MotoGP Grand Prix Thailand: Bastianini siegt im Sprint, Marquez triumphiert im Rennen

MotoGP Sprint: Bastianini gewinnt vor Martin und Bagnaia

Ducati-Werkspilot Enea Bastianini hat beim Grand Prix in Buriram (Thailand) den MotoGP-Sprint gewonnen.

Hinter ihm entbrannte ein Duell zwischen Weltmeister Francesco Bagnaia (Ducati) und WM-Leader Jorge Martin (Pramac-Ducati). Mit Platz zwei baute Martin seine WM-Führung weiter aus. Bagnaia musste sich geschlagen geben.

Francesco Bagnaia, Enea Bastianini und Jorge Martin bildeten die erste Startreihe. Den Sprint zur ersten Kurve entschied Martin für sich. Der WM-Leader bremste extrem spät und drückte Bagnaia von der Linie. Bastianini nutzte die Chance und übernahm die Führung und kam mit einer halben Sekunde Vorsprung aus der ersten Runde.

Bastianini führte vor Bagnaia und Marc Marquez. Pedro Acosta (GasGas) kam als Vierter aus der ersten Runde. Mit der schnellsten Runde baute Bastianini seinen Vorsprung im zweiten Umlauf auf 0,8 Sekunden aus.

Das Rennen von Acosta war nach einem Sturz in der vierten Runde vorzeitig beendet. Bastianini kontrollierte einen Vorsprung von gut einer Sekunde. Dahinter ging es aber eng zur Sache.

Bagnaia geriet in Runde fünf unter Druck von Martin, der sich an Marc Marquez vorbei gearbeitet hatte. Zur Halbzeit des Rennens steigerte Jorge Martin den Druck auf Francesco Bagnaia und ging im kurvigen Teil der Strecke vorbei. Bagnaia konnte nicht folgen, nachdem er P2 an Martin verloren hatte.

Martin zog das Tempo weiter an und befand sich auf Kurs, seinen WM-Vorsprung weiter auszubauen. Fünf Runden vor Rennende kam Martin erneut ans Ende der Randsteine und berührte den grünen Bereich. Das System erfasste den Vorfall allerdings nicht.

In den finalen drei Runden kam Bagnaia wieder in Schlagdistanz zu Martin. Bastianini befand sich auf Kurs zu einem ungefährdeten Sieg. Marc Marquez auf Position vier musste abreißen lassen.

In der vorletzten Runde verschaffte sich Martin einen kleinen Puffer auf Bagnaia. Bastianini feierte einen klaren Sieg und kam mit 1,4 Sekunden Vorsprung ins Ziel.

"Es war nicht einfach, an dieses Rennen heranzugehen", gesteht der Italiener nach dem Sieg. "Nach dem Start war ich Erster und irgendwas in meinem Kopf sagte mir, dass ich pushen sollte. Ich hatte einen Vorsprung auf die anderen und konnte ihn das ganze Rennen lang halten.

Martin entschied das Duell mit Bagnaia für sich und vergrößerte damit seinen Vorsprung im Gesamtklassement auf 22 Zähler. "Hinter den anderen Fahrern war es zäh", erklärt Martin. "In der ersten Kurve habe ich extrem spät gebremst, aber wenn ich die Bremse nicht gelöst hätte, dann hätte ich jemanden berührt. "Von da an habe ich einfach versucht, voll zu attackieren. Ich habe viele Positionen aufgeholt und mein Ziel für heute erreicht", zieht Martin eine positive Bilanz und kündigt an: "Morgen wird es ein langes Rennen, ganz anders als heute.

Platz drei war für Titelverteidiger Bagnaia ein Rückschlag. "Ich hatte einen guten Start, habe dann aber Positionen verloren. Irgendwas hat mir heute im Vergleich zu anderen Sessions gefehlt", grübelt der Italiener. "Das war ziemlich seltsam. Trotzdem ist es der dritte Platz geworden.

Marc Marquez konnte den 2024er-Ducatis nicht folgen und kam mit 5,4 Sekunden Rückstand als Vierter ins Ziel. Bruder und Gresini-Teamkollege Alex Marquez wurde als Fünfter gewertet. Auf den Positionen folgten mit Franco Morbidelli (Pramac), Marco Bezzecchi und Fabio di Giannantonio drei weitere Ducatis. Der finale Punkt ging an KTM-Pilot Brad Binder.

Der Südafrikaner fuhr zwischenzeitlich in den Top 6, verlor gegen Rennende aber etwas Boden. Yamaha-Pilot Fabio Quartararo konnte das gute Qualifying-Ergebnis nicht in Punkte umwandeln. Von Startplatz sechs ging es bereits nach dem Start nach hinten.

Quartararo kam nur als Elfter aus der ersten Runde und landete nach 13 Runden auf P10. Johann Zarco (LCR-Honda) war als Zwölfter bester Honda-Pilot. Er kam vor Werkspilot Joan Mir ins Ziel, der 13. wurde. Enttäuschend verlief der Samstag für Aprilia. Aleix Espargaro wurde mit 20,0 Sekunden Rückstand auf P15 gewertet.

Reifenwahl beim Sprintrennen

Bei der Reifenwahl waren sich die Fahrer so gut wie einig. Der harte Vorderreifen und der Medium-Hinterreifen wurden vom Großteil des Fahrerfelds bevorzugt. Lediglich Joan Mir (Honda) und Raul Fernandez (Trackhouse-Aprilia) verwendeten den harten Hinterreifen.

MotoGP Rennen: Marc Marquez siegt

Beim Saisonauftakt der MotoGP setzte sich Marquez gegen seine Herausforderer durch und komplettierte damit ein perfektes Wochenende, an dem er bereits am Samstag die Pole und den Sprintsieg sicherstellte (zum Rennergebnis vom Grand Prix).

Im Gegensatz zum Sprint gelang Marquez aber kein Start-Ziel-Sieg. Zwischenzeitlich ließ sich Marquez zurückfallen. Komplettiert wurde das Podium im ersten Grand Prix der neuen Saison von Alex Marquez (Gresini-Ducati) und Francesco Bagnaia (Ducati). Die Ducati-Piloten machten erneut das Podium untereinander aus.

Marc Marquez, Alex Marquez und Francesco Bagnaia bildeten beim ersten Grand Prix der MotoGP-Saison 2025 die erste Startreihe. Franco Morbidelli (VR46-Ducati) rückte auf Grund der Gridstrafe drei Positionen nach hinten und stand auf Startplatz neun (warum der Italiener strafversetzt wurde).

Reifenwahl beim Rennen

Bei der Reifenwahl waren sich die 22 Starter nicht einig. Die erste Startreihe setzte geschlossen auf den Medium-Hinterreifen in Kombination mit dem weichen Vorderreifen. Der Großteil verwendete am Hinterrad aber die weiche Mischung. Am Vorderrad sah man alle drei Mischungen. Francesco Bagnaia fuhr im Sprint mit dem harten Vorderreifen, entschied sich für den Grand Prix aber für die weiche Mischung.

Der Rennverlauf im Detail

Beim Start kamen alle Fahrer gut weg. In Kurve 1 gerieten Francesco Bagnaia und Alex Marquez aneinander. Bagnaia behauptete die zweite Position, Alex Marquez verlor zwischenzeitlich eine Position an Rookie Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia). Marc Marquez bekam davon nichts mit und setzte sich bereits nach wenigen Kurven ab. Noch in der ersten Runde setzte Alex Marquez zu einer Attacke gegen Francesco Bagnaia an und übernahm die zweite Position.

Hinter den drei Ducatis an der Spitze fuhr Ai Ogura, der zu Rennbeginn von Jack Miller (Pramac-Yamaha) unter Druck gesetzt wurde. Franco Morbidelli war einer der Gewinner des Starts. Der Italiener kam in großen Schritten näher an Miller heran und zog in Runde zwei vorbei. Morbidellis Vorwärtsdrang war weiterhin groß. Der ehemalige Vizeweltmeister bremste sich später an Ogura vorbei und verwies den Rookie auf die fünfte Position. Damit lagen vier Ducatis vorn. Zu Beginn von Runde vier rutschte Pedro Acosta (KTM) in Kurve 1 ins Kiesbett. Der Spanier fuhr leicht neben der Ideallinie und versuchte, den Vorderradrutscher mit dem Knie zu retten.

Acosta konnte den Sturz nicht verhindern und versuchte, das Rennen fortzusetzen. Er reihte sich mit 30 Sekunden Rückstand auf der letzten Position ein. Acostas KTM war sichtbar beschädigt. In Runde sieben wurde Marc Marquez plötzlich langsamer. Zwischen Kurve 3 und Kurve 4 verlor der Spanier Schwung und verlor die Führung an Bruder Alex Marquez. Nach der kontroversen Szene reihte sich die Startnummer 93 auf Position zwei ein und kehrte zum gewohnten Renntempo zurück.

Die Wiederholung der Szene lieferte keine Gewissheit, warum der Spitzenreiter langsamer wurde. Marquez nahm freiwillig Tempo heraus, drehte sich um und fuhr dann weiter. War der Luftdruck im Vorderrad zu weit abgesunken und Marc Marquez musste den Druck im Windschatten eines anderen Fahrers nach oben bringen? Marc Marquez fuhr daraufhin rundenlang dicht hinter Bruder Alex Marquez. Die Top 4 rückten enger zusammen.

Zur Halbzeit des Rennens wurden Alex Marquez, Marc Marquez, Francesco Bagnaia und Franco Morbidelli durch gut eine Sekunde getrennt. Ai Ogura fuhr eine Sekunde hinter Morbidelli auf der fünften Position. Jack Miller hatte bereits fünf Sekunden Rückstand zu Ogura und führte eine sechs Fahrer starke Gruppe an. Honda-Werkspilot Joan Mir verabschiedete sich zehn Runden vor Rennende mit einem Sturz in der letzten Kurve aus dieser Gruppe und warf ein mögliches Top-6-Finish weg.

Nachdem Marc Marquez viele Runden lang dicht hinter seinem Bruder gefahren war, steigerte er fünf Runden vor Rennende den Druck. Francesco Bagnaia fuhr zu diesem Zeitpunkt 0,7 Sekunden hinter den Marquez-Brüdern. Franco Morbidelli musste abreißen lassen und fuhr einsam auf der vierten Position.

Vier Runden vor Rennende bremste sich Marc Marquez in der Zielkurve in Führung. Alex Marquez konnte keinen Konter starten und verlor binnen weniger Kurven den Anschluss. Von hinten kam Francesco Bagnaia näher und lag in der Schlussphase in Schlagdistanz zur Gresini-Ducati von Alex Marquez. Die etwa 100.000 Fans am Sonntag sahen aber keine weitere Attacke. Alex Marquez behauptete den zweiten Platz.

Fahrerstimmen zum Rennen

"Gestern war ich glücklich. Heute bin ich überglücklich", kommentiert Marc Marquez. "Das ist einfach ein Traum. Es ist ein Traum, meine neue Reise mit Ducati so zu beginnen - hier in Thailand, wo ich meinen letzten Weltmeistertitel gewonnen habe."

Bruder Alex Marquez hoffte zwischenzeitlich auf einen Sieg, musste sich dann aber klar geschlagen geben. "In einem Moment habe ich an den Sieg gedacht, aber dann habe ich gesehen, dass Marc in jeder Runde nur 0,1, 0,2 Sekunden zurücklag. Er hat versucht, den Hinterreifen nicht zu stark zu beanspruchen", bemerkt der Zweitplatzierte.

"Ich hingegen habe alles gegeben, meine gesamte Energie genutzt, denn wenn du keinen Vorteil hast, musst du umso mehr pushen und kannst die Reifen nicht wirklich schonen. Aber am Ende war Platz zwei unser maximales Ziel für heute - das hatte ich ja bereits gestern gesagt", kommentiert Alex Marquez. "'Pecco' hinter sich zu halten, ist nicht einfach. Er ist Weltmeister und hat viel Erfahrung. Ich habe einfach bis zum Ende 100 Prozent gegeben. Ich bin super glücklich, heute wieder auf dem Podium zu stehen", freut sich der Spanier über den erfolgreichen Saisonstart.

Francesco Bagnaia war in Thailand nicht schnell genug, um eine Attacke zu starten. "Ich habe alles gegeben und konnte nicht nah genug an Alex herankommen, um einen Angriff zu starten", bestätigt der Italiener. "Marc hat das ganze Rennen mit uns gespielt", ist Bagnaia überzeugt. "Mein Ziel war es, auf P2 zu landen, aber es wurde P3. Ich habe mein Bestes versucht, aber ich war langsamer und habe in einigen Streckenabschnitten mehr Zeit verloren."

Weitere Platzierungen

Platz vier ging an Franco Morbidelli, der nach 26 Runden 5,2 Sekunden Rückstand hatte. Rookie Ai Ogura bestätigte die starke Form vom Samstag und kam mit 7,5 Sekunden Rückstand ins Ziel. Damit war Ogura erneut bester Aprilia-Pilot. Markenkollege Marco Bezzecchi beendete das Rennen auf der sechsten Position und lag 15,0 Sekunden zurück. LCR-Pilot Johann Zarco brachte Honda in die Top 7 und war damit der bestplatzierte Fahrer mit japanischem Material. Zarco kam 15,2 Sekunden nach Marc Marquez ins Ziel. Die beste KTM landete auf P8: Brad Binder fuhr 19,9 Sekunden hinter dem Sieger über den Zielstrich. Markenkollege Enea Bastianini kam deutlich besser zurecht als im Sprint und wurde Neunter. Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati) komplettierte die Top 10.

Pramac-Pilot Jack Miller wurde nach der starken Startphase durchgereicht und kam mit 22,3 Sekunden Rückstand als Elfter ins Ziel. Damit war der Australier immerhin bester Yamaha-Pilot. Pramac-Teamkollege Miguel Oliveira landete auf P14. Die beiden Werks-Yamahas erlebten einen durchwachsenen Sonntag: Fabio Quartararo wurde auf P15 gewertet, Alex Rins ging als 17. leer aus. Enttäuschend verlief der Grand Prix auch für Maverick Vinales (Tech-3-KTM). Der Spanier verpasste als 16. die Punkteränge und verlässt Thailand ohne Punkte. KTM-Werkspilot Pedro Acosta beendete das Rennen nach seinem Sturz und wurde auf P19 gewertet.

Ergebnisse des MotoGP Grand Prix Thailand 2025

Die MotoGP-Saison 2025 wird in zwei Wochen mit dem Argentinien-Grand-Prix in Termas de Rio Hondo fortgesetzt.

MotoGP | Grand Prix Thailand

Chang International Circuit | 02.03.2025

Beendet Rennen

FahrerTeamRundenZeit
M. MárquezDucati Team2639:37.244
Á. MárquezBK8 Gresini Racing MotoGP26+ 1.732
F. BagnaiaDucati Team26+ 2.398
F. MorbidelliPertamina Enduro VR46 Racing Team26+ 5.176
A. OguraTrackhouse Racing MotoGP26+ 7.450
M. BezzecchiAprilia Racing26+ 14.967
J. ZarcoCASTROL Honda LCR26+ 15.225
B. BinderRed Bull KTM Factory Racing26+ 19.929
E. BastianiniRed Bull KTM Tech326+ 20.053
F. Di GiannantonioPertamina Enduro VR46 Racing Team26+ 21.546
J. MillerPrima Pramac Yamaha MotoGP26+ 22.315
L. MariniHonda HRC26+ 23.940
F. AldeguerBK8 Gresini Racing MotoGP26+ 24.760
M. OliveiraPrima Pramac Yamaha MotoGP26+ 26.097
F. QuartararoMonster Energy Yamaha MotoGP Team26+ 26.456
M. ViñalesRed Bull KTM Tech326+ 28.770
Á. RinsMonster Energy Yamaha MotoGP Team26+ 31.095
S. ChantraIDEMITSU Honda LCR26+ 31.480
P. AcostaRed Bull KTM Factory Racing26+ 42.115
L.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0