Die Welt des Motorsports ist reich an Geschichte, legendären Fahrern und bahnbrechenden Teams. Dieser Artikel bietet einen detaillierten Einblick in die historischen Weltmeister der MotoGP und Formel 1, wobei sowohl die Fahrer- als auch die Konstrukteurstitel berücksichtigt werden.
MotoGP: Eine Ära von Talent und Rivalität
Valentino Rossi, der neunmalige Weltmeister, ist eine Ikone des Motorradrennsports. Er fuhr bislang 301 Grand-Prix-Rennen, wovon er 106 gewann. Seine Karriere ist geprägt von Erfolgen und unvergesslichen Momenten. Rossi kehrte 2013 zu Yamaha zurück und fährt seitdem wieder erfolgreich. "Ich bin sehr stolz auf diese Bekanntmachung. Es ist sehr wichtig für mich, weil ich die Arbeit mit meiner Crew und all den anderen Leuten vom Team sehr genieße. Beide, die japanischen und die europäischen Mitglieder, sind mit mir fast meine ganze Karriere zusammen."
Ein besonders denkwürdiges Ereignis war der Große Preis von Malaysia in Sepang am 25. Oktober 2015, bei dem Valentino Rossi und Marc Márquez kollidierten. Bereits vor dem Rennen war das Verhältnis der beiden Superstars angespannt. Rossi warf Márquez vor, sich im WM-Kampf zwischen dem Italiener und dessen Yamaha-Teamkollegen Jorge Lorenzo auf die Seite Lorenzos geschlagen zu haben.
In Sepang eskalierte die Situation. Erneut kam es zu einem spektakulären Duell, in dessen Folge Rossi Márquez mit dem Knie berührte, und der Repsol-Honda-Pilot von der Strecke flog. Die Fanlager der beiden Kontrahenten entzweiten sich über die Frage, ob Rossi absichtlich gehandelt hatte, und ob Márquez den Italiener durch seine Fahrweise provoziert hatte. Die Piloten sprachen monatelang nicht mehr miteinander, versöhnten sich schließlich im Frühsommer 2016.
Als Strafe musste der "Doktor" beim letzten Saisonrennen in Valencia vom letzten Startplatz aus ins Rennen gehen. Zwar kämpfte er sich noch bis auf Rang vier nach vorne, verlor den WM-Titel aber an Lorenzo.
Formel 1: Die erfolgreichsten Teams im Überblick
Nach Einführung der Konstrukteurs-WM wurde der Teamtitel in der Formel 1 zunächst unter dem Namen "Internationaler Pokal für Formel-1-Hersteller" geführt, auch die Regeln variierten über die Jahre. Bis 1980 etwa wurde nur das bestplatzierte Auto eines Teams in die Teamwertung eingerechnet.
Doch welches Team hat sich in der langen Historie der Formel 1 einen besonders bedeutenden Namen gemacht? Hier ist eine Übersicht der erfolgreichsten Hersteller:
- Ferrari: 16 Konstrukteurstitel, 15 Fahrertitel
- Konstrukteurs-WM: 1961, 1964, 1975, 1976, 1977, 1979, 1982, 1983, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2007, 2008
- Fahrer-WM: 1952, 1953, 1956, 1958, 1961, 1964, 1975, 1977, 1979, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2007
Ferrari ist mit großem Abstand das erfolgreichste Team der Formel-1-Geschichte und verfügt auch über die längste Tradition. Beim Großen Preis der Toskana im Vorjahr feierte die Scuderia ihr 1.000. Rennen in der Königsklasse.
- Williams: Neun Konstrukteurstitel, sieben Fahrertitel
- Konstrukteurs-WM: 1980, 1981, 1986, 1987, 1992, 1993, 1994, 1996, 1997
- Fahrer-WM: 1980, 1982, 1987, 1992, 1993, 1996, 1997
Erst 1978 betrat Williams die Bühne der Formel 1, nur drei Jahre später gelang dem britischen Rennstall um Frank Williams und Technikchef Patrick Head der komplette Triumph.
- McLaren: Acht Konstrukteurstitel, zwölf Fahrertitel
- Konstrukteurs-WM: 1974, 1984, 1985, 1988, 1989, 1990, 1991, 1998
- Fahrer-WM: 1974, 1976, 1984, 1985, 1986, 1988, 1989, 1990, 1991, 1998, 1999, 2008
Im Jahr 1963 wurde der Rennstall durch den Neuseeländer Bruce McLaren gegründet, drei Jahre später gab das Team beim Großen Preis von Monaco sein Debüt in der Formel 1.
- Mercedes: Sieben Konstrukteurstitel, neun Fahrertitel
- Konstrukteurs-WM: 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020
- Fahrer-WM: 1954, 1955, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020
Die lange Historie in der Formel 1 hat Mercedes nicht zu bieten, dennoch finden sich die Stuttgarter unter den erfolgreichsten Teams der Geschichte.
- Lotus: Sieben Konstrukteurstitel, sechs Fahrertitel
- Konstrukteurs-WM: 1963, 1965, 1968, 1970, 1972, 1973, 1978
- Fahrer-WM: 1963, 1965, 1968, 1970, 1972, 1978
Der Name Lotus ist mit der Formel 1 untrennbar verbunden, vor allem durch den legendären Teamchef Colin Chapman.
- Red Bull: Vier Konstrukteurstitel, vier Fahrertitel
- Konstrukteurs-WM: 2010, 2011, 2012, 2013
- Fahrer-WM: 2010, 2011, 2012, 2013
Mit der Übernahme des Jaguar-Teams zur Saison 2005 betrat der Getränkehersteller Red Bull die Bühne der Formel 1.
- Cooper: Zwei Konstrukteurstitel, zwei Fahrertitel
- Konstrukteurs-WM: 1959, 1960
- Fahrer-WM: 1959, 1960
Cooper war nach Einführung 1958 der erste Rennstall, der die Konstrukteurs-WM zwei Jahre nacheinander gewinnen konnte.
- Brabham: Zwei Konstrukteurstitel, vier Fahrertitel
- Konstrukteurs-WM: 1966, 1967
- Fahrer-WM: 1966, 1967, 1981, 1983
Noch während seiner Zeit bei Cooper gründete Jack Brabham sein eigenes Team, mit dem er 1962 erstmals am Renngeschehen teilnahm.
- Renault: Zwei Konstrukteurstitel, zwei Fahrertitel
- Konstrukteurs-WM: 2005, 2006
- Fahrer-WM: 2005, 2006
Der Name Renault hat eine lange Geschichte in der Formel 1 - bereits 1977 stiegen die Franzosen mit einem eigenen Team in die Formel 1 ein.
- Vanwall, BRM, Matra, Tyrrell, Benetton, Brawn: jeweils ein Konstrukteurstitel
- Konstrukteurs-WM: 1958 (Vanwall), 1962 (BRM), 1969 (Matra), 1971 (Tyrrell), 1995 (Benetton), 2009 (Brawn)
- Fahrer-WM: 1962 (BRM), 1969 (Matra), 1971 & 1973 (Tyrrell), 1994 & 1995 (Benetton), 2009 (Brawn)
Ein halbes Dutzend Teams hat einen Konstrukteurstitel in der Formel 1 gewonnen.
24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring
Seit dem Jahr 1970 sind die 24 Stunden auf dem Nürburgring der Höhepunkt der Rennsaison auf der legendären Nordschleife. Darunter bekannte Fahrer wie Hans-Joachim "Strietzel" Stuck, Niki Lauda oder Klaus Ludwig. Bei den Siegerautos dominieren die Hersteller BMW und Porsche, aber auch Opel, Ferrari oder Ford konnten das 24h-Rennen auf dem Nürburgring schon gewinnen.
Bei der Premiere des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring siegt ein 19-jähriges Nachwuchstalent, das später zu einer Ikone des deutschen Motorsports wird: Hans-Joachim Stuck. 1973 trägt sich mit Nikki Lauda ein späterer Formel-1-Weltmeister in die Siegerliste des 24-Stunden-Rennens ein, das in diesem Jahr eigentlich ein zweimaliges 8-Stunden-Rennen war.
Auch 1983 fällt das 24-Stunden-Rennen aus. Grund ist diesmal der Neubau der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings. Nach dem vorübergehenden Ausschluss der GT-Fahrzeuge durchlebt das 24-Stunden-Rennen Mitte der 1990er Jahre eine schwierige Phase mit rückläufigen Teilnehmerzahlen.
Dafür gab es 1996 eine Premiere: Mit Sabine Schmitz (damals noch Reck) gewann zum ersten und bis heute einzigen Mal eine Frau. Anfang der 2000er Jahre erlebt das 24-Stunden-Rennen einen Boom. Starterfelder mit über 200 Fahrzeugen und spektakuläre Autos wie die Zakspeed-Viper, der DTM-Opel und der Schnitzer-BMW M3 GTR begeistern die Fans.
In den 2010er Jahren übernahmen die GT3-Fahrzeuge als Spitzenklasse das Kommando beim 24-Stunden-Rennen und stellen seit 2012 immer den Sieger. Mit Audi, BMW, Mercedes-AMG und Porsche liefern sich vier große deutsche Hersteller Jahr für Jahr packende Kämpfe um den Gesamtsieg. 2016 gelang "Mr.
Im Jahr 2020 fand das 24-Stunden-Rennen aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie nicht am üblichen Termin im Mai oder Juni, sondern erst im September statt. In den Jahren 2020, 2021 und 2024 sorgte schlechtes Wetter für lange Rennunterbrechungen, sodass teils weniger als 50 Prozent der 24-Stunden-Distanz zurückgelegt wurden.
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