia
- 1. Marc Marquez (ESP) Ducati 19:05.883
- 2. Pedro Acosta (ESP) Red Bull KTM Factory Racing +0.798
- 3. Enea Bastianini (ITA) Red Bull KTM Tech3 +1.324
- 9. Pol Espargaro (ESP) Red Bull KTM Tech3 +4.748
- 10. Brad Binder (RSA) Red Bull KTM Factory Racing +5.961
Marc Márquez bleibt in dieser Saison der absolute Sprintkönig, setzt sich auch mit Reifendruck-Problemen noch an Pedro Acosta vorbei an die Spitze! Für KTM ist es mit dem Doppelpodium ein tolles Ergebnis, das allerdings noch besser werden könnte: Denn der Reifendruck seiner Werksducati steht unter Beobachtung, der Sieg könnte ihm von der Rennleitung noch aberkannt werden. Das gleiche Problem hätte dann sicher auch Pecco Bagnaia, der vorläufig auf P6 eingekehrt ist.
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