Das MotoGP-Rennwochenende in Japan bot den Zuschauern einiges an Spannung und unvorhersehbaren Ereignissen. Besonders im Fokus stand das Red Bull KTM Factory Racing Team, das sich Hoffnungen auf vordere Platzierungen machte.
Das Qualifying und die Ausgangslage
Red Bull KTM Factory Racing hatte sich zunächst auf die Plätze 3 und 5 in der Startaufstellung vorgearbeitet, um um den Sieg und die Podiumsplätze zu kämpfen. Sowohl Brad Binder als auch Jack Miller kämpften um den ersten Platz im Q2-Qualifying und Binder hatte am Freitag zunächst den Rundenrekord auf der Strecke gebrochen.
Ein Rennen im Zeichen des Regens
Als sich das Feld versammelte, begann es zu regnen und das Rennen wurde als 'flag to flag' erklärt. Die KTM RC16 kamen beide gut weg, aber wie fast der gesamte Rest des Feldes fuhren sowohl Binder als auch Miller noch vor Ende der ersten Runde in die Boxengasse, um die Motorräder zu wechseln und auf Regenreifen umzurüsten.
Unfälle und rote Flaggen
Leider endeten Brads Bemühungen, sich unter die ersten Fünf zu fahren, kurz darauf, als er in Kurve 3 die Kontrolle verlor. Miller hielt durch und lag auf Platz 6, als der Zustand der Strecke zu gefährlich wurde, um das Rennen fortzusetzen, und die rote Flagge geschwenkt wurde.
Fahrerstimmen und Team-Einschätzungen
Jack Miller, 6: "Es war nicht der beste Tag, aber auch nicht der schlechteste, und ich bin froh, dass wir ins Ziel gekommen sind. Im ersten Teil des Rennens brauchten die Reifen einige Zeit, um in Gang zu kommen, und ich konnte den Gummi schonen und gleichzeitig etwas Zeit auf die Jungs gewinnen, als der Regen stärker wurde. Wir haben ein paar Änderungen am Motorrad vorgenommen, um zu versuchen, die Jungs beim Restart herauszufordern, aber es hat heute nicht sollen sein."
Brad Binder, DNF: "Insgesamt denke ich, dass wir hier in Japan ein positives Wochenende hatten. Wir waren in allen Sessions schnell, und gestern im Sprint auf dem Podium zu stehen, war fantastisch, aber leider waren die Wetterbedingungen heute schwierig, und wir kamen nach der ersten Runde zum Motorradwechsel herein. Ich begann, mich im Regen gut zu fühlen und hatte eine gute Pace, aber in Kurve 3 hatte ich eine kleine Blockade und das war's. Vielen Dank an mein Team für die harte Arbeit."
Francesco Guidotti, Red Bull KTM Team Manager: "Ein seltsamer Sonntag! Eine Flagge-zu-Flagge nach einer Runde bedeutete, dass ein verspäteter Start vielleicht die bessere Entscheidung gewesen wäre, aber es ist wie es ist. Da wir an diesem Wochenende kein Training im Nassen hatten, waren wir mit unseren Einstellungen und der Elektronik recht konservativ. Das ist eine Schande. Wir hatten von Freitag bis heute Nachmittag einen sehr guten GP. Nach dem Quali und dem Sprint gestern waren unsere Erwartungen hoch. Bei solchen Bedingungen kann alles passieren."
WM-Stand
Binder liegt in der Meisterschaftswertung auf Platz 4 und hat einen Rückstand von 64 Punkten auf die ersten Drei. Miller liegt auf Platz 9, während Red Bull KTM Factory Racing das viertbeste Team in der aktuellen Rangliste ist.
Marquez' Triumph in Motegi
Ein weiteres Highlight des Rennwochenendes war der vorzeitige Titelgewinn von Marc Marquez. "Als ich heute Morgen aufgestanden bin, habe ich mich ganz normal gefühlt. Ich dachte, es wäre unmöglich, die WM hier zu gewinnen", so Marquez. Er beschreibt die Anfangsphase des Rennens als eher ruhig, bis Valentino Rossi versuchte, ihn auszubremsen. Marquez übernahm die Führung und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. "Als ich gesehen habe, dass er ausgefallen ist, bin ich auf Sieg gefahren. Ich hatte einen guten Rhythmus, habe mich mit dem Motorrad wirklich gut gefühlt."
Als sich mit Lorenzo dann auch noch der letzte WM-Verfolger aus dem Rennen verabschiedete, brachen alle Dämme: "Ich habe kurzzeitig alles um mich vergessen. Ich habe die Gänge ein paar Mal verpasst, ich wusste gar nicht mehr richtig, wo ich bin. Es war schwer, sich zu konzentrieren", gibt der neue Weltmeister zu. Er widmete den Titel seiner verstorbenen Großmutter.
Laut Marquez ist sein Erfolg eine Mischung aus Teamarbeit und einer etwas anderen Mentalität als zuvor. "Die Konstanz ist entscheidend. Natürlich musst du auch etwas riskieren, aber in diesem Jahr war ich geduldiger. In den Trainings bin ich häufiger gestürzt, dort habe ich versucht, das Limit zu finden. Im Rennen ging es darum, dieses Limit zu spüren."
Die Bedeutung von Motegi für Honda
"Es ist etwas Besonderes, in Motegi zu gewinnen. Es ist mein erster Sieg hier in der MotoGP - vor den Augen des Chefs. Das ist natürlich auch wichtig", schmunzelt Marquez. In der Heimat hatte der Honda-Pilot für das nächste Jahr getestet, aber auch weitere Optimierungen am aktuellen Motorrad vorgenommen. "Ich bin mehr als 120 Runden gefahren, vor allem Longruns."
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